Hotel du Barry oder das Findelkind in der Suppenschüssel

Hotel du Barry oder das Findelkind in der Suppenschüssel

London 1919. Seit im Keller des ehrenwerten Hotel du Barry ein lachendes Baby gefunden wurde, besteht kein Zweifel: Hier ist etwas Besonderes im Gange. Prompt beschließt die bunte Belegschaft, das Mädchen vor dem Waisenhaus zu bewahren – und hätte das Zimmermädchen Mary das Baby nicht ausgerechnet in eine silberne Suppenschüssel gelegt, hätte der Hoteldirektor Daniel du Barry vielleicht nie bemerkt, welche wundersame Geschichte sich hier ereignet …

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Hotel du Barry oder das Findelkind in der Suppenschüssel

London 1919. Seit im Keller des ehrenwerten Hotel du Barry ein lachendes Baby gefunden wurde, besteht kein Zweifel: Hier ist etwas Besonderes im Gange. Prompt beschließt die bunte Belegschaft, das Mädchen vor dem Waisenhaus zu bewahren – und hätte das Zimmermädchen Mary das Baby nicht ausgerechnet in eine silberne Suppenschüssel gelegt, hätte der Hoteldirektor Daniel du Barry vielleicht nie bemerkt, welche wundersame Geschichte sich hier ereignet …
Erscheinungstag: Mo, 06.02.2017
Erscheinungstag: Mo, 06.02.2017
Bandnummer:
Bandnummer:
Seitenanzahl: 416
Seitenanzahl: 416
ISBN: 9783959670609
ISBN: 9783959676113
E-Book Format: ePub

Dieses E-book kann auf allen ePub- und DRM-fähigen Geräten gelesen werden, z.B.
tolino, Sony Reader, iPhone, Samsung – nicht auf amazon/kindle-Geräten.

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Lesley Truffle, geboren in London und aufgewachsen in Australien, reist leidenschaftlich gern und hat schon in London und Japan gearbeitet – als Lehrerin, Fotografin, Zimmermädchen, Schauspielerin und in anderen Professionen, die zu gespenstisch (…)

Kundenbewertungen

Echt skurril! - 17.04.2017 08:29:11 - i_heart_books

Da ich mir gemäss der Buchbeschreibung nicht vorstellen konnte, wie das Buch sein würde -einfach ein bisschen skuril- hatte ich auch keine Ansprüche, wie es mir gefallen könnte und wurde auch nicht enttäuscht!


Was ich zu Beginn sagen möchte: entweder man mag den Stil des Buches oder nicht. Die Entscheidung, finde ich, fällt schnell. Das Buch ist sicher nicht jedermanns Geschmack, mir gefiels bis auf ein paar Dinge.


Die Story um Cat, Daniel und das ganze Hotel du Barry ist sehr britisch, sehr skuril und sehr speziell.
Am besten gefiel mir die Idee dieses skurilen Mikrokosmos Hotel du Barry. Hatte manchmal das Gefühl, als ob ich dort stehen würde und im Wintergarten die Pflanzen riechen könnte, oder in der Küche Bertha beim Konfitüren machen zu schauen... Tolle Atmosphäre!


Cat fand ich eine spannende Hauptfigur. Manchmal hätte ich es aber besser gefunden, wenn noch mehr aus ihrer Perspektive gezeigt worden wäre. Die Story an das Erwachsenwerden des Findelkinds Cat anzulehnen war eine interessante Idee.
Auch die anderen Charakteren waren sehr sympathisch (abgesehen von Edwina, die ein Wechselbad der Gefühle ausgelöst hat; Zicke, Mitleid und Schock!) und schön gezeichnet.
Daniel - macht mich ganz traurig. Der Arme!!! :(
Mary's quasi-Ersatz-Mama-Rolle ist eine gute Wahl gewesen, denn die Charaktere gefiel mir gut. Sehr sympathisch und echt. Gar nicht wie Eddie.
Bertha, Jim und Henri sind eine tolle Gemeinschaft und Ersatz- Family für Cat.


Vom Klappentext her, dachte ich dass schon eher der Kriminalfall eintreten würde und nicht so spät. Und die vielen, wechselnden Petspektiven sind die Gründe für den Punktabzug.
Nevertheless: wers skuril, ein bisschen chaotisch, mit Charm und einer Prise Very British mag, der könnte am Hotel du Barry Gefallen dran finden.

Ein gelungener Debütroman - 20.03.2017 14:57:23 - nanhett

Der Debütroman der gebürtigen englischen Autorin Lesley Truffle, erschienen im Februar 2017 bei Harper Collins.

Klappentext:
London 1919. Seit im Keller des ehrenwerten Hotel du Barry ein lachendes Baby an der Wäscheleine gefunden wurde, besteht kein Zweifel: Hier ist etwas Besonderes im Gange. Prompt beschließt die bunte Belegschaft, die Kleine vor dem Waisenhaus zu bewahren – und hätte das Zimmermädchen Mary das Baby nicht ausgerechnet zum Schlafen in eine silberne Suppenschüssel gelegt, hätte der Hoteldirektor Daniel du Barry vielleicht nie bemerkt, welche wundersame Geschichte sich hier ereignet …

Meine Meinung:
Ein humorvoller und packender Roman, der mich des Öfteren zum Schmunzeln brachte und mir einige schöne Lesestunden beschwert hat.
Der Schreibstil der Autorin war flüssig und angenehm zu lesen. Auch die Charaktere empfand ich als liebevoll und sympathisch ausgearbeitet.
Die Handlung war meist recht amüsant und spannend, sodass ich mich gut von dem Roman unterhalten fühlte.
Ein schönes Erstlingswerk, welches ich gern weiterempfehle.

Mein Fazit:
Lesenswert!

Ein besonderes Hotel du Barry - 08.03.2017 20:48:36 - nellsche

Im Jahr 1919 wird in dem renommierten Londoner Hotel du Barry ein Baby gefunden. Es hing munter lachend an einer Wäscheleine. Die Mitarbeiter des Hotels beschließen kurzerhand, sich um das Baby zu kümmern und es so vor dem Waisenhaus zu retten. Als das Zimmermädchen Mary das Baby zum Schlafen ausgerechnet in eine silberne Suppenschüssel legte, wurde es zufällig von dem Hoteldirektor Daniel du Barry entdeckt – der sich prompt in das Baby verliebte. Und so nahm eine wundersame Geschichte seinen Lauf …

Das Cover in Verbindung mit dem ungewöhnlichen Buchtitel hat mich sofort angesprochen. Ich war sehr gespannt auf das Buch und habe voller Vorfreude zu lesen begonnen. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Schreibstil gefiel mir sehr gut und das Buch ließ sich zügig lesen. Ich konnte prima in die Geschichte eintauchen. Das Flair des frühen zwanzigsten Jahrhunderts wird bildhaft widergespiegelt. Auch die Ausdrucksweise der Protagonisten ist der früheren Zeit etwas angepasst, jedoch ohne gestelzt zu wirken. Ich fand es passend und es gefiel mir einfach gut.
Die Darstellung des Personals und der diversen Abläufe in dem Hotel du Barry hat mir gut gefallen. Alle Charaktere sind liebevoll gezeichnet und haben ihre Eigenarten, die sie zu etwas Besonderem machen. Was so alles in dem Hotel getrieben wurde, ließ mich manchmal ganz schön staunen und grinsen. Ich fand es prima beschrieben und habe mich teilweise gefühlt, als wenn ich mitten im Geschehen dabei war.
Dank des feinen und leichten Humors gab es einige Szenen, bei denen ich Schmunzeln oder auch laut Lachen musste. Das brachte eine gewisse Leichtigkeit hinein.
Das Findelkind Caterina entwickelt sich im Laufe des Buches zu einer attraktiven und intelligenten jungen Frau und ich mochte sie sehr gerne. Sie und Daniel, der sie seinerzeit adoptierte, verband eine innige Beziehung. Zu kämpfen hatte sie dagegen mit Daniels Frau, die sehr kaltherzig und egoistisch war.
Die Geschichte beinhaltet auch spannende Aspekte, denn es gibt mehrere Todesfälle, die Rätsel aufgeben. Das brachte einen guten Spannungsbogen in die Geschichte und hielt mich am Buch fest.

Ich empfand diesen Roman als sehr unterhaltsam und interessant und wurde wirklich gut unterhalten. Ich vergebe vier Sterne.

Ein Baby und wundersame Erlebnisse im Hotel Du Barry - 02.03.2017 00:42:41 - claudi-1963

"Ich bin Cat Du Barry und fürchte mich vor nichts. Ich bin die alleinige Herrin meines Schicksals." (Cats Leitspruch, Buchauszug)
London 1919 im Hotel Du Barry macht das junge Zimmermädchen Mary Maguire eine wundersame Entdeckung, in einer großen Unterhose an einer Wäscheleine steckte ein vergnügtes Baby. Eigentlich hatte sie sich zu einem Stelldichein mit dem ersten Pagen Sean Kelly hier verabredet gehabt als sie das Baby entdeckte. Sofort war die ganze Belegschaft informiert, man wollte das niedliche Mädchen nicht der Polizei übergeben, den sonst wäre es in ein Waisenhaus gekommen. Stattdessen ernannte man kurzerhand Mary als seine Mutter und jeder sollte sich um das Baby kümmern, bis es alt genug ist. Doch zufällig entdeckte Hotelbesitzer Daniel Du Barry das Baby in einer Suppenschüssel, wo Mary es hineingegeben hatte, damit sie ihre Arbeit verrichten konnte. Daniel sofort entzückt, adoptiert die Kleine und nannte sie fortan Caterina Anastasia Lucinda Du Barry (kurz Cat). Er geht eine Zweckehe mit Edwina ein, da Daniels Liebe den Männern gehörte. So wächst Cat zwischen Luxus und Armut gleichermaßen auf, den alle kümmern sich rührend um sie. Cat wächst wohlbehütet auf und Daniel liebt sie abgöttisch, während Edwina keine richtige Bindung zu Cat entwickelt. So erlebt sie jede Menge Abenteuer im Hotel, aber auch auf Reisen mit Daniel.

Meine Meinung:
Das Buch ist mir mit dem schönen Cover und dem herrlichen Titel sofort aufgefallen. Die Leseprobe war auch sehr heiter, durch den trockenen, britischen Humor und hat es mich in den Bann gezogen. Doch dieses Buch hat bei weitem mehr zu bieten als nur Humor, es ist emotional, tiefgreifend, teils auch unanständig, schamlos, spannend und traurig. Ich habe mich jedenfalls sehr gut unterhalten mit den Geschichten und Abenteuer rund um das Hotel Du Barry. Lesley Truffle ist hier wirklich ein ausgezeichnetes Debüt gelungen, das man wirklich nur weiterempfehlen kann. Ein bisschen fühlte ich mich in die Zeit Oliver Twist, David Copperfield oder Jane Eyre hineinversetzt, nur das es das Baby bei Daniel Du Barry wirklich sehr gut getroffen hatte. Erst später erlebt sie auch andere Zeiten, auf die ich nicht eingehen werde, um nicht zu viel zu verraten. Der Schreibstil ist wundervoll und bildhaft, so das man sich sehr gut in das Buch und die Zeit hineinversetzen kann. Diesen warmherzigen, liebevollen und großmütigen Hotelbesitzer und das tolle Personal, hätte ich gerne kennengelernt. Eine Geschichte, bei der man eintauchen kann in das England des 20. Jahrhunderts und die von mir 5 von 5 Sterne bekommt.

Hotel du Barry oder das Findelkind in der Suppenschüssel - 28.02.2017 18:04:31 - Mrs Bookmark

Durch den Schreibstil und die Sprachr benötigt man etwas um in die Geschichte zu kommen. Schlussendlich wird man aber von einigen positiven Charakteren an die Hand genommen und in die Geschichte geführt. Jedoch störte mich der sehr starke Aspekt der Wortwahl und des häufigen Geschlechtsverkehrs.
Das Buch ist eine Empfehlung für Freunde des englischen Humors.

Zauberhaft - 27.02.2017 13:16:03 - Bibliomarie

Inmitten von aufgehängten Bettlaken entdeckt das Zimmermädchen Mary ein Bündel auf der Wäscheleine. Darin ist sicher eingekuschelt und festgeklammert ein Säugling der ausgesetzt wurde. Mary ist sich sicher: niemals wird sie dieses kleine Mädchen mit den großen veilchenblauen Augen den Behörden übergeben und ihr ein Schicksal im Waisenhaus ersparen. Auch die Hausdame des berühmten Hotels du Barry ist der gleichen Ansicht, das Baby verzaubert bald die komplette Belegschaft und wird in den Personalräumen des Hotels liebevoll gepflegt. Aber irgendwann lässt sich das Geheimnis nicht länger verbergen und Daniel du Barry will wissen, das da vor sich geht. Aber es wendet sich zum Guten, Daniel adoptiert die Kleine, inzwischen auf den Namen Catarina getauft, die Hoteldetektiv Jim mit falschen Papieren ausgestattet hat. Nicht umsonst pflegt er informelle Kontakte zur Londoner Unterwelt.
Im Märchen würden sie nun glücklich bis ans Ende der Tage leben – wenn da nicht die böse Fee wäre. Hier ist Edwina du Barry die böse Fee, die nicht nur ihrem Mann Daniel das Leben zur Hölle macht.
Der Roman ist wie ein Märchen, mit überbordender Phantasie entführt die Autorin den Leser in den Kosmos eines Hotels, das wie aus der Zeit gefallen wirkt. Gefährliche Abenteuer und Herausforderungen warten auf Cat und ihre Freunde und Beschützer, Liebeswirren, Intrigen und Mordanschläge inclusive. Ich mochte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ein Wechselbad der Gefühle erwartet den Leser, es ist traurig und komisch zugleich, aber zu keiner Sekunde langweilig.
Ich war überrascht und erstaunt, wie komplett das Debüt der australischen Autorin Lesley Truffle ist. Virtuos spielt sie mit der Sprache und den Genres. Liebenswerte und skurrile Charaktere bevölkern den Roman und ich habe sie alle – bis auf die Bösen – sofort ins Herz geschlossen. Trotz vieler Details und kleinen Nebenhandlungen geht nie der rote Faden verloren und die Geschichte steuert temporeich auf den Höhepunkt zu. Ich wollte einfach immer nur weiterlesen und habe wirklich mit Bedauern die letzte Seite umgeblättert.
Wer sich gern mit Literatur verzaubern lassen möchte, ist bei diesem Buch bestens bedient.

Hotel du Barry, eine andere Welt - 25.02.2017 23:33:10 - Carmen Dauer

London, kurz nach dem 1. Weltkrieg. Man begibt sich in die Welt des Hotels du Barry und lernt das Leben der obersten Etagen und auch das der Angestellten kennen.
Eine Angestellte findet dort ein Baby und zunächst kümmert sich die ganze Belegschaft um das Kind, um sie vor einem Leben im Waisenhaus zu bewahren. Als der Hoteleigentümer Daniel du Barry von dem Baby erfährt, ist er hingerissen von dem kleinen Mädchen. Für Cat beginnt ein wunderschöne Kindheit und sie bekommt alles im Hotel mit, das vielleicht nicht immer für Kinder bestimmt ist.
Dann begibt der homosexuelle Daniel du Barry sich in eine Zweckehe mit Edwina, damit die Leute nicht über ihn reden und ihn seine ruhe lassen. Doch Edwina hat andere Pläne und auch für Cat verändert sich vieles zum negativen.


Mir hat das Buch sehr gut gefallen und das Leben im Luxushotel, mit all seinen Bewohnern und Angestellten, die in viele Machenschaften verstrickt sind, hat mich sehr gut unterhalten.
Die Charaktere sind wirklich lebensecht und liebenswert beschrieben und die meisten mochte ich von Anfang an. Der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig, da einiges etwas Frivol und sehr offen rüberkommt, aber ich habe mich schnell an die Sprache gewöhnt.
Ich fand es wirklich sehr unterhaltsam und habe mich gerne im Hotel du Barry verzaubern lassen.

Bizarrer Lesespass! - 24.02.2017 13:30:38 - Layla

Klappentext:
London 1919. Seit im Keller des ehrenwerten Hotel du Barry ein lachendes Baby an der Wäscheleine gefunden wurde, besteht kein Zweifel: Hier ist etwas Besonderes im Gange. Prompt beschließt die bunte Belegschaft, die Kleine vor dem Waisenhaus zu bewahren - und hätte das Zimmermädchen Mary das Baby nicht ausgerechnet zum Schlafen in eine silberne Suppenschüssel gelegt, hätte der Hoteldirektor Daniel du Barry vielleicht nie bemerkt, welche wundersame Geschichte sich hier ereignet ...




Das Cover zeigt eine Häuser-Zeile, auf der nur ein einziges Haus farbig ist. Dieses soll wohl das Hotel du Barry darstellen, der Schauplatz dieses kurligen Romans. Der Leser wird sich während der Lektüre dieser 376 Seiten fast nur in der neunten Etage oder im Keller, vom Personal liebevoll Labyrinth genannt, dieser Luxusherberge aufhalten.
Oben sind die Privaträume der du Barrys und im Labyrinth werkeln die Angestellten vor sich hin. Hier wird an einer Wäscheleine, in eine Grossmutterunterhose eingebunden, ein Baby gefunden. Mary, das Zimmermädchen, ist erfreut über das kleine Wesen und steckt mit ihrer Begeisterung das restliche Hotelpersonal an. Alle sind stolz auf das Hotelbaby, bis es vom schwulen Hotelbesitzer Daniel entdeckt wird. Aber auch er erliegt dem Charme des kleinen blonden Mädchens mit den violetten Augen und adoptiert es kurzerhand. Sehr zum Missgefallen von Edwina, der neuen Mrs du Barry. Doch Cat wächst heran und wird zu einer umgänglichen jungen Frau, die wissen will, wer ihre Mutter ist und sich auf die Suche nach ihr macht.

Das Geheimnis um Cats Mutter ist bei weitem nicht das einzige Geheimnis in diesem Luxushotel. Es wird intrigiert was das Zeug hält, auch die Beziehungen muten oft seltsam an.
Auf den ersten 100 Seiten werden lauter Anekdoten über Cats Kindheit aneinandergereiht und ich war gespannt, wie der Autor dies über mehr als 300 Seiten durchziehen will. Bis dann aus der Erzählung ein Krimi wird und man nicht anders kann und mit den treuen Seelen des Hotelpersonals mitfiebert und Daumen drückt, dass alles gut wird.

Ich wurde bestens unterhalten mit all diesen unterschiedlichen Charakteren: Der Hoteldirektor ist in der ganzen Stadt beliebt und wird von tout London nur Dannyboy genannt. Edwina wird von allen gehasst, kein Wunder so hochnäsig wie sie ist. Aus "Aschenputtel" Mary wird eine gefragte Geschäftsfrau, Köchin Berta ist die gute Seele des Hauses, Detektiv Jim Blade bringt Cat so einiges bei. Auch Clochards und andere zwielichtige Gestalten bekommen einen Platz und genauso schnell wie man zwischen dem 9. Stock und dem Labyrinth auf- und ab eilt, so schnell wechselt man von Londons Luxusmeilen ins Armenviertel und wieder zurück.

Das Hotel ist ein Tummelplatz für aussergewöhnliche Figuren aller Art, und so ist der Roman bis zum Rande gefüllt mit exzentrischen und frivolen Geschehnissen.
Die Sprache ist erfrischend sarkastisch - von der Auffindung des Babys über die Namensgebung bis hin zu ihrem Umfeld ist alles pointiert beschrieben.

Fazit: Bizarrer Lesespass über das Leben vor und hinter den Kulissen eines Luxushotel anno 1919!

Treten Sie ein ins Hotel du Barry: Wir leben, um zu dienen! - 23.02.2017 23:03:26 - Minangel

Inhalt: Ein Baby - in eine Unterhose gewickelt – wird lachend schaukelnd auf einer Wäscheleine gefunden im berühmten Hotel du Barry! Die Belegschaft hält zusammen, damit der arme Wurm nicht ins Waisenhaus muss. Doch dann wird der Hoteldirektor Daniel auf das Baby aufmerksam und verdächtigt das Zimmermädchen Mary, die Mutter zu sein. Alles nimmt rasch seinen Lauf – anders als ursprünglich geplant..

Meine Meinung: Zusammenfassend spielt die Geschichte Anfang des 19. Jahrhundert kurz nach dem ersten Weltkrieg. Die illustre Gesellschaft Londons kehrt im noblen beliebten Hotel du Barry aus und ein und genau um diese Belegschaft und um das Findelkind Cat handelt dieses Buch. Wir lernen den bedingungslosen Zusammenhalt einiger eingeschworener Hotelmitarbeiter kennen, tauchen ein in Intrigen, Machenschaften, Betrug, Sex und auch Morde!

Durch den Klappentext hat man wenig Erwartungen und auch Vorstellungen an das Buch, was ich hervorragend fand!! Somit zitterte ich auf keine einzutreffende Handlung hin, hatte keine Vorurteile und konnte mich mittreiben lassen im Fluss der Erzählung.
Die verschiedenen Charaktere waren sehr vortrefflich beschrieben und ergänzten sich auf eine besondere familiäre Art und Weise oder in krankhafter Abhängigkeit. Einblicke in die Psyche einzelner wurden gewährt, Wandlungen wurden vollzogen und es blieb immer spannend. Etwas hatte ich mit den vielen Darstellern und deren Namen Probleme, um mir alle zu merken, falls sie doch noch zu einer tragenden Rolle kämen.
Am Anfang des Buches ist die humoristische Seite hervorzuheben, zwischenzeitlich bekam die Erzählung einen leicht traurigen depressiven Touch und eine Spur von Krimi, um zum Schluss aus Mischung von allem zu enden. Gepaart wurde die Geschichte allzeit mit frivolen Szenen, Liebesbezeugungen, Intrigen und sympathischen Protagonisten, besonders das Findelkind Cat, Mary, Daniel und Bertha.
Mit englischem Humor bin ich nicht so bewandert, doch fand ich die kurzen Ausflüge in den Okkultismus und auch in die Hölle skurril und auch erheiternd.

Ich gestehe, dass ich Hotel du Barry gegoogelt habe, in der Hoffnung, dass es in Wirklichkeit besteht und ich eine Reise dorthin wagen kann, um auf den Spuren von Cat, Mary und co zu wandeln... Es war mir eine Freude in den Mikrokosmos des Hotels einzutauchen und Gast über Jahre zu sein. Von mir bekommt es 5 Sterne überreicht.

Treten Sie ein ins Hotel du Barry: Wir leben, um zu dienen! - 23.02.2017 23:02:06 - Minangel

Inhalt: Ein Baby - in eine Unterhose gewickelt – wird lachend schaukelnd auf einer Wäscheleine gefunden im berühmten Hotel du Barry! Die Belegschaft hält zusammen, damit der arme Wurm nicht ins Waisenhaus muss. Doch dann wird der Hoteldirektor Daniel auf das Baby aufmerksam und verdächtigt das Zimmermädchen Mary, die Mutter zu sein. Alles nimmt rasch seinen Lauf – anders als ursprünglich geplant..

Meine Meinung: Zusammenfassend spielt die Geschichte Anfang des 19. Jahrhundert kurz nach dem ersten Weltkrieg. Die illustre Gesellschaft Londons kehrt im noblen beliebten Hotel du Barry aus und ein und genau um diese Belegschaft und um das Findelkind Cat handelt dieses Buch. Wir lernen den bedingungslosen Zusammenhalt einiger eingeschworener Hotelmitarbeiter kennen, tauchen ein in Intrigen, Machenschaften, Betrug, Sex und auch Morde!

Durch den Klappentext hat man wenig Erwartungen und auch Vorstellungen an das Buch, was ich hervorragend fand!! Somit zitterte ich auf keine einzutreffende Handlung hin, hatte keine Vorurteile und konnte mich mittreiben lassen im Fluss der Erzählung.
Die verschiedenen Charaktere waren sehr vortrefflich beschrieben und ergänzten sich auf eine besondere familiäre Art und Weise oder in krankhafter Abhängigkeit. Einblicke in die Psyche einzelner wurden gewährt, Wandlungen wurden vollzogen und es blieb immer spannend. Etwas hatte ich mit den vielen Darstellern und deren Namen Probleme, um mir alle zu merken, falls sie doch noch zu einer tragenden Rolle kämen.
Am Anfang des Buches ist die humoristische Seite hervorzuheben, zwischenzeitlich bekam die Erzählung einen leicht traurigen depressiven Touch und eine Spur von Krimi, um zum Schluss aus Mischung von allem zu enden. Gepaart wurde die Geschichte allzeit mit frivolen Szenen, Liebesbezeugungen, Intrigen und sympathischen Protagonisten, besonders das Findelkind Cat, Mary, Daniel und Bertha.
Mit englischem Humor bin ich nicht so bewandert, doch fand ich die kurzen Ausflüge in den Okkultismus und auch in die Hölle skurril und auch erheiternd.

Ich gestehe, dass ich Hotel du Barry gegoogelt habe, in der Hoffnung, dass es in Wirklichkeit besteht und ich eine Reise dorthin wagen kann, um auf den Spuren von Cat, Mary und co zu wandeln... Es war mir eine Freude in den Mikrokosmos des Hotels einzutauchen und Gast über Jahre zu sein. Von mir bekommt es 5 Sterne überreicht.

Willkommen im Hotel du Barry - 23.02.2017 12:32:01 - cyrana

London 1919, auf der Wäscheleine des Hotel du Barry hängt in einer großen Damenunterhose (mit Anleitung, wie man diese in eine Babyschaukel umfunktioniert - schon auf den ersten Seiten ein herrlicher Humor) ein Baby. Alle Versuche, die Mutter der Kleinen ausfindig zu machen, scheitern. Selbst der versierte Hoteldetektiv scheitert. Und so wird das Baby von den Hotelangestellten reihum versorgt. Doch schon bald fliegen die Angestellten auf und das Zimmermädchen Mary wird zum Hotelbesitzer Daniel du Barry zitiert.

Mehr möchte ich hier zur Geschichte noch nicht verraten. Wer skurrilen Humor mag, kommt hier auf seine Kosten. Doch das Buch hat auch seine ernsten, düsteren Kapitel und den Leser erwartet so manch eine Überraschung.
Ich habe mich in diesem Hotelkosmos wohl gefühlt und würde jetzt auch gerne mal einen Champagner auf einer der legendären Weihnachtsfeiern des Hotels genießen.

Gute Unterhaltung - 21.02.2017 10:55:47 - marpije

London 1919, im Keller von berühmten Hotel du Barry ein Zimmermädchen , Mary, findet ein lachendes Baby an der Wäscheleine gehängt, sie legt das Baby in eine silberne Suppenschüssel und die kleine erobert die Herzen von fast allen Arbeiter. Nach kurzen Zeit, der Chef von Hotel , Daniel du Barry ruft Mary mit das Baby zu sich um selber festzustellen , dass die kleine Mädchen hat besseres Leben verdient als Leben im Weisenhaus, seit diesen Tag hat er offiziell eine Tochter- Cat. Daniel sorgt für sie und liebt sie wie eigenes Kind und Cat entwickelt sich zu sehr inteligenter , junger Frau , einzige Problem ist Edwina, die Ehefrau von Daniel, sie hasst genauso groß Cat wie Daniel und ständig schmiedet böse Pläne . Für Cat kommen sehr schwere Zeiten nach den Tod von Daniel, Edwina kann jetzt ihre Macht zeigen...


Das Cover und der Titel versprechen eine Komödie, aber eigentlich ist das keine Komödie, für mich ist das gut ausgebaute Studium von menschlichen Charakteren, wo das Geld und Macht ist die wichtigste und Liebe und Wahrheit spielt nur neben Rolle .


Das Welt von Hotel du Barry regiert sich nach eigenem Gesetzen , ist sehr komplex und strukturiert mit ganz genauen Markierung auf die "bessere Menschen "und die einfache Arbeiter, wie in einen Ameisenhaufen. Die große Vielfalt von die Personen hat die Autorin  " gut im Griff ", ich als Leser habe ich keine Probleme mit die vielen Gesichtern, jede einzelne Person ist gut ausgearbeitet, alle haben realistiche aber auch sehr oft skurrile Charakteren mit vielen Kanten und Schwächen , die Wechsel zwischen den Personen ist sehr gelungen, macht das Buch sehr abwechslungsreich und interessant.


In die Geschichte ist fast alles zu finden von leichter Komödie bis zu großen Drama , von Liebesroman bis zum spannenden Krimi , die vielen Intrigen und die dunkle Vergangenheit machen mir bei lesen traurig, aber die englische Humor lockert das alles, in ganzen gute Unterhaltung

Der Verlauf der Geschichte hat mich positiv überrascht - 21.02.2017 08:05:21 - Bea S.

HOTEL DU BARRY

oder
Das Findelkind in der Suppenschüssel

Zum Inhalt:

London 1919. Seit im Keller des ehrenwerten Hotel du Barry ein lachendes Baby an der Wäscheleine gefunden wurde, besteht kein Zweifel: Hier ist etwas Besonderes im Gange. Prompt beschließt die bunte Belegschaft, die Kleine vor dem Waisenhaus zu bewahren – und hätte das Zimmermädchen Mary das Baby nicht ausgerechnet zum Schlafen in eine silberne Suppenschüssel gelegt, hätte der Hoteldirektor Daniel du Barry vielleicht nie bemerkt, welche wundersame Geschichte sich hier ereignet ...

Meine Meinung:

"Rührend komisch, dekadent und ein bisschen frivol - eine hinreißende Geschichte für alle, die das Staunen noch nicht verlernt haben" - diese Worte findet man auf dem Klappentext des Buches.

Und es stimmt, so ein Buch habe ich noch nie gelesen und ich bin aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen.

Die Geschichte beginnt damit das Zimmermädchen Mary ein Baby findet welches an einer Wäscheleine schaukelt. Die Angestellten kümmern sich eine Zeitlang um das kleine Mädchen bis es schließlich vom Hoteldirektor persönlich adoptiert wird. Cat, wächst quasi bei zwei Familien auf, einmal bei Daniel Du Barry und seiner Frau, zum anderen in den unteren Schichten beim Hotelpersonal. Sie ist ein kleiner Sonnenschein der von allen geliebt wird und dadurch das sie beide Seiten reich und arm kennenlernt nimmt sie viel für ihr späteres Leben mit. Eigentlich dachte ich das es in dem Buch hauptsächlich um das kleine Findelkind geht, aber dem war es nicht so. Im Vordergrund standen das Hotel und die verschiedenen Personen die dort Tag für Tag ihrer Arbeit nachgingen, die Gäste, aber auch das Leben des Hotelbesitzers Daniel du Barry und seiner Familie.

Eine richtig tolle Geschichte wie ich sie mir in dieser Art und Weise nicht vorgestellt habe. Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt und diese außergewöhnliche Mischung machte es einzigartig.

Humor, Intrigen, Geheimnisse, Tragödien, Liebe, Hass, Neid, Eifersucht - irgendwann wurde es spannend wie ein Krimi und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.

Die einzelnen Charaktere sind dem Autor Lesley Truffle gut gelungen. Ich konnte sie mir bildlich vorstellen, mich in sie reinversetzen und mit ihnen fühlen. Jeder einzelne von ihnen bereicherte die Geschichte, sie waren das Hotel du Barry und ich fühlte mich als Gast der das Ganze aus nächster Nähe betrachten konnte. Auch der lockere, flüssige Schreibstil hat mir sehr gut gefallen.

Mein Fazit:

Hotel Du Barry - Das Findelkind in der Suppenschüssel

hat meine Erwartungen übertroffen. Ich kann bis heute nicht sagen in welches Genre man dieses Buch am besten einordnet, einfach weil es eine gute Mischung von allem hat.

Hotel du Barry - Das Findelkind in der Suppenschüssel ist mit Sicherheit eines der Bücher bei dem die Meinungen auseinander gehen und das man deshalb vermutlich am besten selbst liest.

Von mir gibt es in jedem Falle eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.

Einfach nicht mein Geschmack: zu aufgesetzte Charaktere, zu skurril und verworren - 20.02.2017 18:42:29 - Lena

1919 wird im Hotel du Barry ein Baby an der Wäscheleine in einer übergroßen Unterhose hängend vom Personal aufgefunden.

Der gutmütige Besitzer des Hotels, Daniel du Barry trauert um seinen kürzlich verstorbenen Lebensgefährten Matthew Lamb, adoptiert kurzerhand das Findelkind und benennt es nach seinem Lieblings-Champagner Catherina Anastasia Luanda du Barry. Selbst heiratet er die emotional unterkühlte Zwillingsschwester seines verstorbenen Geliebten, um seine Homesexualität zu vertuschen. Edwina Lamb genügt es, so in die erlesenen Kreise aufgenommen zu werden.

Die kleine Cat wächst umsorgt von Daniel und dem gesamten Hotelpersonal auf und reift zu einer schönen klugen Frau, die sich der Kunst u.a. der Aktmalerei verschrieben hat.

Seit ihrer Jugend hinterfragt sie ihre Herkunft und versucht herauszufinden, wer ihre Mutter ist. Als sie einer Theater-Schauspielerin begegnet, die die selben violetten Augen wie sie selbst hat, aber nur wenige Jahre älter ist, kommt sie dem Rätsel ihrer Herkunft auf die Spur. Doch dann sieht sie sich mit dem mysteriösen Tod ihres Adoptivaters Danny konfrontiert, der sich betrunken vom Dach gestürzt hat, nachdem ein weiterer Geliebter beim Urlaub in Venedig ums Leben gekommen ist...

"Hotel du Barry oder das Findelkind in der Suppenschüssel" ist ein ironischer Roman, der in einem Nobelhotel zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt, in dem Moral und Tugend nicht gerade groß geschrieben werden. Sowohl Gäste, aber vor allem die Hotelangestellten wie der findige Hoteldetektiv Jim, die resolute Chefin der Zimmermädchen Bertha oder die persönliche Angestellte von Daniel, Mary, haben ihre schmutzigen Geheimnisse, die dort frivol ausgelebt werden. Die überwiegende Mehrheit des Personals hat jedoch ein gutes Herz und ist die Familie von Cat und auch Daniel. Edwina stellt das böse Gegenteil dar.

Das Buch ist schwer einzuordnen: Soll es Komödie, Drama oder Kriminalroman sein? Mir hat sich lange kein roter Faden des Romans erschlossen. Die Charaktere waren mir überwiegend zu aufgesetzt und die ganze Geschichte zu skurril und verworren.

Der englische Humor von Lesley Truffle hat meinen Geschmack nicht getroffen. Ich fand die Handlung nicht lustig oder wundersam, sondern schlicht langweilig.

Viele Überraschungen und alles kommt anders als man denkt - 20.02.2017 16:57:47 - LaMensch

Als Mary, eine Angestellte im Hotel ein Baby an der Wäscheleine findet nimmt sie es an sich. Sie sorgt für das Kind und nimmt es überall mit hin. Sie transportiert es in einer Suppenschüssel auf ihrem Wagen. Daniel ist Eigentümer dieses Hotels und findet heraus, dass Mary ein Kind mit sich herumschleppt. Er erfährt die Geschichte und hat eine Idee. Er würde in naher Zukunft eine Zweckehe mit der Schwester seines geliebten eingehen. Sein geliebter ist in naher Vergangenheit bei einem schrecklichen Autounfall ums Leben gekommen. Er trauert und damit sein Ruf und der des Hotels nicht in den Schmutz gezogen wird heiratet er die Schwester seiner großen Liebe. Doch diese scheint nicht die Frau zu sein, die sie wirklich ist …

Der Schreibstil ist unverwechselbar. Das Buch beginnt mit hartem, englischem Humor und wird dann im Laufe der Handlung doch sehr ernst. Ich finde es toll, wie dieser eben schon erwähnte Humor die ernste Geschichte eingerahmt, denn am Ende des Buches erscheint er wieder. Ich musste mehrfach wirklich heftig lachen und in der Mitte habe ich wirklich mit gelitten. Die Darstellung der einzelnen Charaktere ist auch sehr gut gelungen, man kann sich in sie hinein fühlen und ihre Handlungen verstehen.

Da ich sehr gut unterhalten war mit diesem Buch und es eine reiche Abwechslung mir geboten hat vergebe ich gute und einzigartige 5 von 5 Sternen.

Ich bin begeistert von dieser außergewöhnlichen Geschichte! - 19.02.2017 00:37:50 - Gelis

Mit diesem Buch taucht man ein in die Welt des Hotel du Barry, einem eleganten Hotel in London, zur Zeit nach dem 1. Weltkrieg. Man lernt sowohl das Leben der obersten Etage als auch der Angestellten kennen, sowie Cat, die in beiden Welten zu Hause ist. Und überall wird das pralle Leben gelebt, als wollte man nach den Kriegsschrecken umso exzessiver leben.

Was so humorvoll mit der Beschreibung, wie das Findelkind im Hotel aufgefunden wird, beginnt, wandelt sich in eine Geschichte, die einiges an Drama enthält. Für ein humorvolles Augenzwinkern bleibt aber immer die Zeit.

Über den Inhalt mag ich gar nichts weiter erzählen, denn ich hatte vor dem Lesen keine Ahnung, worum es in dem Buch geht, außer dass ein Findelkind in einem Edelhotel aufwächst. Und das war für mich genau richtig, um mich in die Welt des Hotel du Barry entführen zu lassen. Ich habe jede Seite genossen. Es ist, wie ich erwartet hatte, eine ganz besondere Geschichte. Sie hat einen außergewöhnlichen, lebhaften und bildhaften Schreibstil. Die Figuren des Hotels sind zwischen den Buchdeckeln sehr lebendig geworden und mit der letzten Seite ist es ein kleiner Abschied. Das Buch werde ich sicherlich noch einmal lesen.

Frech, Frivol, dekadent - einfach zauberhaft ! - 18.02.2017 15:00:06 - calimero8169

Inhalt

London 1919. Seit im Keller des ehrenwerten Hotel du Barry ein lachendes Baby an der Wäscheleine gefunden wurde, besteht kein Zweifel: Hier ist etwas Besonderes im Gange. Prompt beschließt die bunte Belegschaft, die Kleine vor dem Waisenhaus zu bewahren - und hätte das Zimmermädchen Mary das Baby nicht ausgerechnet zum Schlafen in eine silberne Suppenschüssel gelegt, hätte der Hoteldirektor Daniel du Barry vielleicht nie bemerkt, welche wundersame Geschichte sich hier ereignet.

Eindruck

Eine hinreißende Geschichte für alle, die das Staunen nocht nicht verlernt haben.

Oh ja - wie wahr !

Es beginnt als zauberhafte, humorvolle und schicksalsträchtige Geschichte über ein Findelkind, dass in dem ganz eigenen Mikrokosmos der Angestellten in einem Londoner Nobelhotel gefunden wird und entwickelt sich komplett unerwartet zu einer Tragöde aus Hass, Eifersucht und nicht erfüllter Liebe in der Belle Etage.

Die Beschreibungen des Hotels, der Angestellten - die sich tagtäglich für die kleinen und großen Wünsche der Gäste und Besitzer "ihres" Hotels einsetzen und alles tun, damit diese sich wohl fühlen -, der Gäste sowie der Hoteleigentümer, ist mit sehr viel Charme, Esprit und Humor geschrieben. Die Charaktere sind sehr liebevoll, lebendig und real dargestellt. Man konnte die Atmosphäre auf allen Etagen förmlich einatmen.

Dieses Buch hat wirklich alles was man sich wünschen kann, von peinlich berührt sein, über Tränen gelacht und wütend sein, bis hin zu geweint, war alles dabei und es ist ein ganz toller Roman über ein wirklich spezielles Hotel, der so spannend und fesselnd war, dass er einem Kriminalroman gleich kommt. Tatsächlich ist aber wohl keine spezielle Zuordnung möglich, es ist kommödiantisch, tragisch, erotisch, kriminell aber überhaupt nicht brav - einfach zauberhaft.

Fazit

Frivol, frech, dekadent und trocken - das ist der Stoff aus dem die Träume des Hotel du Barry sind. Eine Geschichte die sich komplett anders entwickelt hat, als ich mir vorgestellt hatte. Aber witzig, emotional, teilweise traurig und raffiniert entwickelt. Ich war fasziniert und begeistert von diesem ganz eigenen Mikrokosmos und kann nur empfehlen im Hotel du Barry einzuchecken und eine spannende Zeit zu genießen.

Dieses Buch ist einzig - aber niemals artig :-) - 18.02.2017 14:13:56 - Kati

London 1919 - Willkommen im Hotel du Barry - dem einzigen Hotel der Welt, das so herrlich anders ist, als alle anderen Etablissements, die man jemals kennenlernen wird.


Gleich zu Beginn der Geschichte erwartet mich feinster englischer Humor - ich bekomme nämlich als Leser eine Gebrauchsanweisung", wie ich ein Baby in viel zu große Liebestöter drapieren muss, damit es zufrieden an der Wäscheleine schaukeln kann :-) Einen besseren Einstieg in dieses Buch hätte es gar nicht geben können.


Dieses Baby ist Cat, die uns durch das ganze Buch begleiten wird und somit auf eine Reise durch ihr Leben mitnimmt.


Cat wird von Daniel du Barry, dem Hoteldirektor, und seiner Frau Edwina, einer Zicke mit Haare auf den Zähnen, adoptiert, um nicht in ein Waisenhaus zu müssen.


Was dann folgt, sind die wundervoll skurrilen Schilderungen des Hotellebens, der komischen Angestellten, die aber alle miteinander so liebevoll umgehen, dass sie mir ans Herz gewachsen sind.


Herrlich dekadente Ausschweifungen des Personals, der Gäste und nicht zuletzt der Eigentümer selbst machen dieses Buch so unverwechselbar. Edwina  lebt ihre frivole Seite vollends aus, scheut auch nicht davor zurück, ihren Willen notfalls mit diffusen Mitteln durchzusetzen.
Daniel ist die gute Seele des Hauses und verlässt uns leider viel zu früh - aber sein Geist weilt immer noch im Hotel.


Die überraschende Wendung kommt zum Schluß - aber die wird hier natürlich nicht verraten :-) Nur so viel: Es bekommt jeder das, was er verdient *g*


Das Buch lässt sich keinem Genre zu ordnen, da eigentlich alles bedient wird- Komödie ist genauso vorhanden, wie Liebesgeschichte, Drama und Krimi sind ebenfalls vertreten. Und ich glaube, dass ist es, was dieses Buch so unverwechselbar, ja einzigartig macht. Es ist das einzige Buch dieser Art, dass so gut unterhält, ohne jemals artig zu sein.


Ich wäre gerne Gast im Hotel du Barry gewesen, um all die Geschichten, Irrungen und Wirrungen mitzuerleben :-)
Seine Bewohner werden mir fehlen.


Ihre Bewertung

1 schlecht, 5 sehr gut

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Karin Slaughter

Blutige Fesseln

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