Stumme Wut

Stumme Wut

Das Harkness-Massaker jährt sich zum 20. Mal. Es gibt keine Spuren und nur einen damals elfjährigen Zeugen, der nicht spricht. DCI Matilda Darke wird nach einer mehrmonatigen Zwangspause mit dem unaufgeklärten Doppelmord betraut. Genau das, was die Leiterin der Mordkommission nicht wollte: das Abstellgleis. Doch plötzlich weist ein neues Verbrechen Verbindungen zum Harkness-Fall auf. Entgegen ihrer Befehle ermittelt Matilda in dem aktuellen Mord. Es ist ihre letzte Chance, den Täter von einst zu fassen und sich ihren Vorgesetzten zu beweisen.

„DCI Matilda Darke wird es nach ganz oben schaffen“
James Oswald

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Stumme Wut

Das Harkness-Massaker jährt sich zum 20. Mal. Es gibt keine Spuren und nur einen damals elfjährigen Zeugen, der nicht spricht. DCI Matilda Darke wird nach einer mehrmonatigen Zwangspause mit dem unaufgeklärten Doppelmord betraut. Genau das, was die Leiterin der Mordkommission nicht wollte: das Abstellgleis. Doch plötzlich weist ein neues Verbrechen Verbindungen zum Harkness-Fall auf. Entgegen ihrer Befehle ermittelt Matilda in dem aktuellen Mord. Es ist ihre letzte Chance, den Täter von einst zu fassen und sich ihren Vorgesetzten zu beweisen.

„DCI Matilda Darke wird es nach ganz oben schaffen“
James Oswald

Erscheinungstag: Di, 02.01.2018
Erscheinungstag: Di, 02.01.2018
Bandnummer: 100103
Bandnummer: 100103
Seitenanzahl: 400
Seitenanzahl: 400
ISBN: 9783959671439
ISBN: 9783959677202
E-Book Format: ePub oder .mobi

Dieses E-Book kann auf allen ePub- und .mobi -fähigen Geräten gelesen werden, z.B.
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Michael Wood ist freiberuflicher Journalist und Lektor und lebt in Sheffield. Als Reporter hat er über viele Kriminalfälle in der Stadt berichtet und dadurch einen intensiven Einblick in die Ermittlungsarbeit der Polizei gewinnen können. Zudem (…)

Kundenbewertungen

Die Harkness Morde - 12.04.2018 20:30:38 - Martinas Buchwelten

Ein spannendes Debüt, das zum Miträtseln einlädt. Überraschende Wendungen und falsche Fährten geben dem Krimi noch mehr Tempo. Facettenreiche Charaktere runden die Geschichte perfekt ab. Die Auflösung war mir dann aber nicht ganz überzeugend. Ich gebe schwache 4 Sterne für den rasanten englischen Krimi und bin schon gespannt auf die Nachfolgebände dieser neuen Reihe.

Stumme Wut - Solider Erstlings-Krimi - 3,5 von 5 Sterne - 16.03.2018 23:32:47 - mehrpfot

Vorab:
Meine Rezension stellt keine Inhaltsangabe dar, sondern gibt meine ganz persönliche Meinung wieder, die ich zu einem Buch habe, und was ja auch Sinn und Zweck einer Rezension ist.
Dieses Exemplar wurde mir als EBook zur Verfügung gestellt.

Das Cover in Verbindung mit dem Titel sind mir als Erstes ins Auge gestochen. Das blau-weiße Absperrband erweckte einfach meine Neugierde und ich erwartete einen spannenden Krimi.
Nach Lesen der Kurzbeschreibung:
„Das Harkness-Massaker jährt sich zum 20. Mal. Es gibt keine Spuren und nur einen damals elfjährigen Zeugen, der nicht spricht. DCI Matilda Darke wird nach einer mehrmonatigen Zwangspause mit dem unaufgeklärten Doppelmord betraut. Genau das, was die Leiterin der Mordkommission nicht wollte: das Abstellgleis. Doch plötzlich weist ein neues Verbrechen Verbindungen zum Harkness-Fall auf. Entgegen ihrer Befehle ermittelt Matilda in dem aktuellen Mord. Es ist ihre letzte Chance, den Täter von einst zu fassen und sich ihren Vorgesetzten zu beweisen“
war mir klar, daß mich ein klassischer Krimi nach dem Schema „Wer war es?“ erwartet und diesbezüglich wurde ich nicht enttäuscht.

Der Einstieg in die Story fiel mir leicht, doch trotz Ecken und Kanten der Hauptprotagonistin fehlten mir genau diese Ecken und Kanten, daß die Story um DCI Matilda Drake mir wirklich im Gedächtnis bleibt und einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

Die Story scheint zwar solide und flüssig geschrieben, aber ein wirklicher Pageturner war es für mich nicht.
Manche Stellen sind für meinen Geschmack ein wenig zu sehr dichterische Freiheit , damit zu realitätsfremd, und irritierten eher, als daß sie die Story interessanter machten.
Musste mich an manchen Stellen regelrecht zum Weiterlesen zwingen.
Als ich das Ende der Geschichte erreichte, wusste ich nicht, ob ich nun froh sein soll oder traurig.

Die Charaktere wirkten zwar durchdacht und hatten durchaus die eine und andere interessante Eigenheit zu bieten und passten auch zur Story, waren aber dennoch nicht so richtig greifbar für mich, es fehlte an der einen und anderen Stelle einfach noch mehr Tiefe.

Die Übersetzung und das Korrektorat haben auf jeden Fall ihre Aufgabe erfüllt,
Für einen Erstlings-Krimi ist die Umsetzung der Grundidee schon gut geschrieben, auch wenn nicht alles nachvollziehbar ist, mit Luft nach oben.

Fazit:
„Stumme Wut“ ist ein durchaus gelungener und solider Auftakt zu einer neuen Ermittlerin, die sich zwar gut lesen lässt, aber dennoch nicht alle aufgeworfenen Fragen klärt.
Für einen Erstlings-Krimi trotz der einen oder anderen Länge durchaus gelungen.

© JM-MS 03-2018

Spannender Kriminalroman! - 13.03.2018 08:13:01 - nellsche

Nach einer längeren Zwangspause kehrt DCI Matilda Darke in den Polizeidienst zurück. Doch ihren bisherigen Posten in der Mordkommission soll sie vorerst nicht antreten, stattdessen erhält sie den Auftrag, die bisher ungelösten Harkness-Morde, die zwanzig Jahre zurückliegen, aufzuklären. Für Matilda fühlt es sich so an, als wenn sie abgeschoben wird, dennoch macht sie sich an die Ermittlungen. Ein aktuelles Verbrechen weist schnell Verbindungen zu den Harkness-Morden auf, so dass Matilda auch in diesem Fall ermittelt. Kann sie den Täter fassen und somit ihre Kompetenzen beweisen?

Mir hat dieser Kriminalroman sehr gut gefallen. Der leicht verständliche und flüssige Schreibstil ermöglichte mir einen schnellen Einstieg in die Geschichte und hielt mich gefesselt am Buch fest.
DCI Matilda Darke fand ich sehr sympathisch. Was in ihrer Vergangenheit geschah, sowohl privat als auch beruflich, erfährt man als Leser nach und nach. Sie hat einen schweren Verlust zu verkraften und muss mit einem schlimmen Fehler bei ihrem letzten Fall leben. Dass sie damit nur sehr schwer zurecht kam und voller Selbstzweifel war, machte sie menschlich. Ich fand sie insgesamt sehr authentisch und intelligent dargestellt. Ich würde sehr gerne noch weitere Fälle von und mit ihr lesen.
Auch die weiteren Personen wurden prima beschrieben. Besonders gut gelungen fand ich Jonathan Harkness, der Sohn des damals ermordeten Paares, der alles mit angesehen hatte. Er gewann sofort meine Sympathie durch dieses schreckliche Erlebnis und weil er sich seitdem scheinbar in einem Schneckenhaus verkrochen hat. Er tat mir wirklich leid. Dennoch hat der Autor hier gekonnt kleine Unstimmigkeiten und Zweifel gestreut, die mich immer wieder grübeln ließen, wer Jonathan wirklich ist.
Der Fall selbst war sehr gelungen und für mich bis zum überraschenden Ende nicht durchschaubar. Ich hatte viel Spielraum für meine eigenen Spekulationen und kam doch nicht auf den Täter und sein Motiv.
Die Art, wie Matilda an die Auflösung der Fälle heranging, gefiel mir sehr gut. Ich konnte alles gut nachvollziehen und verstehen. Es kamen nach und nach immer weitere Details ans Licht, die dennoch keinen kompletten Durchblick schafften. Parallel musste sie dann auch noch mit Kompetenzgerangel zurecht kommen. Insgesamt sehr gelungen.

Ich kann diesen Kriminalroman sehr empfehlen und würde mich über eine Fortsetzung um DCI Matilda Darke freuen. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Spannend. - 28.02.2018 21:57:54 - Himmelsblume

Die Schreibweise des Buches fand ich sehr angenehm und hatte keine Probleme, es fließend lesen zu können. Matilda ist eine sehr interessante Persönlichkeit, die man gar nicht so schnell einschätzen kann. Zum Anfang fand ich sie sehr bedauerlich und man konnte ihr echt schon leidtun. Doch im Laufe des Buches wurde sie immer selbstbewusste und glaubte auch endlich einmal an sich. Unterstützung bekommt sie von Rechtsmedizinerin und ihrer besten Freundin Adele. Ich glaub, Adele ist Ihr halt und ohne

Wenn Wut tödlich endet - 26.02.2018 15:39:07 - Frau Maren Doschke

Etwas verworren und obskur, aber irgendwie auch interessante Geschichte mit nicht erwartetem Ende, teilweise einige Längen und Ermittler, deren Art und Ermittlung nicht ganz verständlich und nachvollziehbar ist.
Rezensionslinks:
https://www.thalia.de/shop/home/kundenbewertung/vorschau/
https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R3IYA7SC164XVB/ref=cm_cr_getr_d_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=3959671431

DCI Matilda Darkes schwerer Neuanfang - 25.02.2018 22:10:37 - Bücherliebhaberin

In Michael Woods Roman "Stumme Wut" begleiten wir DCI Matilda Darke bei ihrer Rückkehr in den Polizeidienst. Sie musste längere Zeit pausieren, da sie durch einen privaten Schicksalsschlag ihren letzten Fall vermasselt hat und eine Auszeit verordnet bekommen hat.

Bei Ihrer Rückkehr bekommt sie zwar zunächst nicht ihren alten Job zurück, sondern sie soll einen 20 Jahre alten Doppelmord an einem Ehepaar neu aufrollen und endlich aufklären. Besondere Brisanz erhält ihr Fall, als ein aktueller Mordfall Verbindung zum damaligen Mordfall aufweist.

Nachdem Matilda versucht beide Fälle zu lösen, macht ihr Stellvertreter in der Mordkommission das Leben echt schwer, da er einerseits in den Fall der Vergangenheit bereits involviert war und zum anderen auf Ihren Job spekuliert.

Tatkräftige Unterstützung im Berufs- und Privatleben erhält Matilda von der Rechtsmedizinerin und ihrer besten Freundin Adele. Gemeinsam schafft es Matilda endlich die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Gelingt ihr das auch bei dem alten Fall?

Michael Wood beschäftigt sich in seinem Roman nicht nur mit Matilda Drake, sondern es dreht sich auch viel um Jonathan Harkness , der jüngere Sohn der beiden Mordopfer von vor 20 Jahren.

Es wurden für mich viele überraschende und falsche Fährten gelegt, so dass mich das Ende schon ein wenig überrascht hat. Ich hätte mir auch gerne mehr Hintergrund Infos zu Matildas Vergangenheit und den vermasselten Fall gewünscht. Da dies wohl der Auftakt einer neuen Reihe ist, kann dies ja in den folgen Romanen noch mehr thematisiert werden.

Ein spannend geschriebener Krimi mit einem unglaubwürdigen Plot und schwer greifbaren Charakteren. - 24.02.2018 10:45:50 - jam

„Ich wurde im Alter von elf Jahren zu dem, der ich bin. Meine Welt brach zusammen. Wieso sollte ich sie zusammenflicken, nur damit sie wieder zu Bruch geht?“


Nach einem schweren Schicksalsschlag und einer falschgelaufenen Ermittlung hat DCI Matilda Darke eine neunmonatige Auszeit hinter sich.
An ihrem ersten Tag zurück im Job wird sie in eine bessere Besenkammer gesteckt und ihr ein 20 Jahre zurückliegender Mord übertragen, ihr Stellvertreter Ben Hales bleibt weiterhin auf ihrem Posten.
Der ihr übertragene Fall weist vor allem eines auf: viele Lücken. Ein gutsituiertes Ehepaar wurde in ihrem eigenen Haus ermordet, einziger Zeuge war ihr 11jähriger Sohn Jonathan, der blutüberströmt am Tatort saß und danach für 18 Monate verstummte.
Matilda befragt den mittlerweile Erwachsenen Jonathan, durchforstet die Akten – und plötzlich wird eine Leiche gefunden, die mit dem alten Fall zu tun hat…


Ich fand den Krimi sehr durchwachsen. Die handelnden Personen sind alle etwas zu übertrieben und instabil gezeichnet, bei manchen passte die Instabilität zur Vergangenheit, bei anderen war es einfach überzogen. Matilda, die ihre Probleme in Alkohol ertränkt, eine Psychotherapeutin, die direkt an den Oberboss abliefert, ein stellvertretender Vorgesetzter, der das Maß verliert… Irgendwie fehlte mir der Draht zu den Protagonisten.


So spannend das Buch auch geschrieben ist, war mir doch alles zu wechselhaft. Die Charaktere der Protagonisten (teils sogar ihre Art zu Sprechen) änderte sich oft zu rasch, um nachvollziehbar zu sein - psychische Schwierigkeiten hin oder her.
Auch der Stil, mittendrin wurden die Formulieren fast melodramatisch. Der Fall könnte in so viele Richtungen verlaufen, irgendwie hatte ich das Gefühl, der Autor wusste dann selbst nicht mehr, welchem Faden er noch nachgehen kann.
Letzten Endes dann eine Auflösung, die ich eigentlich kommen sah, die mich aber dennoch nicht überzeugte und viele Fragen offen ließ…


Fazit: Ein spannend geschriebener Krimi mit einem unglaubwürdigen Plot und schwer greifbaren Charakteren.

Ein etwas anderer Krimi mit einer interessanten Ermittlerin, von der ich gerne noch weitere Fälle lesen würde. - 13.02.2018 17:29:56 - Susanne Pöhls

DCI Matilda Darke wird nach einer längeren Zwangspause mit einem unaufgeklärten Doppelmord betraut, der 20 Jahre zurückliegt. Die Eltern von Jonathan und Matthew Harkness wurden damals brutal ermordet. Als plötzlich ein aktueller Mordfall Verbindungen zu diesem alten Fall aufweist, übernimmt Matilda auch hier die Ermittlungen, gegen ihren Widersacher im Polizeirevier Ben Hales, der sich Hoffnungen macht, ihren Posten endgültig übernehmen zu können. Und bald gibt es ein weiteres Opfer.
Ein ungewöhnlicher Kriminalfall als Start einer neuen Reihe um die Ermittlerin Matilda Darke. Matilda hat eigentlich genug mit sich selbst zu tun, um in ihrem Beruf wieder Fuß zu fassen. Sie ist nicht so perfekt, wie man es von vielen Ermittlern kennt, gerade das macht sie so sympathisch. Der Fall, der hier zu lösen ist, ist vielschichtig und bietet einen abgrundtiefen Blick in eine Familie, die nach außen den schönen Schein wahren kann. Ein etwas anderer Krimi, der auf jeden Fall Lust macht, noch mehr von dieser Ermittlerin zu lesen.

Stumme Wut - 12.02.2018 13:56:44 - dorli

Sheffield/South Yorkshire. Nach dem Tod ihres Mannes und einem Fall mit einer gescheiterten Lösegeldübergabe hatten schwere Depressionen Matilda Darke monatelang fest im Griff. Jetzt will sie in ihren Job als Leiterin der Mordkommission zurückkehren, doch der Wiedereinstieg verläuft nicht ganz so glatt, wie Matilda es sich vorgestellt hat.

Während ihr Stellvertreter DCI Ben Hales weiterhin die aktuellen Fälle bearbeitet, soll Matilda sich um einen alten Fall kümmern – das Harkness-Massaker. Der nie aufgeklärte Doppelmord an Miranda und Stefan Harkness jährt sich zum zwanzigsten Mal und wird zum Anlass für die Wiederaufnahme des Falls genommen.

Matilda macht sich daran, die alten Akten zu studieren und stolpert dabei über ein Buch des Journalisten Charlie Johnson, der über ein auffälliges Detailwissen über den Harkness-Fall und die dazugehörigen Ermittlungen verfügt.

Besonders unter dem Attentat gelitten hat der damals 11-jährige Jonathan, der sich zur Tatzeit im Haus befand und alles mit ansehen musste. Jonathan - durch das schreckliche Erlebnis für lange Zeit verstummt - hat sich nie zu dem Erlebnis geäußert und ist zu einem Einzelgänger geworden.
Sein älterer Bruder Matthew war an dem Abend des Mordes bei einem Freund und blieb danach für mehrere Tage verschwunden.

Während Matilda Jonathan zu den damaligen Ereignissen befragt und versucht, den unbekannt verzogenen Matthew aufzuspüren, wird in Sheffields Innenstadt ein Toter gefunden. DCI Hales übernimmt diesen Fall, doch schon bald entdeckt Matilda Verbindungen zum Harkness-Fall und mischt sich, sehr zum Unmut des Kollegen, in dessen Ermittlungen ein…

„Stumme Wut“ ist der Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe rund um Detective Chief Inspector Matilda Darke, wiedererstarkte Chefin der Mordkommission Sheffield.

Michael Wood versteht es ausgezeichnet, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Schnell ist man mittendrin im Geschehen und erlebt nicht nur die Ermittlungen, sondern auch die persönlichen Probleme sowie das Miteinander und besonders das Gegeneinander der Protagonisten hautnah mit.

Der Kriminalfall ist knifflig und bleibt durch einige unerwartete Ereignisse bis zum Schluss spannend. Geschickt lenkt der Autor den Blick des Lesers dabei in unterschiedliche Richtungen, so dass man prima über Motive, Zusammenhänge und Täter miträtseln und mitgrübeln kann.

Sehr gut gefallen hat mir die Darstellung der Akteure. Sowohl Haupt- wie auch Nebenfiguren bekommen schnell ein Gesicht und handeln entsprechend ihren Eigenheiten. Besonders Matildas langsames Zurückfinden zu alter Stärke wird gelungen präsentiert. Sie scheint zunächst mit der Situation überfordert, hat Schuldgefühle und Panikattacken, flüchtet immer wieder in den Alkohol und kämpft sich dennoch mit Hilfe ihrer guten Freundin Adele nach und nach zurück in die Spur.

„Stumme Wut“ hat mir gut gefallen, mich aber nicht gänzlich überzeugt – ich hadere ein wenig mit der Auflösung, die nicht ganz so einleuchtend und nachvollziehbar ist, wie ich sie mir für einen Krimi wünsche.

Spannender Krimi und toller Auftakt - 08.02.2018 07:29:08 - tkmla

Michael Wood legt mit diesem Krimi ein starkes Debüt vor.
DCI Matilda Darke kehrt nach einer längeren Zwangspause zurück in den Dienst. Ein missglückter Entführungsfall mit einem verschwundenen Jungen und der Krebstod ihres geliebten Ehemannes belasten sie immer noch schwer. Zuerst ist sie nicht begeistert, dass sie sich mit einem Cold Case beschäftigen soll, der schon zwanzig Jahre zurückliegt. Doch je länger sie sich mit dem Fall beschäftigt, desto mehr ist ihr klar, dass der Fall alles andere als kalt ist.
Matilda ist eine ausgezeichnete Polizistin. Es ist traurig mit anzusehen, wie sie sich am Anfang des Buches total am Boden befindet. Allein schafft sie es nicht, ihren Selbstzerstörungstrip zu beenden. Ihre beste Freundin Adele ist ihr Rettungsanker. Sowohl die Haupt- als auch die Nebenfiguren hat der Autor stark dargestellt. Man hat immer sofort ein Bild vor Augen. Die Charaktere sind nicht nur oberflächlich schwarz und weiß, sondern jeder hat helle und dunkle Seiten. Das Ermittlerteam harmoniert perfekt und ich hoffe in den Fortsetzungen werden einzelne Figuren auch noch näher beleuchtet.
Die Spannung bleibt bis zum Ende des Buches auf einem hohen Niveau. Da sich die Handlung auf wenige Tage beschränkt, ist das Erzähltempo ordentlich angezogen. Man kann das Buch teilweise gar nicht aus der Hand legen. Der Leser wird auf verschiedene Fährten geführt und kann immer miträtseln.
Ein starker Krimi mit einer tollen Ermittlerin und ein toller Auftakt der Reihe um DCI Matilda Darke!
Ich freue mich definitiv auf die Fortsetzungen.

Psychologische Abgründe, die mich sprachlos zurück gelassen haben - 04.02.2018 15:19:10 - Gaby2707

Vor genau 20 Jahren wurden Stefan und Miranda Harkness in ihrem Haus im eleganten Sheffielder Vorort Whirlow bestialisch abgeschlachtet. Der Täter konnte bis heute nicht ermittelt werden.

DCI Matilda Darke, die sich vor 9 Monaten nach dem Tod ihres Mannes und der verpatzten Entführung eines kleinen Jungen eine Auszeit genommen hat, will wieder ihren Dienst aufnehmen. Doch so einfach, wie sie es sich vorgestellt hat, ist die Wiedereingiederung nicht. Ihr Stelvertreter hat keine Lust seinen Posten wieder aufzugeben und Mat darf in einer kleinen Kammer den Cola Case "Harkness" wieder aufrollen.



Bereits im Prolog schiebt mich Michael Wood direkt hinein in den Mordfall Harkness. Ich habe Mitleid mit dem 11-jährigen Jonathan, der bei seinen Eltern als "Unfall" galt und dementsprechend abgeschoben wurde bzw. auf sich allein gestellt war. Nun sitzt er auf den Treppenstufen seines Elternhauses und hat höchstwahrscheinlich die Bluttat an seinen Eltern hautnah mit erlebt. Durch dieses traumatische Ereignis verliert er seine Sprache, die er erst nach Jahren wiederfindet.



Matilda, die sich mit dem ruhigen, eigenbrödlerischen Jonathan im Zuge ihrer Ermittlungen auseinander setzt, gefällt mir in ihrer Rolle als ebenfalls ziemliche Einzelgängerin sehr gut. Sie hat immernoch Probleme ihre Depression in den Griff zu bekommen und den Griff zur Flache hat sie auch noch nicht abgelegt. Aber sie hat empathische Kollegen und vor allem ihre allerbeste Freundin Adele Kean mit ihrem trockenen Humor, die allzeit für die da ist, hilft ihr im Laufe des Falles sich wieder selbst zu finden. Solch eine Freundin sollte jeder von uns haben. Es ist toll mitzuerleben, wie sich Mat im Laufe der kurzen Zeit zum Positiven verändert.

Ihr junger Kollege DC Rory Fleming, den ich auch bald in mein Herz geschlossen habe, bringt mit seinen Schlagfertigkeit immer wieder Auflockrung in den Fall und Matilda und mich hier und da zum Schmunzeln.

Überhaupt sind hier alle Handelnden so einfühlsam, mit ihren Ecken und Kanten, mit ihren Tiefen und Abgründen, mit ihren hellen und dunklen Seiten, beschrieben, dass sie sehr menschlich erscheinen und ich mich mit dem ein oder anderen sehr gut idetifizieren kann.


In der Geschichte selbst fehlt das Motiv. Dadurch kommen die Ermittlungen nur sehr langsam in Gang. Der Spannungsbogen jedoch steigt stetig und hält sich dann konstant, bis zur schlussendlichen Auflösung, die ich so nicht erwartet hätte. Zur Spannung tragen auch die vielen Wendungen bei, die aber alle immer wieder ins Leere führen. Immer neue Fragen tauchen auf, die jedoch oft erst später zu beantworten sind.


54 zumeist kurze Kapitel, die sich leicht und flüssig lesen lassen, reißen mich von einer Seite zur nächsten mit. Ein echter Pageturner.

Ich hätte allerdings gerne noch mehr über Matildas "verpfuschten" Fall erfahren. Aber vielleicht wird der ja als Cold Case im nächsten Fall behandelt und neu aufgerollt.

„Stumme Wut“ ist ein Kriminalroman, der mich von der ersten Seite an mitgenommen hat in die Psyche zweier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und zu einer Auflösung, die mich kurzzeitig schockiert hat.

Michael Wood – den Namen werde ich mir merken.

Empfehlenswert - 03.02.2018 21:38:25 - MarTina

Matilda Darke war die Leiterin der Mordkommission. Aufgrund eines missglückten Falls und privater Probleme wurde sie beurlaubt. Nun kehrt sie zurück. Bevor sie aber wieder voll einsteigen darf, muss sie sich erst beweisen. Daher wird ihr ein 20 Jahre zurückliegender Doppelmord zugewiesen. Ein Ehepaar wurde in seinem Haus erstochen, der Täter nie gefasst. Der 11jährige Sohn Jonathan galt als Zeuge, doch er war völlig verstört und hat nicht gesprochen. Matilda soll diesen alten Fall wiederaufrollen. Dann passiert ein Mord, der auch ein neues Licht auf den lange zurückliegenden Doppelmord wirft ...

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt schon spannend. Man bekommt im Prolog einen kleinen Einblick in die Vergangenheit und das grausame Verbrechen. Dann geht es in der Gegenwart weiter. Man lernt Matilda Darke kennen.
Anfangs fand ich die Ermittlerin etwas anstrengend. Sie hat große Probleme ihr Leben in den Griff zu bekommen Sie leidet an Depressionen und versucht, ihren Kummer in Alkohol zu ertränken. Zwar kann ich nachvollziehen, warum sie so am Boden ist, aber trotzdem fand ich sie etwas zu belastet. Doch mit Hilfe ihres Kollegen Rory und ihrer Freundin Adele kommt Matilda im Laufe der Geschichte wieder langsam auf die Beine. Ihr Privatleben kommt immer wieder zur Sprache, so dass man mitbekommt, wie sie sich aus ihrem dunklen Loch kämpft. Mir wurde sie während des Lesens dann sympathischer.

Neben Matilda bekommt man auch immer wieder Einblicke in Jonathans Leben. Er lebt sehr zurückgezogen und ist immer noch psychisch labil. Durch das Aufrollen des alten Falls holt ihn die Vergangenheit ein. Vor allem die Auszüge aus Jonathans Leben fand ich sehr interessant.
Auch die anderen Charaktere sind detailliert beschrieben. Man hat von jedem einzelnen ein Bild vor Augen. Außerdem bleibt keine der Figuren blass. Jeder nimmt man ihr eigenes Leben ab.

Die Geschichte selbst ist wirklich spannend. Der Fall wirft viele Fragen auf. Man rätselt selbst unablässig mit, wie alles zusammenpassen könnte und ist bis zum Ende auf die Auflösung gespannt.

Der Schreibstil ist flüssig und mitreissend. Auch werden die Charaktere und Schauplätze so anschaulich beschrieben, so dass ich sofort ein Bild vor Augen hatte.

Fazit:

Ich fand den Krimi sehr unterhaltsam. Man konnte miträtseln und er war durchweg spannend.

Gelungener Auftakt einer neuen Reihe mit einer ungewöhnlichen Heldin. Gerne mehr davon! - 03.02.2018 16:21:32 - Baerbel82

Matilda Darke ermittelt in Sheffield
Der Prolog führt uns in die Vergangenheit: Stefan und Miranda Harkness werden in ihrem eigenen Haus brutal abgeschlachtet. Der 11-jährige Jonathan ist der Einzige der das Massaker überlebt. Aber er spricht nicht.
20 Jahre danach: Wir lernen DCI Matilda Darke kennen. Sie ist in Ungnade gefallen und soll nach einer unfreiwilligen Auszeit den Cold Case übernehmen. Ein neuer Mordfall weist Parallelen zum Harkness-Fall auf.
Der stellvertretende Chief Inspector Ben Hales ist „not amused“ über Matildas Rückkehr. Während Matilda mit dem Altfall betraut ist, ermittelt Hales im aktuellen Fall, wobei sich die beiden natürlich in die Quere kommen.
Und dann ist da auch noch der rätselhafte Journalist Charlie. Er hat ein Buch über das Harkness-Massaker geschrieben. Last but not least, Nachbarin Maun, eine etwa 60-jährige Witwe. Sie ist von Jonathan besessen und stalkt ihn.
Michael Wood hat seinen Kriminalroman packend in Szene gesetzt. Die Spannung wird langsam, aber nachhaltig aufgebaut. Kaum zu glauben, dass es sich um einen Debütroman handelt. Die Polizeiarbeit ist gut geschildert, eine langwierige Puzzlearbeit. Nicht wie im TV, wo nach 90 Minuten der Täter überführt ist.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Jonathan und Matilda sind beide traumatisiert und kämpfen mit den Dämonen ihrer Vergangenheit. Jonathan ist sehr speziell, ein Eigenbrötler. Seine Leidenschaft sind Krimis. Matilda kommt nicht wirklich sympathisch rüber. Sie trinkt zu viel. Und Hales? Er ist ein Ekelpaket, ein Kotzbrocken.
„Stumme Wut“ punktet mit vielen falschen Fährten und zahlreichen Verdächtigen. Die Auflösung ist stimmig, auch wenn ein paar Fragen offen bleiben.
Fazit: Gelungener Auftakt einer neuen Reihe mit einer ungewöhnlichen Heldin. Gerne mehr davon!

Spannend und mysteriös - 21.01.2018 12:30:57 - BBTurpin

Interessante Hauptfigur und ein "Cold Case", der bis zum Schluss rätselhaft bleibt.

Ihre Bewertung

1 schlecht, 5 sehr gut

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Karin Slaughter

Ein Teil von ihr

Nach »Die gute Tochter« begeistert Spiegel-Bestseller-Autorin Karin Slaughter mit ihrem neuen Thriller »Ein Teil von ihr«. Provokanter und raffinierter als alles, was sie zuvor geschrieben hat.

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»Dieser Thriller wird Sie um den Schlaf bringen. Für Slaughter-Fans ist „Ein Teil von ihr“ ein absolutes Lese-Muss.«
ok!

»Wie immer hat Slaughter … keine Scheu, Verbrechen in all ihrer Brutalität und Grausamkeit zu schildern. […] Daneben aber beweist sie ebenso viel Gespür für die Zerrissenheit, für Sehnsüchte und Ängste, für starke Gefühle und damit verbundene innerliche Eruption, kurz: für die Komplexität ihrer Charaktere.«
dpa

»Karin Slaughters „Ein Teil von ihr“ liest sich als moderne Geschichte über komplizierte Vereinigte Staaten von Amerika, in der charakteristische Merkmale des American Way of Life ebenso aufscheinen wie der Mythos vom Grenzland.«
krimi-couch.de

 »Provokanter und raffinierter als alles, was sie zuvor geschrieben hat.«
vol.at

 »Eine spannende Lektüre bis zum Schluss.«
SpotOnNews

 »Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite.«
Magazin-frankfurt.com

 »Karin Slaughter gilt völlig zu Recht als eine der besten Krimi-Autoren der USA. Ihre Geschichten fesseln von Anfang bis Ende.«
IN

 »Karin Slaughter zählt zu den talentiertesten und stärksten Spannungsautoren der Welt.«
Yrsa Sigurðardóttir

»Jeder neue Thriller von Karin Slaughter ist ein Anlass zum Feiern!«
Kathy Reichs

»Karin Slaughter bietet weit mehr als unterhaltsamen Thrill.«
SPIEGEL ONLINE über »Pretty Girls«

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