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Mein dicker fetter Zombie-Goldfisch, Band 01

hier erhältlich:

Als sein großer Bruder den neuen Chemiebaukasten am Goldfisch ausprobiert, bleibt Tom nicht viel Zeit. Mithilfe einer Batterie und purem Glück bringt er Frankie tatsächlich ins Leben zurück. Oder zumindest fast … Denn Frankie ist plötzlich ein dicker fetter Zombie-Goldfisch mit hypnotischen Kräften, und er sinnt auf RACHE!


  • Erscheinungstag: 12.09.2013
  • Seitenanzahl: 124
  • Altersempfehlung: 8
  • Format: Hardcover
  • ISBN/Artikelnummer: 9783505133015

Leseprobe

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Frankie – Fischig, fies und untot

Aus dem Englischen

von Diana Steinbrede

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Kapitel 1

Der fiese Wissenschaftler

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Gestern verwandelte sich mein großer Bruder Mark in einen durchgeknallten fiesen Wissenschaftler.

Ich meine, eigentlich war er immer schon ziemlich fies. Er wirft mich ständig irgendwo rein oder runter, schließt mich irgendwo ein oder aus oder zerquetscht mich mit oder zwischen irgendwas und so was eben. Aber jetzt ist er auf der Fiesling-Skala von ziemlich fies“ zu richtig fies“ aufgestiegen. Es fing schon damit an, wie er mit mir sprach.

Hey, Tom!“, rief er. Fernbedienung! Sofort!“

Mark gab nur noch einzelne Wörter von sich, als ob sein Gehirn geschrumpft wäre oder so. Er schnappte sich die Fernbedienung und trat meinen Fuß weg. Vollpfosten“, murmelte er dabei.

Mein bester Freund Mesut, der nebenan wohnt, sagt, dass Vollpfosten“ eine Bezeichnung von großen Brüdern für kleine Brüder ist. Sein Bruder Ahmet, der auch ziemlich fies ist, nennt ihn nämlich genauso. Zum Glück ist Ahmet in einem Internat, sodass er Mesut nur in den Ferien ärgern kann.

Ich habe Mama davon erzählt, dass Mark immer fieser wird, aber sie meint nur, dass er in die Pupertät“ kommt. Deshalb pupst er wahrscheinlich auch so oft. Sie sagt, er kann nichts dafür, dass er so fies ist.

Na ja, ganz genau so hat sie es natürlich nicht gesagt. Sie sagte, das kommt, weil so viele Hormone in seinem Körper herumrasen. Ob er diese Hormon-Teile immer rauspupst?

Als ich jedenfalls schon dachte, dass es mit Mark nicht mehr schlimmer werden kann, schenkten Oma und Opa ihm einen Chemiebaukasten zum Geburtstag.

Darauf stand in großen, offiziellen Buchstaben:

ACHTUNG!

Nur für Kinder über zwölf Jahren geeignet. Nur unter Aufsicht von Erwachsenen zu verwenden.

Während ich das las, gab Mark mir eine Kopfnuss.

Finger weg! Kapiert?“

Ich ging zur Seite und rieb mir den Kopf. Hauptsächlich, weil er wehtat, aber auch, damit ich aus dem Weg war, falls Mark sich dazu entschließen sollte, mir noch eine Kopfnuss zu verpassen.

Er kramte einen weißen Laborkittel hervor und sah sich das ganze Zeug im Kasten an: Flaschen und Reagenzgläser und Schälchen und so Dinger zum Umrühren, alles aus Glas. Ziemlich zerbrechlichem Glas. Mama schaute sich den Chemiebaukasten auch an und sagte dann zu mir: Du solltest das besser nicht anfassen, Schatz. Das schreit ja geradezu nach einem Unfall.“

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Mark zog den Kittel an und drehte sich um. Er stellte den Kragen auf, steckte die Hände in die Taschen, und ein grusliges Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Kennst du dieses kribbelige Gefühl, wenn ein Tausendfüßler über deinen Arm läuft? Genau dieses Gefühl hatte ich. Allerdings in meinem Bauch.

Mark hatte sich in einen durchgeknallten fiesen Wissenschaftler verwandelt. Aber ich hatte ja keine Ahnung, wie schlimm es wirklich werden sollte, bis er am nächsten Tag mit einem Goldfisch nach Hause kam … warning_sign_sw.tif

Kapitel 2

Der Fisch aus der Tüte

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Wir hatten früher schon mal Goldfische. Die hatten wir auf der Kirmes gewonnen, indem wir Pingpongbälle in die kleinen Schalen warfen, in denen sie herumschwammen. Sie haben aber nicht lange überlebt.

Mama meint, sie hätten alle eine Gehirnerschütterung gehabt, wegen der Pingpongbälle.

Mit vier Jahren hatte ich auch eine Gehirnerschütterung. Nachdem ich aus Versehen in die Haustür gerannt bin, die Mark AUS VERSEHEN zugeschlagen hatte. Kurz nachdem er GANZ AUS VERSEHEN noch gerufen hatte: Lauf, Tom, lauf!“ Das war damals, als er noch ziemlich fies war.

Die Ärztin hat mir mit einer winzigen Taschenlampe in die Augen geleuchtet und mich gefragt, ob ich ihr alle Teletubbies aufzählen kann.

Ich sagte ihr nur, dass die Teletubbies total öde sind, und kotzte ihr auf die Schuhe. Nicht, weil ich es böse gemeint habe, ich musste einfach, verstehst du?

Sie beschloss daraufhin, ich hätte eine Gehirnerschütterung und müsste über Nacht im Krankenhaus bleiben, damit sie ein Auge auf mich werfen könnten.

Nachdem Mark also seinen Chemiebaukasten bekommen hatte, kam er eines Tages nach der Schule mit einem Goldfisch in einer kleinen Plastiktüte zurück und rannte direkt nach oben. Mama und ich folgten ihm.

Warst du auf einer Kirmes?“, fragte ich.

Vollpfosten.“ Er warf mir einen genervten Blick zu, während er sich die Kopfhörer aus den Ohren zog. Der ist aus dem Zooladen. Für die Schule. Projektwoche in Naturwissenschaften.“

Wofür brauchst du …“, begann Mama, als Mark einen Brief aus seiner Schultasche zog und ihr in die Hand drückte.

Laut las sie uns vor: Klasse 6B wird Experimente über die Auswirkungen der Umweltverschmutzung auf Meerestiere durchführen. Die Schüler sollen ihre Experimente durch Fotos dokumentieren, die sie morgen der Klasse zeigen.“ Sie sah Mark an. Okay, also wenn es um die Hausaufgaben geht …“ Dann ging sie die Treppe wieder hinunter. Wenigstens macht ihr was Umweltfreundliches.“

Mark zog seinen weißen Kittel an und holte seinen Chemiebaukasten. Als er ihn öffnete, bekam ich wieder dieses Tausendfüßler-Gefühl in meinem Bauch. An dieser Stelle hätte mein großer Bruder eigentlich das Muhahaha!“-Lachen eines fiesen Wissenschaftlers ausstoßen müssen, aber er war wahrscheinlich noch in der Lernphase.

Mark, pass auf Tom auf, während ich einkaufen gehe“, rief Mama von unten herauf. Ich bin bald zurück.“

Ich hörte, wie die Haustür ins Schloss fiel, und schaute Mark an. Sobald Mama aus dem Haus war, fing er normalerweise an, mich ziemlich fies zu behandeln. Als er mich einmal dabei erwischt hat, wie ich sein fast nagelneues Comicheft WIEDERKEHR DES ANGRIFFS DER UNTOTEN ZOMBIES las, zum Beispiel.

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