Pretty Girls

Pretty Girls

März 1991. Nach einer Party kehrt die 19-jährige Julia nicht nach Hause zurück. Die eher halbherzig geführten Ermittlungen laufen ins Leere. Eine Leiche wird nie gefunden. Weder die Eltern noch die beiden Schwestern der Vermissten werden je mit dem Verlust fertig.
Vierundzwanzig Jahre später erschüttert eine brutale Mordserie den amerikanischen Bundesstaat Georgia. Und die frisch verwitwete Claire ist vollkommen verstört, als sie im Nachlass ihres verstorbenen Mannes brutales Filmmaterial findet, in dem Menschen ganz offensichtlich vor der Kamera auf grausame Weise ermordet werden. Eines der Opfer glaubt sie zu erkennen. Doch was hatte ihr verstorbener Mann damit zu tun? Wer war der Mensch wirklich, den sie über zwanzig Jahre zu kennen glaubte? Claire begibt sich auf eine lebensgefährliche Spurensuche, die sie immer dichter an eine unfassbare Wahrheit führt. Und an den eigenen Abgrund ...

"Definitiv eine der besten Thriller-Autorinnen unserer Zeit.“
Gillian Flynn

"Karin Slaugher bietet weit mehr als unterhaltenden Thrill."
SPIEGEL online über "Pretty Girls" 

"Karin Slaughters Helden sind weder strahlend noch fehlerfrei, und deswegen überzeugend."
Frauke Kaberka, dpa 

"Stoff für schlaflose Nächte!" 
buchjournal 

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Pretty Girls

März 1991. Nach einer Party kehrt die 19-jährige Julia nicht nach Hause zurück. Die eher halbherzig geführten Ermittlungen laufen ins Leere. Eine Leiche wird nie gefunden. Weder die Eltern noch die beiden Schwestern der Vermissten werden je mit dem Verlust fertig.
Vierundzwanzig Jahre später erschüttert eine brutale Mordserie den amerikanischen Bundesstaat Georgia. Und die frisch verwitwete Claire ist vollkommen verstört, als sie im Nachlass ihres verstorbenen Mannes brutales Filmmaterial findet, in dem Menschen ganz offensichtlich vor der Kamera auf grausame Weise ermordet werden. Eines der Opfer glaubt sie zu erkennen. Doch was hatte ihr verstorbener Mann damit zu tun? Wer war der Mensch wirklich, den sie über zwanzig Jahre zu kennen glaubte? Claire begibt sich auf eine lebensgefährliche Spurensuche, die sie immer dichter an eine unfassbare Wahrheit führt. Und an den eigenen Abgrund ...

"Definitiv eine der besten Thriller-Autorinnen unserer Zeit.“
Gillian Flynn

"Karin Slaugher bietet weit mehr als unterhaltenden Thrill."
SPIEGEL online über "Pretty Girls" 

"Karin Slaughters Helden sind weder strahlend noch fehlerfrei, und deswegen überzeugend."
Frauke Kaberka, dpa 

"Stoff für schlaflose Nächte!" 
buchjournal 

Erscheinungstag: Mo, 07.12.2015
Bandnummer: 100005
Seitenanzahl: 400
ISBN: 9783959670074
ISBN: 9783959679862
ISBN: 9783959671132
E-Book Format: ePub

Dieses E-book kann auf allen ePub- und DRM-fähigen Geräten gelesen werden, z.B.
tolino, Sony Reader, iPhone, Samsung – nicht auf amazon/kindle-Geräten.

More Information

 
Die internationale Nummer-1-Bestsellerautorin Karin Slaughter ist eine der weltweit populärsten und gefeiertsten Schriftstellerinnen. Ihre Bücher wurden in 33 Sprachen übersetzt und haben sich insgesamt über 30 Millionen Mal verkauft. Ihr (…)

Kundenbewertungen

schockierender, aber geniealer Thriller..... - 15.03.2017 06:37:58 - Lesezauber

Ein schockierender Thriller, der allein von der Grundproblematik fesselnd ist, aber die Komplexität des Ganzen hat mich während des Lesens ständig überrascht und aufs Neue fassungslos zurückgelassen. Die Beschreibungen sind teilweise echt brutal und grausam, aber trotzdem erschafft die Autorin eine besondere Atmosphäre, die zum Weiterlesen zwingt. Und auch die Charaktere, vor allem der Täter, sind der Autorin furios gelungen. Für mich ein perfekter Thriller, der die vollen 5 Buchherzen verdient.

Top. Spannend. Sehr gut durchdacht. - 02.06.2016 09:40:55 - buecherfetischistin.de

Eine sehr gut durchdachte Geschichte, bei der ich mitten in der 1. Reihe saß. Alle Charaktere waren für mich unglaublich lebendig (auch wenn eigentlich schon tot) und zum anfassen nah.

Drei Perspektiven. Hochemotional die des Vaters. Naiv und gutgläubig aus Sicht von Claire, die eine grausige Entdeckung macht. Ironisch und abgeklärt die von Lydia, der älteren Schwester.

Zitat: "Sie arbeitete mit Tieren. Es war schwer, glamourös auszusehen, wenn man gerade die Analdrüsen eines Dackels ausgedrückt hatte." (Seite 25)

Alle Bereiche treffen relativ schnell aufeinander, bis auf die des Vaters, der vor Jahren Selbstmord beging. Durch seine liebevollen Briefe an seine verschwundene Tochter, waren mir er und Julia sehr sympathisch.

Jede Menge Snuff-Videos, Akten voller verschwundener Frauen, und die Aufklärung wer wieso und warum, erinnerten mich an den Film „8mm“ mit Nicolas Cage (sehr sehenswert). Dieses Buch kam ganz ohne Ermittler aus, sondern einzig und allein mit Schwester- und Familienpower.

Gewundert hat mich nur, dass auf dem Einband Thriller und im Buch vorn Roman steht. Egal, das Buch war der Hammer und für mich ein Thriller.

Nur ein kleiner Punkt, der mich durchgängig störte: Die Kapitel, viele oft über 20 Seiten lang, hatten leider nie Absätze :( Aber kein ernster Grund für Punkteabzug.

Ich war gefesselt von A bis Z. Das Lesen wurde nur zwangsweise für eine Motorradtour oder den widerwillig zufallenden Augen unterbrochen. Klasse geschrieben und spannend zugleich. Schade, dass es schon zu Ende ist :-( Endlich mal wieder ein Buch, das mich rundum begeisterte und in seinen Bann zog. Großartig und Danke.

Atemberaubend spannend - 19.12.2015 02:08:31 - Marianne Baer

Inhalt: Nervenzerfetzend spannend. Atemberaubend düster. Psychologisch raffiniert. Ein Stoff, aus dem Albträume gemacht sind. "Pretty Girls": Der neue Roman von Karin Slaughter, dem internationalen Superstar des Thrillers! März 1991. Nach einer Party kehrt die 19-jährige Julia nicht nach Hause zurück. Die eher halbherzig geführten Ermittlungen laufen ins Leere. Eine Leiche wird nie gefunden. Weder die Eltern noch die beiden Schwestern der Vermissten werden je mit dem Verlust fertig. Vierundzwanzig Jahre später erschüttert eine brutale Mordserie den amerikanischen Bundesstaat Georgia. Und die frisch verwitwete Claire ist vollkommen verstört, als sie im Nachlass ihres verstorbenen Mannes brutales Filmmaterial findet, in dem Menschen ganz offensichtlich vor der Kamera auf grausame Weise ermordet werden. Eines der Opfer glaubt sie zu erkennen. Doch was hatte ihr verstorbener Mann damit zu tun? Wer war der Mensch wirklich, den sie über zwanzig Jahre zu kennen glaubte? Claire begibt sich auf eine lebensgefährliche Spurensuche, die sie immer dichter an eine unfassbare Wahrheit führt. Und an den eigenen Abgrund. (Quelle: Klappentext)

Schon das Cover hat mich sehr angesprochen. Der Männerkopf mit den beiden Frauenköpfen darin, die Farben Schwarz und Rot herrschen vor. Die Augen des Mannes verheißen nichts Gutes, doch könnte man diese als auch als sehr einstufen. In der Buchhandlung hätte ich auf alle Fälle danach gegriffen.

Eine traurig beginnende Familiengeschichte wird mit jeder Seite die ich umblätterte immer mehr zum reißenden Thriller. Immer wieder schlägt die Handlung um und wieder war ich am rätseln, wer ist hier gut und wer böse. Ist es so, dass das offensichtlich böse eher selbst ein Opfer ist? Oder steckt eine völlig psychopatische Person dahinter. Durch den sehr spannenden Schreibstil von Karin Slaughter ist das Buch der reinste PageTurner. Ich konnte gar nicht anders ich musste weiterlesen.
Fazit: Karin Slaughter habe ich schon immer sehr gern gelesen und dieses Buch hat mich von Anfang an völlig in seinen Bann gezogen. Wer gern gut geschriebene Thriller liest, trifft mir diesem Buch eine hervorragende Wahl.
Daher gebe ich dem Thriller von Karin Slaughter 5 Sterne.

Ein wahnsinnig guter Thriller - 16.12.2015 09:28:24 - AberRush

Mit „Pretty Girls“ hat Karin Slaughter einen Thriller der Extraklasse hingelegt. Das besondere hierbei sind für mich eindeutig die fantastisch ausgearbeiteten Dialoge. Dort liegt auch das Hauptaugenmerk des Buches, hier wird durch Gespräche eine unglaubliche Spannung erzeugt, wie ich sie nur selten erlebt habe. Die Unterhaltungen und Gedanken sind so tiefgründig und emotionsgeladen, dass man ständig schwankenden Gefühlen ausgesetzt wird. Mal ist es sehr rührend geschrieben, vor allem die Tagebucheinträge des Vaters der Protagonisten. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz, sehr sarkastisch an einigen Stellen, aber diese Art der Unterhaltung gefällt mir sehr und so konnte mich das Buch auch durchgehend an sich fesseln. Wer aber denkt dass es damit getan ist, der irrt. Natürlich hat die Handlung auch mit so einigen Höhepunkten zu trumpfen, so bleibt der Thrill nie auf der Strecke. Teilweise ist es schon hart an der Grenze des ertragbaren, Gewalt, Perversion und Sadismus werden in detaillierter Form beschrieben, dass man das Gefühl hat selber Teil der Folter zu sein. Erschreckend, aber damit für mich noch authentischer. Die Thematik des Buches könnte aktueller gar nicht sein und verursacht ein sehr realistisches Kopfkino. Die komplette Geschichte ist super durchdacht und wirkt nur in geringen Maßen konstruiert, aber hey, es ist Fiktion, da kann man auch mal etwas übertreiben, schließlich lese ich hier einen Thriller und keinen nüchternen Polzeibericht.

Fazit:

Ich bin wirklich positiv überrascht von diesem Werk. Karin Slaughter hat meine volle Aufmerksamkeit und ich werde mit Sicherheit noch weitere Bücher dieser Ausnahme-Schriftstellerin lesen. Perfekte Unterhaltung für alle mit starken Nerven.

Ein Thriller der keine Wünsche übrig lässt. - 14.12.2015 18:49:54 - Glitzerfees Buchtempel

Inhalt:
Vor Jahren ist die junge Frau Julia entführt worden und nie wieder aufgetaucht.
Jetzt werden wieder junge Mädchen vermisst. Als Claire mit ihrem Mann überfallen wird und dieser ums Leben kommt, findet sie später auf seinem Laptop Videos von Mädchen, die bestialisch ermordet und vergewaltigt werden. Doch was hat Paul damit zu tun? Sind diese Videos überhaupt echt? Claire glaubt jemanden darin zu erkennen, aber stimmt das auch? Auf jeden Fall will sie wissen, was ihr Mann damit zu tun hat, und begibt sich selber in Gefahr.
Meine Meinung:
Karin Slaughter ist eine Meisterin, was Thriller angeht. So habe ich schon einige Bücher von ihr gelesen. Sehr gespannt war ich auf „Pretty Girls“ und ich wurde nicht enttäuscht.
Das Buch ist in 3 Perspektiven geschrieben. Als Erstes bekommen wir einen Einblick ins Tagebuch, was an die vor Jahren verschwundene Julia gerichtet ist. Ihr Vater hat dieses geschrieben und er hat nie aufgehört nach Spuren zu suchen, um herauszufinden, was damals passiert ist.
Dann haben wir Claire, die mit dem verstorbenen, reichen Paul verheiratet war. Sie findet grausige Videos auf seinem Rechner und will unbedingt herausfinden, was das zu bedeuten hat.
Als dritte Person kommt Lydia ins Spiel. Früher haben die Drogen ihr Leben bestimmt. Doch mittlerweile führt sie ein anständiges Leben.
Anfangs war ich verwirrt, wie die Personen zusammengehören. Warum sie so wichtig sind, dass sie ihren eigenen Part bekommen. Aber das hat man als Leser zum Glück schnell raus.
Das Leben der einzelnen Personen auch das von der verschwundenen Julia wird sehr gut durchleuchtet. Man bekommt also einen richtig guten und realitätsnahen Einblick.
Karin Slaughter geizt nicht mit Spannung und Nervenkitzel. Von Anfang an, will man unbedingt wissen, was passieren wird und was dahintersteckt. Die Videos, die brutal, pornografisch und äußerst verstörend sind, sind auf keinen Fall was für schwache Nerven. Denn die Autorin macht keinen Halt, diese genauestens zu beschreiben und bildlich darzustellen. Mir lief es teilweise eiskalt den Rücken runter und an manchen Tagen habe ich sogar davon geträumt.
Die Autorin hat nicht nur die Raffinesse den Leser bei der Stange zu halten, sondern auch alles gekonnt ineinanderfließen zulassen. Hier wurde ein Thriller geschrieben, der psychologisch gut durchdacht ist.
Es gibt einige Dinge, die ich erahnt habe aber das waren nur Kleinigkeiten, nichts was mir die Spannung genommen hat. Persönlich wollte ich nicht nur wissen, was hinter den Videos steckt und ob Paul seine Frau die ganze Zeit belogen hat. Man will auch wissen, was mit dem jungen Mädchen Julia damals passiert ist. Denn die ganze Familie ist dadurch auseinandergebrochen und leidet noch immer wegen dem Ungewissen. Wie alles zusammenhängt und was passiert ist, müsst ihr selber rausfinden, da will ich nicht zu viel von der Story verraten.
Es gibt wirklich viele traurige Momente in diesem Buch, oft habe ich mitgelitten. Besonders was Claire und Lydia angeht, denn hier ist auch so einiges passiert.
Am Ende nimmt natürlich alles so richtig an Fahrt auf und ich durfte beim Lesen nicht mehr gestört werden.
Fazit:
Karin Slaughter weiß genau wie den Leser gefangen nimmt. „Pretty Girls“ ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven denn alles wird hier grausam und bildlich dargestellt. Psychologisch ist alles perfekt durchdacht. Man klebt förmlich an den Seiten vor Spannung & Nervenkitzel, Unglaube & Verblüffung. Ein Thriller, der keine Wünsche übrig lässt.

Nichts für schwache Nerven! - 13.12.2015 21:58:18 - Anjas Bücherblog

Inhalt
Im März 1991 kehrt die 19-jährige Julia nach einer Party nicht mehr nach Hause zurück. Es wird keine Spur von ihr gefunden, aber auch keine Leiche. Es scheint fast so, als hätte sie sich in Luft aufgelöst. Der Verlust belastet die Familie schwer und jeder hat seine eigene Art damit umzugehen.

24 Jahre später verliert Claire ihren Ehemann auf grausame Weise. Noch grausamer sind jedoch die Videos, welche sie am Tag der Beerdigung zufällig auf dem Laptop ihres verstorbenen Mannes findet. Was hat Paul mit der offensichtlichen Ermordung dieser Frauen zu tun? Wer war er wirklich und hat Claire ihn je richtig gekannt? Sie begibt sich auf eine gefährliche Suche, welche sie schon bald in Lebensgefahr bringt...


Eigene Meinung
Wow, das nenne ich mal einen gelungenen Thriller. Hier passt einfach alles, es ist schön düster, spannend (nach kurzer Eingewöhnung) und fesselnd bis zum Schluss!

Anfangs hatte ich leichte Probleme in das Buch hinein zu kommen, aber nach ca. 100 Seiten hat es mich dann doch gepackt und kaum noch los gelassen.
Wer mich kennt, der weiß, dass ich es mag, wenn es etwas blutiger und grausamer zugeht und das ist bei "Pretty Girls" definitiv der Fall. Jemand mit schwachen Nerven oder einem empfindlichen Magen sollte das Buch eher nicht lesen. Selbst mir war es manchmal schon zu heftig.

Erzählt wird in verschiedenen Handlungssträngen und zuerst war mir nicht klar, wie alles zusammengehört, doch schon bald ergab alles irgendwie einen Sinn und stand in einem gewissen Zusammenhang.
Gerade die Abschnitte in denen der Vater Briefe an seine vermisste Tochter schreibt, haben mir sehr zu schaffen gemacht. Sowas berührt mich eher als die grausamste Beschreibung einer blutigen Tat.

Die Umsetzungen der Autorin sind einfach genial. Sie legt ordentliche, gemeine Finten und nichts ist so richtig wie es scheint. Die Details werden genau zum richtigen Zeitpunkt aufgedeckt und oft verrät einem genau dieses Detail, dass man in der falschen Richtung unterwegs war.

Die Charaktere sind sehr überzeugend und lebhaft gestaltet. Bei den Briefen des Vaters spürt man förmlich den Schmerz, den er über den Verlust der geliebten Tochter empfindet und die Resignation, wenn es um die Beziehung zu seiner Frau geht.
Claires Schicksal lässt einen nicht kalt. Man spürt ihre Trauer, Wut, ihr Misstrauen und fängt irgendwann selber an keinem mehr zu glauben.
Lydia war für mich der schwerste Charakter. Sie ist gezeichnet von ihrer Vergangenheit, welche zwar anfangs direkt dargelegt wird, aber nur oberflächlich.
Die Rolle des Täters zu beschreiben ist schwer, ohne zu spoilern. Daher sage ich jetzt mal nur, dass er mit etwas zu blass und oberflächlich war. Mir fehlen einfach die Hintergründe, da man diese Person erst anders kennenlernt.

Der Schreibstil von Karin Slaughter ist sehr angenehm, flüssig und bildhaft. Manchmal vielleicht zu bildhaft.
Das Cover ist toll gestaltet. Ein Paar, welches sich voneinander abwendet und dieser Mann mit dem kalten Blick, der die beiden verbindet. Grandios gemacht.


Fazit
Ein richtig toller Thriller der mir stellenweise den Atem geraubt hat. Ich hoffe nur, dass die anderen Bücher von Karin Slaughter auch so sind, denn dies war mein erstes Buch von ihr.


Empfehlung
Alle Thriller-Fans mit starken Nerven und festem Magen müssen dieses Buch lesen. Alle anderen sollten es eher mit Vorsicht genießen.

Atemlose Spannung - nichts für schwache Nerven - 11.12.2015 21:52:19 - SusanneSH68

Claires Mann Paul wird bei einem Überfall getötet. Die Witwe muss dann aber feststellen, dass ihr Mann ein Doppelleben führte und nicht nur Geld unterschlagen hat. Nicht der erste Schicksalsschlag für ihre Familie, ist doch zu Kinderzeiten bereits eine ihrer Schwestern verschwunden. Auch aktuell wird ein junges Mädchen vermisst.
Das Buch ist nichts für schwache Nerven, denn es gibt schon einige sehr harte Szenen. Dafür hat Karin Slaughter aber auch wieder einen Psychothriller geschrieben, der den Leser einfach fesselt. Atemlos verfolgt man, wie Claire gemeinsam mit ihrer Schwester versucht, herauszufinden, in was Paul genau verwickelt war und es stellt sich heraus, dass auch die Ordnungshüter nicht unbedingt bereit sind, zu helfen. Menschliche Abgründe tun sich auf, es gibt einige überraschende Wendungen und als dann auch noch das Leben der Schwester in Gefahr ist, legt man als Leser das Buch nicht mehr aus der Hand. Man verfolgt gespannt, wie Claire die Initiative ergreift, um das Leben der Schwester zu retten. Das Buch gehört auf jeden Fall wieder zu den besonderen Psychothrillern für die Karin Slaughter bekannt ist.

Atemlose Spannung - Wer einmal angefangen hat zu lesen, wird nicht mehr aufhören können! - 09.12.2015 14:36:24 - Selection Books - Nalas Bücherblog

Da ich von Karin Slaughter bereits einige Bücher gelesen hatte und immer begeistert war, musste ich „Pretty Girls“ natürlich lesen. Bereits die Leseprobe konnte einen guten Vorgeschmack auf das Buch geben und es war zu erahnen, dass die Story spannend werden würde.

Claire hat den Verlust ihrer Schwester Julia nie verkraftet. Im Alter von 19 Jahren verschwand Julia spurlos. Die Familie glaubt fest an ein Verbrechen, was aber nie nachgewiesen werden konnte. Zu der Zeit, in der Claires Familie nach Julias Verschwinden zerbrach, lernte Claire Paul kennen, einen ruhigen und strebsamen Jungen. Mittlerweile sind 18 Jahre vergangen und Claire und Paul sind glücklich verheiratet. Claires Leben scheint perfekt, bis ihr Mann bei einem Überfall getötet wird. Zur gleichen Zeit erschüttert eine unfassbar brutale Mordserie den Bundesstaat Georgia, in dem Claire lebt. Junge Frauen werden entführt, vergewaltigt, grausam gefoltert und verstümmelt. Nach Pauls Tod entdeckt Claire in ihrem Haus schockierendes Filmmaterial, auf dem Frauen vergewaltigt und ermordet werden. Eines der Mädchen meint Claire aus den Nachrichten zu kennen. Claire kann nicht glauben, dass ihr verstorbener Ehemann etwas mit den Filmen zu tun haben soll. Achtzehn Jahre lang hat er sie auf Händen getragen und ihr die Welt zu Füßen gelegt. Zu jeder Zeit war er ausgeglichen und liebevoll. Absolut nichts in ihrer Ehe deutete darauf hin, dass Paul auf Snuff-Pornos stehen könnte. Claire steht vor einem Rätsel, das sie um jeden Preis aufklären will. Sie beginnt nachzuforschen und verstrickt sich immer mehr in den gefährlichen Hinweisen, die sie findet. Bis sie eines Tages vor einem Abgrund steht und entscheiden muss, wie weit sie geht will, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Das Buch ist in mehrere Erzählstränge aufgeteilt. Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden aus der Vergangenheit in Form von Briefen, die Claires Vater an seine verschwundene Tocher geschrieben hat. Auf diese Weise erfährt man viel über Claires Familie und ihr Familienleben. Der Großteil des Buches wird aus Sicht von Claire erzählt. Sie ist eine sympathische und authentische Protagonistin, deren Gefühle man gut nachvollziehen kann. Die ganze Zeit wird sie hin- und hergerissen zwischen der Angst, das Paul tatsächlich etwas mit den Morden tu tun hatte und der Hoffnung, dass am Ende alles gut wird. Spannungsmäßig ist das Buch kaum zu übertreffen. Ich hatte „Pretty Girls“ innerhalb eines Tages durchgelesen. Man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, wenn man einmal angefangen hat zu lesen. Atemlos zittert man mit Claire mit und verfolgt schockiert, welche Abgründe sich vor ihr auftun. Die Story bleibt lange Zeit undurchsichtig und überrascht mit unvorhersehbaren Wendungen, wodurch die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht gehalten wird. Das Buch ist nichts für zarte Gemüter, verspricht Thriller-Fans aber atemlose Spannung und einen gut durchdachten Plot. Mich konnte Karin Slaughter auch mit diesem Buch wieder begeistern!

Fazit: Ein Buch, das atemlose Spannung verspricht und den Leser von einem Abgrund zum nächsten wirft. Wer einmal angefangen hat zu lesen, wird nicht mehr aufhören können!

PRETTY Girls - ATROCIOUS Story. Ein Thriller der unter die Haut geht! - 08.12.2015 22:52:58 - K.Baumgarten

Wir neigen ja dazu böse, schlimme Menschen als Tiere zu bezeichnen.
Das wird ihnen aber nicht gerecht - den Tieren. Denn zu solchen Taten sind eben nur Menschen fähig - Bestien, Monster, grausame Individuen.

Die Geschichte in diesem Thriller ist wahrhaftig grauenvoll. Bei so mancher Szene stellten sich mir die Nackenhaare auf - in dem Bewusstsein dass es so etwas vielleicht wirklich gibt?
Trotzdem war für mich dieses Buch so lesenswert, da eben nicht nur das Grauenvolle überwiegte. Vielmehr waren es die Geschichten um die Frauen und Männer, die dieses Buch dominierten.

Julia, Lydia, Claire, Dee, Helen. Töchter, Schwestern, Mütter, Opfer.

Erstmal kurz zur Story:
Julia ist vor vielen Jahren spurlos verschwunden. Ihre Familie, besonders Vater Sam suchen verzweifelt nach Hinweisen, Spuren, irgendwelchen Antworten. Ist Julia freiwillig abgehauen oder wurde sie verschleppt und getötet? Der Verlust lässt die Familie auseinanderbrechen. So entstehen Missverständnisse. Anschuldigungen deren Wahrheit nicht erkannt werden und dazu führen dass die 2 Schwester Lydia und Claire sich nichts mehr zu sagen haben. Bis Claires Ehemann in einer Seitengasse erstochen wird und die Witwe auf einmal erkennen muss, dass all die Jahre dieser ach so glücklichen Ehe, seine Neurosen und übertriebene Zuneigung zu nichts anderem führte als dass Claire einfach nichts mitbekam.
Umso größer ist der Schock. Videos, die sie findet und solch furchtbare Dinge zeigt, dass sie ohne ihre Schwester Lydia nicht weitermachen kann.
Zu suchen, nach der Wahrheit, egal wie gefährlich es dabei wird!

Nein, in diesem Buch geht es nicht von Anfang bis Ende blutig zu.
Es ist kein Splatter, obwohl manche Szenen wirklich brutal waren.
Ja, es ist ein Thriller, da die Spannung sich gar nicht erst entwicklen musste, sondern von Anfang an da war.

Unfassbares offenbart sich den Schwestern Lydia und Claire. Obwohl in der Kindheit so verbunden, haben sie sich seit Jahren nichts mehr zu sagen, wirken grundverschieden und doch so gleich. Das Wissen sich aufeinander verlassen zu können, gerade in Ausnahmesituationen, schweißt beide wieder zusammen.

Die Charaktere sind sehr authentisch dargestellt und besonders die Frotzeleien unter den Schwestern, ihre sarkastischen oder ironischen Sprüche haben immer wieder für ein schmunzeln und grinsen meinerseits gesorgt.
Humor trotz einem mehr als ernsthaftem Thema, dass kommt nicht immer gut, aber die Autorin hat den perfekten Ton gefunden, den richtigen Augenblick und so gepuscht wenn die Gespräche, Gedanken und Erinnerungen zu lange wurden oder einen Luft holen lassen wenn es richtig brutal und grausam wurde.

Übertrieben und typisch Amerikanisch werden manche sagen, dieser Thriller. Ja, vielleicht, so ein bisschen. Oder? Nein, eigentlich nicht, eher ehrlich, psychologisch ausgereift, tiefgründig, unterschwellig, spannend und sehr, sehr böse.
Obwohl ich hoffe dass es diese Dinge nicht gibt.
Snuff-Videos, hoffentlich doch nur eine Legende.

5 Sterne ohne lange nachdenken zu müssen, plus mindestens einen Extra für die Tagebucheinträge in Briefform von Vater Sam an seine Tochter Julia.
Opfer sind nicht nur die denen Gewalt angetan wird, sondern auch die Hinterbliebenen. "Die Einzelheiten zu kennen, wird es nicht lechter machen. Die Einzelheiten werden dich zerreißen. "
c)K.B. 12/2015

Ein intensiver Thriller, der im Kopf bleibt - 07.12.2015 18:43:38 - Stephanie Manig | buchstabenfaengerin

Die US-Amerikanerin Karin Slaughter gehört fraglos zu den ganz großen Autorinnen, an denen man als Thriller-Fan nicht vorbeikommt. Dem sehnsüchtigen Warten auf Neues aus der Slaugther’schen Feder bereitet die Verlagsgesellschaft HarperCollins Germany heute ein Ende, denn es ist soweit: Karin Slaughters neues Buch “Pretty Girls” erscheint.

Auf 500 Seiten lernen die Leser die Familie Carroll kennen – eine Familie, die eigentlich keine mehr ist, seit die älteste Tochter Julia im März 1991 spurlos verschwand. Die Eltern ließen sich schließlich scheiden, der Vater starb später, Sandwich-Kind Lydia geriet auf die schiefe Bahn und Nesthäkchen Claire heiratete den reichen Architekten Paul Scott. Heute, mit Ende 30, muss Claire hilflos mit ansehen, wie ihr Mann in einer dunklen Gasse brutal ermordet wird. Doch sie hat kaum die Gelegenheit zu trauern. Auf dem Computer ihres verstorbenen Mannes findet sie verstörende Filme – sogenannte Snuff-Pornos. Die Opfer werden gefesselt, gequält, vergewaltigt und ermordet. Die junge Witwe ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Geringsten, dass sich ihr schreckliche Wahrheiten offenbaren werden, die jenseits der menschlichen Vorstellungskraft liegen…

Im ersten Drittel des Buches befasst sich Karin Slaughter zunächst mit der Geschichte der drei Schwestern. Dabei lässt sie es eher langsam angehen. Von nervenzerfetzender Spannung ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel zu spüren. Die Autorin stellt die Carolls en detail vor. Stück für Stück entsteht aus der Familientragödie schließlich ein aufreibender Thriller mit einem fulminanten Ende, das einem schaurigen Feuerwerk gleicht.

Karin Slaughter und der Übersetzer Fred Kinzel haben dafür gesorgt, dass sich das Buch flüssig lesen lässt. Das gilt sowohl für die Sprache, die Struktur als auch für die Länge der einzelnen Kapitel, die nicht zu kurz, aber auch nicht überdimensioniert sind.

All ihren Charakteren hat die Autorin den Stempel “unverwechselbar” aufgedrückt. Sämtliche Darsteller in “Pretty Girls” sind ausgeprägte Typen, die man vielleicht nicht auf Anhieb oder letztlich auch gar nicht sympathisch findet, doch einzigartig sind sie alle. Im Verlauf der Geschichte spielt Karin Slaughter des Öfteren Katz und Maus mit ihren Lesern, indem diese sich immer wieder einmal die Frage stellen müssen: Wer ist gut, wer ist böse? Wer ist Freund, wer ist Feind? Das sorgt durchaus für Überraschungen. Letztlich haben alle Menschen zwei Seiten – Karin Slaughter beleuchtet bei ihren Figuren auf faszinierende Weise beide.

“Pretty Girls” ist ein logisch aufgebauter und typisch amerikanischer Thriller, bei dem auch der Gruselanteil nicht zu kurz kommt. Die intensive, bildhafte Geschichte um die drei Carroll-Schwestern wird dem Leser im Gedächtnis haften bleiben.

Für alle, die von dieser Story nicht genug bekommen können, hat Karin Slaughter noch ein Bonbon: “Tote Blumen”, die Vorgeschichte zu “Pretty Girls”, ist exklusiv als E-Book erhältlich.

Etwas zu viel Brutalität auf Kosten der Spannung - 07.12.2015 18:34:49 - Aglaya

Claire entdeckt nach dem Tod ihres Mannes erschreckende Unterlagen. Zusammen mit ihrer Schwester, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, macht sie sich auf die Suche nach dem wahren „Ich“ ihres Mannes.

Ich habe schon einige Bücher der bekannten Thriller-Autorin Karin Slaughter gelesen, bisher aber nur Teile ihrer Reihen. Bei „Pretty Girls“ handelt es sich um einen alleinstehenden Band, der nicht Teil einer Reihe ist und darum auch keine Vorkenntnisse verlangt.

Die Geschichte wird abwechslungsweise aus der Sicht von Lydia und Claire erzählt, zwei Schwestern, deren andere Schwester vor über 20 Jahren spurlos verschwunden ist. Unterbrochen wird die Erzählung immer wieder durch Tagebucheinträge des Vaters der drei Schwestern, in denen er sich an die Verschwundene richtet und von der Suche nach ihr berichtet. Für mich ungewohnt bei einem Karin Slaughter Buch ist die Erzählperspektive der Privatpersonen, mit der Polizei als eigentliche Gegenspieler. Die bisherigen Bücher, die ich von Karin Slaughter gelesen habe, waren alle aus der Sicht der Untersuchungsbeamten erzählt.

Der Schreibstil der Autorin Karin Slaughter lässt sich gewohnt flüssig lesen. Die beiden Protagonistinnen Lydia und Claire sind sehr nuanciert gestaltet, haben Ecken und Kanten. Beide waren mir nicht restlos sympathisch, ich konnte mich aber gut in sie hineinfühlen und ihre Handlungen grösstenteils nachvollziehen. Der „Bösewicht“ (ich will zu ihm nicht zu viel sagen, um niemanden zu spoilern) erscheint deutlich eindimensionaler, seine Motive konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Die Erklärung „er war halt ein Psychopath“, die in sehr vielen Thrillern geliefert wird, finde ich etwas unbefriedigend…

„Pretty Girls“ ist ein ziemlich brutales Buch mit blutigen und auch erschreckenden Szenen. Während der Anfang der Geschichte noch durch Spannung und „wer, wie, was, warum“ gezeichnet ist, enthält die zweite Buchhälfte mehr Brutalität als Spannung. Überraschungen gibt es keine mehr, die Enthüllungen wurden durch die Protagonistinnen schon lange vorausgeahnt, und dadurch waren sie auch dem Leser bekannt. Sensible Gemüter und Kinder sollten sich aufgrund der Brutalität von diesem Buch fernhalten.

Bei der Bewertung habe ich lange gezögert. „Pretty Girls“ hat mich durchaus gut unterhalten. Dennoch finde ich eine „mittelmässige“ Bewertung angebrachter, da in meinen Augen zu viel Wert auf Brutalität auf Kosten der Spannung gelegt wurde.

Mein Fazit
Mehr Brutalität als Spannung, aber dennoch unterhaltsam. Nur für abgebrühte Thriller-Leser zu empfehlen.

Atemberaubend aber eine Spur zu brutal - 07.12.2015 17:59:08 - Lasszeilensprechen

1991 verschwindet Claires Schwester Julia nach einer Party, Ihre Leiche wird nie aufgefunden und so können weder Claire noch ihre Familie von ihr Abschied nehmen. Vierundzwanzig Jahre später muss Claire ihren Mann beerdigen. Ihre schöne Welt gerät ins Wanken, vor allem als sie verstörende Videos auf dem PC ihres Mannes findet, in denen Frauen vor laufender Kamera ermordert werden. Ist Claires Mann wirklich der, für den sie ihn hält? Bei der Suche nach eines Antwort gerät sich in immer tiefere Abgründe.

Zu "Pretty Girls" gibt es einen Vorband, den ich nicht gelesen habe. Das war in diesem Fall aber nicht vom Nachteil, da man so ein paar mehr Überraschhungsmomente erlebt. Claire hat zu ihrer Familie keinen Kontakt mehr; ihre Eltern sich an dem Verschwinden von Julia zerbrochen und Claires andere Schwester bezichtete Paul einst, sie sexuell berührt zu haben. Claires Leben wurde von Paul kontrolliert, sie machte ihn zum Mittelpunkt ihres Leben, bis sie auf die Filme stößt, die sehr real wirken und in denen sie eins der Mädchen wieder zu erkennen glaubt.

Der Sprachstil des Buches ist sehr nüchtern und brutal. Das Buch wartet mit diversen Wendungen und Überraschungen auf. Die Brutalität und die explizite Darstellung der Folterungen fand ich jedoch zu viel, als dass es noch als unterhaltsam bezeichnet werden könnte. Dass das Buch anonsten sehr spannend und aufreibend geschrieben ist, kann ich jedoch nicht bestreiten. Beim Lesen hatte ich auf jeden Fall das Gefühl, dass das Buch noch härter ist als die Reihen von Karin Slaughter. Bis zum Ende des Buches stellt sich immer die Frage, wer in die Filmsache involviert ist.

Lydia und Claire agieren praktisch als Ermittlerduo, aber nicht im herkömmlichen Sinn. Während Claire allmählich die Fäden aufnimmt, steht Lydia ihr zur Seite. Die Schwestern sind sehr interessant und eigen, sie handeln nicht nach vorhersagbaren Mustern. Allein gestört hat mich die Rolle der Mutter, die im Buch praktisch zur Superheldin mutiert. Das Ende ist schon recht konstruiert, ein kleines Netzwerk in schmalen Rahmen reichte der Autorin nicht. Außerdem wurde das Ende recht schnell abgehandelt und wirkte im Vergleich zum Rest des Buches undifferenziert und schnulzig.

"Pretty Girls" ist ein spannender Thriller der klassischen Sorte mit vielen Umwegen und Überraschungen, in dem nichts so ist, wie es scheint. Das Ende und die ausgeprägt brutalen Szenen lassen mich 4 Sterne vergeben.

Wie gut kennst du jemanden wirklich? - 07.12.2015 09:40:48 - Kristin S.

Eins vorab: Das Buch ist absolut spannend und überrascht immer wieder mit neuen Details, die den Leser schockieren. Karin Slaughter versteht es, dem Leser eiskalte Schauer über den Rücken zu jagen und die mitunter abartigen Szenen im Buch exakt zu beschreiben - weshalb sich mir das eine oder andere Mal fast der Magen umdrehte. "Pretty Girls" startet mit zwei Handlungssträngen und einem Monolog, der sich als Tagebucheintrag entpuppt. Im Verlauf verschmelzen die Perspektiven und der Leser lernt die Zusammenhänge der Personen kennen. Diese stammen aus der Familie Carroll, die einen langen Leidensweg hinter sich hat. Tochter Julia verschwindet vor über 20 Jahren spurlos. Tochter Lydia entgleitet in die Drogensucht und überwirft sich mit ihrer Familie, als sie Paul, dem Freund und späteren Ehemann ihrer Schwester Claire, versuchte Vergewaltigung vorwirft. Vater Sam begeht aus Trauer um seine älteste Tochter Selbstmord. Und als auch noch Paul bei einem Überfall eine tödliche Stichverletzung davon trägt, ist das Drama für Claire komplett. Doch hier beginnt das Drama erst und Claire findet im Nachlass ihres Mannes eindeutige Hinweise darauf, dass er in 18 Jahren Ehe ein Doppelleben geführt hat. Es beginnt ein tödliches Drama, das schockierende Geheimnisse offenbart und in dessen Verlauf, Claire sogar das Vertrauen in das FBI verliert. Zu Recht! Ich kann "Pretty Girls" guten Gewissens weiterempfehlen. Meinem Unmut über das etwas zu "amerikanische Happy End" ist der fehlende Stern geschuldet.

Atemberaubender Thriller - 04.12.2015 14:43:16 - PMelittaM

Claire Scott muss miterleben, wie ihr Mann Paul vor ihren Augen ermordet wird. Als sie seinen Nachlass ordnet, findet sie Dinge, die sie entsetzen. Hat sie ihren Mann überhaupt gekannt?
Lydia Delgados Tochter wird langsam flügge, aber damit muss man sich als Mutter wohl abfinden.
Ein Mann schreibt Briefe an seine vor Jahren verschwundene Tochter.
Wie sind diese drei Erzählstränge miteinander verbunden?

Karin Slaughter ist ein atemberaubender Thriller gelungen, ich habe tatsächlich viele Passagen des Romans nahezu atemlos gelesen, die Spannung zieht immer mehr an und irgendwann musste ich mich zusammenreißen, um nicht nach hinten zu spinksen. Das sollte man aber tunlichst sein lassen, will man sich nicht um eine Menge Lesevergnügen bringen. Besonders gut gefallen hat mir, wie gut die Autorin Emotionen greifbar machen kann, insbesondere die o. g. Briefe berühren zutiefst.

Auch die Charaktere haben mir gut gefallen, sie wirken lebensecht und sind tiefgehend gezeichnet. Vor allem Lydia hat es mir angetan, ich mochte sie vom ersten Moment an, sie ist eine starke Frau, die es geschafft hat, sich alleine von ganz unten wieder nach oben zu bringen. Claire dagegen hat sich immer eher auf Andere verlassen, zuletzt fast zwanzig Jahre lang auf ihren Ehemann. Als sie ihn verliert, bricht zunächst alles für sie zusammen.

Karin Slaughter erzählt flüssig und lebendig, manchmal auch deftig. Einige Szenen des Romans sind harte Kost und nichts für Zartbesaitete. Hin und wieder wird man als Leser ziemlich überrascht, an einer Stelle konnte ich kaum glauben, was ich da las.

Zum Roman gibt es eine Vorgeschichte, die unter dem Titel „Tote Blumen“ veröffentlicht wurde, ich empfehle, sie erst nach Lektüre des Romans zu lesen. Ich habe sie mit ein paar Tagen Abstand zum Roman gelesen und finde diese Reihenfolge ideal. Zum Einen, weil man sich sonst einen Überraschungseffekt entgehen lassen würde, zum Anderen, weil einen die Vorgeschichte dann viel mehr packen wird.

Karin Slaughter zählte vor Jahren zu meinen Lieblingsautorinnen, lange Zeit habe ich dann nichts mehr von ihr gelesen. „Pretty Girls“ wird sicher nicht mein letzter Roman von ihr gewesen sein, denn meiner Meinung nach ist es ein ausgezeichneter Thriller, der Lust auf mehr macht,und den ich allen Genrefans empfehlen kann.

Karin Slaughter dringt tief in die düsterste, menschliche Vorstellungskraft ein und schockt abgrundtief - 04.12.2015 12:33:18 - Anja Gries / Nisnis

Nach einer Party verschwindet die 19-jährige Julia spurlos. Es gibt keine Hinweise, keine Spuren, keine Leiche. Alle Ermittlungen bleiben ohne Erfolg.
Julias Familie zerbricht an dieser Ungewissheit.
Mehr als 20 Jahre später wird der Bundesstaat Georgia von einer brutalen Mordserie überschattet. Claire, die ihren Ehemann Paul durch einen brutalen Überfall verlor, findet im Nachlass ihres Mannes grauenhaftes Videomaterial. Die Filme zeigen brutalste Szenen, in denen die Opfer vor laufender Kamera getötet werden. Claire glaubt eines der Opfer zu erkennen.
Für die wohlhabende Claire bricht eine Welt zusammen, denn sie hat keinerlei Vorstellung, was ihr fürsorglicher Ehemann mit diesem brutalen Filmmaterial zu tun hatte. Clair macht sich auf die Suche nach Antworten und wird unverzüglich in einen gewaltvollen Strudel brutaler Wahrheiten hinab gezogen.
Meine Meinung:
Ich muss zugeben ich bin ein Fan von Karin Slaughter, auch wenn sie mich nicht immer bis ins Detail begeistern konnte. Doch Pretty Girls ist genial und für mich vollkommen geschrieben.
Die Spannung dieses rasanten, bestialischen Page-Turners riss nicht einen Moment von mir ab. Ich war von den lebendigen Dialogen, die die düstere Geschichte prägen, absolut gefesselt, schockiert, atemlos und gleichermaßen emotional berührt. Tiefe, dunkle Abgründe taten sich vor mir auf und bizarre Ängste und nicht zu fassende, nervenzerfetzende Unheimlichkeiten schwirrten unheilverkündend den noch folgenden Buchseiten entgegen.
Die Handlung wird in drei Erzählsträngen erzählt.
Sam, Vater von Julia, schreibt detailreiche Briefe an seine geliebte, vermisste Tochter. Darin benennt er all seine Gedanken, Emotionen und Ängste um Julias Leben und interpretiert alle Hinweise und Spuren, denen er nachgegangen ist. Sein Kummer und seine verbleibende Hoffnung trafen mich emotional mit voller Wucht.
Der zweite Erzählstrang, zeigt Einblicke in das Leben der einst drogensüchtigen und total abgestürzten Schwester Lydia. Lydia und Claire wurden vor mehr als zwanzig Jahren durch ein von Lydia erlittenes, grauenvolles Schicksal entzweit und jeder Kontakt zueinander erstarb. Als Claire Lydia am Grab ihres Mannes wieder trifft, fließen die Familienbande ganz langsam und allmählich wieder zusammen, nicht jedoch ohne Wut, Tränen und immer wieder abgrundtiefer Zerrissenheit.
Der verbleibende Erzählstrang schreibt die eigentliche psychologische Geschichte. Eine Geschichte von der Jagd nach Antworten, die Claire nicht mehr los lässt.
Claires Entdeckungen sind absolut und bestialisch. Ihr Ehemann Paul, so selbstverliebt und höchst strukturiert, beherrscht sie weiterhin. Sie weiß bis zu Letzt nicht, wem sie trauen kann, nur Lydia und später auch die Mutter Helen, stehen ihr bei.
Die Wendungen in diesem Thriller sind wechselhaft. Wendungen springen vor und dann wieder zurück. Sie verwirren, verletzten und schocken. Bis zur letzten Seite war ich in Lauerstellung, denn ich war gefasst auf einen eventuell weiteren Knall von Verstrickung und somit stand ich das liebe lange Buch lang, ständig unter Strom.
Mir ist bekannt dass es ein Darknet gibt, dass Snuff-Videos gehandelt werden und viele weitere bestialische Dinge Interessenten zusammen bringen, doch was mir dieses Buch offenbarte schockiert mich mehr als das Wissen über ein Darknet. Zwischenzeitlich bin ich von Ekel geschüttelt und wie betäubt, und doch kann ich sagen, dass Karin Slaughter den richtigen Ton trifft und vulgäre Sprache fast gänzlich außen vor lässt. Ihr Schreibstil ist gewohnt gut und sehr angenehm und fließend zu lesen.
Die Charaktere sind sehr feingliedrig und facettenreich. Sie haben alle zwei Seiten, die man hier maßvoll kennen lernt. Die Hauptprotagonisten sind Clair und Paul Scott und Lydia Delgado. Aber auch Nebenrollen liefern den Stoff für eine in sich harmonische Story. Die eigentlichen Charakterzüge der Protagonisten kann ich an dieser Stelle kaum benennen, zu groß ist die Gefahr zu spoilern.
Wer keine Nerven wie Drahtseile hat, wer bei gewaltvollem Nervenkitzel unruhig wird, wer blutige Szenen nicht aushält, der sollte die Finger von diesem Buch lassen, denn es würde garantiert düstere Tag- und Nachtgedanken mit sich bringen.

Mein Fazit:
Karin Slaughter dringt tief in die düsterste, menschliche Vorstellungskraft ein und schockt noch viel abgrundtiefer

Abgründe der menschlichen Seele - 03.12.2015 18:01:36 - Susanne

Atlanta, Georgia 1991: Die neunzehnjährige Julia Carroll verschwindet nach einem Kneipenbesuch spurlos. Ihre Leiche wird nie gefunden. Sie ist nicht die Erste. Der Täter hat es anscheinend auf junge Frauen abgesehen, die blond sind und blaue Augen haben.

Vierundzwanzig Jahre danach: Wir lernen die etwa vierzigjährige Claire Scott kennen. Sie ist seit achtzehn Jahren mit Paul verheiratet, als beide nach einem Restaurantbesuch überfallen werden. Paul wird dabei getötet.

Anschließend machen wir die Bekanntschaft von Lydia Delgado. Sie hat eine siebzehnjährige Tochter. Ihr Freund berichtet ihr von Pauls Tod. Offensichtlich hat Lydia ihn gekannt und nicht in bester Erinnerung: „Ich hoffe nur, er hat gelitten.“

Paul hatte also anscheinend auch eine dunkle Seite. Als Claire ein Video mit expliziten Gewalt- und bizarren Sex-Szenen auf Pauls Computer entdeckt, weiß sie bald nicht mehr, wer dieser Mann eigentlich war, mit dem sie ihr Leben geteilt hat. War Paul schon immer pervers?

Claire begibt sich auf eine gefährliche Suche nach der Wahrheit und gerät immer mehr in ein tödliches Netz aus Lügen, in das auch die Polizei verstrickt zu sein scheint. Während wir Lydias und Claires Geschichte folgen, werden immer wieder Tagebucheinträge eingestreut, die von Julias Vater geschrieben wurden, an seine wunderschönen Mädchen.

Karin Slaughter hat ihren neuen Thriller spannend in Szene gesetzt mit vielen falschen Fährten und unerwarteten Wendungen bis zum dramatischen Showdown. Aber es geht auch recht brutal zu. Sprachlich anspruchslos und auf primitive Weise unterhaltsam.

„Pretty Girls“ ist einer dieser typischen amerikanischen Standard-Thriller mit Schockeffekten. Das war mir oft „too much“. Ich habe es lieber, wenn ich meine Fantasie spielen lassen kann. Detaillierte Beschreibungen, wie der Täter seine Opfer foltert und quält, brauche ich nicht.

Fazit: Packend erzählter Psychothriller mit Happy End-Garantie.

Packend erzählter Psychothriller mit Happy End-Garantie. - 03.12.2015 17:57:09 - Baerbel82

Abgründe der menschlichen Seele
Atlanta, Georgia 1991: Die neunzehnjährige Julia Carroll verschwindet nach einem Kneipenbesuch spurlos. Ihre Leiche wird nie gefunden. Sie ist nicht die Erste. Der Täter hat es anscheinend auf junge Frauen abgesehen, die blond sind und blaue Augen haben.

Vierundzwanzig Jahre danach: Wir lernen die etwa vierzigjährige Claire Scott kennen. Sie ist seit achtzehn Jahren mit Paul verheiratet, als beide nach einem Restaurantbesuch überfallen werden. Paul wird dabei getötet.

Anschließend machen wir die Bekanntschaft von Lydia Delgado. Sie hat eine siebzehnjährige Tochter. Ihr Freund berichtet ihr von Pauls Tod. Offensichtlich hat Lydia ihn gekannt und nicht in bester Erinnerung: „Ich hoffe nur, er hat gelitten.“

Paul hatte also anscheinend auch eine dunkle Seite. Als Claire ein Video mit expliziten Gewalt- und bizarren Sex-Szenen auf Pauls Computer entdeckt, weiß sie bald nicht mehr, wer dieser Mann eigentlich war, mit dem sie ihr Leben geteilt hat. War Paul schon immer pervers?

Claire begibt sich auf eine gefährliche Suche nach der Wahrheit und gerät immer mehr in ein tödliches Netz aus Lügen, in das auch die Polizei verstrickt zu sein scheint. Während wir Lydias und Claires Geschichte folgen, werden immer wieder Tagebucheinträge eingestreut, die von Julias Vater geschrieben wurden, an seine wunderschönen Mädchen.

Karin Slaughter hat ihren neuen Thriller spannend in Szene gesetzt mit vielen falschen Fährten und unerwarteten Wendungen bis zum dramatischen Showdown. Aber es geht auch recht brutal zu. Sprachlich anspruchslos und auf primitive Weise unterhaltsam.

„Pretty Girls“ ist einer dieser typischen amerikanischen Standard-Thriller mit Schockeffekten. Das war mir oft „too much“. Ich habe es lieber, wenn ich meine Fantasie spielen lassen kann. Detaillierte Beschreibungen, wie der Täter seine Opfer foltert und quält, brauche ich nicht.

Fazit: Packend erzählter Psychothriller mit Happy End-Garantie.

Lesenswerter Thriller über die Abgründe der menschlichen Psyche, der mit Spannungselementen gut gespickt ist! Empfehlenswert! - 02.12.2015 11:41:41 - Nightflower

Ich habe vor ein paar Tagen diesen Thriller ausgelesen. Ich habe ihn als Ebook für die Leserunde hier gewonnen und bedanke mich hiermit nochmal sehr dafür! :)
Ich hab es sehr genossen das Buch zu lesen.
Worum es geht haben wir hier jetzt schon sehr oft gelesen, daher nur meine Meinung zum Buch.
Das Cover ist tricky mit den 2 Köpfen bzw 3, allerdings gefallen mir die Farben nicht wirklich. Auch denke ich, dass es niemand wegen dem Cover kaufen würde. Wenn man aber schon ein paar Bücher von Karin Slaughter kennt, dann weiß man, dass sie gute Thriller schreibt. ;)
Zum Inhalt: Der Thriller ist sehr spannend, von Anfang an und auch der Spannungsbogen wird nie verlassen. Dafür schon mal Daumen hoch! Auch gibt es viele Wendungen, die man als Leser erstmal so gar nciht erwartet und auch viele Wendungen. Wer ist denn nun der Böse? Ist er doch gut? Wie hängt das alles zusammen? Irgendwie fehlt doch immer noch ein Puzzleteilchen bis zum Schluss. Das Ende ist sehr dramatisch und nicht so ganz meins. Das ist eindeutig ein sehr amerikanischer Abschluss. Auch konnte ich mich mit dem Schluss, dem Happy End, nicht so ganz anfreunden, da es mir zu Friede-Freude-Eierkuchen ist... Das erscheint mir nach den ganzen Ereignissen nicht realistisch, daher ziehe ich einen Stern ab und gebe 4/5!
Die Tagebucheinträge kamen mir sehr lange eher sinnlos vor, aber am Ende wird es vereint mit den aktuellen Ereignissen. Das hat mir gut gefallen.
Fazit: Lesenswerter Thriller über die Abgründe der menschlichen Psyche, der mit Spannungselementen gut gespickt ist! Empfehlenswert!

Ein Thriller, der starke Nerven braucht! - 01.12.2015 20:55:31 - c-bird

Atlanta, im März 1991. Nach einer Feier verschwindet die 19jährige Julia spurlos. Während die Familie alles daran setzt Julia zu finden, glaubt die örtliche Polizei eher an eine Ausreißertheorie und die Ermittlung werden entsprechend halbherzig geführt. Eine Leiche wurde nie gefunden, die Ehe der Eltern zerbricht an den Folgen des Verlustes der Tochter und auch die Schwestern können kaum mit dem Schmerz des Verlustes umgehen.
Nun 24 Jahre später ist erneut ein Mädchen verschwunden. Die 16jährige Anna Kilpatrick scheint Teil einer Mordserie zu sein. Zeitgleich entdeckt die frisch verwitwete Claire Scott in den Hinterlassenschaften ihres Mannes auf dem Computer Snuff-Pornos. Filme, auf denen junge Mädchen brutal gefoltert, vergewaltigt und schließlich ermordet werden. Eines der Opfer weist eine gewisse Ähnlichkeit zu der verschwundenen Anna auf. Doch was hatte ihr Mann mit diesen Filmen zu tun? Waren die zwanzig Jahre Ehe nur eine Farce? Bei ihren Ermittlungen stößt Claire auf ein Netz von Lügen und Grausamkeiten.

Um es gleich vorweg zu nehmen. Das Buch ist einfach der Hammer!
Wer die Thriller von Karin Slaughter kennt, der weiß eigentlich auf was er sich einlässt. Die Autorin ist eine Meisterin darin, Spannung und Gänsehautfeeling zu erzeugen, aber auch schockierende Elemente mit einzubauen. Dabei geht es auch mal blutig und sehr grausam zu.
Es beginnt mit zwei Handlungssträngen, die sich recht bald miteinander verbinden und zu einem werden. Dazu gibt es noch Tagebucheinträge des Vaters, in denen er sehr emotional seine Sicht der Dinge schildert. „Pretty Girls“ ist schon von Beginn an sehr fesselnd. Die Autorin versteht es wirklich den Leser in ihren Bann zu ziehen. Die Handlung ist so faszinierend und unglaublich, dass man nach Beenden eines Kapitels direkt schon nach dem nächsten giert. Und selbst wenn man glaubt, dass es gar nicht mehr heftiger kommen könnte, legt Karin Slaughter noch eine Schippe drauf. Extrem spannend geschrieben, auch wenn es brutale und gewalttätige Szenen darin gibt.
Die Perspektiven wechseln zwischen den einzelnen Protagonisten (hier kann ich leider nicht allzu viel verraten ohne den Lesespaß zu beeinträchtigen). Es gibt dramatische Wendungen, die den Leser sehr überraschen. Wer sind die Guten und wer die Bösen? Fragen, die erst zum Ende hin beantwortet werden.
Zu dem Buch gibt es übrigens noch eine Vorgeschichte. „Tote Blumen“ erzählt über das Verschwinden Julias im März 1991. Ich persönlich habe diese Vorgeschichte ( noch!! ) nicht gelesen und kam dennoch problemlos mit „Pretty Girls“ zurecht.

Insgesamt war „Pretty Girls“ für mich definitiv das Thriller-Highlight des Jahres. Ein rasanter und doch recht harter Thriller, der starke Nerven braucht. Unglaublich spannend geschrieben, für mich eines der besten Werke von Karin Slaughter!

Ihre Bewertung

1 schlecht, 5 sehr gut

Buchtrailer zu Pretty Girls

Top-titel

Karin Slaughter

Blutige Fesseln

Es ist der persönlichste Fall in Will Trents Laufbahn. Das spürt der Ermittler schon in dem Moment, als er das leer stehende Lagerhaus betritt und die Leiche entdeckt – die Leiche eines Ex-Cops. Blutige Fußabdrücke weisen auf ein zweites Opfer hin. Eine Frau. Von ihr fehlt jede Spur. Das Brisante: Gegen den prominenten Eigentümer des Lagerhauses ermittelt Will bereits seit einem halben Jahr wegen Vergewaltigung. Erfolglos!Als am Tatort zudem ein Revolver gefunden wird, der auf Wills Noch-Ehefrau Angie zugelassen ist, ahnt er, dass dies ein Spiel auf Leben und Tod wird.

"Definitiv eine der besten Thriller-Autorinnen unserer Zeit.“
Gillian Flynn

"Karin Slaughters Helden sind weder strahlend noch fehlerfrei, und deswegen überzeugend."
Frauke Kaberka, dpa

"Stoff für schlaflose Nächte!"
buchjournal

"Karin Slaughter gebührt ein Ehrenplatz auf der großen Thriller-Bühne! Und nach drei Jahren Pause auch endlich wieder ein neuer Will-Trent-Roman. Ihre Fans werden es ihr danken.“

Booklist, Michele Leber

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