Der will doch nur spielen

Der will doch nur spielen

Kate, To-do-Listen-Fan, frisch getrennt, aber trotzdem Idealistin, wohnt zur Zeit auf der Couch ihrer besten Freundin und arbeitet in der Personalabteilung des New York Journal. Im Auftrag ihrer schrecklichen Chefin Amy muss Kate die Dessertspezialistin der Kantine feuern. Ida kreierte die verführerischsten Törtchen, ließ diese aber nicht jedem zukommen. Als sie Stuart, dem schnöseligen Verlobten von Amy, ein zweites Dessert verweigerte, wurde sie entlassen. Nun klagt sie gegen die unrechtmäßige Kündigung, und Kate braucht dringend einen Anwalt. Als hätte sie mit Liebeskummer und Wohnungssuche nicht schon genug zu tun. Stuarts Bruder Mitch wird engagiert, um Kate zu vertreten - und findet bald mehr Gefallen an ihr als an seiner Aufgabe …

"Meg Cabots Fans werden dieses lockere, moderne Großstadt-Märchen verschlingen."
Publishers Weekly

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Der will doch nur spielen

Kate, To-do-Listen-Fan, frisch getrennt, aber trotzdem Idealistin, wohnt zur Zeit auf der Couch ihrer besten Freundin und arbeitet in der Personalabteilung des New York Journal. Im Auftrag ihrer schrecklichen Chefin Amy muss Kate die Dessertspezialistin der Kantine feuern. Ida kreierte die verführerischsten Törtchen, ließ diese aber nicht jedem zukommen. Als sie Stuart, dem schnöseligen Verlobten von Amy, ein zweites Dessert verweigerte, wurde sie entlassen. Nun klagt sie gegen die unrechtmäßige Kündigung, und Kate braucht dringend einen Anwalt. Als hätte sie mit Liebeskummer und Wohnungssuche nicht schon genug zu tun. Stuarts Bruder Mitch wird engagiert, um Kate zu vertreten - und findet bald mehr Gefallen an ihr als an seiner Aufgabe …

"Meg Cabots Fans werden dieses lockere, moderne Großstadt-Märchen verschlingen."
Publishers Weekly

Erscheinungstag: Mo, 02.07.2018
Erscheinungstag: Mo, 02.07.2018
Bandnummer: 26144
Bandnummer: 26144
Seitenanzahl: 464
Seitenanzahl: 464
ISBN: 9783956498190
ISBN: 9783955768102
E-Book Format: ePub oder .mobi

Dieses E-Book kann auf allen ePub- und .mobi -fähigen Geräten gelesen werden, z.B.
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Meg Cabot stammt aus Bloomington, Indiana. Nach dem Studium zog sie nach New York und schrieb ihren ersten Roman. Inzwischen hat Meg Cabot zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter auch die von Hollywood verfilmte Plötzlich-Prinzessin-Serie. (…)

Kundenbewertungen

Köstliche Unterhaltung - 24.07.2018 11:56:21 - Bettina Hertz

Der will doch nur spielen
Autor: Meg Cabot

Kate, frisch getrennt von Musiker Dale, wohnt zur Zeit auf der Couch ihrer besten Freundin und arbeitet in der Personalabteilung des New York Journal. Im Auftrag ihrer schrecklichen Chefin Amy muss Kate die Dessertspezialistin der Kantine feuern. Ida kreierte die verführerischsten Törtchen, ließ diese aber nicht jedem zukommen. Als sie Stuart, dem schnöseligen Verlobten von Amy, ein zweites Dessert verweigerte, wurde sie entlassen. Nun klagt sie gegen die unrechtmäßige Kündigung, und Kate braucht dringend einen Anwalt. Als hätte sie mit der Wohnungssuche nicht schon genug zu tun. Stuarts Bruder Mitch wird engagiert, um Kate zu vertreten - und findet bald mehr Gefallen an ihr als an seiner Aufgabe …

Der will doch nur spielen ist ein absolut köstlicher unterhaltsamer Roman von Autorin Meg Cabot. Wieder einmal bin ich von ihrem außergewöhnlichen Schreibstil in Form von „Chat-Nachrichten“ begeistert. Es ist ihr, trotzdem die Geschichte in Form von E-Mails, Telefonaten, Tagebucheinträgen, Chats Verläufe, Protokolle, Briefe etc. geschrieben ist, hervorragend gelungen, die Charaktere und zwischenmenschlichen Beziehungen herauszukristallisieren.

Kate hat mir als Hauptprotagonistin wunderbar gefallen, sie war mir mit ihrer herzerfrischenden Art super sympathisch. Der Verlauf der Geschichte ist absolut spannend, die Seiten fliegen nur so dahin und man legt das Buch kaum aus der Hand.

Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen, beste humorvolle Unterhaltung sind hier garantiert. Dafür vergebe ich fünf Sterne.

Aufruhr in New York - 19.07.2018 08:59:20 - Snowbell

Mit "Der will doch nur spielen" hat die amerikanische Schriftstellerin Meg Cabot den zweiten Band einer Reihe vorgelegt, die um die Redaktion des New York Journal kreist. Im Mittelpunkt steht Kate, To-do-Listen-Fan, frisch getrennt, aber trotzdem Idealistin, wohnt zur Zeit auf der Couch ihrer besten Freundin und arbeitet in der Personalabteilung des New York Journal. Im Auftrag ihrer schrecklichen Chefin Amy muss Kate die Dessertspezialistin der Kantine feuern. Ida kreierte die verführerischsten Törtchen, ließ diese aber nicht jedem zukommen. Als sie Stuart, dem schnöseligen Verlobten von Amy, ein zweites Dessert verweigerte, wurde sie entlassen. Nun klagt sie gegen die unrechtmäßige Kündigung, und Kate braucht dringend einen Anwalt. Als hätte sie mit der Wohnungssuche nicht schon genug zu tun. Stuarts Bruder Mitch wird engagiert, um Kate zu vertreten - und findet bald mehr Gefallen an ihr als an seiner Aufgabe …

Das Cover zeigt eine Französische Bulldogge, die auf ihrem Kopf einen Cupcake mit einem köstlichen Topping balanciert. Der Hintergrund ist in zartem Babyblau gehalten, von dem sich die weiße Schrift des Titels wirkungsvoll abhebt. Es sieht entzückend aus, aber - sorry, so ehrlich muss man einfach sein - es hat leider gar nichts mit dem Inhalt des Romans zu tun und weckt falsche Vorstellungen beim Leser. Dahingegen kann man dem deutschen Titel des Romans eine gewisse Vieldeutigkeit zugestehen. Er könnte sich durchaus auf den männlichen Protagonisten dieses Romans beziehen, der sich geradezu in seinen neuen Fall verbeißt.

Der Plot des Romans ist ansprechend, und das Setting in der Metropole New York gut gewählt. In der Redaktion des New York Journal begegnet der Leser den üblichen Verdächtigen, die bereits im ersten Buch dieser Reihe eingeführt worden sind und wie gute alte Bekannte anmuten. Aber auch ohne Vorkenntnisse ist der Einstieg in diesen modernen Liebesroman problemlos möglich. Alle Charaktere haben ihre Ecken und Kanten, verhalten sich nicht immer korrekt und pflegen ihre verschiedenen Spleens. Kurzum: sie wirken authentisch und lebendig, spiegeln unsere gesellschaftliche Realität und man muss sie ins Herz schließen.

Meg Cabot zeichnet sich durch einen erfrischend anderen, unverwechselbaren Stil aus. Auch in diesem Buch hat sie geschickt verschiedene literarische Formen wie Tagebucheinträge, Rechnungen und Speisekarten, aber auch offizielle Umläufe, Email-Nachrichten und Bürochats miteinander kombiniert, die gewisse Rückschlüsse über die jeweilgen Verfasser erlauben, wenn man zwischen den Zeilen zu lesen vermag. Auch der Humor kommt ganz bestimmt nicht zu kurz; ich konnte mir nie das Lachen verkneifen, wenn ich den verbalen Schlagabtausch zwischen den schlagfertigen Protagonisten verfolgt habe.

Mit einem Wort: ich bin restlos begeistert von diesem charmanten, geistsprühenden, witzigen Buch. Deshalb spiele ich nicht lange herum, sondern komme gleich zur Sache und vergebe die Höchstpunktzahl von 5 Sternen.

Innovative Erzählform, die mich nicht ganz überzeugen konnte - 18.07.2018 19:47:52 - jam

„Ich sollte noch hinzufügen, dass er Anwalt ist. Ich weiß, Sie haben gesagt, jeder Mensch besitzt einen Wert und Würde. Aber sind Sie sicher, das trifft auch auf Anwälte zu?“
(Seite 404)

Seit Kate ihren Ex-kiffenden Freund Dale auch zu ihrem Ex-Freund befördert hat, wohnt sie bei ihrer besten Freundin Jen auf der Couch. Was ja ganz lustig wäre, wenn die nicht mit ihrem Mann mit dem Projekt Baby beschäftigt wäre.
Gemeinsam arbeiten Kate und Jen beim New York Journal, ihre Vorgesetzte Amy in der Personalabteilung nennen sie nur die SBT - schreckliche Büro-Tyrannin.
Als die sympathisch-schrullige Kantinenmitarbeiterin Ida Lopez ausgerechnet Amys Verlobten Stuart ein Kuchenstück verweigert, muss Kate sie kündigen. Frau Lopez ficht die Kündigung an, und Stuarts Bruder, der Anwalt Mitch, der das Journal vertreten soll, hat es Kate angetan…

Was sofort auffällt ist die Erzählform dieses Buches. Die gesamte Handlung wird ausschließlich durch Mails, Chatverläufe, Notizen auf Speisekarten und Tagebucheinträgen übermittelt. Das macht das Lesen sehr abwechslungsreich und interessant, aber auch etwas hektisch. Die vielen Wechsel sind manchmal ein wenig anstrengend.

Kate ist 25, sieht sich aber schon als alte Jungfer, die dringend einen Ehemann braucht. Amy und ihr Verlobter sind wohl das personifizierte Böse, ihre Ansichten sind oft so fürchterlich, dass es beim Lesen in den Augen schmerzt. So intolerant und oberflächlich, dass die Glaubwürdigkeit etwas litt.
Mitch ist alles andere als der typische Anwalt, er war Pflichtverteidiger und das gerne, was seine Familie so gar nicht verstehen kann. Sein Bruder Stuart läuft bei jeder Kleinigkeit winselnd zur Mama, seine Schwestern sind einerseits herrlich alternativ und andererseits superhumorvoll. Der Vater hält sich aus dem ganzen einfach raus, egal wer sich in welcher Form an ihn wendet, die teils kindlichen Kabbeleien lässt er an sich vorbeiziehen.
Ein besonderes Highlight waren für mich die Dialoge zwischen Mitchs Familie unter einander, so egoistisch und weinerlich Stuart war, umso erfrischender und herzlicher waren die Mails zwischen Mitch und seinen Schwestern.
Das Buch erschien ursprünglich 2004, was man an manchen Kommentaren (zB über die Fernsehserien Friends und Charmed) aber auch an den Ansichten merkte. Ich fand das teilweise etwas mühsam zu lesen.
So innovativ die Erzählform ist, so einfach war die Geschichte gestrickt. Von Anfang an ist klar, wer bei wem landen wird, der Weg dahin fühlte sich manchmal ein bisschen nach Bridget-Jones an, chaotisch und etwas überzogen. Am Anfang war ich erstaunt, wie viel man auch ohne bildhafte Beschreibung rüberbringen kann, am Ende fehlte mir doch etwas.

Ein locker-flockiger Liebesroman, der vor allem durch die ungewöhnliche Erzählform auffällt, ansonsten nicht groß in Erinnerung bleibt.

Liebesgeschichte, die mich durch den ungewöhnlichen Erzählstil in ihren Bann ziehen konnte - 17.07.2018 22:07:49 - KimVi

Kate MacKenzie arbeitet in der Personalabteilung beim New York Journal. Da sie sich gerade von ihrem Freund getrennt hat und in New York einfach keine bezahlbare Wohnung findet, schläft sie momentan auf der Couch ihrer besten Freundin Jen. Blöd ist nur, dass Jen gerade versucht, mit ihrem Mann ein Kind zu zeugen, sodass Kate sich wie das fünfte Rad am Wagen fühlt. Doch es kommt noch schlimmer, denn Kates Chefin Amy, die im Kollegenkreis hinter vorgehaltener Hand nur SBT ( schreckliche Büro Tyrannin ) genannt wird, verlangt von ihr, der allseits beliebten Dessertspezialistin Ida Lopez zu kündigen. Und das nur, weil Ida sich geweigert hat, dem Anwalt Stuart Hertzog, der außerdem der Verlobte der SBT ist, einen Nachtisch zu geben. Ida klagt daraufhin gegen die Kündigung. Als Anwalt wird Kate ausgerechnet Mitch Hertzog, der Bruder von Stuart, an die Seite gestellt. Das kann ja heiter werden....

Normalerweise gehören Liebesgeschichten nicht unbedingt zu meiner bevorzugten Lektüre. Da man ja eigentlich schon am Anfang weiß, wie es enden wird und bestenfalls durch ein paar Wendungen überrascht wird. Meg Cabot hat es allerdings geschafft, mich von ersten Moment an in den Bann dieser Geschichte zu ziehen.

Das liegt sicher an der außergewöhnlichen Art, in der die Ereignisse geschildert werden. Denn es gibt keine klassische Erzählform. Man verfolgt den Verlauf hauptsächlich durch Tagebucheinträge, Notizen, die auf Speisekarten oder Rechnungen geschrieben sind, Chats, E-Mails oder Nachrichten auf unterschiedlichen Anrufbeantwortern. Das erscheint zwar am Anfang etwas ungewöhnlich, doch wenn man sich daran gewöhnt hat, liest sich die Geschichte quasi von selbst. Man fliegt förmlich durch die Zeilen und muss dabei oft unverhofft schmunzeln. Denn das, was die unterschiedlichen Charaktere, in ihren Nachrichten von sich geben, ist äußerst humorvoll. Außerdem bekommt man einen guten Überblick über die Protagonisten und kann sie, durch ihre Nachrichten, sehr gut einschätzen.

Das Buch lässt sich locker und flüssig lesen. Man fiebert mit den Charakteren mit, den Meg Cabot gelingt es hervorragend, sie alle lebendig wirken zu lassen. Man entwickelt dabei spontane Sympathien, allerdings auch handfeste Abneigungen und mag manchmal kaum glauben, was man liest. Dadurch entwickelt sich das Buch zu einem wahren Pageturner, den man nur ungern aus der Hand legen mag.

Ich habe mich beim Lesen jedenfalls sehr gut unterhalten. Die Art, diese Geschichte zu erzählen, hat mir außerordentlich gut gefallen. Einmal angefangen, bin ich förmlich in den Sog der Nachrichten geraten und konnte mich kaum noch von dieser außergewöhnlich erzählten Liebesgeschichte lösen. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala gibt es deshalb alle fünf Sternchen und eine klare Leseempfehlung.

Nette Geschichte - 15.07.2018 22:15:02 - Sandra

Bei "Der will doch nur spielen" von Meg Cabot, handelt es sich um ein modernes Großstadt-Märchen.


Kate schläft seit der Trennung von ihrem Freund auf der Couch ihrer besten Freundin und arbeitet in der Personalabteilung des New York Journals.
Im Auftrag ihrer Chefin Amy, muss Kate die Dessertspezialistin Ida kündigen, da sie ihre leckeren Speisen, nicht an Jeden verteilt.
Ida klagt gegen die Kündigung und Kate braucht dringend einen Anwalt. Der Bruder von Amy´s Freund Stuart wird engagiert. Dieser findet bald mehr Interesse an Amy, als an seiner Aufgabe.

Die Geschichte ist locker und teilweise witzig geschrieben.

Der Schreibstil ist kein 0/15 Stil, sondern eine Mischung aus E-Mail Verkehr, Tagebucheinträgen, Rezepten und Einkaufszetteln. Diese Art lockert den Lesefluss auf und macht die etwas zu langwierige Geschichte etwas spannender.
Etwas genervt hat mich der E-Mail Verkehr. Es war anstregend diesen zu lesen, da er immer mit Absender, Empfänger und Betreff anfängt und den Lesefluss hemmt.

Das Ende der Geschichte wird einem auf den ersten Seiten schon klar. Ein Happy End für die "Guten" und ein schlechtes Ende für die "Bösen". Da gab es keine wirkliche Überraschung.

Sehr gestört hat mich, dass in einem "Wohlfühlroman" die Themen: Hitler, Antisemitismus , Nazis und Al Kaida vorkommen. Diese Themen passen einfach nicht in diese Art von Buch.
Ich möchte beim Lesen, mich in eine andere Welt beamen und während dem Lesen das Böse der Realität vergessen.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Von allem ist etwas dabei.

Ein Etwas anderer Liebesroman - 15.07.2018 14:05:20 - Lillifee94

Kate McKenzie ist Sachbearbeiterin in der Personalabteilung des New York Journal. Eigentlich macht ihr der Job Spaß bis sie eines Tages Ida Lopez kündigen soll. Ida macht die besten Desserts und versüßt einem so dem Tag. Aber Idas Kuchen, Muffins oder Kekse bekommen nur die, die es verdient haben. Eines Tages weigert sich Ida Stuart Hertzog ein süßes Teil zu geben. Dies versetzt ihn so in Rage, dass er die Kündigung von Ida verlangt. Daraufhin wird Ida gekündigt. Sie geht gerichtlich gegen das Journal wegen ihrer Kündigung vor. Der rechtliche Vertreter des Journals ist Mitch Hertzog. Bruder des fiesen Rechtsanwalts Stuart Hertzog. Das Problem ist nur das Mitch und Kate eigentlich auf der Seite von Ida sind. Und die beiden finden sich von der ersten Sekunde super attraktiv. Wäre da nur nicht Kate‘s nervender Exfreund Dale, der sie mit aller Macht zurück erobern will.

Meg Cabots Schreibstil ist Wie immer sehr flüssig und man kommt sehr schnell voran. Das Buch ist etwas anders aufgebaut als normale Bücher. Es besteht hauptsächlich aus E-Mail, Chatverläufen, Tagebucheinträgen und Anrufbeantworternachrichten. Dadurch konnte ich mich nicht so super einfinden und die Liebesgeschichte kommt nicht so intensiv rüber. Schade.

E-Mails, Tagebucheinträge, Chats, To-Do-Listen, Anrufbeantworternachrichten und mehr - 12.07.2018 13:58:28 - MissGoWest

Kate MacKenzie, eine Personalreferentin beim New York Journal mit den idealistischen Vorstellungen einer Sozialarbeiterin, findet sich in einer prekären Situation wieder. Ihre Chefin Amy Jenkins, die SBT (schreckliche Büro Tyrannin), überlässt es ihr, die Dessertspezialistin Ida Lopez zu feuern, weil diese sich geweigert hat, dem Firmenanwalt Stuart Hertzog Nachtisch zu servieren, der zudem Amys Verlobter ist. Ida verklagt die Firma wegen unrechtmäßiger Kündigung, und es ist ausgerechnet Stuarts Bruder Mitch, der den Fall für das New York Journal übernimmt. Mitch fasziniert Kate und stellt sich als Gegenteil seines älteren Bruders Stuart heraus.

Die ganze Geschichte wird durch E-Mails, Chats, Tagebucheinträge, To-Do-Listen, Briefe, Anrufbeantworternachrichten und Notizen erzählt, die auf Rechnungen oder Speisekarten notiert werden. Das mag ungewöhnlich sein, funktioniert aber hervorragend. Ich habe das Buch in wenigen Stunden gelesen und wurde von der locker-flockigen Chick-Lit-Geschichte sehr gut unterhalten. Meg Cabot schuf liebens- und hassenswerte Charaktere, die alle ihre Seite der Ereignisse schildern und ganz nebenbei wichtige Themen wie Firmenpolitik, Wohnungsnot in New York, Homophobie und Antisemitismus ansprechen.

Ich habe die Geschichte bereits ein paar Jahren nach ihrem Erscheinen 2004 auf Englisch gelesen, doch auch diese zweite Begegnung mit Kate und ihren Freunden und Feinden war vergnüglich. Der englische Titel „Boy Meets Girl“ passt deutlich besser, während deutsche Titel „Der will doch nur spielen“ (wer und warum?!) sowie das zugeben süße Cover mit der französischen Bulldogge keinerlei Bezug zur Geschichte haben. Man merkt dem Buch ein wenig das Alter an, da Smartphones keine Rolle spielen und TV-Serien wie „Charmed“ oder „Farscape“ thematisiert werden. Vermutlich für ein wenig Aktualisierung wurde Kates Chatname von Katydid zu Katyperry geändert, was keinen Mehrwert bringt. Es hätte mehr Sinn gemacht, den Chatnamen von Kates Freundin Jen zu ändern, der Sleaterkinneyfan lautet, da die aus drei Frauen bestehende Indie-Rock-Band Sleater-Kinney 2006 ihre Auflösung bekannt gab und vermutlich nur wenigen Lesern geläufig sein dürfte.

Außerdem gehen durch die Übersetzung Nuancen von Meg Cabots Humor und Sozialkritik verloren. Im aufgezeichneten Gespräch zwischen Kate und Ida sagt Ida beispielsweise:

"Der, den ich habe gesehen letztes Jahr auf der Weihnachtsfeier mit dir. Er hat ausgesehen wie eine Mann, der mag, wenn eine Frau hat ein bisschen was auf die Rippen." (S. 37)

Hier die Entsprechung auf Englisch:

"That one I saw with you in the lobby after last year's Christmas party. Sorry, holiday party. He seemed like a man who appreciates a woman with a little meat on their bones." (S. 27)

Die Korrektur von Weihnachtsfeier zu Feiertagsparty ist typisch amerikanisch, damit jede Konfession eingeschlossen ist. Spitzen wie diese machen Meg Cabots Humor aus - und genau das streicht die deutsche Übersetzung. Zudem wird Idas Sprache in der deutschen Übersetzung von holprig zu schlecht.

Damals hatte ich dem englischen Original hervorragende 5/5 gegeben, aber wegen des unpassenden deutschen Titels und Covers sowie der nicht immer geglückten Übersetzung (bestes Beispiel: "Kapiert die nicht, dass sie uns immer mehr den Saft aussaugt, bis wir nur noch leere, vertrocknete Hüllen sind, formerly known als Personalreferenten?“ (S. 137)) rutscht „Der will doch nur spielen“ auf sehr gute 4/5 Sterne. Ich empfehle den Roman jedem Leser, der gerne fluffig-leichte Liebesgeschichten liest, die auf ungewöhnliche Art erzählt werden.

Gute Unterhaltung - 09.07.2018 00:00:48 - Leser

"Der will doch nur spielen" ist für mich ein 5-Sterne-Buch, welches einen kurzweiligen Lesegenuss verspricht.
Der Stil des Buches war für mich vollkommen neu. Knapp 500 Seiten umfasst die Story und wird ausschließlich durch Emails, Protokolle, Telefonate, Tagebucheinträge und andere Schnipsel erzählt. Die Idee finde ich gewagt und absolut gelungen umgesetzt. Es entsteht eine fortlaufende Geschichte, die durch wechselnde "Schreiberlinge" aus mehreren Blickwinkeln erzählt wird. Der Schreibstil ist sehr temporeich und lässt einen regelrecht durch das Buch fliegen. Es wird alles erzählt, was erzählt werden muss und der Leser wird zusätzlich mit Hintergrundinfos gefüttert, die nach und nach ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Dafür gibt es den ersten Stern.
Den zweiten und dritten Stern gibt es für die Story selbst und die Charaktere. Meine Befürchtung, dass die Charaktere durch den Stil des Buches nur oberflächlich umrissen werden, hat sich überhaupt nicht bestätigt. Meg Cabot hat tolle Protagonisten erschaffen, die ich (fast alle) im Verlauf des Buches ins Herz geschlossen habe. Ich konnte mich gut in Kate hineinversetzen und gerade ihre Tagebucheinträge habe ich mit einem innerlichen Nicken verfolgt. Auch weniger liebenswerte und z.T. nervige Charaktere wurden eingestreut, was für mich zu einer guten Story dazu gehört - es zeigt einfach die Vielfältigkeit der Menschen, mit denen man im Leben Bekanntschaft macht.
Der vierte Stern geht an den Ideenreichtum und die kleinen Details, die sich durch die Geschichte ziehen. Ich habe immer wieder gestaunt, wie sich jeder noch so kleine Textschnipsel stimmig eingefügt hat und nicht unbedingt vorhersehbare Geschehnisse die Geschichte voran getrieben haben. Zwischendurch ein Keksrezept oder eine Beschreibung von Mitchs Krawatte haben für mich das ganze abgerundet.
Der fünfte und letzte Stern steht für Meg Cabots z.T. "speziellen" Humor, den ich an ihren Büchern so liebe und der auch hier nicht zu kurz gekommen ist. Ich habe an vielen Stellen herzhaft lachen müssen und die meiste Zeit mit einem Schmunzeln im Gesicht gelesen.

Ihre Bewertung

1 schlecht, 5 sehr gut

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