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Die Einhörner vom Blütenwald, Band 02

hier erhältlich:

Die drei Freundinnen können es kaum erwarten, sich wieder in glitzernde Einhörner zu verwandeln. Diesmal hält der magische Blütenwald sogar eine ganz besondere Überraschung für sie bereit: Es ist tiefster Winter und die ganze Landschaft ist mit magisch-funkelndem Schnee bedeckt! Die Waldbewohner planen ein großes Winterfest mit Musik und Tanz. Alle sind schon wahnsinnig aufgeregt. Doch dann ist auf einmal Kaninchen Lizzie verschwunden! Sie ist in einer Höhle gefangen und die Einhörner müssen ihr helfen, den Weg nach Hause zu finden. Schaffen sie es, rechtzeitig zum Fest zurück zu sein?
  • Erscheinungstag: 03.08.2017
  • Seitenanzahl: 128
  • Altersempfehlung: 6
  • Format: E-Book (ePub)
  • ISBN/Artikelnummer: 9783505140693

Leseprobe

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Aus dem Englischen von Karolin Viseneber

Mit Illustrationen von Renée Kurilla

Für die wunderbaren Bleippsons, deren Freundschaft mir noch wichtiger ist als Zauberei

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Mein Dank gilt auch Lina von Lowenkraft für die außerordentlich wertvollen Hinweise sowie Tom und Abi Holroyde, meinen Lesern auf der anderen Seite der Erde!

Kapitel 1

Soll’s doch ruhig schneien

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Plitsch, platsch, plitter, platter.

Isabelle gähnte und kuschelte sich noch tiefer in ihren Schlafsack. Der trommelnde Regen auf dem Zeltdach hatte sie geweckt, aber noch war sie nicht bereit, den Tag zu beginnen. Es war so schön warm und gemütlich zwischen ihren Cousinen Lei und Cora. Die beiden schliefen noch tief und fest – Lei schnarchte leise vor sich hin, und Cora hatte sich so zusammengerollt, dass nur ihr glänzendes, blondes Haar zu sehen war. Isabelle überlegte, die beiden aufzuwecken, aber sie sahen so friedlich aus, dass sie sich dagegen entschied. Stattdessen zog sie ihr Notizbuch und einen Stift unter ihrem Kissen hervor.

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Der Blütenwald ist der schönste Ort, den ich je gesehen habe, schrieb sie. Dort ist es so wundervoll, dass es sich fast unwirklich anfühlt, wie im Traum …

Sie hielt abrupt inne. War vielleicht doch alles nur ein Traum gewesen? Gestern, so glaubte Isabelle sich zu erinnern, waren sie und ihre beiden Cousinen in einem Zauberwald gewesen, verwandelt in Einhörner. Isabelle hatte häufig Träume, die ganz echt wirkten. War auch das nur ein Traum gewesen? Ihr wurde schwer ums Herz – das wäre wirklich zu schade, sie wollte so gerne noch einmal zurück. Sie musste Cora und Lei wecken.

Sanft rüttelte sie die beiden an den Schultern. Lei reagierte mürrisch und brummte: »Mensch, was ist denn?«

Aber Cora streckte sich und schlug ihre blauen Augen auf.

»Entschuldigt bitte!«, sagte Isabelle mit klopfendem Herzen. »Aber ich muss es einfach wissen: Habe ich den Blütenwald nur geträumt, oder ist das alles wirklich passiert?«

Lei strahlte plötzlich über das ganze Gesicht, ihre dunkelbraunen Augen blitzten, und sie nickte wie wild: »Und ob das wirklich passiert ist.«

Auch Cora lächelte glücklich. »Wir haben uns in Einhörner verwandelt, genauso war es.«

Erleichtert fiel Isabelle ihren beiden Cousinen um den Hals.

Lei schälte sich aus ihrem Schlafsack. »Da ich nun wach bin, frage ich mich, wann wir endlich wieder hingehen?«

Isabelle sah an ihrem lila karierten Schlafanzug hinab: »Hm, vielleicht sollten wir uns zuerst anziehen?«

Die drei Mädchen hatten gestern in einer nahe gelegenen Bucht Hufabdrücke gefunden, und als sie sich hineingestellt hatten, waren sie auf einmal Einhörner im Blütenwald gewesen. Aber vielleicht war es ratsam, den Campingplatz nicht im Schlafanzug zu verlassen.

Lei machte sich einen Pferdeschwanz, wodurch die pinkfarbenen Strähnen in ihren langen, dunklen Haaren sichtbar wurden. Sie nahm ihr Handtuch. »Los jetzt. Wer als Letzte am Waschhaus ist, muss das Zelt aufräumen.«

»Aber für heute ist doch eine Wanderung geplant«, gab Cora zu bedenken. Ihr Lächeln war verschwunden. Die drei Familien waren zusammen im Urlaub – obwohl Cora in Australien, Isabelle in England und Lei in den USA lebte, verbrachten sie jedes Jahr ein oder zwei Wochen der Sommerferien zusammen.

Lei öffnete den Reißverschluss am Zeltausgang und spähte hinaus. »Es regnet. Hoffentlich fällt der Ausflug ins Wasser.«

Isabelle nickte, und ihre roten Locken wippten. Sie hatte sich auf die Wanderung durch die Täler gefreut, aber mit einem Besuch im Blütenwald konnte die natürlich nicht mithalten.

Geduscht und angezogen gingen sie zu ihren Eltern, die auf Campingstühlen unter dem Vorzelt von Leis Familie saßen. Isabelles Mutter verteilte Becher, und Leis Vater kümmerte sich gerade um den Campingkocher. Leis ältere Schwester Ying hatte es sich mit geschlossenen Augen auf einer ausgebreiteten Zeltplane gemütlich gemacht. Sie hatte Kopfhörer in den Ohren und bewegte ihren Kopf zur Musik.

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Coras Mutter sah in den Regen hinaus und runzelte die Stirn. »Ich fürchte, wir müssen unsere Wanderung verschieben. Der Wettervorhersage nach soll es den ganzen Tag so weitergehen.«

Lei gab sich alle Mühe, enttäuscht zu wirken, aber in ihr kribbelte es vor Freude. Jetzt mussten sie nur noch eine gute Ausrede finden, um wieder zur Bucht mit den Hufabdrücken gehen zu können …

Leis Mutter hielt einen Reiseführer hoch. »Es soll hier in der Nähe ein Café mit den besten Sahnetorten der Gegend geben, und sie sollen außerdem noch eine Kunstgalerie haben.«

Leis Vater sah auf. »Gibt es da vielleicht auch Tee und Kaffee? Ich bekomme diesen Kocher nämlich einfach nicht an.«

»Ja«, antwortete seine Frau lächelnd. »Eine große Auswahl an heißen und kalten Getränken, so steht es hier, außerdem die besagten Torten und Donuts.«

Coras Vater strich sich voller Vorfreude genüsslich über den Bauch: »Klingt perfekt. Sollen wir unser Frühstück dorthin verlegen?«

Die Erwachsenen standen begeistert von ihren Stühlen auf. »Mädels, holt eure Regenschirme!«, sagte Leis Mutter. »Wir brauchen zu Fuß ungefähr zehn Minuten.«

»Eigentlich habe ich gar keinen Hunger«, verkündete Isabelle.

»Ich auch nicht«, sagte Lei.

Isabelles Mutter sah sie erstaunt an. »Ihr möchtet keinen Kuchen zum Frühstück?«

Sie schüttelten die Köpfe. »Ich bin immer noch satt vom Grillen gestern«, sagte Cora, was auch stimmte. Kuchen klang zwar verlockend, war aber natürlich nicht zu vergleichen mit einem weiteren Einhorn-Abenteuer.

»Können wir hierbleiben?«, fragte Lei. »Ying wird ein Auge auf uns haben. Nicht wahr, Ying?«

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