Northanger Abbey

Northanger Abbey

Northanger Abbey war der erste Roman den Jane Austen fertiggestellt hat. Veröffentlicht wurde er erst postum im Dezember 1817. In Austens Zeit waren "gothic novels" sehr beliebt. Northanger Abbey ist eine Parodie dieser Schauerromane, ein Entwicklungsroman und eine Liebesgeschichte. Die internationale Bestsellerautorin Val McDermid hat die Handlung liebevoll in die Neuzeit transferiert. Statt Pferdegespann fährt man nun Auto, Nachrichten kommen per SMS anstatt von Dienstboten gebracht zu werden … und statt klassischen Schauerromanen liest die Heldin Twilight. Mit ihrem unverwechselbaren Schreibstil, einer Prise Humor und viel Spannung hat Val McDermid dem Klassiker Northanger Abbey einen ganz neuen Schliff verpasst, der beweist, dass die Romane von Jane Austen zeitlos sind.

„McDermids clevere und präzise Art zu schreiben, spiegelt Jane Austens Stil auf wunderschöne Art wieder.“
New York Times

„McDermid hat einen ganz eigenen, süffigen, vorsichtig-ironischen Ton gefunden.“
NDR Kultur

"McDermids beweist ihr großes Talent, weil sie es schafft, die Austen-Charaktere so frisch und modern darzustellen, dass man sich fühlt, als würde man es zum ersten Mal lesen. Jane Austen würde applaudieren.“
Sunday Express

  • Beschreibung
  • Details
  • Autor/in
  • Bewertungen

Northanger Abbey

Northanger Abbey war der erste Roman den Jane Austen fertiggestellt hat. Veröffentlicht wurde er erst postum im Dezember 1817. In Austens Zeit waren "gothic novels" sehr beliebt. Northanger Abbey ist eine Parodie dieser Schauerromane, ein Entwicklungsroman und eine Liebesgeschichte. Die internationale Bestsellerautorin Val McDermid hat die Handlung liebevoll in die Neuzeit transferiert. Statt Pferdegespann fährt man nun Auto, Nachrichten kommen per SMS anstatt von Dienstboten gebracht zu werden … und statt klassischen Schauerromanen liest die Heldin Twilight. Mit ihrem unverwechselbaren Schreibstil, einer Prise Humor und viel Spannung hat Val McDermid dem Klassiker Northanger Abbey einen ganz neuen Schliff verpasst, der beweist, dass die Romane von Jane Austen zeitlos sind.

„McDermids clevere und präzise Art zu schreiben, spiegelt Jane Austens Stil auf wunderschöne Art wieder.“
New York Times

„McDermid hat einen ganz eigenen, süffigen, vorsichtig-ironischen Ton gefunden.“
NDR Kultur

"McDermids beweist ihr großes Talent, weil sie es schafft, die Austen-Charaktere so frisch und modern darzustellen, dass man sich fühlt, als würde man es zum ersten Mal lesen. Jane Austen würde applaudieren.“
Sunday Express

Erscheinungstag: Mo, 11.01.2016
Erscheinungstag: Mo, 11.01.2016
Erscheinungstag: Mo, 12.06.2017
Bandnummer: 100013
Bandnummer: 100013
Bandnummer: 100074
Seitenanzahl: 320
Seitenanzahl: 320
Seitenanzahl: 320
ISBN: 9783959670180
ISBN: 9783959679978
ISBN: 9783959670975
E-Book Format: ePub oder .mobi

Dieses E-Book kann auf allen ePub- und .mobi -fähigen Geräten gelesen werden, z.B.
tolino, Sony Reader, Kindle, iPhone, Samsung ...

More Information

 
Die schottische Bestsellerautorin Val McDermid arbeitete als Journalistin und Bühnenautorin. Ihre psychologischen Krimis, für die sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt, dienten mehrfach als Filmvorlage. Val McDermid lebt mit ihrem Sohn und ihrer (…)

Kundenbewertungen

Tolle Adaption - 26.09.2017 13:31:51 - Prowling Books

Meine Meinung:

Was für diese Rezension (meiner Meinung nach) wichtig ist: Ja, ich kenne das Original von Jane Austen und ich mag „Northanger Abbey“ wirklich sehr gerne. Das Buch ist zwar schon eine ganze Weile her, aber ich erinnere mich noch ziemlich gut daran und ich fand es wirklich toll! =)

Diese Version hier spielt in unserer Zeit, greift die ursprünglichen Elemente aber wirklich sehr sehr gut auf und ich fühlte mich wunderbar unterhalten und habe mich wirklich ständig an das Original erinnert gefühlt.

Protagonistin Cat verkriecht sich gerne in Büchern und lebt wirklich abgeschottet von dem Rest der Welt in einem Minikaff, ohne jemals richtig rauszukommen. Wie es der Zufall so will, bekommt sie die Chance mit den Nachbarn nach Edinburgh zu fahren und dort einige Wochen beim Festival dabei zu sein (dort gibt es diverse Shows und Auftritte, von Theater, Musicals bis hin zum „Book Festival“). DIE Chance ein Abenteuer zu erleben, oder? ;-)
Cat war mir eine wirklich sympathische Protagonistin, teilweise etwas naiv, aber sehr fantasievoll und mir hat ihre Art wirklich gut gefallen.

Als Henry auftaucht, war mir schon klar, was zwischen den beiden so passieren wird, zumindest wenn die Autorin sich an das Original gehalten hätte. Natürlich verrate ich euch nicht, was übernommen wurde, aber ich kann euch schon mal sagen, dass mir dieser neumodische Henry etwas besser gefallen hat beim ersten Auftritt. Mit dem Original-Henry musste ich etwas länger warm werden, aber ich war auch noch sehr jung gewesen beim Lesen.
Egal, dieser Henry hier: Liebevoll, zuvorkommend, gut aussehend (aber nicht zu gut aussehend) und klug. Ich war begeistert von seiner Art und mir hat das Zusammenspiel zwischen ihm und Cat echt gut gefallen.

Auch viele weitere Charaktere haben sich in mein Herz geschlossen, ich fand es wirklich amüsant dargestellt.
Das Ehepaar, bei dem Cat unterkommt, hat wirklich seinen eigenen Charme und ich hatte oft ein Schmunzeln im Gesicht, wenn die beiden sich unterhalten haben.
Andere Nebencharaktere waren natürlich nicht so sympathisch und die konnten mich auch ganz schön aufregen *haha*, aber insgesamt war ich wirklich positiv überrascht von den Charakteren. Ich konnte mir nicht so ganz vorstellen, wie man diese „alten“ Charaktere neu verpacken kann, ohne dass deren Charme verloren geht, aber: Es hat geklappt! =)

Insgesamt hat mir diese ganze Story aber auch einfach gefallen. Ja, es gibt Unterschiede, aber damit habe ich gerechnet, so soll es ja auch sein! Trotzdem kam für mich Jane Austen einfach durch und wenn es auch nur Kleinigkeiten waren, ich fand es wirklich großartig umgesetzt! Insgesamt ist die Geschichte jetzt aber nicht weiter überraschend, ich möchte allen „Nicht-Kennern“ von Northanger Abbey nicht alles wegnehmen, deswegen sage ich da jetzt mal nicht viel. Und für die Kenner: Es gibt Unterschiede, größere und kleinere, darauf solltet ihr euch einstellen.

Der Schreibstil der Autorin war wahrscheinlich die größte Überraschung für mich. Obwohl es alles sehr modern klang und überhaupt nicht so altbacken wie erwartet, hatte es trotzdem diesen Touch. Ihr wisst schon! Jane Austen! Einige Sätze waren so… bekannt. Unnötige kleine Einschübe, wenn man eine Person beschrieben bekommen hat. Kleine Details, die das Buch zu dem machen, was es einfach ist. Eine Geschichte von Jane Austen. Ich finde die Anlehnung an den Stil ganz wundervoll, er hat mich wirklich überzeugt. Das einzige Manko: Dieses absolut gewollt „Moderne“. Das wäre in dem Ausmaß nicht nötig gewissen, man hat auch ohne ständige Erwähnung von Facebook, Mail, Twitter, Handy, Facebook, Mail, Facebook gemerkt, dass wir uns in der heutigen Zeit befinden. Das war meiner Meinung nach etwas zu gut gewollt und einfach too much. Aaaber mehr habe ich auch eigentlich schon gar nicht auszusetzen. Ich mag es. Wirklich! =D

Achja: Der Humor! Ich habe mich so wahnsinnig gut unterhalten gefühlt, dass ich nicht selten auch mal kichern oder lachen musste. =)


Fazit:

Tolle Umsetzung, eines fantastischen Originals. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, fand die Charaktere und die neue Geschichte wirklich toll und habe während des Lesens nicht selten gelacht. Empfehlung von mir! Für Jane Austen Fans ein Muss! ♥

Knappe 5 von 5 Pfotenherzen von mir

Gelungene Modernisierung von Jane Austens Werk - 03.05.2016 19:45:45 - Lesendes Federvieh

Die Pfarrerstocher Catherine Morland lebt zusammen mit ihrer Familie im verschlafenen Piddle Valley. Da sie von ihrer Mutter unterrichtet wird, hält sich ihr Umgang zu Gleichaltrigen in Grenzen. Dafür hat sie umso mehr Zeit zu lesen, sie träumt von aufregenden Abenteuern und lässt ihrer Fantasie freien Lauf.
Als sie mit ihren Nachbarn zum Kulturfestival nach Edinburgh fahren darf, ist sie überglücklich. Dort trifft sie viele interessante Menschen, darunter auch Henry Tilney, in den sie sich sofort verliebt. Mit seiner Schwester Ellie verbindet sie bald eine wunderbare Freundschaft. So kommt es, dass sie auf das Familienanwesen der Tilneys nach Northanger Abbey eingeladen wird. Cat, die im absoluten "Twilight" Fieber ist, vermutet dort Aufregendes und Schauerliches. Doch was ihr wirklich bevorsteht, darauf ist sie nicht vorbereitet...

Val McDermid hat Jane Austens "Northanger Abbey" neu interpretiert und ins 21.Jahrhundert versetzt. Das Original wurde erst nach dem Tod von Jane Austen im Jahr 1817 veröffentlicht. In dieser Zeit waren Schauerromane besonders beliebt. Val McDermid hat dies ganz hervorragend in die Neuzeit übertragen, indem sie sich vom Thema Vampire aus den bekannten Twilight Romanen inspirieren ließ.

Ich bin ganz begeistert, wie sie es geschafft hat diesen Roman so aktuell zu gestalten. Wenn man das ursprüngliche Buch nicht kennt, würde man nie auf den Gedanken kommen, dass die Grundlage der Handlung ein Roman aus dem 19.Jahrhundert ist.
Es hat sich zwar viel verändert in dieser Zeitspanne, manches bleibt aber in veränderter Form trotzdem erhalten. Mitteilungsmöglichkeiten und Fortbewegungsmittel gab es zum Beispiel schon früher. Da hießen sie eben nicht e-Mails oder Autos, sondern Briefe und Kutschen.

Die Geschichte ist locker und spannend geschrieben. Ich habe mit Cat mitgefiebert und mich in Northanger Abbey gegruselt. Für mich war das Lesevergnügen pur. Die einzelnen Personen sind detailliert und gut ausgearbeitet.
Ob es sich nun um Cat, Henry, Bella, Susie, den General, usw. handelt, die Charaktere passen einfach perfekt zur Geschichte. Das trägt sicher auch einen großen Teil zum Gelingen dieses Buches bei.

Für mich ist das eine wirklich gelungene "Modernisierung" von Jane Austens erstem Werk. Vielleicht führt dieses Buch einige Leser dazu, sich einmal den Büchern von Jane Austen zuzuwenden. Das lohnt sich auf jeden Fall.

Val McDermid feat. Jane Austen - 30.01.2016 12:58:35 - Detlef Knut

Die schottische Thrillerautorin Val McDermid hat sich auf ein ganz besonderes Experiment eingelassen und einen Liebesroman geschrieben. Das Genre ist schon ungewöhnlich genug, aber noch ungewöhnlicher ist die Tatsache, dass sie einen bestehenden Roman der großen Schriftstellerin Jane Austen in die heute Zeit transformiert hat. Sie hat sich Northanger Abbey vorgenommen und neu geschrieben. Dabei aber das 19. Jh. gegen das 21. Jh. ausgetauscht. Herausgekommen ist ein sehr frisch wirkender jugendlicher Liebesroman, der immer noch genügend Auskunft über das gesellschaftliche gebaren der britischen Bevölkerungsschichten gibt. Das Projekt ließe sich auch als "Val McDermid feat. Jane Austen" nicht besser beschreiben, um es mit heutigen Worten zu sagen.


Catherine Morland, genannt Cat, 17 Jahre, Tochter ens Pfarrers in Dorset, jüngere Schwester von James, lebt in ihrer kleinen, liebevollen Familie. Sie ist das, was heute als Bücherjunkie bezeichnet wird. Sie verschlingt Bücher und lebt auch in ihren Tagträumen in den Geschichten, die sie liest. Vorrangig sind das momentan Vampirromane. Ihre Tagträume lassen die reale Welt mit der virtuellen Welt verschmelzen. Eines Tages wird sie von den Nachbarn, einem freundlichen kinderlosen Ehepaar namens Allen, zu einem Buchfestival nach Edinburgh eingeladen. Mr Allen fährt seit vielen Jahren jedes Jahr teils geschäftlich dort hin. Dieses Jahr fährt seine Gattin mit und denkt mit der Nachbarstochter Cat an eine nette Begleitung. Cat nimmt die Einladung natürlich an, schließlich kann das nur ein großes Abenteuer werden. Etwas anderes als ein Abenteuer erwartet sie eh nicht vom Leben. Genauso wie in den Geschichten. Cat gewinnt in Edinburgh neue Freunde, lernt neue Menschen kennen und besonders die Familie Tilney, denen das Anwesen Northanger Abbey gehört., welches etwas außerhalb Edinburghs liegt. Die Tilneys laden Cat dann ihrerseits nach Northanger Abbey ein. Dort muss sie in den alten Gemäuern mit verschlossenen Türen, Gängen und Treppen feststellen, dass irgendetwas mit dieser Familie nicht zu stimmen scheint. Der Tod deren Mutter vor wenigen Jahren erscheint ihr besonders mysteriös.


Val McDermid hat den Stoff von Jane Austen hervorragend umgesetzt und auch die deutsche Übersetzung hat das gängige moderne Vokabular, um der Geschichte einen frischen Anstrich zu geben. SMS, Facebook, Twitter gehören genauso dazu wie aktuelle Buch- und Musiktitel. Die weiblichen Figuren stehen voll im heutigen Leben und lassen nichts vom generösen Staub des 19. Jh., wie es zwangsläufig im Original erscheint, spüren. Gerne bin ich Cat gefolgt, wie sie ihren Weg ins Leben findet und zu dem Schluss gelangt, dass das reale Leben nicht das ihrer Romanhelden ist.


Eine hinreißende, moderne Liebesgeschichte nicht nur für Jugendliche.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2016

Vampire Abbey - 28.01.2016 22:50:47 - SABO

Val McDermid - Northanger Abbey - Harper Collins

Cathrine Moreland, genannt Cat, führt ihrer Meinung nach ein viel zu langweiliges Leben.
Die 17jährige Pfarrerstochter aus dem Piddle Valley, kann dem idyllischen Dorset nur etwas abgewinnen, wenn sie sich in Tagträumen verliert. Sie liest gerne Schauerromane und in ihrer Jungmädchenfantasie durchlebt sie die gleichen Abenteuer, die ihren Heldinnen angedichtet sind. Gottseidank hat Cat ein Smartphone und ist dank Facebook und Twitter nicht vollends von der Welt abgeschnitten.
Das Nachbarsehepaar - Susie und Andrew - weiß um Cats Freizeitsdilemma und läd sie ein, mit nach Schottland zu kommen. In Edinburgh findet ein Kulturfestival statt - ganze vier Wochen lang! Der Musicalproduzent will das Berufliche mit dem Angenehmen verbinden und Cat soll als "Gesellschafterin" seiner Frau dabei sein.
Zwischen Poetry Slam, Comedy, Book and Art, findet sich sogar noch Gelegenheit für einen schottischen Dance-Workshop, der Highlander Ball in Edinburgh ist eine der großen Attraktionen. Dort lernt sie Henry Tilney kennen, der tanzen kann wie der Teufel und mindestens genauso gut aussieht. Er und seine Schwester Ellie freunden sich mit Cat an und laden sie auf den Familienbesitz Northanger Abbey ein.
Als Cat das schaurig schöne Schloss mit Zinnen und Türmchen sieht, schlägt ihre Fantasie Purzelbäume und schon werden alle "Monster", über die sie so gerne liest "lebendig". Das ist ein wahres "Twilight-Paradies", dunkel und düster und hinter jedem schweren Brokatvorhang lauert ein triefender Zahn. General Tilney muss ein Vampir sein..
Allein im Westflügel untergebracht, fällt ihre Aufmerksamkeit auf eine alte Truhe, die sie nach Beweisen für General Tilneys Blutsaugertum durchsucht. Zu Cats größter Missbilligung bleibt das Monstrum aus dem Kleiderschrank fern, noch nicht einmal Fledermäuse hängen von der Decke, um ihre Flügel über ihrer Schlafstatt auszubreiten, um sie des Nachts zu überfallen.. Aber Cat findet ein Geheimfach und findet einen geheimnisvollen Gegenstand, doch bevor sie ihn näher in Augenschein nehmen kann, bricht ein Unwetter herein und das Licht geht aus..
Das "Jane Austen-Projekt" belebt einige ihrer bekanntesten Romane wieder.
Val McDermid macht mit Northanger Abbey den Anfang und adaptiert den Klassiker in die Moderne, vollgespickt mit Elementen der Neuzeit.
Ein Roman, der nicht ganz ernst genommen werden will und wer dies beherzigt wird hier gute und spannende Unterhaltung finden.
Dem Vampir-Thema sieht man sich leidenschaftlich ausgesetzt und die Social-Media-Sucht von Cat, persifliert die Jugend von Heute.
Es folgen noch fünf weitere Adaptionen, Bestseller-Autoren geben sich die Klinke in die Hand.
Natürlich verfolge ich das Projekt weiter, schon allein diese "Jane Austen" bleibt mir unvergesslich.

Zwischen Klassik und Moderne stecken geblieben... - 28.01.2016 18:45:03 - Mikka Liest

Eine Neuerzählung des Klassikers "Northanger Abbey" von Jane Austen? In meinem Kopf stritt sich das "Juchu!" mit dem "Ohje!" und letztendlich wurde daraus ein "Naja..."

"Juchu"

Ich war von der Grundidee des "Jane Austen Projects" sehr angetan. Die Bücher der Autorin sollen einem modernen Publikum näher gebracht werden, indem die Geschichten in unsere Zeit verlegt und an unsere heutige Lebenswirklichkeit angepasst werden, ohne die Essenz und die Atmosphäre zu verfälschen.

Die Geschichte an sich hat auch in dieser Neuerzählung auf mich eine starke Sogwirkung ausgeübt. Obwohl ich die Handlung des Originals noch grob im Kopf hatte, fand ich das Buch dennoch spannend.

Die Charaktere sind sich meines Erachtens nach im Wesen treu geblieben. Cat ist eine Protagonistin, mit der sich auch moderne jugendliche LeserInnen sicher identifizieren können. Sie ist sehr liebenswert, und ich fand ihre überschäumende Begeisterung, was ihre Lieblingsbücher betrifft, sehr mitreißend und amüsant. (Obwohl ich ihren Lesegeschmack nicht immer teile - zum Beispiel konnte ich ihre Liebe zu "Twilight" nicht ganz nachvollziehen...)

"Ohje"

In meinen Augen geht die Modernisierung des Buches nicht tief genug. Es kam mir oft so vor, als hätte man ein wunderschönes, antikes Möbelstück nur oberflächlich mit frischer Farbe überpinselt (und damit nicht unbedingt schöner gemacht). Leere Schlagwörter wie "Facebook" und "Twitter" werden sehr ausgiebig benutzt, genau wie Hinweise auf Bücher wie "Twilight" und "Harry Potter". Die Jugendlichen schreiben sich SMS, sagen "cool" und gehen shoppen, aber das Wertesystem und besonders die Ansichten über die Rollen von Mann und Frau sind hoffnungslos antiquiert.

Im Original, das um die Jahrhundertwende zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert geschrieben wurde, störe ich mich nicht an solchen Ansichten, die damals alltäglich waren - aber in einer Neuerzählung, die in der Gegenwart spielen soll, tue ich das durchaus! Denn eigentlich ist der Sinn einer Modernisierung doch, dass der Leser sich und seine Zeit darin wiederfinden kann... Ansonsten könnte er ja einfach das Original lesen.

Der Schreibstil ist oft sehr förmlich, mit gestelzten Dialogen. Besonders die jungen Charaktere wirken in ihrer Ausdrucksweise meist nicht sehr lebendig oder authentisch; ein paar der Schlüsselfiguren der Geschichte blieben für mich daher ziemlich blass, wie zum Beispiel Cats Schwarm Henry Tilney. Sicher lag es zum Großteil daran, dass mich die Liebesgeschichte kaum berühren konnte...

"Naja"

Das Buch las sich schnell und flüssig runter, und dennoch habe ich es unzufrieden zugeklappt.

Ja, es hat mich durchaus unterhalten, aber nicht *wegen* der Modernisierung, sondern *trotz* der Modernisierung. Die Geschichte, die dem Original ziemlich nah folgt, fand ich interessant und spannend, aber es hat mich immer wieder gestört, wie unharmonisch und erzwungen die Verlegung der Geschehnisse in die Gegenwart auf mich wirkte. Ich habe mich öfter bei dem Wunsch ertappt, es wegzulegen und stattdessen das Original noch einmal zu lesen!

Fazit:
So zeitlos unterhaltsam ich die Geschichte auch finde, so problematisch sehe ich die Verlegung der Handlung in die Gegenwart. Nicht etwa, weil die Neuerzählung zu modern wäre - ganz im Gegenteil! Die Modernisierung ist meiner Meinung nach zu oberflächlich und halbherzig, um sich vom Original als etwas Neues, Eigenständiges abzuheben.

Das Buch ist keine Katastrophe; man kann es gut lesen. Aber es macht (meiner Ansicht) aus einem phänomenalen Klassiker ein sehr mittelmäßiges modernes Buch.

Gelungene Adaption mit kleineren Schwächen - 26.01.2016 12:39:10 - Jashrin

Die siebzehnjährige Cat Morland wächst gut behütet im Piddle Valley auf. Bislang ist sie kaum aus ihrer gewohnten Umgebung herausgekommen. Nur in ihren geliebten Büchern kann sie fremde Welten erforschen. Daher freut sie sich umso mehr, als ihre Nachbarn sie einladen, sie zu einem Kulturfestival nach Edinburgh zu begleiten.
Ein paar spannende Wochen beginnen, in denen Cat nicht nur neue Bekanntschaften macht und das Leben in der Stadt kennenlernt. Sie trifft auch auf den jungen Anwalt Henry Tilney, der sie von Anfang an nicht mehr los lässt. Überglücklich nimmt sie die Einladung der Tilneys an, einige Zeit mit ihnen auf Northanger Abbey zu verbringen. Ob es in dem düsteren Gemäuer auch ebenso düstere Geheimnisse zu entdecken gibt? Zumindest in Cats Fantasie ist nichts ausgeschlossen…

Val McDermids „Northanger Abbey“ ist Teil des Austen Projects, in dem sechs zeitgenössische Autoren Jane Austens Werke adaptieren und eigenständige Werke erschaffen. „Northanger Abbey“ ist die erste deutsche Übersetzung. Im englischen Original sind bislang auch schon „Emma“ (Alexander McCall Smith) und „Sense & Senibility“ (Joanna Trollope) erschienen. Mit „Eligible“ (Curtis Sittenfeld) wird im April eine neue Version von „Stolz und Vorurteil“ kommen.

Auf „Northanger Abbey“ war ich sehr gespannt, da ich Jane Austens Parodie auf die Schauerromane ihrer Zeit sehr mag. Leider wurde ich zunächst enttäuscht. Etwa das erste Drittel lang hatte ich das Gefühl, dass alles nur so dahin plätschert und wären nicht die ständigen Betonungen von Facebook, SMS und ähnlichem gewesen, hätte ich kaum sagen können, in welcher Zeit der Roman eigentlich spielen soll. Die Sprache ist einerseits stark an Jane Austen angelehnt und wirkte für mich gerade anfangs sehr aufgesetzt, da andrerseits dennoch Begiffe wie „cool“, „social media“ eingeflochten wurden. Das passte für mich nicht so recht zusammen. Für mich wäre es flüssiger gewesen, wenn auch die Sprache stärker an unsere Zeit angepasst gewesen wäre.

Zum Glück hat mich die Geschichte doch noch immer mehr in ihren Bann gezogen. Die Handlung orientiert sich natürlich stark am Original, aber ich hatte das Gefühl, dass das Alte und Moderne immer besser miteinander verwoben wurde. Cat gewann mehr Tiefe und es hat Spaß gemacht ihre Entwicklung vom naiven Mädchen hin zu einer jungen Frau, die gelernt hat, dass das Leben nicht wie in einem Roman abläuft, mitzuerleben. Zudem lernt Cat, dass nicht alles so ist, wie es zunächst scheint und dass sie ihr Umfeld auch mit einem kritischen Auge betrachten muss. Ihre fast kindliche Schwärmerei für Vampire und düstere Geheimnisse erhalten einen kräftigen Dämpfer und lassen sie reifen.

Die Entwicklung der weiteren Charaktere ist bei Weitem nicht so ausgeprägt, doch konnte ich sie mir größtenteils auch gut vorstellen. Am kritischsten sehe ich Henrys Schwester Ellie, da sie oft wie aus einer anderen Zeit wirkt. Ich mag sie sehr, aber sie könnte tatsächlich fast Austens Zeit entsprungen sein. Sie passt wunderbar in die alte Abtei, aber ich kann sie mir schlecht in einer modernen Großstadt vorstellen.

Doch trotz meiner Kritik an einzelnen Punkten, hat mich Val McDermids Adaption letztlich überzeugt und ich finde, dass sie es mit einigen Abstrichen gut geschafft hat, den schmalen Grat zwischen unserer Gegenwart und der Vergangenheit zu treffen.

Mein Fazit: Diese neue Version von Northanger Abbey ist ein gelungenes, eigenständiges Werk, welches ich vielleicht nur nicht unbedingt den eingefleischten Fans von Val McDermids Thrillern empfehlen würde, da es sich sehr von diesen unterscheidet. Ansonsten kann ich jedoch sagen, dass es mir Spaß gemacht hat in Cats Leben einzutauchen und ich freue mich schon auf weitere Romane des Austen Projects.

Keine Kopie Jane Austens, es ist ein eigenes Werk mit eigenem gesicht - 26.01.2016 02:57:40 - Floh

Wenn es einer Autorin gelingt, den Grat zwischen Vergangenheit und finsterer Erlebnisse und die nagende Situation der Gegenwart in einem Roman zu vereinen und zu adaptieren, der bereits als Klassiker von Jane Austen tausende von Leserherzen gefangen genommen hat, dann darf man von einem mutigen und gelungenen Buchprojekt sprechen. Die schottische und in England lebende Krimiautorin Val McDermid bringt mit ihrer Neufassung und Adaption von „Northanger Abbey“ frischen und experimentellen Wind in die Literatur und Buchwelt. Jane Austen hat sich einen Namen in der Literatur verdient, Val McDermid nutzt diesen Erfolg und diesem altertümlichen Charme für eine neue Umsetzung dieser spannenden und erfolgreichen Geschichte
Erschienen im Harper Collins Verlag
Inhalt / Beschreibung:
„Janes Austens großer Roman Northanger Abbey, neu verfasst von Krimimeisterin Val McDermid. Lesen ist gefährlich! Zu gern verliert die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland sich in der Welt der Bücher und träumt von aufregenden Abenteuern – die sie in ihrer Heimat im ländlichen Piddle Valley leider niemals finden wird. Zum Glück darf sie zu einem Kulturfestival nach Edinburgh reisen, wo sie sich in den jungen, aufstrebenden Rechtsanwalt Henry Tilney verliebt. Als er sie auf seinen schönen, aber düsteren Familiensitz Northanger Abbey einlädt, fühlt sich Cat jedoch plötzlich in einen ihrer geliebten Gruselromane versetzt. Denn in dem alten Gemäuer lauern die Schatten der Vergangenheit hinter jeder Ecke und die Anzeichen verdichten sich, dass ein schreckliches Verbrechen geschehen ist …“
Schreibstil:
Der Autorin ist ein Roman der glamourösen, etikettierten, altertümlichen, zeitgemäßen, düsteren, aber auch sehr modernen, jugendlichen und auch emotionalen Töne gelungen, der nicht nur aufgrund der authentischen Geschichte und der verständlichen Sehnsüchtige nach Freiheit und Ausbruch intensiv erscheint. Besonders der geschickte Aufbau des Romans, bei dem zwischen Klassiker und Moderne ein schmaler Grat bewältigt wird beeindruckt. Der alte Charme der Kulissen und auch der Hierarchien und Gesellschaft bleibt auf modernen Weise erhalten. Mit aktuellen und jungen Themen wie Sozialen Netzwerken, Filmen, Musik und Vampiren erhält dieser Roman ein ganz neues Gesicht. Autorin Val McDermid schreibt überwiegend im Genre Krimi und Thriller. Auch hier kann sie sich nicht davon trennen, Spannungsbögen aufzubauen und für eine düstere und geheimnisvolle Grundspannung zu sorgen. Ganz klar hebt sie diese Momente hervor, wenn sie davon erzählt, wie Catherine Morland sich auf dem Anwesen des Anwalts Henry Tilney mit schleierhaften Fragen und Vorahnungen ein Bild zu schaffen versucht. Dieses Bild bedarf Antworten... Durch Gedanken, Erzählungen, Protokolle und Sinnbilder wird diese Geschichte mit einem Wechsel aus Cats Innenleben, aber auch in der dritten Person erzählt. Dieser Schachzug der Autorin Val McDermid erzeugt Sympathie, Antipathie, Nähe und Verbundenheit zu einzelnen Charakteren. Val McDermid weiß es Kulissen und Charaktere in Szene zu setzen. Sie zeigt Bilder, sorgt für Atmosphäre und Flair. Sie hat Psychogramme erschaffen, die vermutlich stark an Jane Austens Ausarbeitung angelehnt sind, die stark polarisieren, provozieren und interessante Wendungen hervorbringen. Val McDermids Sprache sticht nicht besonders hervor, sie ist solide, klar, leicht und jugendlich. Ihr Ausdruck und ihr Schreibstil sollte der Fairness halber auch nicht in Relation zu Jane Austen gesehen werden. Denn dieses Buch von Val McDermid ist keine Kopie von Jane Austens „Northanger Abbey“, es ist ein frischer und neuer Wind, ein eigenständiges Werk mit eigenem Gesicht!
Meinung / Eindrücke:
Das Buch ist definitiv nicht einfach zu greifen und wird die Gemüter und die Leserschaft spalten. Darf man einen solchen Klassiker von Jane Austen so modifizieren, dass er in unsere heutige Zeit passt und auch die jüngere Zielgruppe durch Themen wie Handy, Festivals, Netzwerke etc . zu dieser bewegenden Liebesgeschichte bringt? Ja, das darf man durchaus, wenn man es so umsetzt wie unsere Autorin Val McDermid, die sich an keiner Kopie zu schaffen macht, sondern eigene Noten und Sequenzen platziert und sich nur grobmaschig an das Grundwerk „Northanger Abbey“ von Jane Austen orientiert. Die Idee zeugt von Mut und es ist ihr auch gebührend gelungen. Northanger Abbey ist kein reißerischer oder lebhafter Roman, es ist ein Werk der ruhigeren Töne, der sich in zwei Hälften gliedert. Es beginnt mit Cat Morland, die wir durch ihre Liebe zur Litratur und zur Buchwelt sehr schnell ins Herz schließen können. Sie wirkt so sanft, arglos und verträumt. Immer größer wird die Sehnsucht aus ihrem gutbehüteten Elternhaus auszubrechen, was Neues zu erleben, jung zu sein. Umso intensiver erlebt man an Catherines Seite den Besuch auf dem Festival, dieses Ereignis wird ein Schlüsselmoment in ihrem Leben sein… Val McDermid lässt es sich einfach nicht nehmen, ihre Künste aus Krimi und Thriller mit einfließen zu lassen und dem Buch ihre Handschrift zu verleihen. Der zweite Teil wird deutlich beklemmender, mysteriöser und schleierhaft. Es tauchen Fragen auf, die es zu beantworten gilt. Dreh- und Angelpunkt ist diese ungleiche Liebesgeschichte zwischen Cat und Henry… Großen Emotionen, junger frischer Wind, modernes Leben, sehnlichste Wünsche und die beschatteten Ereignisse. Die Ängste und Hoffnungen von Catherine wirken still , ihre Sehnsucht und Arglosigkeit so stark und somit umso eindrücklicher, schwermütiger. Dieses Buch ist gut, richtig gut. Es konnte mich sofort von der ersten Seite packen, fesseln, den Kopf schütteln lassen, hoffen, entsetzen, bewundern, wütend werden lassen, traurig machen und mit Funkeln und Hoffnung versehen.
Man merkt sofort, dass die Autorin weiß wovon sie erzählt, und was sie noch darüber hinaus in dieser Adaption bieten will. Meiner Meinung nach stellt dieser Roman ein berührendes und zugleich erschreckendes Portrait der Familiengeschichten Thorpe und Tinley dar. Klare Leseempfehlung für all diejenigen, die sich auf einen leisen und dennoch eindringlichen Gesellschaftsroman samt moderner und mit Spannung gespickter Erzählkunst einlassen wollen. Nebst dem auktorialen Erzählstil besticht vor allem die gut gewählte Ich-Perspektive, die dem Leser Catherines Innenleben sehr poetisch näher und die unter Eis gefangenen Emotionen und Gedanken langsam an die Oberfläche bringt. Ein Buch, welches für Beklemmungen aber auch großartige Vielfalt und atmosphärischer Schauplätze und Kulissen sorgt. Ein wunderbares Lesehighlight von Stärke, Mut und Erwachsenwerden.
Kritikpunkt:
Mir gefällt die Mischung aus altertümlicher Facette und modernen Spitzen. Hier treffen Welten aufeinander, doch die Bilder, die beim Lesen entstehen sind stets aktuell und jugendlich modern. Hin und wieder findet man jedoch den Charme längst vergessener Epochen und kann sich freuen, hier ein Stück Klassiker erleben zu dürfen. Auffallend war für mich jedoch der Punkt, dass es mir stellenweise doch sehr aufdringlich und überladen vorgekommen ist, diese Geschichte mit modernen und aktuellen Medien zu schmücken und aufzupeppen. Hier liest man sehr häufig Worte wie Handy, SMS, Nachricht, Post, Netzwerk, Community usw. ….Darüber konnte ich persönlich mich doch immer wieder ärgern, da es jedes Mal so ein großer und aufgesetzter Stilbruch ist. Das Moderne hätte man auch so problemlos herausgelesen. Zudem hätte ich mir ein stärkeres Auge auf die Umgebung und Landschaften gewünscht. Ich liebe diese schroffe Natur, den alten Stein und das Wetter dort. Leider bedient die Autorin diese Glanzstücke nur am Rande.
Die Charaktere:
Die Protagonisten im Buch mochte ich Jeden für sich auf ganz eigene Weise sehr, bzw. wollte bestimmte Charaktere, so unsympathisch diese auch waren, nicht missen. Catherine hat natürlich sofort bei mir ein Stein im Brett. Als Leseratte und Buchliebhaberin bin ich natürlich schnell auf einer Wellenlänge mit ihr. Da konnte ich mich mit ihr identifizieren, auch wenn diese Basis im Verlauf der Ereignisse verschwimmt. Manchmal hätte ich Catherine am liebsten gepackt und wachgerüttelt. Klar, ich freue mich mit ihr und ihrer gewonnenen Lebensfreude und Freiheit. Aber sie ist so unvorsichtig, beinahe naiv. Das macht mir Sorge und weckt beinahe Mutterinstinkte, die hinter jeder Mauer einen Widerling, Kidnapper oder Drogenkurier vermuten… Auch Belle ist mir schnell ans Herz gewachsen, beide mochte ich sehr gern und habe schnell Bezug zu Belle und Cat bekommen. Aber auch in die Familien Tilney um Rechtsanwalt Henry und Thorpe zeigen erstklassike Charakterstudien und Hintergründe. Hintergründe, die cat nicht zu erahnen scheint… Cat polarisiert als Charakter im Buch, so soll es auch sein. Ob ich ihre Aktionen und Beweggründe verstehe steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Sehr gut gelungen ist es der Autorin Val McDermid, aufzuzeigen, wie unterschiedlich sich Cat und Henry im Laufe der Geschichte entwickeln, wie die Rollen ändern und man zu zweifeln beginnt, ob man hier von einer Liebe sprechen darf?!?

Die Autorin:
„Val McDermid stammt aus Schottland. Bereits mit siebzehn Jahren besuchte sie das renommierte St. Hilda‘s College in Oxford. Sie arbeitete als Journalistin und Bühnenautorin. Ihre psychologischen Krimis, für die sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt, dienten mehrfach als Filmvorlage. Val McDermid lebt mit ihrem Sohn und ihrer Lebensgefährtin im Nordosten Englands.“

Das Cover:
Eine düstere Leichtigkeit versprüht dieses Bild trotz der gedeckten Farben. Einladend und gut gewählt. TOP. Im Hintergrund der Familiensitz „Northanger Abbey“, eine nach Vorn oder zurückblickende Protagonistin. Ja, dieses Buch, besonders dieses Cover, lässt Assoziationen zu.

Fazit:
Ein sehr jugendliches, modernes, klassisches, leises und bestimmtes Buch. Die Autorin hat auch in diesem Genre Wiedererkennungswert und setzt sich mit ihrem „Northanger Abbey“ ein Mal. Eine 4 Sterne Leseempfehlung für dieses besondere Leseerlebnis eines Klassikers mit neuem Gesicht!

Für wahre Jane Austen-Fans! - 16.01.2016 13:54:21 - Jasmin

Am liebsten hält sich die 17-jährige Cat Morland in den Fantasywelten ihrer Bücher auf, doch hin und wieder muss sie ihr Buch auch zuklappen und in die langweilige Realtität zurückkehren. Die dann aber doch ziemlich interessant wird, als sie für ein Festival nach Edinburgh fährt und sich in den charmanten Henry verliebt. Doch bald dämmert es Cat dass die mysteriöse Tilneyfamilie etwas zu verbergen scheint, als sie mit die Familie auf deren Landsatz Northanger Abbey begleitet. Je mehr sich die Jugendliche in der Vergangenheit der reichen Familie verliert, desto dunkler werden die Dinge die ihr dort begegnen.

Ich bin ein großer Fan von Jane Austen. Ihr Roman 'Emma' zählt sogar zu meinen Lieblingsbüchern. Ihr Werk 'Northanger Abbey' habe ich noch nicht gelesen und deshalb wurde gleich mein Interesse geweckt, als ich von dieser Neuerzählung hörte. Ich liebe den Humor in Jane Austens Bücher, die Lebhaftigkeit und die frechen, selbstbewussten und geistreichen Charaktere die sie erschafft. Da ich das Original nicht kenne, kann ich leider keine vergleichenden Schlüsse ziehen, doch ich kenne Jane Austens fantastischen Schreibstil sehr gut und ehrlich gesagt, erwartete ich mir so etwas in die Richtung auch bei diesem Buch. Leider war dem nicht so.

Val McDermid ist vor allem durch ihre Thriller und Krimis bekannt geworden und das merkt man auch ihrem Schreibstil an. Gerne greife ich einmal auf ihre Krimierzählungen zurück, doch hier hat das einfach nicht gepasst. Eher am Ende, wo Cat in Northanger Abbey ist, fand ich es sehr passend weil Spannung aufgebaut wurde doch beim restlichen Buch hätte ich mir etwas mehr Humor gewünscht und mir fehlte ein wenig die Verbundenheit zur Geschichte. Es trafen einfach die falschen Komponenten aufeinander.

Die Geschichte an sich fand ich sehr interessant und habe ich auch gespannt verfolgt. Es war sehr modern und jugendlich gehalten, mit SMS, Vampiren und sozialen Netzwerken. Besonders am Ende wurde ich von einer unerwarteten Wendung sehr überrascht. Bis auf die Protagonistin Cat, fand ich auch die Charaktere sehr gelungen. Zu Cat konnte ich leider zu keiner Stelle im Buch wirklichen Kontakt aufbauen und ihre Reaktionen waren mir auch nicht immer schlüssig. Sehr interessant fand ich ihre Freundin Bella, Henry, Ellie und auch ihren Bruder Jamie.

~ FAZIT ~
In Val McDermid's Adaption von Northanger Abbey erwartete mich leider nicht dass, was ich mir gewünscht hätte. Der (eigentlich richtig gute) Schreibstil war der Deckel auf dem falschen Topf und mit der Protagonistin wurde ich nicht warm. Die Nebencharaktere sowie die Geschichte fand ich sehr interessant, aber ich werde mich doch lieber ans Original halten.

Ihre Bewertung

1 schlecht, 5 sehr gut

Top-titel

Karin Slaughter

Die gute Tochter

"Lauf!", fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. "Lauf weg!" Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers.
Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein.

"Die gute Tochter" ist ein Meisterwerk psychologischer Spannung. Nie ist es Karin Slaughter besser gelungen, ihren Figuren bis tief in die Seele zu schauen und jede Einzelne mit Schuld und Leid gleichermaßen zu belegen.

"Die dunkle Vergangenheit ist stets gegenwärtig in diesem äußerst schaurigen Thriller. Mit Feingefühl und Geschick fesselt Karin Slaughter ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite."
Camilla Läckberg

"Eine großartige Autorin auf dem Zenit ihres Schaffens. Karin Slaughter zeigt auf nervenzerfetzende, atemberaubende und fesselnde Weise, was sie kann."
Peter James
 
"Karin Slaughter ist die gefeiertste Autorin von Spannungsunterhaltung. Aber Die gute Tochter ist ihr ambitioniertester, ihr emotionalster - ihr bester Roman. Zumindest bis heute."
James Patterson
 
"Es ist einfach das beste Buch, das man dieses Jahr lesen kann. Ehrlich, kraftvoll und wahnsinnig packend - und trotzdem mit einer Sanftheit und Empathie verfasst, die einem das Herz bricht."
Kathryn Stockett

„Die Brutalität wird durch ihre plastische Darstellung körperlich spürbar, das Leiden überträgt sich auf den Leser.“
(Hamburger Abendblatt)

„Aber es sind nicht nur die sichtbaren Vorgänge und Handlungen von guten oder schlechten Individuen, die die (…) Autorin penibel genau beschreibt. Es sind vor allem die inneren, die seelischen Abläufe, die überzeugen.“
(SHZ)

„Das alles schildert Slaughter mit unglaublicher Wucht und einem Einfühlungsvermögen, das jedem Psychotherapeuten zu wünschen wäre.“
(SVZ)

„Die aktuelle Geschichte um die Quinns ist eine Südstaaten-Saga der besonderen Art, von der ihr nicht weniger erfolgreiche Kollege James Patterson sagt, sie sei ‚ihr ambitioniertester, ihr emotionalster, ihr bester Roman. Zumindest bis heute‘.“
(Focus Online)

„Die Autorin hat hier ein ausgezeichnetes Buch vorgelegt, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.“
(Krimi-Couch.de)

„Es gibt Bücher, bei denen man das Atmen vergisst. Die Romane der amerikanischen Schriftstellerin gehören dazu. So auch dieser Pageturner. (…) Karin Slaughter versteht es meisterhaft, glaubwürdige Charaktere zu erschaffen und ihre Leser fortwährend zu überraschen.“
(Lebensart)

„Atmosphärisch dichter Thriller über die sozialen Gespinste einer Kleinstadt, psychologisch sehr stimmig, mit vielen Schichten und Überraschungen.“
(Bayrischer Rundfunk)

Mehr erfahren »