Rocket Boys. Roman einer Jugend.

Rocket Boys. Roman einer Jugend.

Übersetzt von Franca Fritz und Heinrich Koop 

Für die einen ist Sputnik nur ein heller Fleck am Himmel. Doch Sonny bedeutet er die Welt. In der tristen Bergarbeiterstadt Coalwood gibt es für ihn nur zwei Möglichkeiten: Entweder er erhält ein Football-Stipendium am College oder er fristet sein Dasein in der Kohlemine seines Vaters. Doch Sonny hat eine Mission: Er will eine Rakete bauen. Gemeinsam mit seinen Freunden wagt er es, seine Zukunft in neue Bahnen zu lenken. Gegen die Angst. Gegen den Willen seines unnahbaren Vaters. Und für die Hoffnungen einer ganzen Stadt.

„Wundervoll“
The Times

„Durch und durch charmant“
New York Times

"Der Text ist voller Witz, voller Selbstironie, immer erfüllt von Lebensfreude und liebendem Ernst."
Die Welt

  • Beschreibung
  • Details
  • Autor/in
  • Bewertungen

Rocket Boys. Roman einer Jugend.

Übersetzt von Franca Fritz und Heinrich Koop 

Für die einen ist Sputnik nur ein heller Fleck am Himmel. Doch Sonny bedeutet er die Welt. In der tristen Bergarbeiterstadt Coalwood gibt es für ihn nur zwei Möglichkeiten: Entweder er erhält ein Football-Stipendium am College oder er fristet sein Dasein in der Kohlemine seines Vaters. Doch Sonny hat eine Mission: Er will eine Rakete bauen. Gemeinsam mit seinen Freunden wagt er es, seine Zukunft in neue Bahnen zu lenken. Gegen die Angst. Gegen den Willen seines unnahbaren Vaters. Und für die Hoffnungen einer ganzen Stadt.

„Wundervoll“
The Times

„Durch und durch charmant“
New York Times

"Der Text ist voller Witz, voller Selbstironie, immer erfüllt von Lebensfreude und liebendem Ernst."
Die Welt

Erscheinungstag: Fr, 01.12.2017
Erscheinungstag: Mo, 13.11.2017
Bandnummer: 100118
Bandnummer: 100118
Seitenanzahl: 432
Seitenanzahl: 432
ISBN: 9783959671576
ISBN: 9783959677264
E-Book Format: ePub oder .mobi

Dieses E-Book kann auf allen ePub- und .mobi -fähigen Geräten gelesen werden, z.B.
tolino, Sony Reader, Kindle, iPhone, Samsung ...

More Information

 
Homer Hickam (auch bekannt als Homer H. Hickam, der Jüngere) ist für seine unter dem Titel “Oktober Sky” verfilmte Autobiografie “Rocket Boys” mehrfach ausgezeichnet worden. Er selbst schreibt seit der Grundschulzeit, arbeitete in einer (…)

Kundenbewertungen

Eine Geschichte voller Freundschaft - 02.04.2018 16:37:55 - Nici's WORT & Totschlag BOOKS & MORE

Mit ihrem unbändigen Willen, ihrem Zusammenhalt und ihrer starken Freundschaft trotzen die "Rocket Boys" allen Widrigkeiten.
Mit viel Wortwitz und einem tollen Schreibstil erzählt der Autor von seinen eigenen wünschen und träumen und lässt den Leser teilhaben an dem Altag in einer Kleinstadt.

https://niciswortundtotschlag.wordpress.com/2018/04/02/rezi-zeit-20/?preview=true

Rocket Boys - Faszination Weltraum - 09.02.2018 11:26:09 - Anjas Druckbuchstaben

Die Sichtung des russischen Sputniks entfacht ein Feuer in dem jungen Sonny. Homer Hickam fängt die Stimmung dieser Zeit beeindruckend mit seinen Worten ein und überträgt diese direkt auf den Leser.
Eine Geschichte für jeden, der wie Sonny die Faszination Raumfahrt teilt und sich ebenso für ihre Anfänge interessiert, solange er sich nicht von detailreichen Beschreibungen abschrecken lässt.

Einfühlsame Rückblende in eine vergangene Zeit - 25.01.2018 05:09:20 - Ladybella911

Eine Autobiographie über eine Jugend in einer amerikanischen Kleinstadt zu einer Zeit in der noch alles möglich war.

Homer Hickam damals genannt 'Sonny' beschreibt in einer sensiblen und charmanten Art und Weise die Zeit seiner Jugend in einer amerikanischen Bergarbeiterstadt in West Virginia und wie er mit Hilfe seiner Freunde und allen Widrigkeiten zum Trotz, seinen großen Traum verwirklichen konnte.

Sehr anschaulich und unterhaltsam schildert Hickam die Ereignisse, die dazu führten dass er sich für den Raketenbau interessierte und nicht, dem Wunsch seines Vaters entsprechend, in der dortigen Zeche unter Tage im Kohlebergbau sein Leben verbrachte.

Manchmal traurig, manchmal lustig mit seiner ihm eigenen Art von Humor werden die Geschehnisse dem Leser nahe gebracht, und er kann sich ganz auf die Geschichte einlassen und tief in die vergangene Zeit eintauchen.

Der Autor gibt das Lebensgefühl einer ganzen Zeit wieder, einer Zeit die nicht einfach war und von Streiks, politischen Wirren, Arbeitslosigkeit und von den Vorurteilen des Kleinbürgertums geprägt war.

Aber es gibt auch eine unbestreitbare Botschaft: Man darf die Hoffnung nie aufgeben und muss für seinen Traum kämpfen.

Ein wundervoll geschriebenes Buch, das man unbedingt lesen sol

Ungewöhnliche Jugend in den 1950'er Jahren - 10.01.2018 14:17:38 - Forti

"Rocket Boys" ist die Autobiographie des NASA-Ingenieurs Homer Hickam, in der er seine Jugendjahre beschreibt. Er, der damals noch Sonny genannt wurde, lebt Ende der 1950'er Jahre mit seiner Familie in einer Bergwerksstadt in West Virginia. Die Sputnik-Raketen der Sowjetunion und die Raketenforschungen Wernher von Brauns lösen bei Sonny eine Faszination für das Thema aus, das dann zu eigenen Forschungen und Experimenten mit Raketen führt. Zusammen mit seinen Freunden lässt er über 30 Raketen starten.

Neben dem Thema Raketenforschung spielen im Buch auch das Erwachsenwerden, die Familie Sonnys und die Bergwerksstadt Coalwood eine große Rolle. All das wird von Homer Hickam sehr sympathisch und unterhaltsam geschildert. Auch technisch wenig Versierte/Interessierte können der Handlung gut folgen und sich intelligent unterhalten fühlen.

Eine gut lesbare, abwechslungsreiche, vielleicht sogar inspirierende Beschreibung einer ungewöhnlichen Jugend in der amerikanischen Provinz.

Eine außergewöhnliche Biografie - 10.01.2018 14:16:35 - Diana182

Das Cover zeigt einen Jungen, der mit einer Rakete auf dem Rücken Roller fährt. Das dieses Bild schnell auffällt, wurde mir auch bewusst, als mein 3 Jähriger Sohn fasziniert auf das Buch blickte und traurig war, dass nicht mehr Bilder im Buch enthalten sind.

So wurde auch ich neugierig und wollte mehr erfahren. Der Klappentext klingt ebenfalls sehr ansprechend und meine Lesereise begann…

Der Einstig in die Geschichte gelingt recht schnell. Die einzelnen Begebenheiten werden geschildert und man kann sich alsbald ein eigenes Bild über die Familie und die damaligen Zeiten machen.

Die einzelnen Figuren dieser Autobiographie werden menschlich und authentisch beschrieben. Aber der Autor selbst kommt dabei anfangs gar nicht gut weg. Hauptperson ist eher sein Sohn Sonny, der mit seiner Art schnell das Herz der Leser erobert. Erst nach und nach konnte ich den Vater verstehen und seine Sicht der Dinge nachvollziehen. Schon allein dafür hat der Autor volle Punktzahl verdient.

Der Schreibstil ist sehr detailliert und flüssig. Man kann regelrecht miterleben, wie die Rocket Boys ihren Traum kreieren und diesen dann Stück für Stück in die Realität umsetzten. Das dabei nicht immer alles rund läuft ist verständlich. Dennoch geben sie nicht auf und glauben ganz fest an ihre Ideen.

Das Ende der Geschichte ist passend gewählt und schließt den Roman umfassend ab. Der Leser kann dieses außergewöhnliche Buch zufrieden schließen und vielleicht noch einmal an eigene Träume und Vorstellungen zurückdenken. Wäre es nicht möglich, selbst seinen Traum zu verwirklichen? Dieses Buch macht Mut und Zuversicht, dass man alles schaffen kann, wenn man nur fest genug daran glaubt!

Mein Fazit:
Eine außergewöhnliche Biografie, welche mich sehr gut unterhalten hat. Man fiebert regelrecht mit und schließt Sonny und seine Jungs tief ins Herz.

Ich habe ihnen den Erfolg sehr gegönnt und mich gefreut, dass sein Vater später diesen wunderbaren Roman darüber verfasst hat.

Von mir gibt es volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung!

Ein ganz besonderes Lesevergnügen - 06.01.2018 21:33:44 - bookloving

MEINE MEINUNG
Homer Hickam hat mit „Rocket Boys – Roman einer Jugend“ einen wundervollen, größtenteils autobiographischen Roman über seine Jugenderinnerungen geschrieben, der zugleich ein faszinierendes Stück Zeitgeschichte wiedergibt. Einen besonderen Reiz bekommt der Roman durch die Tatsache, dass Hickam es als einfaches Bergarbeiterkind tatsächlich geschafft hat, seinen Lebenstraum zu erfüllen und Weltraumingenieur bei der NASA in Huntsville geworden ist. Der Autor ist ein begnadeter Geschichtenerzähler, der es versteht, den Leser auf eine unnachahmlich warmherzige, humorvolle und oftmals selbstironische Art zu unterhalten. Einfühlsam und mit viel Charme beschreibt er seine Jugend in der tristen amerikanischen Bergarbeiterstadt Coalwood, gibt einen hervorragenden Einblick in eine engstirnige und vom Kalten Krieg geprägte 50er-Jahre-Gesellschaft Amerikas und lässt uns Leser so in Sonnys bewegtes Leben eintauchen.
Schon bald beginnt man mit den Rocket Boys zu fiebern, wie sie gegen zahllose Widerstände ankämpfen, sich mit Enthusiasmus und unglaublicher Beharrlichkeit ihrem Raketenprojekt widmen und so trotz aller Misserfolge ihrem Traum schrittweise näher kommen. Man freut sich über jede noch so kleine moralische und praktische Unterstützung durch Menschen, die an sie glauben, und feiert ihre Fortschritte enthusiastisch mit. Während der Bergbau und die Zukunft von Coalwood dem Untergang geweiht sind, werden die „Knallfrösche“ und ihre Erfolge allmählich zum einzigen Lichtblick vieler Bergleute.
Neben unglaublich witzigen Anekdoten schildert Hickam auch berührende und nachdenklich stimmende Episoden. Von ganz alltäglichen Themen wie Familienzwistigkeiten, Sonnys erster großer Liebe, Beschreibungen des Zusammenlebens der Menschen an einem Ort, deren Alltag fast ausschließlich von der Zeche bestimmt wird, werden auch seine schwierige Beziehung zu seinem Vater, tiefe Enttäuschungen und menschliche Tragödien aufgegriffen.
Abgerundet wird das Ganze durch herrlich ausgearbeitete, sehr lebensnahe Charaktere vom liebenswerten Protagonisten Sonny über seine tollen Freunde, seine außergewöhnliche Mutter Elsie, dem gutherzigen Schlosser Bykovski bis hin zur engagierten Lehrerin Mrs. Riley, denen die Rocket Boys ihren größten Erfolg, Goldmedaille beim "National Science Fair", zu verdanken haben. Im Epilog erhält der Leser zum stimmigen Ausklang noch eine kurze Zusammenfassung, über den weiteren Werdegang von Sonny und seinen Freunden.

FAZIT
Ein ganz besonderes Lesevergnügen – wundervoll geschrieben, mit äußerst liebenswerten Charakteren und eine berührende Geschichte über das Erwachsenwerden, die zugleich Mut macht, trotz aller Widrigkeiten für seine Chancen im Leben zu kämpfen und seine Träume zu verwirklichen! Sehr empfehlenswert!

Die Knallfrösche - 01.01.2018 13:55:51 - cyrana

Homer Hickam Junior, genannt Sonny, lebt in einem kleinen Bergarbeiterdorf in West Virginia. Sein älterer Bruder Jim ist ein Football- und Mädchenstar und die beiden geraten oft aneinander. Der Vater bekleidet eine wichtige Stelle in der Bergarbeitergesellschaft und beachtet den jüngeren Sohn kaum. Als Sonny das erste Mal von Sputnik hört und den Verdiensten der Russen, reift in ihm die Idee, Raketen zu bauen. Sein großes Vorbild ist Wernher von Braun. Doch wie schafft das ein Junge, der schon mit Algebra große Probleme hat? - Mit den richtigen Freunden! So gründet er den Raketenclub, dem ersten seiner Art in Coalwood. Gemeinsam mit den "Knallfröschen" - so wird der Club von vielen Anwohnern genannt - und der Hilfe vieler Bergarbeiter und seiner Lehrerin Miss Riley, schaffen sie es, immer besser zu werden. Doch es gibt auch viele Rückschläge, Hindernisse, mangelnde Anerkennung,...

Dieser autobiografische Roman erzählt von einer Jugend in einer Bergarbeitersiedlung, dem Streben nach Höherem, der Verwirklichung von Träumen, aber auch vom oftmals harten Alltag. Auch für naturwissenschaftlich unbegabte Leser wird das Interesse an der Technik geweckt und man fiebert mit Sonny und den Jungs mit.

Emotional, berührend, dramatisch - 26.12.2017 11:06:40 - Martina Ernst

Von Ingenieur und Autor Homer Hadley Hickam Jr. stammt „Albert muss nach Hause – Die irgendwie wahre Geschichte eines Mannes, einer Frau und ihres Alligators“. In „Rocket Boys“ verfolgt Sonny unbeirrt seinen Traum.

Sonnys Idol ist Raketenkonstrukteur Wernher von Braun. Sonny will am amerikanischen Traum teilhaben und ebenfalls eine Rakete bauen. Zusammen mit seinen Freunden O`Dell, Roy Lee und Sherman tüftelt er an seinem Raketenprojekt. Das Umfeld reagiert mit Hohn und Spott. Nur Sonnys Mutter glaubt an ihn.

„Rocket Boys – Roman einer Jugend“ beruht auf einer wahren Geschichte. Homer Hadley Hickam Jr., genannt Sonny, erzählt wie er es vom Außenseiter zum Ingenieur geschafft hat, schriftstellerische Freiheiten inklusive. Die Geschichte beginnt 1957 mit dem vierzehnjährigen Sonny. Das Leben in der Bergarbeiterstadt Coalwood wird greifbar. Alles dreht sich um die Zeche, den lästigen Kohlenstaub. Die Nachricht vom Satelliten Sputnik, der am 5.Oktober 1957 von den Russen ins All geschickt wird, fasziniert Sonny. Sein erster Raketenversuch scheitert kläglich. Zur Schlüsselfigur wird sein Mutter Elsie, die ihn in seinen Forschungen bestärkt. Herzerwärmend wie viel Nachsicht und Ansporn sie zeigt. Vater Homer setzt voll auf Sonnys Bruder, den Footballer Jim, und hält nichts von Sonnys Träumereien. Es geht um Familie, Freundschaft, die Erfüllung eines Traumes. Mit Sonnys Plan nimmt die Geschichte Fahrt auf. Seine Zielstrebigkeit trotz aller Widerstände ist bewundernswert. Humor lockert die Geschichte auf und erhöht den Unterhaltungswert. Vom Außenseiter zum Durchstarter, in Coalwood gehen Veränderungen vor sich. Die Rocket Boys erregen mit ihren Experimenten immer mehr Aufmerksamkeit. Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt in Coalwood berühren. Die Autobiografie erzählt auch von den Menschen, die wichtig auf Sonnys Weg waren. Im letzten Buchdrittel nimmt die Dramatik zu. Die Ereignisse überschlagen sich. Unvorhersehbare Wendungen schockieren, Schicksale erschüttern. Ein sehr emotionales Buch. Der Epilog gibt Infos darüber, was aus allen geworden ist und bildet einen sehr gelungenen Abschluss.

Titel und Cover erregen mit wenigen Mitteln Aufmerksamkeit. Die farbenfrohe Szene mit Sonny vermittelt den Inhalt auf kreative Weise. „Rocket Boys – Roman einer Jugend“ bringt zum Lachen und zum Weinen. Es fällt schwer, sich von Coalwood und seinen Bewohnern zu verabschieden. Sonny macht Mut, sich seine Träume zu erfüllen. Eine sehr empfehlenswerte Biografie, die sowohl Erwachsene als auch Teenager anspricht.

Ein amerikanischer Traum - 22.12.2017 09:21:30 - Dajobama

Sonny lebt in der Bergarbeiterstadt Coalwood, wo er allerdings so gar nicht hinpasst. Denn hier gibt es nur Football und den Bergbau. So soll auch Sonny seine Zukunft in der Kohlemine seines Vaters fristen. Als 1957 die Russen den ersten Weltraumsatelliten Sputnik in den Himmel schießen, hat er seine Passion gefunden: gemeinsam mit seinen Freunden gründet er einen Raketenclub und macht sich daran, eine Rakete zu bauen. Das große Vorbild ist der amerikanische Raketeningenieur Wernher von Braun, dem er sich nur zu gerne anschließen würde. Die Jungs nennen sich Rocket Boys und machen sich mit unglaublichem Eifer und Durchhaltevermögen an die Arbeit, gegen jegliche Widerstände, die ihnen von ihren Mitmenschen entgegenschlagen. Doch es gibt von Anfang an auch einige Bewohner, die den Kindern helfen, allen voran Sonnys Mutter, die um jeden Preis verhindern will, dass ihre Söhne im Bergbau landen, wie der Vater. Der Leser lernt mehrere sehr liebenswerte Personen kennen, die an die jungen Raketenbauer glauben, wie zum Beispiel die Lehrerin Mrs Riley oder der Schlosser Bykovski.

Homer Hickam schreibt authentisch und immer wieder mit einer guten Prise Humor vom Erwachsenwerden dieser Kinder, in erster Linie von seiner eigenen Jugend. Der Autor ist ehemaliger Bergwerksarbeiter, NASA-Ingenieur und Vietnam-Veteran. So erfährt der Leser in diesem autobiografischen Roman sehr viel über die Kleinstadt Coalwood, über den Kohlebergbau, über den Raketenbau und nicht zuletzt über zwischenmenschliche Beziehungen. Sonny muss sich mit familiären Problemen herumschlagen, erste Erfahrungen mit Mädchen stehen an und auch die nachbarschaftlichen Beziehungen in Coalwood werden beleuchtet.

Ich fand es total spannend, wie die Jungs sich in einer Zeit vor dem Internet komplizierte mathematische Formeln aneignen und niemals von ihrem erklärten Ziel abkommen. Man brennt mit den Jungs und fiebert bei jeder gezündeten Rakete mit. Man freut sich für jeden Erfolg mit ihnen.

Im Verlauf des Romans werden die Rocket Boys zu echten Hoffnungsträgern einer ganzen, im Niedergang begriffenen Kleinstadt. Sie werden von vielen Bewohnern bewundert und beneidet, weil sie es geschafft haben, mit harter Arbeit ihre Träume wahr werden zu lassen und einen Ausweg aus der tristen Bergarbeiterstadt zu finden.

Letzten Endes leben diese Kinder den amerikanischen Traum. Vom Tellerwäscher zum Millionär – oder wie hier: von Bergwerksarbeitern zu Raketenbauingenieuren.
Ein tolles Buch, das Mut macht, neue Wege zu gehen!

„Es gibt einen Plan. Wenn man unbedingt dagegen ankämpfen will, kann man ihm eine Zeit lang entkommen, aber schließlich endet man doch da, wo Gott einen haben will.“












Emotional, berührend, dramatisch - 21.12.2017 09:14:33 - Martina Ernst

Von Ingenieur und Autor Homer Hadley Hickam Jr. stammt „Albert muss nach Hause – Die irgendwie wahre Geschichte eines Mannes, einer Frau und ihres Alligators“. In „Rocket Boys“ verfolgt Sonny unbeirrt seinen Traum.

Sonnys Idol ist Raketenkonstrukteur Wernher von Braun. Sonny will am amerikanischen Traum teilhaben und ebenfalls eine Rakete bauen. Zusammen mit seinen Freunden O`Dell, Roy Lee und Sherman tüftelt er an seinem Raketenprojekt. Das Umfeld reagiert mit Hohn und Spott. Nur Sonnys Mutter glaubt an ihn.

„Rocket Boys – Roman einer Jugend“ beruht auf einer wahren Geschichte. Homer Hadley Hickam Jr., genannt Sonny, erzählt wie er es vom Außenseiter zum Ingenieur geschafft hat, schriftstellerische Freiheiten inklusive. Die Geschichte beginnt 1957 mit dem vierzehnjährigen Sonny. Das Leben in der Bergarbeiterstadt Coalwood wird greifbar. Alles dreht sich um die Zeche, den lästigen Kohlenstaub. Die Nachricht vom Satelliten Sputnik, der am 5.Oktober 1957 von den Russen ins All geschickt wird, fasziniert Sonny. Sein erster Raketenversuch scheitert kläglich. Zur Schlüsselfigur wird sein Mutter Elsie, die ihn in seinen Forschungen bestärkt. Herzerwärmend wie viel Nachsicht und Ansporn sie zeigt. Vater Homer setzt voll auf Sonnys Bruder, den Footballer Jim, und hält nichts von Sonnys Träumereien. Es geht um Familie, Freundschaft, die Erfüllung eines Traumes. Mit Sonnys Plan nimmt die Geschichte Fahrt auf. Seine Zielstrebigkeit trotz aller Widerstände ist bewundernswert. Humor lockert die Geschichte auf und erhöht den Unterhaltungswert. Vom Außenseiter zum Durchstarter, in Coalwood gehen Veränderungen vor sich. Die Rocket Boys erregen mit ihren Experimenten immer mehr Aufmerksamkeit. Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt in Coalwood berühren. Die Autobiografie erzählt auch von den Menschen, die wichtig auf Sonnys Weg waren. Im letzten Buchdrittel nimmt die Dramatik zu. Die Ereignisse überschlagen sich. Unvorhersehbare Wendungen schockieren, Schicksale erschüttern. Ein sehr emotionales Buch. Der Epilog gibt Infos darüber, was aus allen geworden ist und bildet einen sehr gelungenen Abschluss.

Titel und Cover erregen mit wenigen Mitteln Aufmerksamkeit. Die farbenfrohe Szene mit Sonny vermittelt den Inhalt auf kreative Weise. „Rocket Boys – Roman einer Jugend“ bringt zum Lachen und zum Weinen. Es fällt schwer, sich von Coalwood und seinen Bewohnern zu verabschieden. Sonny macht Mut, sich seine Träume zu erfüllen. Eine sehr empfehlenswerte Biografie, die sowohl Erwachsene als auch Teenager anspricht.

Eine wunderbar menschliche Erfolgsgeschichte, die zu Herzen geht - 17.12.2017 20:33:38 - Samira

"Der Knall von der Fliegentür hing immer noch in der Luft; es war, als ob alle Türen in Coalwood vor meiner Nase zugeschlagen worden wären - eine nach der anderen."

Als am 4. Oktober 1957 Sputnik 1 von den Russen ins Weltall geschossen wird, beginnt für Homer "Sonny" Hickam eine neue Zeitrechnung. Er beschließt, dass auch er Raketen bauen und eines Tages im Team von Wernher von Braun arbeiten wird. In der Bergarbeiterstadt Coalwood gibt es für seine Ambitionen wenig Nährboden, denn hier wird man entweder Bergarbeiter oder erhält ein Football-Stipendium fürs College. Doch von nichts und niemandem, auch nicht von seinem unnahbaren Vater, lässt sich Sonny sein Projekt ausreden. Zusammen mit seinen Freunden wird er zu den "Rocket Boys", und ihre Raketen fliegen höher, als es sich jemals jemand in Coalwood hätte erträumen lassen.

Coalwood

Das Setting für diesen "Roman einer Jugend", wie "Rocket Boys" untertitelt ist, ist außergewöhnlich und dem deutschen Ottonormalverbraucher unbekannt. Coalwood ist eine kleine Stadt in den Bergen West Virginias, die einzig und allein existiert, weil dort Kohle gefördert wird. Die Zeche ist der Lebensmittelpunkt der Stadt, jedes Haus, jedes Geschäft, selbst die Kirchen wurden von der Firma erbaut und den Arbeitern und ihren Familien zur Verfügung gestellt. Wird der Mann arbeitsunfähig oder stirbt gar, hat die Familie zwei Wochen Zeit, ihren Platz in Coalwood zu räumen. Soweit die harte Realität, in der das Leben dieser Menschen nur aus einem Grund gerade in Coalwood stattfindet: Kohlebau und die Gesellschaft (die immer etwas anmutet wie Orwells Big Brother). Doch auch der Kohleboom währt nicht ewig, und Coalwood sieht einer düsteren Zukunft entgegen.

Ich habe mich aufgrund des Buches viel mit den Gegebenheiten des Bergbaus auseinandergesetzt und einiges mehr dazu gelesen. Die Geschichte hat mich animiert, mich intensiv mit einem mir fremden Gebiet zu beschäftigen, und das finde ich immer besonders toll.

Die Familie Hickam

Sonnys Familie besteht aus Vater Homer, Mutter Elsie, Bruder Jim und diversen Tieren (Hunde, Katzen, ein Eichhörnchen, und wie man aus "Albert muss nach Hause" weiß, gab es auch mal einen Alligator).

Elsie hat es faustdick hinter den Ohren, weiß genau, was sie will, kann sehr hart, aber auch äußerst liebevoll und fürsorglich sein. Als Einzige in der Familie zollt sie Sonny und seinen Interessen und Erfolgen Respekt und unterstützt ihn. Sie ist eine Art Anker in diesem Buch, ein Ruhepol, zu dem man immer gerne zurückkehrt.

Anders sieht es da mit Sonnys Vater Homer aus. Er ist kalt, unnahbar und zu Beginn äußerst unsympathisch. Gerade für Sonny hat er keinerlei Verständnis, denn weder interessiert dieser sich für Football, noch für den Bergbau. Homer kann einfach nicht sehen, was einmal aus ihm werden soll mit einer solchen Einstellung. Daher unterstützt er Sonnys Vorhaben (zunächst) nicht. Von Sohn Jim ist er allerdings ganz angetan, denn dieser ist ein begnadeter Football-Spieler und hat beste Aussichten. Im Familiengeschehen ist Homer so gut wie nicht anwesend, denn er ist der Leiter der Zeche und eigentlich immer dort, sehr zum Leidwesen Elsies, die den Kohleabbau und alles, was damit zu tun hat, verabscheut. Die Zeche kostet Homer letzten Endes nicht nur Zeit, sondern auch seine Gesundheit. Glücklicherweise entwickelt sich Homer im Laufe der Geschichte zu einem umgänglicheren Charakter und gewinnt deutlich an Sympathie.

Von Sonnys Bruder Jim bekommen wir nicht sehr viel mit, denn auch in Sonnys Leben ist er kaum präsent. Einmal bezeichnet Sonny sich sogar als Einzelkind, was mich sehr traurig gemacht hat. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Interessen haben sich die Jungs nicht viel zu sagen, nur gelegentlich kommt es zu Handgreiflichkeiten seitens des älteren, stärkeren Footballers.

Insgesamt also keine besonders angenehme Familiensituation, in der sich Sonny befindet. Das Wichtigste ist ihm allerdings der Respekt und die Anerkennung seines Vaters, die er sich hart erarbeitet.

Die Rocket Boys

Noch nie hat jemand versucht, was Sonny mit seinen Kumpels in Coalwood anstellt: Amateurraketen starten. Sonny ist absolut begeistert von allem, was in der amerikanischen Raumfahrttechnik vor sich geht, und will unbedingt ein Teil davon sein. Also trommelt er seine Freunde zusammen und bastelt. Erst durch Ausprobieren, dann durch Lesen, Lernen und Gleichungen lösen verbessert er seine Raketen immer weiter und erreicht immer größere Höhen. Nein, keiner der Jungs ist ein Genie oder auch nur hochbegabt (gut, bis auf Quentin vielleicht), und dennoch gelingt es ihnen durch kontinuierliche und harte Arbeit, ihre Träume zu verwirklichen. Doch ohne die Unterstützung und Liebe aller Menschen in Coalwood hätten sie es nicht geschafft. "Rocket Boys" ist also eine äußerst menschliche Erfolgsgeschichte, die die unterschiedlichsten Charaktere vereint und zeigt, was Gemeinschaft, Durchhaltevermögen und Leidenschaft bewirken können. Die Rocket Boys sind der Hoffnungsschimmer für eine ganze, im Zerfall befindliche Region, und machen auch dem Leser Mut.

Trotz widriger Umstände schaffen es die Jungs also, ihre Raketen zu starten, vereinen ganz Coalwood und werden über die Stadtgrenze hinaus berühmt. Mit viel Witz und Feingefühl erzählt Homer Hickam Jr. alias Sonny seine Geschichte, die mich sehr berührt hat. Sie hat mich darüber nachdenken lassen, was passiert, wenn das ganze Leben nur auf einer einzigen Säule ruht. Ich habe mit den Jungs mitgefiebert bei ihren ständig verbesserten Raketenexperimenten und mir nichts mehr gewünscht, als dass sie Coalwood verlassen und in einer anderen Welt leben und erfolgreich sein können. Die liebenswürdigen Charaktere, vom Schlosser Bykovski bis zur Lehrerin Mrs Riley, erwärmen das Herz und schaffen ein ganz besonderes Lesevergnügen, bei dem auch Katastrophen und jugendliche Liebe nicht zu kurz kommen. Ich habe mit diesem Buch großartige Stunden verbracht, voller Ideen, Spannung und Gefühl, sodass ich Coalwood und die Rocket Boys immer in guter Erinnerung behalten werde.

Wenn Träume wahr werden - 15.12.2017 20:24:14 - misery3103

Sonny lebt mit seinen Eltern und seinem Bruder in dem kleinen Ort Coalwood, wo alle Einwohner vom Bergbau leben. Als die Russen den Satelliten „Sputnik“ ins All schießen, beschließt Sonny, selbst eine Rakete zu konstruieren. Zusammen mit seinen Freunden gründet er den „Raketenclub“. Angespornt von Sonnys Mutter, die unbedingt verhindern will, dass ihr Sohn als Bergarbeiter endet, setzt Sonny alles daran, eine flugfähige Rakete zu bauen, was den Jungs des „Raketenclubs“ nach jahrelanger Tüftelei wirklich gelingt.

Das Buch schildert die Jugendjahre des Autors und gibt ein gutes Bild des kleinen Städtchens Coalwood wieder. Neben den Bestrebungen der Jungs des Raketenclubs zum Bau der Rakete erfährt man viel Zwischenmenschliches. Die Beziehung der einzelnen Familienmitglieder untereinander, die nachbarschaftlichen Verhältnisse der Menschen in Coalwood und auch das Bestreben der Amerikaner, eine flugfähige Rakete ins All zu bekommen, sind Themen des Buches.

Anders als andere biografische Werke ist das Buch sehr amüsant und lesenswert, da es nicht trocken oder langweilig daher kommt, sondern amüsant und anschaulich aus dem Leben von Sonny und seinen Freunden erzählt. Es macht einfach Spaß, die Jungs bei ihren diversen Fehlversuchen zu begleiten, die am Ende in den Erfolgen nach Jahren der Tüftelei münden.

Eine unterhaltende und gut erzählte, spannende Geschichte einer Jugend im Zeichen von Sputnik und den Anfängen der Weltraumforschung.

Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst! - 13.12.2017 22:44:29 - Live Breath Words

Lesen! Unbedingt lesen, verschenken und empfehlen.
Sonnys Geschichte werde ich definitiv noch lange im Herzen tragen.
( https://www.harpercollins.de/buecher/gegenwartsliteratur/rocket-boys-roman-einer-jugend )

Ihre Bewertung

1 schlecht, 5 sehr gut

Top-titel

Karin Slaughter

Die gute Tochter

"Lauf!", fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. "Lauf weg!" Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers.
Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein.

"Die gute Tochter" ist ein Meisterwerk psychologischer Spannung. Nie ist es Karin Slaughter besser gelungen, ihren Figuren bis tief in die Seele zu schauen und jede Einzelne mit Schuld und Leid gleichermaßen zu belegen.

"Die dunkle Vergangenheit ist stets gegenwärtig in diesem äußerst schaurigen Thriller. Mit Feingefühl und Geschick fesselt Karin Slaughter ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite."
Camilla Läckberg

"Eine großartige Autorin auf dem Zenit ihres Schaffens. Karin Slaughter zeigt auf nervenzerfetzende, atemberaubende und fesselnde Weise, was sie kann."
Peter James
 
"Karin Slaughter ist die gefeiertste Autorin von Spannungsunterhaltung. Aber Die gute Tochter ist ihr ambitioniertester, ihr emotionalster - ihr bester Roman. Zumindest bis heute."
James Patterson
 
"Es ist einfach das beste Buch, das man dieses Jahr lesen kann. Ehrlich, kraftvoll und wahnsinnig packend - und trotzdem mit einer Sanftheit und Empathie verfasst, die einem das Herz bricht."
Kathryn Stockett

„Die Brutalität wird durch ihre plastische Darstellung körperlich spürbar, das Leiden überträgt sich auf den Leser.“
(Hamburger Abendblatt)

„Aber es sind nicht nur die sichtbaren Vorgänge und Handlungen von guten oder schlechten Individuen, die die (…) Autorin penibel genau beschreibt. Es sind vor allem die inneren, die seelischen Abläufe, die überzeugen.“
(SHZ)

„Das alles schildert Slaughter mit unglaublicher Wucht und einem Einfühlungsvermögen, das jedem Psychotherapeuten zu wünschen wäre.“
(SVZ)

„Die aktuelle Geschichte um die Quinns ist eine Südstaaten-Saga der besonderen Art, von der ihr nicht weniger erfolgreiche Kollege James Patterson sagt, sie sei ‚ihr ambitioniertester, ihr emotionalster, ihr bester Roman. Zumindest bis heute‘.“
(Focus Online)

„Die Autorin hat hier ein ausgezeichnetes Buch vorgelegt, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.“
(Krimi-Couch.de)

„Es gibt Bücher, bei denen man das Atmen vergisst. Die Romane der amerikanischen Schriftstellerin gehören dazu. So auch dieser Pageturner. (…) Karin Slaughter versteht es meisterhaft, glaubwürdige Charaktere zu erschaffen und ihre Leser fortwährend zu überraschen.“
(Lebensart)

„Atmosphärisch dichter Thriller über die sozialen Gespinste einer Kleinstadt, psychologisch sehr stimmig, mit vielen Schichten und Überraschungen.“
(Bayrischer Rundfunk)

Mehr erfahren »