Dean Koontz

Biographie

Dean Koontz ist in Pennsylvania geboren und aufgewachsen. Er begann parallel zu seiner Tätigkeit als Lehrer zu schreiben. Seine Frau Gerda erkannte schnell sein Talent und unterstützte ihn in den folgenden Jahren finanziell, sodass er sich voll auf seine Karriere als Schriftsteller konzentrieren konnte. Inzwischen wurden seine Werke in 38 Sprachen übersetzt und mehr als 450 Millionen Mal verkauft. Dean lebt mit Gerda und ihrem Golden Retriever Elsa in Südkalifornien.

Mit dem Autor haben wir ein Interview geführt, das wir für Sie unten auf dieser Seite platziert haben.

Foto: ©Thomas Engstrom

Alle Romane von Dean Koontz

Koontz, Dean
Gehetzt
Erscheinungstag: 01.02.2019
Koontz, Dean
Suizid
Erscheinungstag: 20.12.2017

Sie haben mehr als 450 Millionen Bücher weltweit verkauft. Was denken Sie, macht Ihren enormen Erfolg aus?

Das hat mich selbst am meisten überrascht! Als ich noch als Lehrer arbeitete und nur nebenbei schrieb, sagte meine Frau zu mir: „Ich weiß du willst das Schreiben zu deinem Hauptberuf machen, also werde ich dich fünf Jahre lang (finanziell) unterstützen. Wenn du es in fünf Jahren nicht schaffst, schaffst du es nie.“ Dieses großzügige und liebevolle Angebot begeistert mich noch immer. Damals haben wir uns ausgerechnet, dass ein Verdienst von ca. 25.000 Dollar pro Jahr uns ein gutes Leben ermöglichen würde. 15 Jahre später haben sich die Bücher zu unserer freudigen Überraschung millionenfach verkauft.

Ich war schon immer der Meinung, dass die Figuren in einer Geschichte mindestens so wichtig sind, wie die Handlung und, dass man seine Figuren wirklich ernst nehmen können muss, um richtig mitgerissen zu werden. In den Leserbriefen, die im Lauf der Jahre buchstäblich hunderttausende geworden sind, lese ich oft, dass das ein wichtiger Grund dafür ist, dass sich die Bücher so gut verkaufen.

 

Im Lauf der Jahre haben Sie mehr als 80 Bücher in unterschiedlichen Genres veröffentlicht. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter Ihrer großen Produktivität?

Es gibt 3 Gründe. Erstens liebe ich es Geschichten zu erzählen. Zwar ist es harte Arbeit gut zu schreiben, aber gleichzeitig auch ein Spiel. Zweitens, arbeite ich sehr fleißig: normalerweise schreibe ich wöchentlich 70, manchmal sogar 80 oder mehr Stunden. Der dritte Grund ist, dass ich tatsächlich nichts anderes kann. Ich habe kein anderes Talent – also muss ich sicher sein, dass ich mit dem Schreiben erfolgreich bin. Andernfalls müsste ich eine Verbrecherkarriere starten.

 

Jane Hawk, die Protagonistin von “Suizid”, ist der Inbegriff einer starken und modernen Frau. Sie macht Karriere als FBI-Agentin, ist gleichzeitig Mutter und hat keine Angst, selbst die Initiative zu ergreifen, wenn es nötig ist. Wer oder was hat sie bei der Findung dieser Figur beeinflusst?

Jeder sagt mir, dass Jane Hawk mein bisher bester Charakter ist, was ich fast etwas peinlich finde, da ich nicht genau erklären kann, wie sie mir eingefallen ist. In meinem Leben habe ich eine Menge starke Frauen kennenlernen dürfen, nicht zuletzt meine Frau. Vielleicht ist also ein Drittel von Jane ein Zusammenspiel all dieser Frauen, aber die anderen zwei Drittel sind mir ein Rätsel. Ich hatte bereits fünf Kapitel des ersten Buches geschrieben, als Jane begann, mich zu überraschen – ihre Kühnheit, ihre Haltung, ihr stählerner Mut kombiniert mit ihrer Gutherzigkeit. Buch für Buch entwickelt sie sich weiter. In meinem Leben habe ich mich in zwei Frauen verliebt – die zweite ist glücklicherweise Fiktion!

 

Moralische Grenzen der Wissenschaft und unbegrenzte Möglichkeiten das menschliche Gehirn zu manipulieren, sind Schlüsselthemen Ihres Buches. Wie skeptisch bzw. optimistisch stehen Sie diesem Thema gegenüber?

Das Potenzial von High-Tech Lösungen für neurologische Krankheiten, wie z.B. Parkinson, finde ich sehr spannend. Unser Wissen über die Funktionen des menschlichen Hirns und die Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz stecken jedoch noch in den Kinderschuhen, daher ist bei allem Fortschritt auch Vorsicht geboten.[…]Jane Hawk wird in „Suizid“ mit den schlimmsten vorstellbaren Konsequenzen konfrontiert.

 

“Suizid” ist der Auftakt einer Reihe um die Hauptfigur Jane Hawk. Können Sie uns schon einen kleinen Vorgeschmack auf die kommenden Bände geben?

Jeder der Jane-Hawk Bände steht für sich allein, aber es gibt einen übergeordneten Handlungsbogen, der im Verlauf von sieben Bänden fertiggestellt wird. Idealerweise müsste bei einem solchen Publikationsplan eine stetige Steigerung des Spannungsbogens vorhanden sein. Kennt man das Ende des ersten Bandes, weiß man, dass das eine echte Herausforderung ist. Ich war so angetan von der Figur der Jane, dass ich die vergangenen zweieinhalb Jahre kontinuierlich 80 Stunden pro Woche geschrieben habe und jetzt mit Band 5 anfange. Die Handlung ist so spannend geworden, dass ich beim Schreiben einzelnen Szenen Gänsehaut bekomme und mir die Haare zu Berge stehen. Das kommt nicht nur daher, dass die Bedrohung so realistisch ist und jede Form von Freiheit in Gefahr bringt, sondern auch, weil ich mittlerweile so mit der Figur mitfühle.