Autorin Ellie Mattes im Interview

Hier erfährst du mehr über die Autorin, was sie zu Trippelwick inspiriert hat und warum sie Brokkoli eigentlich doch gar nicht so Brokkoli findet.

Foto: © privat

Wann bist du geboren?
Ich bin im Winter 1978 geboren. Damals gab es noch Berge von Schnee.

Hast du Kinder?
Ich bin verheiratet und gemeinsam haben wir zwei Kinder, einen Jungen und ein Mädchen.

Seit wann schreibst du Bücher? Hast du vorher etwas anderes gearbeitet?
Ich schreibe schon eine Weile Bücher, aber die »Ponyschule Trippelwick« ist meine erste Ponybuch-Reihe, obwohl ich schon immer Pferdebücher schreiben wollte. Bevor ich Autorin wurde, arbeitete ich einige Jahre in einem Sozialverein. Schon damals träumte ich davon, mir Geschichten für Kinder auszudenken.

Magst du Pferde? Hast du ein eigenes Pferd?
Oh, ich lieeebe Pferde. Und Ponys und Esel sowieso. Ich würde am liebsten eine Pferdeflüsterin sein. Davon träume ich mein Leben lang. Ein eigenes Pferd besitze ich derzeit aber nicht. Dafür zwei entzückende Esel. Auf das Reiten will ich dennoch nicht verzichten, daher gehen meine Tochter und ich regelmäßig reiten, und zwar auf unseren Lieblingspferdehof. Dort geht es genauso ponytastisch zu wie in den Büchern.

Wie heißen deine zwei Esel?
Sir Mortimer und Cäsar, der Niedliche. Morti hat mich zum laaangsamen Eselprofessor Zen inspiriert. Und der quasselige Zebraprofessor Mister Mungumu hat dafür viel Ähnlichkeit mit Cäsar. Die beiden haben sogar dieselbe Stehmähne.

Wie bist du auf die Idee mit Trippelwick gekommen?
Ein Schulpferd namens Moneta ist dran schuld. Wir nennen sie Frau Moni, weil sie die Chefin auf dem Pferdehof ist. Sie ist eine sehr strenge Lehrerin, und dennoch ist mir eines Tages aufgefallen, dass sie bei manchen Reitschülern im Reitunterricht mehr mitmacht, als bei anderen – und das hat nichts mit Reitkönnen zu tun. So bin ich auf die Idee gekommen, eine Geschichte zu erzählen, die von einer besonderen Menschen-Pferde-Freundschaft erzählt.

Annelie ist die Hauptfigur deiner Geschichte und kommt ganz neu nach Trippelwick. Was magst du besonders an ihr?

Annelie hat es anfangs echt nicht leicht. Zuerst freut sie sich so, dass sie in Trippelwick aufgenommen ist, bis sie begreift, dass alle anderen Kinder ihr meilenweit voraus sind, was den Umgang mit Ponys und Pferden betrifft. Doch Annie, so wie ich sie in der Geschichte nenne, hat ein Ponyflüsterherz, sie liebt Ponys und Pferde über alles. Daher macht sie im Endeffekt alles richtig und das ist es, was ich besonders an ihr mag. Wenn man einem Pony mit Respekt und Liebe begegnet, kriegt man sie früher oder später zurück, das ist nicht nur in Trippelwick so.

Wann erscheint der nächste Trippelwick-Band?
Der dritte Band wird im August 2020 erscheinen und heißt: »Schiefer die Ponys nie singen«. Darin wird es ponytastisch weihnachtlich. Band vier ist übrigens auch schon geschrieben, er erscheint im Frühjahr 2021.

Soll man die Bände in der angegebenen Reihenfolge lesen?
Alle Bände der »Ponyschule Trippelwick« sind in sich abgeschlossen. Du kannst sie also durcheinander lesen. Lustiger aber ist es, wenn du dich an die Reihenfolge hältst, weil die Figuren eine Entwicklung durchmachen und obendrein hat Trippelwick auch viele Geheimnisse, die sich beim Lesen nach und nach offenbaren.

Wie lange brauchst du für ein Buch?
Ungefähr drei Monate. Am liebsten schreibe ich vormittags, nachdem ich die Esel versorgt und geknuddelt habe. Manchmal schreibe ich auch im Eselstall, das ist besonders inspirierend.

Malst du die Bilder in den Büchern?
Ich kann gar nicht malen. Aber zum Glück kann Larisa Lauber das ponytastisch gut. Sie steckt hinter den entzückenden Illustrationen.

Ich möchte in der Schule dein Buch vorstellen. Hast du Tipps für mich?
Hurra, ich freue mich, dass du dir die Ponyschule für dein Referat ausgesucht hast. Das wird bestimmt ponytastisch werden. Ich denke, es ist gut, wenn du dich auf die wesentlichen Dinge konzentrierst. Das sind der Inhalt, die Hauptfiguren, ein paar Infos zur Autorin und zur Illustratorin … Und dann kannst du auch eine kurze Textstelle vorlesen. Vielleicht eine, die dir besonders gefällt. Auf der Website findest du überdies noch viele andere Infos, wie den Ponyflüstertest. Ein paar Fragen daraus mache ich bei Schullesungen immer gern. Wir drücken dir jedenfalls ganz fest die Hufe!

Annie sagt immer Brokkoli, wenn sie etwas nicht mag. Kann es sein, dass du auch keinen Brokkoli magst?
Tja, jetzt muss ich mit der Wahrheit rausrücken. Ich liebe Brokkoli. Aber als Kind mochte ich ihn gar nicht, außerdem klingt Brokkoli irgendwie herrlich, so ein bisschen nach einem Schimpfwort. Daher musste das arme Gemüse auch dafür herhalten, obwohl es total lecker schmeckt und obendrein gesund ist.

Was ist ein MOPF und warum ist es letztlich am schönsten, keiner zu sein?

Ein Mopf ist ein Mensch ohne Pferd, also jemand, der zwar die Ponysprache beherrscht, aber dennoch kein Gefährtenpony in Trippelwick für sich gewinnen kann. Das ist sehr traurig, denn alle Kinder in der Ponyschule haben ihren eigenen Ponyfreund, mit dem sie die gesamte Schulzeit, ja sogar den Unterricht verbringen. Ein Mopf muss also schließlich die Schule verlassen. Aber keine Sorge, es gibt auch Gutes zu berichten. Ich bin nämlich fest davon bezeugt, dass ein Mopf, wenn er nur lange genug Ausschau hält, irgendwann doch sein Gefährtenpony findet. Ob Annelie auch ein Mopf ist oder sie doch ein Pony in Trippelwick für sich gewinnen kann, erfahrt ihr übrigens im ersten Band der Ponyflüsterreihe. Ich – und alle anderen aus Trippelwick – würden uns sehr freuen, wenn ihr uns dort besuchen kommt.


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