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Sherazade - Geschichten aus 1001 Nacht, Band 01

hier erhältlich:

Prinz Karim, Thronerbe der Goldenen Stadt, wird von seinem eifersüchtigen Bruder durch einen bösen Zauberspruch in ein blaues Monster verwandelt. Mit Hilfe seiner Freundin Sherazade, der Tochter eines berühmten Magiers, kann Karim aus der Stadt fliehen. Zusammen mit dem Flaschengeist Halil und dem fliegenden Kamel Jamal begeben sich die Freunde auf die aufregende Suche nach dem Gegenzauber. Auf ihrer Reise begegnen sie legendären Gestalten wie Aladin, Sindbad und Alibaba und müssen jede Menge Abenteuer bestehen ...


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Eine märchenhafte Abenteuergeschichte aus 1001 Nacht, zum Vor- und Selberlesen.


  • Erscheinungstag: 02.08.2018
  • Seitenanzahl: 144
  • Altersempfehlung: 7
  • Format: Hardcover
  • ISBN/Artikelnummer: 9783505140464

Leseprobe

Sherazade

Sherazade ist die Heldin dieser Geschichte. Ihr Vater war Harun Khalid, ein mächtiger Magier, der starb als sie noch ein Kind war. Sherazade schreckt vor keiner Herausforderung zurück, um ihrem Freund Prinz Karim zu helfen.

Karim

Prinz Karim wurde von seinem verstorbenen Vater überraschend als Thronerbe eingesetzt. Aber die böse Frau seines Bruders Shazaman verwandelt ihn in ein blaues Monster. Fortan wird er gejagt, weil er für den Mörder von Prinz Karim gehalten wird.

Halil

Der Dschinn lebt in einer Lampe, die Sherazde an ihrem Gürtel trägt. Er ist leider nicht sehr mutig, weiß aber viel über die magische Welt und kann den Freunden auf ihrer gefährlichen Reise oft behilflich sein – wenn er sich gerade noch rechtzeitig erinnert, was zu tun ist.

Shazaman

Der ältere Bruder von Prinz Karim ist eitel, faul und verfressen. Er wird von seiner bösen Frau Dunyazad benutzt, um ihre ehrgeizigen Pläne zu verwirklichen. Shazaman benimmt sich wie ein verwöhntes Kind und seine Herrschaft stürzt die Goldene Stadt ins Unglück.

Dunyazad

Dunyazad ist die Tochter der berüchtigten Hexe Asifa Faisaha. Sie hasst Sherazade und hat Prinz Karim in ein blaues Monster verwandelt, um ihrem Mann Shazaman den Thron zu sichern.

Sindbad der Seefahrer

Sindbad ist ein erfahrener Kapitän, der die Freunde durch die Sturmbarriere zur Wak-Wak Insel bringen soll, wo sie den Baum des Lebens vermuten. Er ist ein Abenteurer, der sich gerne in Pose wirft, aber für Sherazade und ihre Freunde tut er alles.

Morgana

Morgana ist die Freundin von Sindbad. Sie freundet sich mit Sherazade an und kümmert sich um sie wie eine Schwester. Sie liebt es, Sindbad auf seinen Abenteuern zu begleiten. Morgana kann singen wie ein Engel.

Aladin

Aladin wuchs als Waise auf den Straßen der Goldenen Stadt auf und überlebte, indem er ein Dieb wurde. Aber er wird zu einem echten Freund von Sherazade.

Doktor Duban

Irgendwann in seinem Leben muss der weise und ehrwürdige Doktor Duban einen großen Fehler gemacht haben, denn das einzige, was noch von ihm übriggeblieben ist, ist sein Kopf. Der alte Freund von Sherazades Vater ist eine großartige Unterstützung für Sherazade, der er sein Wissen über die magische Welt vermittelt.

Aufruhr im Palast

Außer sich vor Aufregung ritt Sherazade auf ihrem Kamel durch die Straßen der Goldenen Stadt. Die vielen silbernen Schmuckreifen, die sie an ihren Armen trug, klimperten hell. Jede Sekunde zählte, wenn sie das Leben des Sultans retten wollte, das wusste Sherazade.

Als sie den Marktplatz erreicht hatte, glitt sie vom Rücken ihres alten, geduldigen Kamels. „Warte hier, Jamal“, bat sie und stürmte auf den erstbesten Stand zu. „Guter Mann, habt Ihr etwas von der geheimnisvollen Ajowan-Essenz? Ich brauche sie sofort!“ Pure Verzweiflung blitzte in ihren mandelförmigen blauen Augen auf.

Der Händler deutete eine Verbeugung an. „Oh! Die Tochter des großen Zauberers Harun Khalid beehrt mich mit einem Besuch!“

„Ja, ja.“ Ungeduldig winkte Sherazade ab. „Es eilt, der Sultan liegt im Sterben.“ Prüfend hielt sie eine blaue Glasflasche in die Höhe, schüttelte dann den Kopf, stellte sie weg und griff nach einer anderen. „Ich kann ihn vielleicht retten, wenn es mir gelingt, den Lebenstrank meines Vaters zu brauen.“

Endlich kam Leben in den Händler. „Natürlich, die geheimnisvolle Ajowan-Essenz.“ Er kniete sich hin, zog eine sehr kleine, zerbrechliche Flasche zwischen den übrigen Gefäßen hervor und reichte sie Sherazade. „Ich freue mich, Euch behilflich sein zu können.“

Kurz darauf eilte Sherazade völlig außer Atem die Stufen zum Palast hinauf. Als sie schließlich die schwere Holztür aufstieß, die in das Schlafgemach des Sultans führte, wusste sie, dass ihre Bemühungen umsonst gewesen waren.

Irgendjemand hatte eine Decke über den Sultan gebreitet. Sein Sohn Karim kniete neben dem reich verzierten Bett und weinte bittere Tränen.

Erschöpft und traurig sank Sherazade neben ihrem Freund zu Boden. Auch ihr liefen Tränen über die Wangen. Der weiseste und barmherzigste Sultan, den die Goldene Stadt jemals gehabt hatte, war tot.

Viel Zeit zu trauern, blieb jedoch nicht. Osman, der Chef der Palastwachen, trat mit ernster Miene ein. Er hielt ein Schriftstück in den Händen.

Sherazade stand auf und half Karim, sich ebenfalls zu erheben. Sein offenes und ehrliches Gesicht war gezeichnet von dem Verlust, den er erlitten hatte.

Sherazade warf einen Blick zu Shazaman hinüber, der nun auch endlich das Zimmer betrat. Shazaman war der ältere der beiden Brüder. Er war dick und verfressen. Auch jetzt kaute er genüsslich an einem Hühnerbein herum. Seine Frau Dunyazad stand neben ihm. Sie trug auffälligen Goldschmuck im Haar, der locker um ihr Gesicht viel.

„Ich bitte um Eure Aufmerksamkeit“, verkündete Osman mit lauter Stimme. „Der letzte Wille muss verlesen werden.“

Shazaman nickte gönnerhaft, während er schmatzend weiterkaute. „Ganz recht. Bringen wir die lästigen Formalitäten schnell hinter uns, damit ich umgehend auf dem bequemen Thron Platz nehmen kann.“

„Moment!“, mischte sich Dunyazad ein. „Warum ist dieses Mädchen hier?“ Mit spitzen Fingern deutete sie auf Sherazade. „Sie lebt zwar hier im Palast, seit ihr Vater Harun Kalid verstorben ist, aber dies ist schließlich eine Familienangelegenheit. Sie soll gehen!“

„Nein, bleib!“ Karim legte Sherazade seine Hand auf den Arm und wandte sich seiner Schwägerin zu. „Mein Vater war wie ein Bruder für Sherazades Vater. Nur sein Mut hat damals diese Stadt vor dem sicheren Verderben gerettet. Sherazade ist meine beste Freundin. Für mich gehört sie zur Familie.“

Dunyazads grüne Augen funkelten angriffslustig. Sie sagte jedoch nichts mehr.

Osman entrollte das Schriftstück in seinen Händen. Mit feierlicher Stimme las er vor. „Dies sind die Worte des Sultans, des Hüters der Goldenen Stadt. Es ist sein Wille, dass der königliche Turban nach seinem Tod an seinen jüngsten Sohn, Prinz Karim, übergeht.“

„Was?“, rief Dunyazad mit schriller Stimme.

Auch ihr Gemahl war bleich geworden.

Osman achtete nicht auf die beiden. Er schritt auf den Thron zu, nahm den kostbaren Turban mit den blauen Pfauenfedern und setzte ihn dem verdatterten Karim auf. „Ihr seid mein neuer Sultan. Nennt mir Eure Befehle und ich gehorche Euch.“

„Aber ich bin der Nächste in der Linie!“, meldete sich Shazaman weinerlich zu Wort. „Das muss ein Irrtum sein!“

„Ein Skandal!“ Wütend packte Dunyazad ihren Gemahl an den Kleidern und zerrte ihn hinter sich her. Im Moment mochten sie beide den Kürzeren gezogen haben. Aber dabei würde es nicht bleiben. Dafür würde sie sorgen…

Nachdem sich auch Osman zurückgezogen hatte, blieben Sherazade und Karim allein im Thronsaal zurück.

„Ich gratuliere dir!“ Sherazade umarmte ihren Freund.

Aber Karim seufzte traurig. „Was, wenn ich dieser Aufgabe nicht gewachsen bin? Wenn ich alles ruiniere, was mein Vater aufgebaut hat?“

„Das wird nicht geschehen.“ Sherazade nickte ihm aufmunternd zu. „Dein Vater hat dich ausgewählt, weil er wusste, dass du den Unterschied zwischen richtig und falsch kennst – im Gegensatz zu deinem Bruder.“

Karim war noch nicht überzeugt. Zögernd ließ er sich auf den Thron sinken. „Nun ja. Ich werde jedenfalls tun, was ich kann!“ Endlich kehrte seine gewohnte Entschlossenheit zurück.

Sherazade musste sich eingestehen, dass Karim mit dem geblümten Samtmantel und dem kostbaren Turban auf den blauen Haaren einfach umwerfend aussah. Aber das würde sie ihm ganz sicher niemals sagen…

Shazaman und Dunyazad hatten sich in ihre Gemächer zurückgezogen. Dort machte sich Dunyazad sofort daran, einen Zaubertrank zu brauen. Ein heimtückisches Grinsen spielte dabei um ihre rot bemalten Lippen. „Mein verehrter Gemahl, Ihr wurdet um den Thron betrogen, von Eurem eigenen Bruder. Aber es gibt eine Möglichkeit, ihn loszuwerden.“

Shazaman erschrak. „Du willst ihn doch nicht umbringen, oder?“

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