Ein besoffener Bär im Bergwerkswald

Ein besoffener Bär im Bergwerkswald

„So lustig wie der Name.“
Welt der Frau

Es stampft, es schnauft, es schwankt – und ganz Schweden rätselt mit: Ist es ein Elch, ein Bär oder ein Elefantenbaby? Nur Schatten sind auf dem verwackelten Handyvideo zu erkennen, das der Sohn des Bürgermeisters aufgezeichnet hat. Doch schon bald lockt das mysteriöse Waldwesen Tausende Touristen in das verschlafene Provinzkaff. Endlich können die abgehängten Einheimischen auf den ersehnten Aufschwung hoffen! Jetzt muss Bürgermeister Per Danielsson nur um jeden Preis verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

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Ein besoffener Bär im Bergwerkswald

„So lustig wie der Name.“
Welt der Frau

Es stampft, es schnauft, es schwankt – und ganz Schweden rätselt mit: Ist es ein Elch, ein Bär oder ein Elefantenbaby? Nur Schatten sind auf dem verwackelten Handyvideo zu erkennen, das der Sohn des Bürgermeisters aufgezeichnet hat. Doch schon bald lockt das mysteriöse Waldwesen Tausende Touristen in das verschlafene Provinzkaff. Endlich können die abgehängten Einheimischen auf den ersehnten Aufschwung hoffen! Jetzt muss Bürgermeister Per Danielsson nur um jeden Preis verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Erscheinungstag: Mo, 03.09.2018
Erscheinungstag: Mo, 03.09.2018
Bandnummer: 100154
Bandnummer: 100154
Seitenanzahl: 304
Seitenanzahl: 304
ISBN: 9783959672030
ISBN: 9783959677660
E-Book Format: ePub oder .mobi

Dieses E-Book kann auf allen ePub- und .mobi -fähigen Geräten gelesen werden, z.B.
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Petteri Nuottimäki, geboren 1968 in Finnland, in Schweden aufgewachsen, arbeitet als Cartoonist und Drehbuchautor. Er schreibt an seinem zweiten Roman. Der Autor hat uns einen kurzen Brief über sein Buch hinterlassen welchen wir Ihnen nicht (…)

Kundenbewertungen

Sehr witzig - 18.10.2018 21:45:24 - nellsche

Ein kleines Provinzkaff in Schweden steht plötzlich im Mittelpunkt. Der Grund ist ein verwackelte Handyvideo, auf dem nur Schatten zu erkennen sind. Die Spekulationen um das mysteriöse Waldwesen locken tausende von Touristen in den kleinen Ort - dem dieser Aufschwung äußerst gelegen kommt. Nun muss der Bürgermeister Per Danielsson verhindern, dass die Wahrheit raus kommt. Denn was ist dann? 

Was mir an diesem Buch als erstes auffiel, waren das tolle Cover und der witzige Titel. Gemeinsam mit dem Klappentext war mir klar, dass ich das Buch lesen will. Und ich wurde sehr gut unterhalten.
Der Schreibstil gefiel mir sehr gut. Er war recht nüchtern, aber voll trockenem und schwarzem Humor. Genau mein Geschmack. Ich wurde somit bestens unterhalten und musste ganz viel lachen.
Die Idee zu diesem Buch fand ich sehr realistisch und passend zur heutigen technischen Zeit. Ein nebulöses Handyvideo wird ins Internet gestellt, verselbständigt sich und es entstehen die wildesten und verrücktesten Fantasien, was denn da auf dem Video zu sehen ist. Dass das die Schaulustigen anlockt ist klar. Genauso klar ist, dass man als Bürgermeister eines kleinen Provinzkaffs diesen Boom genießen und zum Vorteil nutzen will.
Per Danielsson fand ich sehr sympathisch. Ich konnte sehr gut mit ihm mitfühlen und mich in ihn hineinversetzen. Mir hat es viel Spaß gemacht, seinen Gedanken und Überlegungen zu folgen. Manchmal tat er mir echt leid, was er aushalten musste, denn was schiefgehen konnte, ging garantiert auch schief. Aber da musste er nunmal durch.
Die Story war herrlich skurril und abgedreht, teils überspitzt, aber absolut treffend für die heutige Zeit. Der trockene und schwarze Humor war große Klasse. Als dann herauskam, was tatsächlich auf dem Video zu sehen ist, habe ich laut gelacht. Hach, ich fand das Buch einfach wunderbar unterhaltsam. Man sollte es natürlich nicht für bare Münze nehmen, sondern es mit einem Augenzwinkern lesen.

Ich habe diesen verrückten und skurrilen Lesespaß genossen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

lesenswerter und humorvoller Roman - 19.09.2018 21:14:48 - Katharina

Klapptext:


Es stampft, es schnauft, es schwankt – und ganz Schweden rätselt mit: Ist es ein Elch, ein Bär oder ein Elefantenbaby? Nur Schatten sind auf dem verwackelten Handyvideo zu erkennen, das der Sohn des Bürgermeisters aufgezeichnet hat. Doch schon bald lockt das mysteriöse Waldwesen Tausende Touristen in das verschlafene Provinzkaff. Endlich können die abgehängten Einheimischen auf den ersehnten Aufschwung hoffen! Jetzt muss Bürgermeister Per Danielsson nur um jeden Preis verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch und wurde nicht enttäuscht.
Der Autor hat mich mit dieser Lektüre in den Bann gezogen.
Der Schreibstil ist leicht,locker und sehr flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.
Ich wurde nach Schweden in ein kleines Dorf entführt.Dort lernte ich den Bürgermeister Per und seine Familie kennen.
Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben.Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Besonders sympatisch fand ich Per und seine Familie .Ich habe sie gleich in mein Herz geschlossen.Aber auch die anderen Personen waren sehr interessant.
Der Autor hat eine wirklich sehr satirische und humorvolle Geschichte geschrieben.Ich habe mit Per viele unterhaltsame und aussergewöhnliche Momente erlebt.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Es gab viele skurrile Wendungen und Ereignisse.Begeistert hat mich auch Pers Kinder und seine Frau.Es war einfach so toll sie einige Zeit begleiten zu dürfen.Petteri Nuottimaki hat sehr viel schwarzen Humor in die Geschichte eingebaut.Dabei spricht er sehr aktuelle und brisante Themen unserer Gesellschaft an.Da geht es um Politik,Ernährung,Handy,Internet usw.Ich habe mich köstlich amüsiert und geschmunzelt.Bis zum Schluss blieb es sehr unterhaltsam.Zu keiner Zeit habe ich mich gelangweilt.Fasziniert haben mich auch die sehr ansprechenden und bildhaften Beschreibungen der einzelnen Schauplätze.So hatte ich das Gefühl selbst an diesen Orten zu sein und alles mit zu erleben.
Das Cover finde ich auch sehr gut gewählt.Es passt perfekt zu dieser Geschichte.Für mich rundet es das brilliante Werk ab.
Ich hatte sehr unterhaltsame Stunden mit dieser Lektüre und vergebe glatte 5 Sterne.

Unterhaltsames Tohuwabohu auf Schwedisch - 17.09.2018 15:16:18 - Betsy

"Wie war das alles eigentlich passiert? Er konnte sich erinnern, dass die Familie zum Pilzesammeln in den Wald gegangen war, und dann lief plötzlich alles aus dem Ruder. Das war doch Wahnsinn!"

Genau dies sind die Gedanken von Per Danielsson, dem Bürgermeister einer dem Ruin entgegensehenden kleinen Gemeinde bei Bergslagen in Schweden, als ein verwackeltes Handyvideo seines Sohnes, das die Begegnung der Familie mit einem scheinbar betrunkenen Bären im Wald zeigt, ordentlich für Furore sorgt, nachdem er es auf Youtube online gestellt hat. Plötzlich treffen im Ort scharenweise Touristen ein, die alle so ihre eigene Meinung dazu haben, was da auf dem Video zu sehen ist. Während Per noch versucht den Ball flach zu halten, wollen die Einwohner von der Wahrheit gar nichts wissen, da die Kassen endlich mal wieder klingeln. Alsbald bekommt es Per als Bürgermeister mit Dingen zu tun, mit denen er in seinen kühnsten Träumen nicht gerechnet hat und die sich seiner Kontrolle immer mehr zu entziehen scheinen.

Klingt nicht nur schräg, sondern ist auch eine absolut verrückte und irrwitzige Geschichte, die zugleich gekonnt der heutigen Gesellschaft einen Spiegel vorhält. Der Autor überrascht mit einigen absolut skurrilen Wendungen, die Per zwar um den Verstand bringen, aber beim Leser für viele unterhaltsame Momente sorgen, weil es einfach so herrlich absurd ist und der Wahnsinn bei weitem kein Ende zu nehmen scheint. Dabei gibt es herrliche Seitenhiebe auf alles und jeden, egal ob Politiker, Verschwörungstheoretiker, Skeptiker, Hippies, Ernärhrungstrends, Internet- und Handyzeitalter, Öko-Aktivisten, Jugendkultur, Anhänger übernatürlicher Dinge, Fake News, unnütze Erfindungen, Geschäftssinn usw., was natürlich alles stark übertrieben wird, aber nicht ohne einen Funken Wahrheit ist und zum Nachdenken einlädt.

Per ist hier ein absoluter Sympathieträger, der von den Ereignissen gänzlich überrollt wird und versucht das Beste daraus zu machen. Doch ganz egal was er macht, es läuft immer darauf hinaus, dass Per der angeschmierte ist und es so wirkt als hätte sich wirklich alles und jeder gegen ihn verschworen. Er kann einem richtig leid tun und am liebsten möchte man ihn einfach nur drücken, denn genau wie er fragt man sich bald, ob denn alle den Verstand verloren haben.

Zusätzlich sorgen auch seine Teenagertochter und sein Teenagersohn, neben den Einwohnern und Touristen dafür, dass Per nicht zur Ruhe kommt. Besonders herausstechend sind hier die eingebauten liebevollen und immer unterschiedlichen Umschreibungen von Per über seine 17jährige Tochter Mira, wie etwa, ihre holde Krischblüte, das seidenweiche Katzenjunge, das teure Tulpenzwiebelschen, er ruhig strahlende Engel, ..., die recht konträr zu ihrem tatsächlichen Auftreten sind und fast schon wie ein Mantra klingen, das Per auf lyrische Weise dazu bringen soll ruhig zu bleiben und zugleich die Liebe zu seiner Tochter zeigt.

Generell führt der Autor hier sehr gelungen die verschiedensten Figuren ein, indem sie immer kurz vorgestellt und beschrieben werden, so dass man sie sich gut vorstellen kann und alle auf ihre Weise dazu beitragen, dass hier kein Stein auf dem anderen bleibt.

Fazit: Den Leser erwartet hier eine kurzweilige, sehr skurrile und aberwitzige Geschichte, die ein wahres Sammelsurium an Übertreibungen und rabenschwarzen Humor bietet. Etliche abenteuerliche Wendungen sorgen für eine gewisse Spannung, weil man natürlich wissen will wie das wohl alles für Per ausgehen wird und auch was nun tatsächlich hinter dem vermeintlichen "Wesen" steckt. Das Ende zeigt einmal mehr, dass der Autor sein Händchen versteht, denn es ist zwar ein wenig bitterböse, aber dann für so ein Buch auch wieder absolut passend. Mit dem Humor ist es bekanntermaßen ja so eine Sache, meiner wurde hier zu 100% getroffen und ich habe mich mit jeder Seite herrlich amüsiert, wer aber zu hohe inhaltliche Erwartungen an die Geschichte stellt, ist hier natürlich an der falschen Adresse. Wer aber auf etwas schräge Sachen steht und dem tristen Alltag entfliehen will, der kann mit dem Buch eigentlich nichts falsch machen.

Ein unterhaltsames Buch, das einige unerwartete Wendungen bereit hält! - 17.09.2018 11:30:16 - Lena

In seinem neuen Roman beschreibt Petteri Nuottimäki das Leben auf dem Land, in all seinen Facetten und all seinem Wahnsinn. Dieses Buch ist tatsächlich zwingend notwendig, denn anders lässt sich das, was dort passiert nicht beschreiben.

Per, der Bürgermeister des Dorfs, begegnet samt Frau und Sohn einem "unbekannten Laufobjekt", dass sie während ihrer Pilzsuche heimsucht. Der Sohnemann ist natürlich fix dabei, filmt das schwankende Ungetüm, lädt den Film bei YouTube hoch - und das Video geht viral. Plötzlich wird der Ort von Touristen überschwemmt, die den unterschiedlichsten Verschwörungstheorien anhängen und natürlich wollen alle nur eins: Herausfinden, was es mit diesem Wesen auf sich hat. Mitten in all dem steckt Per fest und weiß sich bald nicht mehr zu helfen, denn selbst als er die Erklärung findet will niemand etwas davon wissen.

Die Charaktere des Buchs sind alle auf ihre Art und Weise nachvollziehbar - der gutmütige Per, seine immer positive Frau, die Teenagertochter, die immer mit den nettesten Namen bedacht wird und prinzipiell gegen alles ist, was ihr Vater sagt und tut, der pubertierende Sohn, der über Nacht vom normalen Gamer zum Waldführer wird, der alteingesessene Jäger, der das Tier am Liebsten schießen möchte und und und ...

Sprachlich ist das Buch nicht sonderlich auffällig. Erzählt wird aus der dritten Person, wobei der Fokus auf Per und seiner Sicht der Dinge liegt. Stilistisch besonders schön sind vor allem die herrlichen Spitznamen seiner Tochter - "Samtauge", "tanzender Glücksschmetterling" und "Marzipanröschen" sind nur einige von ihnen.

Das Cover ist interessant gestaltet, wirkt auf mich allerdings wesentlich düsterer als die Geschichte ist. Bei dem nebligen Nadelwald denkt man eher an einen Krimi oder Thriller und nicht an so ein lustiges und unterhaltsames Buch.

Insgesamt kann ich das Buch nur empfehlen, allerdings sei vor Verschrobenheit und verwirrenden Wendungen gewarnt. Die Geschichte ist an sich wirklich aberwitzig und wer weiß, ob es am Loch Ness damals, zur Zeit der Erstentdeckung von Nessie, nicht ähnlich aussah.

Irrwitzige Satire - 15.09.2018 12:59:25 - ChristinaA

Ein besoffener Bär im Bergwerkswald

Oder,...

Von Trollen, Elchen und Waldgeistern - Ein schwedisches Dorf am Rande des Wahnsinns

Wenn man diese Titel liest, weiss man ja eigentlich schon , was man erwarten darf,...eine skurrile und witzige Geschichte, die sich in Schweden abspielt.

Genau das hat mich dann auch neugierig gemacht.

Ein kleines schwedisches Dorf, dass schon mal bessere Tage gesehen hat dümpelt so dahin und geht auf den Untergang zu, denn kein Mensch verirrt sich mehr dahin .

Vor allem Per Danielson , der Bürgermeister und seine Hilfe Eva zerbrechen sich Tag für Tag den Kopf darüber, wie es weiter gehen soll und kommen auf gar keine Lösung.

Das ändert sich schlagartig, als die Familie Danielson beim Pilzesammeln im Wald , auf ein seltsames Wesen stossen, dass durch den nebelverhangenen Wald torkelt und unheimliche Geräusche von sich gibt. Sohn Emil macht geistesgegenwärtig ein Video davon und stellte es ohne mitwissen seines Vaters auf Youtub. Dieses Video schlägt ein wie eine Bombe und bringt der Gemeinde ganz unverhofft enormen auftrieb, denn Schaulustige aller Arten , kommen nun in das Dorf und wollen aus welchen Gründen auch immer , dieses Monster auch sehen. Während die Dorfbewohner sich an diesem willkommenen Zustrom erfreuen, traut Per der Sache nicht und wird von einer unangenehmen Situation in die andere manövriert. Ohne zu wissen wie ihm geschieht, bekommt die ganze Geschichte ein beängstigendes Eigenleben und Per ringt verzweifelt darum , dass die Wahrheit nicht ans Licht kommt.

Die ganze Geschichte ist wirklich absolut irrwitzig, absurd und schräg und hat mir öfters ein Lächeln oder gar ein Lacher entlockt.

Genau mein Humor! - 12.09.2018 18:33:03 - Teewurst

Es hat ein paar Seiten gedauert, bis ich mich eingegroovt hatte - aber dann musste ich plötzlich laut lachen. Und dann immer wieder. Grund meiner Heiterkeit: Die Geschehnisse in einem kleinen schwedischen Provinzkaff, die immer absurdere Züge annehmen. Mittendrin, im Auge des Irrsinns sozusagen: Bürgermeister Per Danielsson, nach Kräften bemüht ist, den Überblick zu behalten und Schlimmeres zu verhindern. Ein Himmelfahrtskommando, aber der Reihe nach.

Mit seiner Frau Maja und Teenie-Sohn Emil macht Per einen Ausflug in den Wald zum Pilzesammeln. Dort taucht plötzlich etwas auf, das Per zunächst für einen betrunkenen Bären hält. Sohn Emil hingegen hält es vor allem für filmenswert und zückt das Smartphone. Das verwackelte Video geht viral - und bald rätselt ganz Schweden: Ist es ein Jungelefant? Ein Monster? Außerirdische? Oder etwas ganz anderes?

Was es auch ist, es ist gut für in den Ort, der kurz vor dem Ruin steht. Für jede noch so krude Theorie finden sich Anhänger, die sich mit eignen Augen ein Bild machen wollen. Per, der eigentlich eine höhere politische Karriere in der Hauptstadt anstrebt, freut sich zunächst über diesen positiven Tourismus-Trend und das Klingeln in den Kassen der örtlichen Unternehmer. Aber nicht lange: Die Dinge verselbständigen sich und jeder, aber auch wirklich jeder, gibt Per die Schuld für alles - obwohl er für gar nichts etwas kann.
Zugegeben: Die Geschichte, dass ein verschlafener Ort durch eine (fingierte) übernatürliche Erscheinung plötzlich im medialen Interesse steht, ist nicht neu; aber diese Variante ist wirklich urkomisch und hat eine ganz eigene Dynamik. Das Schönste sind Pers innere Monologe - die besondere Komik dieses Buches liegt für mich darin, wie er bis zum Schluss versucht, jeder noch so absurden Situation mit heiligem Ernst zu begegnen und Vernunft anzuwenden. Und wer mag, kann auch noch über unsere immer technisiertere Internet-Welt und das Phänomen eines zunehmend flexiblen Wahrheitsbegriffs sinnieren - oder sich einfach nur amüsieren, je nach Gemüt.

Ich jedenfalls habe mich bestens unterhalten gefühlt; und immer, wenn ich ein Buch finde, das genau meinen schrägen Humor trifft, sehe ich über vieles andere hinweg und vergebe die volle Punktzahl - fünf Baguettes mit abgelaufenem Krabbensalat für „Ein besoffener Bär im Bergwerkswald“.

Eine schräge Gesellschaftssatire - 12.09.2018 08:32:39 - jam

„Es heißt ja, wenn man tausend Affen tausend Schreibmaschinen gibt, schreiben sie früher oder später auch Shakespear-Sonette. Wenn man ihnen auch noch tausend LSD-Trips dazu spendiert, könnten sie vielleicht so was wie das hier schreiben, dachte Per“

Seite 96

Dieses Zitat beschreibt ganz gut mein Lesegefühl. Aber erst kurz zum Inhalt:

Eigentlich wollte Bürgermeister Per nur mit der Familie zum Pilzesammeln, als sie von einem merkwürdigen, lauten Irgendwas verfolgt werden. Emil, der Sohn, macht das, was man als gestandener Teenager in so einem Fall als erstes tut: Handy raus, Kamera an.

Der Film schlägt ein wie eine Bombe, und auf einmal strömen Touristen in das sterbende Dörfchen und den mysteriösen Wald. Vom Hippie über Kristallmenschen bis zu Aluhutträgern ist alles dabei. Und sie alle haben eine glaubhafte Erklärung, was das denn war: Aliens, ein Elefantenbaby, ein besoffener Elch…

Petteri Nuottimäki hat eine unglaublich schräge Satire geschaffen, in der er unserer Gesellschaft einen Spiegel vorhält. Besonders fällt auf, dass er sich nicht auf eine Gruppe stürzt, die er durch den Kakao zieht, nein, wir bekommen alle unser Fett weg!

Per ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, seine Gedanken zu verfolgen war sehr unterhaltsam. Denn als Bürgermeister ist er natürlich verantwortlich für dieses Phänomen und muss die Touristen im Dorf halten fürs Geschäft – und auf jeden Fall loswerden, bevor die Elchjagd losgeht.

Was herrlich zu lesen war, waren die immer abstruseren Erklärungen der Suchenden. Als man ahnt, was es gewesen sein könnte, bestärkt sie das nur noch mehr in ihrem Glauben. Es zeigt unsere Gesellschaft: Je mehr Erklärungen uns die Wissenschaft liefert, umso mehr suchen wir den Glauben: an eine Verschwörung der Regierung, Illuminaten und Außerirdische.

Bei all den Gags, der Situationskomik und den herrlichen Formulierungen hat für mich dann doch etwas Spannung gefehlt, dafür gibt’s einen kleinen Punkteabzug.

Das Margarda-Monster - 07.09.2018 09:06:06 - Lesemone

Bürgermeister Per steht in dem Buch im Mittelpunkt, obwohl er gar nichts dafür kann. Das Buch beschreibt, welche Folgen es haben kann, wenn man unbedacht bei Youtube ein Video hochlädt. Das Video seines Sohnes wurde praktisch zu einem Selbstläufer und hat Touristenmassen in die Provinz gelockt. Plötzlich wird die große Chance gewittert, richtig viel Geld damit zu verdienen. Per kommt dahinter, was er und seine Familie da wirklich im Wald gesehen haben. Doch wie soll er das den Einheimischen erklären?
Alles in allem eine sehr skurrile Geschichte. Man merkt, dass der Autor Drehbücher schreibt. Für eine Verfilmung würde sich das Buch nämlich super eignen. Pers Gedankengänge waren sehr witzig und es entstand eine tolle Situationskomik. Auch wie mit ihm umgegangen wurde, obwohl er gar nichts für die Situationen gekonnt hat, war herrlich erfrischend und lud zum schmunzeln ein. Das Buch ist auf jeden Fall sehr unterhaltsam und hat mir ein paar fröhliche Lesestunden beschert. Wer gerne mal was zwischendurch lesen möchte, das ihn erheitert und vom Alltag abschalten lässt, der ist hier an der richtigen Stelle.

Ihre Bewertung

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