Das Leuchten der Erinnerung

Das Leuchten der Erinnerung

Ella macht sich nichts vor. Sie selbst ist schwer krank und ihr Mann John zu senil, um zu wissen, welchen Tag wir heute haben. Ob es eine gute Idee ist, sich mit über achtzig einfach in ein Wohnmobil zu setzen und über die Route 66 nach Disneyland zu türmen? Natürlich nicht. Doch soll es das tatsächlich schon gewesen sein mit dem Leben? Ella ist die Wächterin der Erinnerungen und die Hüterin der Straßenkarten. Und sie werden losfahren - auch wenn sie nicht weiß, ob die Reise sie ans Ziel oder vielleicht doch ans Vergessen führt.


"Ein Buch, das einen über die schwierigsten Zeiten lachen lässt."
Los Angeles Times

"Ergreifend … Eine authentische und witzige Liebesgeschichte"
Publishers Weekly

„Ella ist eine bemerkenswerte Figur. "The Leisure Seeker“ ist ein Buch wie das Leben selbst: humorvoll, schmerzhaft, ergreifend, tragisch, rätselhaft – und man will es auf keinen Fall missen.“
Booklist

"Eine bittersüße Geschichte über die besten Jahre des Lebens - und ein Trostpflaster für alle, die einen betagten Menschen kennen oder vorhaben, selbst alt zu werden."
Kirkus Reviews

„Leidenschaftlich und voller Klarheit zeigt Michael Zadoorian ein Paar vom Pech verfolgter Senioren, die sich auf ihre eigene Art von der Welt verabschieden möchten.“
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Das Leuchten der Erinnerung

Ella macht sich nichts vor. Sie selbst ist schwer krank und ihr Mann John zu senil, um zu wissen, welchen Tag wir heute haben. Ob es eine gute Idee ist, sich mit über achtzig einfach in ein Wohnmobil zu setzen und über die Route 66 nach Disneyland zu türmen? Natürlich nicht. Doch soll es das tatsächlich schon gewesen sein mit dem Leben? Ella ist die Wächterin der Erinnerungen und die Hüterin der Straßenkarten. Und sie werden losfahren - auch wenn sie nicht weiß, ob die Reise sie ans Ziel oder vielleicht doch ans Vergessen führt.


"Ein Buch, das einen über die schwierigsten Zeiten lachen lässt."
Los Angeles Times

"Ergreifend … Eine authentische und witzige Liebesgeschichte"
Publishers Weekly

„Ella ist eine bemerkenswerte Figur. "The Leisure Seeker“ ist ein Buch wie das Leben selbst: humorvoll, schmerzhaft, ergreifend, tragisch, rätselhaft – und man will es auf keinen Fall missen.“
Booklist

"Eine bittersüße Geschichte über die besten Jahre des Lebens - und ein Trostpflaster für alle, die einen betagten Menschen kennen oder vorhaben, selbst alt zu werden."
Kirkus Reviews

„Leidenschaftlich und voller Klarheit zeigt Michael Zadoorian ein Paar vom Pech verfolgter Senioren, die sich auf ihre eigene Art von der Welt verabschieden möchten.“
BookPage

Erscheinungstag: Mi, 20.12.2017
Erscheinungstag: Mi, 20.12.2017
Bandnummer: 100115
Bandnummer: 100115
Seitenanzahl: 304
Seitenanzahl: 304
ISBN: 9783959671187
ISBN: 9783959676786
E-Book Format: ePub

Dieses E-book kann auf allen ePub- und DRM-fähigen Geräten gelesen werden, z.B.
tolino, Sony Reader, iPhone, Samsung – nicht auf amazon/kindle-Geräten.

More Information

 
Michael Zadoorian wuchs in Detroit, wo er noch heute lebt. Seine preisgekrönten Romane wurden von der Kritik und Lesern begeistert aufgenommen. Sein Debütroman THE LEISURE SEEKER wurde mit Helen Mirren und Donald Sutherland unter der Regie von (…)

Kundenbewertungen

Das Leuchten der Erinnerung - 16.01.2018 16:02:15 - Diana182

Das Cover zeigt ein älteres Liebespaar, welches glücklich und zufrieden in die Ferne blickt. Darunter ist ein älteres Wohnmobil zu sehen. Schnell wird deutlich, dass es sich um einen Reiseroman handeln könnte.
Die Buchbeschreibung sprach mich direkt an und ich wollte mehr erfahren.
Der Einstig in die Geschichte gelingt recht schnell. Man lernt die beiden Protagonisten kennen, welche wir nun auf ihrer Reise durch die USA begleiten dürfen. Doch bald wird deutlich, dass beide eine schwer Last mit sich herum tragen. Sie sind vom Leben gezeichnet und machen sich nun auf zu ihrer letzten großen Reise- mit ungewissem Ausgang.
Der Schreibstil gefällt mir sehr, da ich den trockenen Humor sehr mag. Auch in traurigen Momenten wird das Positive gesehen und das Leben nur halb so arg genommen. Dennoch erleben die beiden rüstigen Rentner auf ihrer Tour so einiges, was dem Leser das Herz in die Hose rutschen lassen dürfte.
Teils war ich auch hin und her gerissen. Kann man die beiden verstehen und würde ähnlich handeln? Oder sind sie einfach nur Verantwortungslos ihrer Umwelt und Mitmenschen gegenüber? Dieses Gedanken wechselten öfters hin und her und so flog ich nur so durch die Seiten. Ich hoffte stets, dass sie das Ziel baldmöglichst heil erreichen würden.
Das Ende des Buches ist noch einmal sehr emotional und rührend, aber sehr passend gewählt. Es schließt die Geschichte ab, sorgt jedoch für die ein oder andere Träne im Auge des mitgerissenen Lesers. Hier werden wirklich alle Gefühle angesprochen und kein Herz bleibt unberührt.
Mein Fazit:
Diese Geschichte mit ihren Erlebnissen polarisiert sehr stark. Ich habe mit den beiden alten Leuten gebangt, gelacht, gelitten und geweint. Dennoch bin ich beindruckt, welchen Mut sie aufbringen, solch eine Reise auf sich zu nehmen.
Da mich das Buch stark angesprochen hat und sicherlich auch noch länger begleiten wird, vergebe ich sehr gern eine Leseempfehlung und volle Punktzahl.

Wahre Liebe lässt sich nicht vergessen - 14.01.2018 15:17:52 - Marakkaram


Sie fragen sich vielleicht: Ist das wirklich eine gute Idee? Zwei vom Glück verlassene Odies - eine mit mehr Gesundheitsproblemen als ein Dritte-Welt-Land, der andere so senil, dass er nicht mal weiß, welchen Tag wir haben - auf einer Autoreise quer durchs Land?

Ja, da macht Ella sich nichts vor. Sie weiss, dass diese Idee bestimmt nicht zu ihren besten gehört. Dennoch lässt sie sich durch nichts davon abbringen. Sie setzt sich mit ihrem Mann John ins Familien-Wohnmobil und dann geht es die alte Route 66 entlang bis ins Disneyland.

~ * ~ * ~ *

Ein sehr berührender Roman über eine letzte Reise, die zum Trip in die Erinnerung wird.

Es ist eine Geschichte um große Liebe, das Leben, Familie und all die kleinen und großen Entscheidungen des Lebens - aber es ist auch eine Geschichte über Krankheit, Versprechung und das Alter.

Selten hat mich ein Buch von der ersten Seite an, so stark berührt, ohne auch nur im geringsten rührselig zu sein.
Und das liegt zum größten Teil an Ella; einer absolut patenten, alten Frau, mit ihrer ganz direkten und dennoch warmherzigen Art, ihrem großartigen sarkastischen Humor und einem riesengroßen Herzen. Ella hat sich wirklich schon im ersten Abschnitt in mein Herz geschlichen und sich mit jedem weiteren dort unverwüstlich breit gemacht.

"Wie es scheint, werden wir immer mutiger, je länger die Reise dauert. Das - oder dümmer. Wie auch immer, wir sind hier."

Bei allem Wohlfühlcharakter, zeigt das Buch doch sehr deutlich und ungeschönt, was Demenz aus geliebten Menschen macht und wie schwierig es ist, damit umzugehen. Auch die Angst, der Partner könnte auch einmal vergessen, dass er liebt....

Sehr interessant war für mich auch die Geschichte bzw. der Zerfall der legendären Route 66.

Fazit: Absolutes Lese-Highlight.
Ein bewegender Roman, dem ich jedem ans Herz legen möchte.
Im Januar kommt die Verfilmung mit Helen Mirren und Donald Sutherland in die Kinos. Ich freue mich schon sehr darauf.

Eine sehr amerikanische Geschichte über die Freiheit im hohen Alter über sich selbst zu bestimmen - 13.01.2018 21:54:18 - Minangel

Inhalt: Ella macht sich nichts vor. Ihre eigenen Tage sind gezählt, und ihr Mann John ist zu senil, um gestern noch von heute und morgen zu unterscheiden. Ob es da eine gute Idee ist, sich mit über achtzig einfach in ein Wohnmobil zu setzen und über die Route 66 nach Disneyland zu türmen? Natürlich nicht. Doch Ella ist die Hüterin der Straßenkarten und die Wächterin der Käse- und Tablettenrationen. Und sie wird sich dieser Reise stellen - auch wenn sie fürchtet, dass auch Liebe sich vergessen lässt.

Meine Meinung: Eine sehr amerikanische Geschichte über die Freiheit im hohen Alter über sich selbst zu bestimmen.
Über 60 Jahre waren Ella und John verheiratet und nachdem John immer Angst hatte, wie seine demente Mutter zu enden, muss Ella alles daran setzen, ihnen diese Reise in die Vergangenheit zu ermöglichen. In wachen Momenten ist John ganz der Alte und genießt mit seiner Ella die Fahrt auf der alten Route 66 mit dem Ziel Disneyland. Man spürt, wie sehr die zwei sich in all den Jahrzehnten geliebt haben und noch immer lieben. In schlechten Momenten kämpfen sie mit den Tücken des Alters, ihrer Krankheiten (Ella hat Krebs mit einer geringen Lebenserwartung), den Schmerzen und den Unannehmlichkeiten einer Reise.
Der Autor nimmt uns mit auf diese eigentlich wie man vermuten könnte, emotionale Reise. Doch bei mir kamen tiefere Emotionen und Gefühle nicht an. Zu sehr hat der Autor den Fokus auf amerikanische Ortsnamen und Landschaften der Reise gesetzt – was auch noch zur Geschichte gepasst hätte, aber die vielen beschriebenen Softdrinknamen, Cocktails und Fastfoodgerichte waren mir dann „too much“.
Ella ist eine Persönlichkeit, welche ich gerne in der Tiefe besser kennen gelernt hätte und nicht nur in der Breite (wie oftmals beschrieben). Ihre resoluten Entscheidungen laden sicher zum Diskutieren und Nachdenken ein. Ich hätte mir gewünscht, dass sie einen Glauben hat, welcher ihr Hoffnung nach dem Tod schenkt.
John hätte ich auch gerne besser kennengelernt, vor allem wie er vor seiner Krankheit war. Es bleibt uns nicht die Zeit dazu… Positiv aufgefallen sind mir kleine Szenen mit Begegnungen auf der Reise, welche berührend und auch erheiternd waren.

Fazit: anfangs etwas langatmig, bis die zwei alten Leute endlich etwas mehr Fahrt auf ihrer Reise bekommen und den Leser mitreißen. Doch für mich ist zu wenig Tiefe in der Geschichte, zu „amerikanisch“ der Beigeschmack. Trotzdem eine Leseempfehlung für eine andere Geschichte, welche zum Nachdenken anregt: 4 Sterne.

Ein Buch bei dem man immerzu denkt es sei eine wahre Geschichte - 07.01.2018 10:30:16 - Bea S.

Das Leuchten der Erinnerung
Michael Zadoorian

Inhaltsangabe/Klappentext:

Liebe lässt sich nicht vergessen

Ella macht sich nichts vor. Ihre eigenen Tage sind gezählt, und ihr Mann John ist zu senil, um gestern noch von heute und morgen zu unterscheiden. Ob es da eine gute Idee ist, sich mit über achtzig einfach in eine Wohnmobil zu setzen und über die Route 66 nach Disneyland zu türmen? Natürlich nicht. Doch Ella ist die Hüterin der Straßenkarten und die Wächterin der Käse- und Tablettenrationen. Und sie wird sich dieser Reise stellen – auch wenn sie fürchtet, dass auch Liebe sich vergessen lässt.

Meine Meinung:

Ein richtig tolles Buch bei dem für mich alles gepasst hat. Der Schreibstil war fließend und die tollen Beschreibungen haben mir Bilder vor Augen gezaubert.

Ella und John, sind zwei sympathische alte Leute die man sich richtig gut vorstellen kann und die einem zum Schmunzeln, aber auch Kopf schütteln bringen. Ich konnte verstehen warum diese Reise gerade für Ella wichtig war, aber ich konnte mich auch in ihre Kinder rein versetzen die total dagegen waren. Zwei verschiedene Blickwinkel, beide verständlich.

Ella und Johns Reise ist eine Reise in die Vergangenheit, eine Reise entlang der Route66 die wie sie selbst inzwischen in die Jahre gekommen ist. Auf dieser Reise tauchen viele Erinnerungen wieder auf und wenn sie sich dann abends alte Dias anschauen und in den Erinnerungen schwelgen fühlt man sich ganz nah dabei. Auf dieser Reise gibt es viele brenzlige Situationen, aber auch genauso viele schöne Momente, Momente voller Liebe und Zuneigung. Man spürt wie sehr die beiden miteinander verbunden sind und wie sehr Ella daran zu knabbern hat das John immer wieder in seine eigene Welt abtaucht – einer Welt in der sie kein Platz hat. Die Reise ist für die beiden nicht nur schön, sondern auch sehr anstrengend und sie führt sie oftmals an ihre Grenzen, gerade bei Ella merkt man das sie langsam merkt das sie immer schwächer wird und die Reise ihr viel Kraft raubt. Man spürt auch wieviele Gedanken sie sich um ihren Mann macht, der immer wieder in seiner eigenen Welt abtaucht und der Gedanke was mit ihm passiert wenn sie nicht mehr da ist raubt ihr den Atem.

Die einzelnen Kapitel sind nach der Reiseroute von Ella und John angeordnet. Es geht von einem Bundesstaat in den nächsten und überall erleben die beiden etwas besonderes und es wird in keinem Moment langweilig. Die Reise gleicht emotional einer Achterbahnfahrt bei der man die Gefühlspalette rauf und runter fährt.

Michael Zadoorian hat mich vergessen lassen das es sich hier um einen Roman handelt, ich musste mir das immer wieder vor Augen halten denn es ist alles so wunderschön und so intensiv beschrieben das man denkt man liest eine wahre Geschichte. Gefühle und Stimmungen kommen authentisch rüber und zaubern einem immerzu Bilder in den Kopf.

„Liebe lässt sich nicht vergessen“ - nicht nur ein Satz über der Inhaltsangabe, sondern ein Satz der den Inhalt des Buches spiegelt. Cover und Titel passen unglaublich gut zu der Geschichte und ich bin schon jetzt gespannt auf die Verfilmung des Buches.

Mein Fazit:

Ein richtig tolles, bewegendes Buch das einen auch oftmals zum Nachdenken bringt. Ein Buch bei dem man sich während des Lesens oftmals denkt „hoffentlich geht das mal gut“, aber auch eines bei dem man denkt „die beiden machen es richtig – sie genießen die letzten Tage ihres Lebens anstatt von einem Arzt zum nächsten zu rennen“. Ein Buch mit einem traurigen, aber nachvollziehbaren Ende.


Von mir gibt es für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung und 4,5 Sterne

Letzte Reise - 02.01.2018 19:49:18 - Marianne

Ella und John, ein liebenswertes Ehepaar, sind seit mehr als 60 Jahren verheiratet. Beide sind nun sehr krank, John leidet unter Alzheimers, und Ella ist an Krebs erkrankt. Entgegen den Wünschen ihrer Kinder, unternehmen sie eine letzte, gemeinsame Reise mit ihrem Wohnmobil. Entlang einer denkwürdigen, alten Straße namens Route 66, kommen bei dieser Reise Erinnerungen an ihr gemeinsames Leben und an Urlaube mit ihren Kindern hoch.

Jeden Tag legen sie eine kurze Etappe ihrer Reise zurück, die quer durch dieses große Land führt. Oft kommen sie nicht so weit wie geplant, da ihre Beschwerden ihnen zu schaffen machen. Ein letztes Mal möchte Ella das Meer sehen und Disneyland besuchen. Das Ehepaar erlebt schöne Abende vor ihrem Wohnmobil, und beim Anschauen von Dias kommen auch beim dementen John Erinnerungen hoch. Sie erleben aber auch Pannen und scheinbar aussichtslose Situationen. Von Tag zu Tag schwinden ihre Kräfte mehr, und beim Lesen fragt man sich gespannt, ob sie ihr Ziel erreichen werden.

So verrückt und vielleicht auch unverantwortlich Ellas Idee ist, gefällt es mir, dass sie sich entscheidet ihre letzten Tage nach ihrer eigenen Vorstellungen zu gestalten. Sie ist mutig, aber auch sehr eigenwillig. Es ist auch schön zu sehen, wie Ella und Johns langjährige Liebe trotz allem immer wieder hindurchstrahlt. Das Buch wirkt fast wie ein Reisebericht, darum fehlt auch manchmal die Spannung. Schade finde ich, dass der Gedanke an ein Jenseits Ella gar nicht beschäftigt, es interessiert sie nur das Hier und Jetzt.

Eine mutige, kranke Frau und ihr dementer Ehemann feiern auf einer letzten Reise ihre große Liebe.

Kostbare Erinnerung - 29.12.2017 17:28:00 - Bibliomarie

Noch einmal brechen brechen Ella und John zu einer großen Reise auf. Quer durch die Vereinigten Staaten bis nach Disneyland. Ella ist zu müde um weitere sinnlose Therapien und Quälereien über sich ergehen zu lassen. Sie spürt, dass der Krebs in ihrem Körper bereits die Oberhand gewonnen hat und John verliert sich seit Jahren immer tiefer in seiner Alzheimer Erkrankung. Die Reise an Orte der gemeinsamen Familienausflüge soll noch einmal die Erinnerung an ihre glückliche Ehe heraufbeschwören. Auch wenn die Kinder diesem Unterfangen sehr skeptisch gegenüber stehen, Ella und John lassen sich nicht aufhalten.

Im alten Wohnmobil begleite ich die Beiden entlang der berühmten Route 66. Es ist nur noch der berühmte Name, die Orte haben sich längst aufgegeben. Die schnellen Highways sind jetzt die erste Wahl der Autofahrer und überall finden Ella und John Verfall, so sehr sich auch die Kleinstädtchen dagegen stemmen möchten. So, wie auch ihre Körper sich dem Kampf gegen Krankheit und Alter stellen, auch wenn Ella weiß, dass dieser Kampf verloren ist.

Diese Reise führt Ella tief zurück in die Vergangenheit und wenn John immer wieder Momente der Klarheit und der Erinnerung hat, spürt sie auch seine tiefe Verbundenheit und Liebe.
Die Kapitel des Buches sind wie die Bundesstaaten der Reise angeordnet, so dass ich mit auf Reisen gehen konnte. Die Begegnungen am Rande, mal anrührend, mal eher abenteuerlich und sogar gefährlich, bringen Tempo in diese Geschichte.

Ein – in aller Traurigkeit – auch wunderschönes, lebensbejahendes Buch, das mir sehr zu Herzen ging. Es hat mir nicht nur von Sprache und Stil gefallen, es hat mir auch etwas Besonderes aufgezeigt: Mut, Loyalität und Mitgefühl haben diese Ehe geformt und das Band wird bis zum letzten Tag halten.

Reise in die Vergangenheit - 29.12.2017 11:30:33 - nati51

Obwohl alle dagegen waren, Ärzte und ihre Kinder, wollen Ella und John ihre letzte Reise mit dem alten Wohnmobil antreten. Beide haben nichts mehr zu verlieren. Ella ist schwer an Krebs erkrankt und John leidet an Alzheimer. Ella bezeichnet sich als Wärterin der Straßenkarten und der Erinnerungen von John. Auch wenn sich sein Geist langsam verabschiedet, ist er noch ein ausgezeichneter Fahrer. Sie starten von Michigan auf der Route 66, die sie bis zum Ende in Kalifornien befahren wollen. Es wird eine Reise in die Vergangenheit voller Erinnerungen, aber auch voller Abenteuer und dem Gefühl der Freiheit.

Michael Zadoorin erzählt die Geschichte einer großen Liebe, die bestehen bleibt, selbst wenn man sich nicht mehr erinnern kann. Es zeigt auch auf, was es heißt in guten und in schlechten Tagen füreinander dazu sein.
Wunderbar sind die Charaktere von Ella und John beschrieben. Sie zeigen eine Authentizität, die nichts beschönigt. Einerseits wirken sie schwach, dann sarkastisch, voller Selbstzweifel und im nächsten Moment tritt eine Stärke hervor, mit der ich nicht gerechnet hatte.

Wobei ich auch manchmal hin- und hergerissen war zwischen Verständnis für diese Fahrt und den Ängsten, dass sie vielleicht anderen Personen Schaden hätten zufügen können.
Ich habe Ella und John durch die zehn Bundesstaaten, die sie durchfahren haben, gern begleitet. Es war eine sehr emotionale Reise, die ein regelrechtes Gefühlskarussell in mir auslöste.

Noch fünf Sterne für die kleinen Momente im Leben, die es so lebenswert machen - 27.12.2017 14:47:01 - Elke Seifried

„Liebst du mich?“- „Ja natürlich liebe ich dich!“- „Du hast es mir schon so lange nicht mehr gesagt. Ich vergesse es!“

Hoffnungslos an Krebs erkrankt, Chemo und Bestrahlung mit über achtzig keine Option mehr, welche Perspektive bietet sich? Klar, eigentlich nur weiter von Arzt zu Arzt rennen und auf das Ende warten, aber nicht mit Ella. Auch wenn alle Ärzte abraten, die Kinder die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, noch einmal mit ihrem geliebten Ehemann John über die Route 66 Richtung ins Disneyland reisen, das muss drin sein! Wen kümmert da schon, dass John ein wenig senil ist, seinen Führerschein haben ihm die Kinder ja noch nicht abgeluchst und das Wohnmobil ist auch noch da!

Als Leser darf man die beiden auf ihrem Roadtrip begleiten, mit ihnen von Bundesstaat zu Bundesstaat reisen, die eine oder andere Sehenswürdigkeit besichtigen und mittels Diashows in Erinnerungen schwelgen. Man trifft dabei auch auf unterschiedlichste Leute, die einen rühren, einen erzürnen oder auch einfach nur amüsieren. Es gilt so einige Abenteuer mit angehaltener Luft zu bestehen, Überfall, Reifenplatzer, Verkehrschaos rund um den Sunset Boulevard, alles inklusive, und man bedenke, Fahrer ist ein seniler Mann Ü 80.

Ella mobilisiert alle ihre Kräfte für diese womöglich letzte Reise, man merkt aber auch von Tag zu Tag, mit Streckenabschnitt zu Streckenabschnitt, das Nachlassen dieser immer mehr. Ich habe richtig mitgelitten und habe so sehr gehofft, dass die beiden ihr Ziel Disneyland erreichen werden. Sehr authentisch wird hier sowohl der zunehmende körperliche Verfall Ellas als auch die Demenzerkrankung Johns dargestellt. Magenschmerzen, Medikamentencocktail, stellenweise auch Hilflosigkeit bei Ella, helle Momente bei John, die beiden Kraft geben, dann aber auch wieder diejenigen, die Ellas Zorn entgegen allem Versand schüren, weil ihre Geduld am Ende ist, oder auch solche die sie in Panik versetzen, weil John einfach abgehauen ist, all das gehört dazu.

Anfangs habe ich gespannt gelesen, Ellas Sarkasmus hat mich amüsiert und für ihren Mut habe ich sie bewundert. Da ich mich bisher noch nicht mit der Route 66 beschäftigt habe und der Beginn der Reise mehr von Erinnerungen, die sie auf vergangenen Reisen gemacht haben, geprägt ist, hat mir fast ein klein wenig Spannung gefehlt, aber mit jedem Tag mehr ihres Reiseberichts hat mich die Geschichte mehr ergriffen, ich habe mitgelitten, mitgefiebert, und Michael Zadoorian konnte mich wirklich völlig einnehmen. Ich habe jahrelang meinen dementen Vater gemeinsam mit meiner Mutter Zuhause gepflegt, sicher mit ein Grund, warum mich diese authentisch dargestellte Beziehung zwischen Paul und Ella so emotional mitgenommen hat.

Der Sprachstil liest sich locker und äußerst flüssig. Ella erzählt aus ihrer Perspektive und spricht den Leser dabei auch immer wieder direkt an, was mir gut gefällt, da kann schon mal ein „Ich weiß was sie jetzt denken“ kommen, wenn sie sich entgegen aller Vernunft einen Cocktail mixt, waren diese doch Teil eines schönen Rituals, dass die beiden jahrelang gepflegt haben. Gut gefallen mir auch spitze Vergleiche, derer sie sich immer wieder bedient, wie „ist gebräunt und spindeldürr, ein Erscheinungsbild, das mich an Trockenfleisch erinnert und das ich entweder mit zwei Packungen Zigaretten am Tag oder einem Langstreckenläufer verbinde.“ Ella verfügt über Sprachwitz und Schlagfertigkeit, was einen immer wieder schmunzeln lässt. So hat sie z.B. nach einem nervenaufreibenden Überfall tatsächlich noch Kraft für ein „In ihrem nächsten Leben werden sie als Köderfliege enden.“ als Verabschiedung für die Verbrecher. Mit Sarkasmus beschreibt sie auch immer wieder ihren körperlichen Verfall. „Filmstars sind begeistert von der neuen Krebsdiät!“ sieht sie da schon in den Zeitungen prangen, wenn es um ihre vielen verlorenen Pfunde geht. Dem Autor gelingt es auch vorzüglich Gefühle darzustellen, ich habe zunehmend gelitten, aber konnte mich zum Glück auch ganz oft bei hellen Momenten Johns für die beiden freuen. „Nicht doch Schatz, du tust doch so viel für mich.“, eine tolle Liebeserklärung nach so vielen Jahren Ehe.
Ella hat sich von Anfang an in mein Herz geschlichen. Ich ziehe meinen Hut vor ihr, weil sie ihre Kräfte so derart mobilisiert und weil sie vor John die Starke mimt, obwohl es ihr so schlecht geht. Sie kümmert sich aufopferungsvoll um ihn, was er aber in hellen Momenten auch mit ihr macht. Für mich sind die beiden Inbegriff von lebenslanger, echter und tiefer Liebe, was mich sehr rührt.

Der Autor nimmt den Leser nicht nur mit auf die Reise von John und Ella, sondern auch auf einen Roadtrip über die legendäre Route 66. Genauso wie das alternde Ehepaar ist auch diese dem Verfall preisgegeben und dieses Setting passt perfekt und wird auch toll dargestellt. Geisterstädte entlang der baufälligen Route, die abschnittsweise gar nicht mehr befahrbar ist, jedoch noch mit den aus Film und Fernseh bekannten riesigen Aufstellern oder Route 66 Kneipen finden sich hier genügend.

Auch wenn mir anfangs ein klein wenig mehr Spannung gut gefallen hätte, ist es dem Autor gelungen mich immer mehr mit „Das Leuchten in der Erinnerung“ gefangen zu nehmen und zu berühren, sodass ich auf jeden Fall noch fünf Sterne vergeben möchte.

„Du bist nicht allein Liebling.“ – „Ich möchte nicht, dass wir getrennt werden.“-„Das werden wir nicht.“

Emotionaler Bericht einer letzten Reise - 23.12.2017 05:55:00 - katikatharinenhof

Ella ist krank, schwer krank - Krebs im Endstadium. John, ihr Mann, ist hochgradig senil. Nicht gerade die besten Voraussetzungen, um noch einmal eine letzte Reise mit dem Wohnmobil zu unternehmen. Doch die legendäre Route 66 soll Ella und John ins Disneyland führen und auf dem Weg dorthin viele schöne Erinnerungen aufleben lassen, die im Verlauf der Jahre Ellas und Johns Leben bereichert haben. Die Fahrt nach Kalifornien entpuppt sich dabei aber auch als letzter Liebesbeweis, den sich Ella und John gegenseitig geben können....

Michael Zandoorian hat mit "Das Leuchten der Erinnerung" einen emotionalen Roman geschrieben, der mit leisen Tönen überzeugt. Vom langsamen Abschied nehmen auf Zeit, über längst vergessen geglaubte Erinnerungen bis hin zur letzten gemeinsamen Liebesnacht - all diese Szenen sind mit viel Liebe zum Detail geschildert und lassen mich so an dieser wahnwitzigen Reise teilhaben. Die beiden Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und wirken somit sehr lebensnah. Die Schilderungen von Ella sind nicht beschönigt und überzeugen durch gnadenlose Ehrlichkeit sich selbst und auch dem Leser gegenüber. Aus dem Mut der Verzweiflung geboren, wird diese letzte Reise zu einer Art Lebensbericht mit wunderschönen Erinnerungen, an denen ich teilhaben darf. Es entsteht eine Verbindung zu Ella und John, die mich mehr als einmal zum Taschentuch greifen lässt, weil ich mit den beiden alle Erlebnisse teile, die sich auf dieser Reise ereignen. Eine Gefühlsachterbahn, die mich durch das ganze Buch begleitet.
Das Buch stimmt nachdenklich, ohne schwermütig zu sein. Es macht betroffen, ohne in Lethargie zu versinken. Es lässt Emotionen aufkommen, die von Unverständnis, über Bewunderung, Lachen und Weinen bis hin zur Trauer reicht. Ein Buch, das zeigt, wie man trotz schwerer Krankheit noch jede Menge Spaß im Leben haben kann.

Liebe lässt sich nicht vergessen - 20.12.2017 17:37:46 - misery3103

Ella macht sich mit ihrem Mann John gegen den Willen ihrer Kinder im Wohnmobil auf den Weg nach Kalifornien, um ein letztes Mal Disneyland zu besuchen. Mit über 80 Jahren, sie krebskrank, John dement, scheint das nicht die beste Idee zu sein, doch Ella hat einen Plan, von dem sie sich nicht abbringen lässt.

Die Geschichte liest sich toll. Ella und John mit ihren diversen Gebrechen erleben noch einmal das Gefühl von Freiheit und Abenteuer, als sie auf der Route 66 nach Kalifornien fahren. Sie erleben viel Skurriles, durchleben aber auch gefährliche Situationen, bis sie am Ziel ihrer Reise ankommen. Dabei sind die beiden mitunter bezaubernd, aber auch beängstigend, wenn John einen seiner gemeinen Anfälle bekommt.

Das Buch ist bezaubernd, aber oft auch traurig, zeigt am Ende aber auch, wie erfüllend ein selbstbestimmtes Handelns bis ins hohe Alter sein kann. Es wundert mich auch nicht, dass das Buch verfilmt wurde und 2018 in die Kinos kommt. Ich bin gespannt, Ellas und Johns Geschichte auf der großen Leinwand zu sehen.

Anrührend und schön!

Ihre Bewertung

1 schlecht, 5 sehr gut

Kinotrailer zu "Das Leuchten der Erinnerung"

Top-titel

Karin Slaughter

Die gute Tochter

"Lauf!", fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. "Lauf weg!" Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers.
Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein.

"Die gute Tochter" ist ein Meisterwerk psychologischer Spannung. Nie ist es Karin Slaughter besser gelungen, ihren Figuren bis tief in die Seele zu schauen und jede Einzelne mit Schuld und Leid gleichermaßen zu belegen.

"Die dunkle Vergangenheit ist stets gegenwärtig in diesem äußerst schaurigen Thriller. Mit Feingefühl und Geschick fesselt Karin Slaughter ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite."
Camilla Läckberg

"Eine großartige Autorin auf dem Zenit ihres Schaffens. Karin Slaughter zeigt auf nervenzerfetzende, atemberaubende und fesselnde Weise, was sie kann."
Peter James
 
"Karin Slaughter ist die gefeiertste Autorin von Spannungsunterhaltung. Aber Die gute Tochter ist ihr ambitioniertester, ihr emotionalster - ihr bester Roman. Zumindest bis heute."
James Patterson
 
"Es ist einfach das beste Buch, das man dieses Jahr lesen kann. Ehrlich, kraftvoll und wahnsinnig packend - und trotzdem mit einer Sanftheit und Empathie verfasst, die einem das Herz bricht."
Kathryn Stockett

„Die Brutalität wird durch ihre plastische Darstellung körperlich spürbar, das Leiden überträgt sich auf den Leser.“
(Hamburger Abendblatt)

„Aber es sind nicht nur die sichtbaren Vorgänge und Handlungen von guten oder schlechten Individuen, die die (…) Autorin penibel genau beschreibt. Es sind vor allem die inneren, die seelischen Abläufe, die überzeugen.“
(SHZ)

„Das alles schildert Slaughter mit unglaublicher Wucht und einem Einfühlungsvermögen, das jedem Psychotherapeuten zu wünschen wäre.“
(SVZ)

„Die aktuelle Geschichte um die Quinns ist eine Südstaaten-Saga der besonderen Art, von der ihr nicht weniger erfolgreiche Kollege James Patterson sagt, sie sei ‚ihr ambitioniertester, ihr emotionalster, ihr bester Roman. Zumindest bis heute‘.“
(Focus Online)

„Die Autorin hat hier ein ausgezeichnetes Buch vorgelegt, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.“
(Krimi-Couch.de)

„Es gibt Bücher, bei denen man das Atmen vergisst. Die Romane der amerikanischen Schriftstellerin gehören dazu. So auch dieser Pageturner. (…) Karin Slaughter versteht es meisterhaft, glaubwürdige Charaktere zu erschaffen und ihre Leser fortwährend zu überraschen.“
(Lebensart)

„Atmosphärisch dichter Thriller über die sozialen Gespinste einer Kleinstadt, psychologisch sehr stimmig, mit vielen Schichten und Überraschungen.“
(Bayrischer Rundfunk)

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