Mein Sommer mit Mémé

Mein Sommer mit Mémé

Großmutters Château im Burgund zu renovieren, passt überhaupt nicht in die Pläne der jungen Antiquitätenhändlerin Paula. Denn sie wollte sich in Paris mit ihrem Verlobten Jakob treffen. Aber Großmutter, Mémé genannt, setzt die liebevollen Daumenzwingen an und versammelt nach langer Zeit wieder die ganze Familie an einem Tisch. Zwischen köstlichem Essen, Familienzwist und einigen Gläsern Wein findet Paula heraus, welches Geheimnis Mémé verbirgt – und was das für Paulas Zukunft bedeutet.

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Mein Sommer mit Mémé

Großmutters Château im Burgund zu renovieren, passt überhaupt nicht in die Pläne der jungen Antiquitätenhändlerin Paula. Denn sie wollte sich in Paris mit ihrem Verlobten Jakob treffen. Aber Großmutter, Mémé genannt, setzt die liebevollen Daumenzwingen an und versammelt nach langer Zeit wieder die ganze Familie an einem Tisch. Zwischen köstlichem Essen, Familienzwist und einigen Gläsern Wein findet Paula heraus, welches Geheimnis Mémé verbirgt – und was das für Paulas Zukunft bedeutet.
Erscheinungstag: Mo, 07.11.2016
Bandnummer: 100041
Seitenanzahl: 304
ISBN: 9783959670524
ISBN: 9783959676069
E-Book Format: ePUB

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Élaine Briag, 1960 geboren, hat Romanistik sowie Literatur- und Kulturwissenschaften studiert. Viele Jahre verbrachte sie in Frankreich, wo das Schreiben zu ihrer Passion wurde. Die Liebe zu Land, Menschen und der französischen Sprache bildet (…)

Kundenbewertungen

Ein Buch was einen den Sommer im Winter zurück geholt hat. Einfach wunderschön. - 22.12.2016 01:44:31 - lenicool11

Inhalt
Großmutters Château im Burgund zu renovieren, passt überhaupt nicht in die Pläne der jungen Antiquitätenhändlerin Paula. Denn sie wollte sich in Paris mit ihrem Verlobten Jakob treffen. Aber Großmutter, Mémé genannt, setzt die liebevollen Daumenzwingen an und versammelt nach langer Zeit wieder die ganze Familie an einem Tisch. Zwischen köstlichem Essen, Familienzwist und einigen Gläsern Wein findet Paula heraus, welches Geheimnis Mémé verbirgt – und was das für Paulas Zukunft bedeutet.

Meine Meinung
Ein Buch das mich verzaubert hat und nach Frankreich entführt hat der Schreibstil der Autorin ist einfach himmlisch man hatte Frankreich und das Land vor Augen , in der Nase und im Gefühl es ist im moment Winter in Deutschland wenn ich dieses Buch gelesen hab hab ich es nicht gemerkt. Man hatte die Gerüche der Farbe bei Renovieren in der Nase und vom Essen einfach alles. Und dann diese liebenwerte Großmutter und auch Paula war mir sehr sypmatisch. Das Buch hat ein Familiengeheimnis und man lass und dachte sie oh nein noch ein Probleme und noch ein Probleme aber man hat mit ihnen mit gefiebert und man hat sich wohl gefühl man wäre am liebsten selbst dort hin gefahren und man dachte beim lesen noch mehr kann garnicht passieren und doch das beste kommt bekanntlich am Schluss. Vor allem das Happy End für die Großmutter war für mich einfach wunderschön. Ich hab zwar eine kleine Kritik aber dafür kann ich einfach kein Stern abziehen mir war das Ende für Paula irgendwie nicht befriedigend genug.

Fazit
Ein Buch was man im Winter lesen sollte weil man sich den Sommer und Frankreich ins Wohnzimmer holt. Eine Leseempfehlung für jeden der Familiengeschichten mag.

Ein gelungener Generations- und Familienroman im sommerlichen Burgund - und viel savoir-vivre! - 19.12.2016 18:40:04 - Sagota

"Mein Sommer mit Mémé" von Élaine Briag erschien 2016 bei HarperCollins Germany (TB, broschiert) und auch wenn der Erscheinungstermin etwas ungünstig anmutet (Spätherbst), so vermag die Geschichte, die Élaine Briag erzählt, dennoch etwas sommerliches französisches Flair durch das wundervolle Cover und auch die Handlung sowie die Beschreibung der Landschaft des Burgund mit seinen Weingütern in die kältere Jahreszeit bringen...
Mémé (im Französischen für Großmutter) schart ihre Familie mittels einer Einladung, die ihr sehr wichtig ist, um sich, da sie zum einen ihren 80. Geburtstag im Kreise der Familie feiern möchte und Hilfe bei der Renovierung des altes Hauses, eher Schlösschens braucht, in dem zuvor lange Zeit ihr nun verstorbener Cousin Valentin wohnte...
Für ihr Alter außergewöhnlich agil, fährt sie Mobylette, wandert gerne, ist ein Genußmensch und steht zu ihrer Entscheidung, die sie von ihrer französischen Familie einst entzweite, einen Deutschen geheiratet zu haben, dem sie ins Markgräfler Land folgte und viele glückliche Jahre mit ihm verbrachte.
Als Ich-Erzählerin tritt Paula auf, die eigentlich ihre Verlobung mit Jakob, einem angehenden Arzt, in Paris nachfeiern will, sobald er von seiner Tätigkeit in Kenia als 'Arzt ohne Grenzen' Urlaub erhält...So treffen also (meist ohne es wirklich zu wollen) im Burgund für 3 Wochen alle Familienmitglieder zusammen: Paula, Claire, ihre Mutter, Marcel, ihr Bruder mit Frau Helen und Tochter Meike, was für alle nicht ohne Folgen bleiben soll und ihr Leben verändert; von der resoluten Mémé wird der Menüplan erstellt, sie schreibt auch ansonsten die Règlements vor und jedem ist klar, dass diese Zeit sehr wichtig für Mémé sind, geht es doch um Renovierung und den Erhalt des 'zurückeroberten' geliebten Chateaus, in dem sie einst aufwuchs... Da bleibt auch nicht aus, dass unter den Teppich gekehrte Probleme plötzlich auftauchen, wo die anderen sie nicht vermutet haben:

"Dort, wo reine Harmonie herrscht, nagt der Wurm im Gebälk, bis bei der geringsten Erschütterung das marode Gebäude zusammenbricht". (Zitat Méme, S. 107)

Solche Sätze sind es, die diesen mit viel Empathie und sehr sympathischen Figuren - allen voran die betagte Mémé - emotionale Tiefe geben, die ohnehin in gewohnter 'manière' der Autorin mit viel Herz in der Feder geschrieben wurde. Mémé macht Enkelin Paula zu ihrer Komplizin, um die Rätsel um Valentin zu lösen, mit dem sie lange Zeit keinen Kontakt hatte. Paula, die auch ihre Beziehung zu Jakob überdenken muss, begibt sich nur allzu gerne in die Schatzkammer des Dachbodens, da ihr dies als Kind stets verwehrt worden war...

In diesem Familienroman geht es sehr viel um das französische savoir-vivre, was sich bei den Menüzubereitungen typisch französischer Küche und den herrlichen Landschaftsbeschreibungen zeigt: Im Ets. Martin & Fils, einem Weinhändler und Weingut, von dem noch zu lesen sein wird, entführt die Autorin den Leser in die Welt der Sommeliers und beschreibt in herrlich-humorvoller Weise eine Wahrheit: Dass der alte Rouge im separaten, dunklen Kellergewölbe nur ein Flüstern verträgt: Er braucht Ruhe ;)

Die Frage, um die der Roman kreist, ob es eine weitere erbberechtigte Person außer Mémé, die mit der Sanierung von Haus und Garten überaus beschäftigt und nicht zu stoppen ist, gibt und Valentin unerwarteterweise doch Nachkommen hatte, spitzt sich zum Romanende hin zu; auch die schwelenden Familienprobleme bedürfen einer "kollektiven Konfliktlösung"... Das von Mémé initiierte 'Sommerwichteln' spielt hierbei eine tragende und durchaus positive Rolle...
Ein runder, stimmiger Abschluss krönt diesen Frauen- und Familienroman, der flüssig zu lesen und sehr unterhaltsam ist und dem es an emotionaler Tiefe nicht mangelt.

Fazit:

Ein wie gewohnt mit emotionaler Feder, viel Herz und sympathischen Figuren geschriebener Roman, der ein wenig Sommerwärme und die französische Kultur mitbringt, die auch im Winter das Herz des Lesers zu wärmen vermag. Einziger Minuspunkt meinerseits: Mir fehlte etwas mehr Spannung und auch das Ende war, wenn auch schön, etwas zu vorhersehbar. Gerne vergebe ich verdiente 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

Familienurlaub im Burgund, Fluch oder Segen? - 17.12.2016 18:26:59 - janaka

*Inhalt*
Die junge Antiquitätenhändlerin Paula möchte sich eigentlich mit ihrem Verlobten Jakob in Paris treffen, aber ihre Großmutter macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Denn Mémé, so wird sie liebevoll genannt, will, dass die gesamte Familie im Sommer das Château in Lys/Bourgogne renoviert. Und wenn Mémé etwas will, dann schafft sie es auch, dass alle nach ihrer "Pfeife tanzen".
Die Familie, bestehend aus dem Oberhaupt Mémé, ihrer Tochter Claire, Claires Kinder Paula und Marcel, Marcels Frau Helen und deren gemeinsame Tochter Meike, sitzt endlich mal wieder gemeinsam an einem Tisch. Aber es herrscht nicht nur Harmonie bei sommerlichen Temperaturen und herrlichen Speisen, die alltäglichen Probleme bleiben nicht zu Hause, so kommt es auch zu Familienstreitereien und Paula merkt, dass Mémé etwas Gravierendes verschweigt.
Der Sommer in Lys/Bourgogne hält für jeden einzelnen eine Änderung bereit.

*Meine Meinung*
"Mein Sommer mit Mémé" von Elaine Briag ist ein wundervoller Familienroman, der im herrlichen Frankreich spielt. Mit ihrem wunderschönen Schreibstil schafft es die Autorin, mir Bilden in den Kopf zu zaubern, die mich an Sommer und Sonne erinnern. Die zauberhafte Landschaft, die schönen Weingüter und die kleinen Orte sind einfach magisch und vermitteln mit einem Gefühl von Savoir Vivre. Die kulinarischen Beschreibungen lassen mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Eine schöne Idee wäre es gewesen, wenn diese Rezepte im Anhang zu finden wären.

Die kleinen einzelnen Geschichten der Protagonisten sind wie aus dem Leben gegriffen und werden vom Ellen Briag gekonnt in die Rahmenhandlung eingebaut. Erst zusammen bilden sie ein wunderbares und gut zu lesendes Buch.

Die Charaktere sind facettenreich und lebendig. Und auch wenn ich am Anfang mit der dominanten und durchgreifenden Mémé meine Schwierigkeiten hatte, wurde sie mir im Laufe des Buches immer sympathischer. Und auch Claire macht eine wunderbare Wandlung, am Anfang der Geschichte ist sie unscheinbar und blass, aber im Laufe der Zeit gewinnt sie an Bedeutung und entwickelt sich zu einem sympathischen Charakter.

*Fazit*
Wer schöne Familienromane in einem herrlichen Ambiente liebt, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Dieses Buch hat mir das Sommerfeeling und eine gewisse Leichtigkeit in diesen trüben Wintertagen wiedergebracht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

Großartig und mitreißend geschriebene Familiensaga - 16.12.2016 17:26:21 - Hanne "Book Lounge" Lesegenuss

Das Buch erzählt von Mémé, der Großmutter von Paula und ihrer Familie. Endlich ist Mémé, eigentlich heißt sie Louise Pfeiffer, heimgekehrt nach Burgund, wo der alte Familienbesitz aus dem 19. Jahrhundert steht. Ein herrschaftlich wirkendes Anwesen, ein Château, wie es damals gebaut wurde. In diesem Sommer wird Mémé achtzig Jahre und nun, da Cousin Valentin verstorben, wohnt sie wieder in Burgund. Die Einladungen zum Fest sind verschickt. Für alle Familienmitglieder war es Pflicht, zu erscheinen. Ansich hatte Mémé der Besitz zugestanden, aber etwas war in ihrer Vergangenheit passiert, so dass es dem Cousin zufiel. Was der Grund war, für alle ein Tabuthema. Die Enkelin Paula hatte den Buchladen vor langer Zeit von der Großmutter übernommen, welcher in Müllheim lag. Inzwischen war es ein Antiquitätengeschäft. Doch Paula hatte für den Sommer andere Pläne. Ein paar Tage konnte sie einplanen, den Rest wollte sie mit ihrem Verlobten in Paris verbringen. Dieser war bei Ärzte ohne Grenzen und seine Zeit war dann abgelaufen. Paula konnte sich an die schöne Zeit in der Kindheit in Burgund erinnern.
Wer nun denkt, hier auf eine alte, achtzigjährige verschrobene Frau zu treffen, der wird sich wundern. Mémé versteht es geschickt, die Fäden in der Hand zu halten. Manch einer denkt, sie kontrolliert, dirigiert. Mag sein, aber die Weisheit des Alters, vorausschauend und ganz viel Menschenkenntnis, das ist die Person Mémé, Louise Pfeiffer. Natürlich ist sie die wichtigste Charaktere. Wenn man einmal den Zugang zu ihr findet, muss man diese Person einfach mögen. Sie wird nicht beschönigt, sondern sehr authentisch mit all ihren Eigenheiten dargestellt. Eben eine eigenwillige Charaktere, die man so schnell nicht vergisst.

"Ein Sommer mit Mémé" ist weniger eine Liebesgeschichte, sondern eher eine Geschichte über die Beziehung von Müttern und Kindern, eben Familie. Der Sommerurlaub um den runden Geburtstag der Großmutter ist Hauptbestandteil der Geschichte. Und das nicht alles rosarot bei den einzelnen Familienmitgliedern ist, ich denke, Mémé hat das schon sehr rechtzeitig erkannt. Und die Steine ins Rollen gebracht. Auch nach trüben Seiten gibt es sie, die Lichtblicke, so dass die Hoffnung nie ganz verloren scheint.
Vermag der eine oder andere Protagonist seine Schwächen zu haben, sind sie dennoch glaubwürdig und beeindruckend gezeichnet. Aber auch auf die Nebenfiguren wird dabei ebenso gründlich eingegangen, da es wichtig ist, deren Beitrag zur Handlung glaubwürdig zu machen. Wobei eine Nebenfigur aus dem Schatten heraustritt und für eine absolute Überraschung sorgt. Und nicht nur das, der verstorbene Cousin hält noch eine zweite, sehr wertvolle Überraschung parat.
Zu keinem Zeitpunkt war die Geschichte langatmig, wobei hier der großartige Schreibstil der Autorin diese noch aufwertet.
"Ein Sommer mit Mémé" hat mich inhaltlich beeindruckt, denn der Autorin ist es gelungen, mich erneut für das Nachbarland Frankreich, seine Kultur und auch seine Lebensart zu begeistern.
Meine absolute Leseempfehlung für diese Geschichte, die sich mit menschlichen Beziehungen, Liebe und Vertrauen auseinandersetzt. Es ist eines der Bücher, da weiß man, sie bleiben einem noch lange in Erinnerung

Großartig und mitreißend geschriebene Familiensaga - 15.12.2016 22:20:40 - "Book Lounge" Lesegenuss

Das Buch erzählt von Mémé, der Großmutter von Paula und ihrer Familie. Endlich ist Mémé, eigentlich heißt sie Louise Pfeiffer, heimgekehrt nach Burgund, wo der alte Familienbesitz aus dem 19. Jahrhundert steht. Ein herrschaftlich wirkendes Anwesen, ein Château, wie es damals gebaut wurde. In diesem Sommer wird Mémé achtzig Jahre und nun, da Cousin Valentin verstorben, wohnt sie wieder in Burgund. Die Einladungen zum Fest sind verschickt. Für alle Familienmitglieder war es Pflicht, zu erscheinen. Ansich hatte Mémé der Besitz zugestanden, aber etwas war in ihrer Vergangenheit passiert, so dass es dem Cousin zufiel. Was der Grund war, für alle ein Tabuthema. Die Enkelin Paula hatte den Buchladen vor langer Zeit von der Großmutter übernommen, welcher in Müllheim lag. Inzwischen war es ein Antiquitätengeschäft. Doch Paula hatte für den Sommer andere Pläne. Ein paar Tage konnte sie einplanen, den Rest wollte sie mit ihrem Verlobten in Paris verbringen. Dieser war bei Ärzte ohne Grenzen und seine Zeit war dann abgelaufen. Paula konnte sich an die schöne Zeit in der Kindheit in Burgund erinnern.
Wer nun denkt, hier auf eine alte, achtzigjährige verschrobene Frau zu treffen, der wird sich wundern. Mémé versteht es geschickt, die Fäden in der Hand zu halten. Manch einer denkt, sie kontrolliert, dirigiert. Mag sein, aber die Weisheit des Alters, vorausschauend und ganz viel Menschenkenntnis, das ist die Person Mémé, Louise Pfeiffer. Natürlich ist sie die wichtigste Charaktere. Wenn man einmal den Zugang zu ihr findet, muss man diese Person einfach mögen. Sie wird nicht beschönigt, sondern sehr authentisch mit all ihren Eigenheiten dargestellt. Eben eine eigenwillige Charaktere, die man so schnell nicht vergisst.

"Ein Sommer mit Mémé" ist weniger eine Liebesgeschichte, sondern eher eine Geschichte über die Beziehung von Müttern und Kindern, eben Familie. Der Sommerurlaub um den runden Geburtstag der Großmutter ist Hauptbestandteil der Geschichte. Und das nicht alles rosarot bei den einzelnen Familienmitgliedern ist, ich denke, Mémé hat das schon sehr rechtzeitig erkannt. Und die Steine ins Rollen gebracht. Auch nach trüben Seiten gibt es sie, die Lichtblicke, so dass die Hoffnung nie ganz verloren scheint.
Vermag der eine oder andere Protagonist seine Schwächen zu haben, sind sie dennoch glaubwürdig und beeindruckend gezeichnet. Aber auch auf die Nebenfiguren wird dabei ebenso gründlich eingegangen, da es wichtig ist, deren Beitrag zur Handlung glaubwürdig zu machen. Wobei eine Nebenfigur aus dem Schatten heraustritt und für eine absolute Überraschung sorgt. Und nicht nur das, der verstorbene Cousin hält noch eine zweite, sehr wertvolle Überraschung parat.
Zu keinem Zeitpunkt war die Geschichte langatmig, wobei hier der großartige Schreibstil der Autorin diese noch aufwertet.
"Ein Sommer mit Mémé" hat mich inhaltlich beeindruckt, denn der Autorin ist es gelungen, mich erneut für das Nachbarland Frankreich, seine Kultur und auch seine Lebensart zu begeistern.
Meine absolute Leseempfehlung für diese Geschichte, die sich mit menschlichen Beziehungen, Liebe und Vertrauen auseinandersetzt. Es ist eines der Bücher, da weiß man, sie bleiben einem noch lange in Erinnerung

Ich träum vom Sommer im Burgund - 29.11.2016 21:17:32 - Dana Zepnik

Zum Inhalt:
Großmutters Château im Burgund zu renovieren, passt überhaupt nicht in die Pläne der jungen Antiquitätenhändlerin Paula. Denn sie wollte sich in Paris mit ihrem Verlobten Jakob treffen. Aber Großmutter, Mémé genannt, setzt die liebevollen Daumenzwingen an und versammelt nach langer Zeit wieder die ganze Familie an einem Tisch um gemeinsam den Sommer zu verbringen. Die resolute Meme stellt einige Regeln auf und zwingt so alle Familienmitglieder Zeit gemeinsam zu verbringen. So wird gemeinsam gekocht, gegessen und die Aufgaben im Haushalt erledigt.
Meine Meinung zum Roman:
Erst einmal möchte ich den wunderbaren wie ich finde besonderen Schreibstil der Autorin hervorheben. Sie schreibt so bildhaft, warmherzig und manchmal auch sehr poetisch das man sich der Geschichte wirklich nicht entziehen kann. Ich habe mich während des Lesens manchmal an den Familientisch gewünscht um das leckere Essen oder den Wein zu kosten oder einfach den Gesprächen der Familie zu lauschen. Ellen Briag hat einen eher leisen aber dennoch durchaus fesselnden und spannenden Familienroman geschrieben, der allein durch seine symphatischen, teilweise etwas verrückten Protagonisten und deren Lebensgeschichten getragen wird. Für die einen ist dieser Sommer eine Reise in die Vergangenheit und für die anderen eine Möglichkeit sich selbst zu finden und Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Über allem steht aber schlussendlich der Zusammenhalt in der Familie.
Mein Sommer mit Mémé ist ein wunderbarer Roman für kalte Winterabende der mich sehr gut unterhalten hat und mich vom sommerlichen Burgund träumen lässt.
Toller Schreibstil, wunderbare Protagonisten und ein fesselnder Plot sind mir deshalb 5 Sterne wert.

Bringt den Sommer zurück - 29.11.2016 20:11:02 - Bibliomarie

Das Buch ist eine leichte, sehr charmant erzählte Familiengeschichte. Die Autorin bringt mit jedem Abschnitt ihre Liebe zu Frankreich und ganz besonders zu Burgund, zum Ausdruck. Damit hat sie mich mitgenommen und gefesselt. Überhaupt sind die Landschaft, die kleinen Orte, die Weingüter und das französische Savoir Vivre die Stärken des Romans. Wie gern säße man mit einem Glas Wein mit am Tisch der Familie. Die turbulenten Verwicklungen und verborgenen Familiengeheimnisse bringen noch eine Portion Spannung ins Buch, auch wenn man natürlich weiß, dass ein so verzauberter Sommer nur glücklich enden kann.

Wunderschön erzählte Familiengeschichte - 29.11.2016 08:57:46 - Isabell47


Mémé wird 80 Jahre und anlässlich dieses Geburtstages lädt sie ihre Familie zu sich nach Frankreich auf ihr Chateau ein. Mèmé ist die willensstarke Großmutter von Paula, Antiquitätenhändlerin, die mit Ende 30, nun ihre Hochzeit plant. Ihr Verlobter ist noch in Kenia und sie hält durch Skypen Kontakt zu ihm. Eigentlich wollte sie ihn treffen und das Familientreffen ausfallen lassen, doch ihre Familie macht Druck und erinnert sie noch mal daran, wie wichtig doch Familie ist. Paula kommt sowie ihr Bruder Marcel mit seiner Frau und pubertierenden Tochter und ihre Mutter. Was hat Mémé ihnen mitzuteilen? Während der gemeinsamen Zeit in Frankreich wird dieses Geheimnis neben anderen gelüftet.
Durch ihren wunderbaren Schreibstil hat die Autorin es geschafft, dass ich das Gefühl hatte, selber mit nach Frankreich gereist zu sein und ein unsichtbarer Teil dieser Familienrunde gewesen zu sein. Nachdem Mémé mir zunächst eher unsympathisch war, hat sich dies im Laufe der Geschichte gewandelt und ich war überrascht wieviele Facetten die einzelnen Figuren hatten und wie sie sich entwickelt haben. . Ich habe diese "Menschen" lieb gewonnen, mit ihnen gefühlt, mich unterhalten, renoviert.... und mit ihnen diese köstlichen Gerichte, denn Kochen und Essen hat einen großen Stellenwert in dieser Geschichte, zu mir genommen.
Dieses Buch hat mich bezaubert! Eine absolute Leseempfehlung von mir!

Mémé hat alle im Griff - 27.11.2016 12:14:54 - leseratte1310

Lange war niemand von der Familie mehr auf dem Château im Burgund. Doch nachdem nun Cousin Valentin verstorben ist, ist die Großmutter Besitzerin des Anwesens Ihr achtzigster Geburtstag steht kurz bevor und vorher soll die Familienvilla auf Vordermann gebracht werden. Mémé erwartet, dass alle Familienmitglieder antreten. Dabei wollte Paula sich mit Jakob, mit dem sie ein lange Fernbeziehung hat, in Paris treffen, um sich in der Stadt der Liebe offiziell zu verloben. Aber Mémés Wunsch ist Befehl und so reisen alle an. Doch dann erleben sie eine böse Überraschung, Valentin soll einen Sohn gehabt haben, der Erbansprüche stellen kann.
Das Buch hat mir gefallen. Ich konnte mir die Gegend aufgrund der Beschreibung sehr gut vorstellen.
Die Familienmitglieder reisen mehr oder weniger widerwillig an. Jeder bringt seine Probleme mit an diesen idyllischen Ort und versucht die anderen nichts davon spüren zu lassen. Anfangs waren mir die meisten Personen nicht besonders sympathisch und die Familienessen waren ein ziemlich gezwungenes Beisammensein. Aber so nach und nach wurden Verhaltensweisen verständlicher. Es hat mir gefallen, zu erleben, wie Mémé genussvoll alle manipuliert. Man könnte sie für starrsinnig halten in ihrem Alter, aber es ist zum einen ihre Art und zum anderen hatte sie wohl einen Plan, den sie nun beharrlich durchzieht. Dadurch werden Beziehungen überdacht und der Zusammenhalt der Familie gestärkt.
Eine sehr schöne Familiengeschichte im sommerlichen Burgund.

Ein Château in Frankreich lüftet Familiengeheimnisse - 20.11.2016 19:35:15 - Minangel

Paula wirft widerwillig den Plan über Bord, ihren Verlobten romantisch in Paris zu treffen! Doch für wen bringt sie so ein Opfer? Dabei kann es sich nur um eine sehr wichtige Person handeln, nämlich um ihre Großmutter, Mémé genannt. Diese ist nach einer Erbschaft nun endlich wieder im Besitz eines Châteaus im Burgund, welches ihr geliebtes Geburtshaus ist. Nun braucht sie von der gesamten Familie Hilfe beim Renovieren, welche dem Ruf von ihr mehr oder weniger freiwillig folgt.
Doch wenn die Familie in einem Haus auf längere Zeit zusammen ist, kommen versteckte Probleme ans Tageslicht, es gibt schwellende Konflikte und auch Mémé umgibt ein Geheimnis, welches Paula entdeckt. Wie wird sich das alles auf ihr Leben auswirken?!

Es erwartet uns eine Familiengeschichte in Burgund: mit tollen Beschreibungen des Châteaus, der gemeinsamen Mahlzeiten inklusive exklusiver Weinauswahl bringt uns die Autorin Élaine Briag dorthin. Ausflüge auf den Markt, Besuche von Weingütern und der Umgebung… alles wird wunderbar eingebaut.
Die Sprache ist angenehm zu lesen, die französischen Wörter unterstützen den Flair und werden - wenn es für das Verständnis nötig ist, auch übersetzt.
Die einzelnen Protagonisten sind unterschiedlicher Charaktere, welche wir im Laufe der Geschichte auch noch von anderen Seiten kennen lernen dürfen. Manches Mal waren mir die Emotionen auf kleine Geschehnisse zu heftig und für zB eine erwachsene Frau nicht nachvollziehbar, eher nach dem Motto: wenn man aus einer Mücke einen Elefanten macht. Einige Male empfand ich Szenen emotional zu überladen und auch als unreflektiert. Doch das ist mein eigener Eindruck und wer weiß, wie ich reagieren würde auf engem Raum mit der ganzen Familie und in einer Geschichte darf alles sein.
Hervorheben möchte ich die Figur von Mémé, welche mir von Anfang an ans Herz gewachsen ist. Ich fand ihre Art authentisch und sie schaffte es in kürzester Zeit auf ihre resolute direkte Art (Patriarchin), ihre Familie aus der Reserve zu locken und Probleme anzugehen, welche über Jahre unangetastet blieben.
Die Handlung plätschert dahin, einiges ist absehbar und manche Szenenwechsel sind abrupt und man braucht etwas, um sich wieder im Geschehen zurecht zu finden.

Für die Handlung gäbe es von mir 3 gute Sterne, doch durch die wunderschönen französischen Bilder und das savoir-vivre (frei übersetzt: verstehen, zu leben), welche die Geschichte aufwerten, möchte ich 4 Sterne geben.

Ein Sommer im Burgund - 19.11.2016 20:08:01 - cyrana

Mémé wird 80 und ist so bestimmend wie immer. So lädt die Großmutter ihre Nachkommenschaft zum Zwangsrenovieren ins Château im Burgund. Paula hat eigentlich ganz andere Pläne. Sie und Jakob haben sich per Skype verlobt und möchten die Verlobung nun bei seiner Rückkehr aus Kenia mit romantischer Zweisamkeit im Pariser Marais Viertel feiern – und nicht mit der gesamten Familie, die von der Verlobung auch noch gar nichts weiß. Aber nicht nur Mémé drängt, auch Paulas Bruder Marcel hat seine ganz eigenen Gründe, seine Schwester zu überzeugen. Und so macht sich Paula doch auf den Weg nach Lys in das Château, in dem sie die Sommer ihrer Kindheit verbracht hat, die plötzlich aufhörten, weil Mémés Cousin Valentin in das Schloss einzog, das er und Mémé gemeinsam geerbt hatten. Nun ist Valentin gestorben und Mémé möchte das Schloss mit Hilfe ihrer Familie auf Vordermann bringen.

Mémé, eine resolute alte Dame mit dem Herz am rechten Fleck, die immer noch die Geschicke ihrer Familie lenken will. Ihre Tochter Claire, die berufliche Träume zum Wohl ihrer Kinder Marcel und Paula hinten angestellt hat. Marcel und seine Frau Helen, die so gar nichts mit Paula gemeinsam hat, und ihre Tochter Meike, die gerade ihre Pubertät in vollen Zügen auslebt. Schlussendlich Paula, die lieber ein romantisches Tête-à-tête mit Jakob hätte.

Mémé führt ein strenges Regiment mit vielen Regeln, die nicht immer auf Anhieb nachvollziehbar sind. Eine der Regeln lautet, dass es jeden Abend ein gemeinsames Abendessen geben wird. Gekocht wird in unterschiedlichen Konstellationen. Bei den Menus ist mir das Wasser im Mund zusammen gelaufen, so wunderbar gelingt es der Autorin das herrliche Essen zu beschreiben. Schon die Zubereitung war ein (Lese-)Genuss. Der Roman spielt in der Bourgogne und so dürfen die passenden Weine und auch der Crémant nicht fehlen.

Eine wunderbare Familiengeschichte, die die Komplexität des Zusammenlebens gut erfasst. Unerwartete Probleme und Fragen tauchen auf, alte Geheimnisse, Beziehungen, Gespräche, Beschreibungen eines schönen Sommers im Burgund, ein Gang über den Markt mit seinen Köstlichkeiten oder der Besuch eines Weingutes bringen dem Leser diese Landschaft näher und entfachen im Frankreichliebhaber eine große Sehnsucht. Die Autorin beweist, dass sie Land und Leute gut kennt und mag und lässt ihre Leser immer wieder daran teilhaben. Ihr gelingt es mühelos, französische Begriffe und Sätze einzuflechten und diese geschickt zu erklären. Ein wunderbarer Schreibstil, der zeigt, wie gut Élaine Briag mit dem Werkzeug Sprache umzugehen vermag.

Eine klare Empfehlung, sich auf die Reise zu begeben und gemeinsam mit Paula das Geheimnis des Sommers zu lüften und für ein paar angenehme Stunden dem trüben Herbstwetter zu entfliehen.

Ein unvergesslicher Sommer - 19.11.2016 16:44:52 - nati51

Großmutter Mémé ist eine sehr bestimmende Person und lässt kaum Widerspruch gelten. Sie hat ihre Familie, ihre Tochter Claire, ihre Enkelin Paula und ihren Enkel Marcel mit Familie nach Burgund in ihr Geburtshaus eingeladen. Ein altes Château, welches bis vor kurzem noch von ihrem Cousin Valentin bewohnt wurde. Mémé und Valentin hatten sich vor über zwanzig Jahren durch einen Streit entzweit. Nach Valentins Tod möchte Mémé das Château renovieren, um dort einzuziehen. Aber sie benötigt dafür den familiären Einsatz und will gleichzeitig ihren 80. Geburtstag dort feiern. Paula hatte eigentlich romantische Tage mit ihrem Verlobten Jakob in Paris eingeplant, der nach längerem Aufenthalt als Arzt in Kenia, zurückkommen wollte. Mémé lässt dies nicht gelten und lädt umgehend auch Jakob nach Burgund ein.

Alle Familienmitglieder beugen sich dem liebevollen Druck, den Mémé auf sie ausübt und reisen nach Burgund, doch sie kommen nicht allein, sondern haben ihre vielfältigen Probleme im Gepäck. Mémé blickt mühelos hinter die Fassade ihrer Familienangehörigen. Es gelingt ihr mit Verständnis und liebevoller Manipulation Lösungen zu finden. Nur das Problem von Mémé scheint unlösbar zu sein, denn ein unbekannter Nachkomme von Valentin hat Erbansprüche auf das Château erhoben.

An herbstlichen trüben Tagen hat mich der Roman ins sommerliche Burgund entführt. Die Protagonisten sind vielschichtig gezeichnet. Nicht alle fand ich von Beginn an sympathisch, dieses änderte sich aber, als ich mehr von ihnen erfuhr. Der Erzählstil ist leicht, aber nicht ohne Tiefgang und vermittelt viel französisches Flair bei Wein und gutem Essen. Passend wären noch einige Rezepte gewesen, denn die Beschreibungen der Zubereitungen der Mahlzeiten waren so ansprechend, dass mir das Wasser im Munde zusammen lief.

Ich empfehle gern dieses wunderschöne Wohlfühlbuch – passend für graue Tage.

Sommerurlaub mal anders - 19.11.2016 15:00:03 - LaMensch

Paula steht mitten im Leben. Sie betreibt ein Antiquitätengeschäft im südlichen Baden-Württemberg. Bis sie eines Tages die Nachricht erreicht, dass ihre Großmutter ausnahmslos die gesamte Familie in ihren kleinen Chateau in Frankreich begrüßen möchte. Eigentlich hat Paula keine Lust darauf, mehrere Wochen gemeinsam mit allen ihren Familienmitgliedern zu verbringen, denn die Verhältnisse in dieser Familie sind schwierig. Auf Drängen ihres Bruders fährt sie dann doch nach Frankreich und verlebt einen Sommerurlaub der ganz anderen Art.


Der Schreibstil in diesem Buch ist gut gemacht, man liest ihn und hat wirklich alles bildlich vor Augen (damit meine ich vor allem auch die Natur und Landschaft). Die Charaktere jedoch konnten mich nicht überzeugen, mit den meisten wurde ich einfach nicht warm. Das Verhalten empfand ich teilweise nicht unbedingt als authentisch, trotzdem war die story in sich schlüssig und gut abgerundet. Humor findet man in diesem Buch, aber gefehlt haben mir auch die tiefen Gefühle. Keine einzige Träne habe ich verdrückt und das hätte ich von einer solchen story dann doch erwartet. Das hatte ich etwas schade.


Insgesamt war seine solide Leistung, die mich nicht vollkommen überzeugen konnte. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

Sommerlich leichte Gute-Laune-Lektüre - 17.11.2016 13:43:24 - Freda Graufuss

Paula Pfeiffer ist 39 Jahre alt und hat nach 3 Jahren Fernbeziehung endlich einen Heiratsantrag in der Tasche. Zwar total unromantisch via Skype, aber das macht nichts. Schließlich kommt ihr Liebster bald zurück und sie werden einen romantischen Parisaufenthalt erleben. So der Plan. Leider interessiert sich Paulas Oma, genannt Mémé, in diesem Sommer herzlich wenig um die Pläne ihrer Familie. Nach einem jahrelangen Streit mit ihrer französischen Familie, hat sie endlich ihr Geburtshaus wieder. Sie möchte nun nicht nur ihren 80. Geburtstag in dem alten Château im Burgund feiern, sondern gleich komplette drei Wochen mit ihren Liebsten dort verbringen. Als Ausreden gelten dabei romantische Verlobungsreisen genauso wenig, wie alle anderen Ausflüchte. Mémé wird schließlich nur einmal 80.

Das es keine beschaulichen drei Wochen werden, liegt nicht nur an Mémés Diktat, sondern auch an den weiteren Figuren, die ihre Alltagssorgen aus Deutschland mit nach Frankreich nehmen. Paulas Bruder hat finanzielle Sorgen, aber auch eheliche Probleme, die seine Frau Helen durchaus mehr belasten. Die pubertierende Tochter sorgt für das ein oder andere Chaos und schließlich droht ein großer Unbekannter Mémés Traum von restlichen Leben im Château zunichte zu machen.

**Meinung****
Als ich mich an die Lektüre machte, habe ich einen sommerlich leichten Roman erwartet. Was Nettes für zwischendurch, das mir die grauen Tage etwas versüßt. Das habe ich bekommen - und wie. Elaine Briag gelingt es außerordentlich gut die französische Landschaft und vor allem das französische Essen zu beschreiben. Ihre Figuren, die mir zwar anfangs nicht sehr sympathisch waren, werden mit ihren Problemen, Sorgen, aber auch Wünschen sehr lebhaft dargestellt. Sie sind "menschlich" mit all ihren Fehlern. So gewann schließlich selbst die Diktatorin Mémé Zugang zu meinem Herzen, denn auch sie hatte für ihr herrisches Auftreten durchaus Gründe.

Das Ende mag vielleicht etwas zu perfekt und zu vollendet daherkommen, aber es ist ein gelungener Ausgang für ein sehr gutes Buch.

Drei Wochen Burgund, die eine Familie verändern - 16.11.2016 23:10:08 - Rebecca1493

Drei Wochen lang das Chateau der Großmutter zusammen mit ihrer Familie zu renovieren, obwohl der Verlobte in Paris wartet? Zunächst eine unmögliche Vorstellung für die Paula, die Besitzerin eines kleinen Antiquitätenladens. Mit der festen Überzeugung das "Schlösschen" nach spätestens 6 Tagen gen der Traumstadt für frisch Verliebte zu verlassen und mit der Aussicht einige Stücke für ihren Antiquitätenladen zu ergattern, reist Paula doch an, um ihrer bald 80.jährigen Großmutter einen Gefallen zu tun. Doch der Familienfrieden wehrt nicht lange und seit langer Zeit schwelende Konflikte brechen auf. Zu allem Überfluss hütet Mémé ein Geheimnis, dass die Renovierung zum Scheitern verurteilen könnte...

Mir gefällt das Cover des Buches sehr gut. Es gibt genau den Flair wider, den die Geschichte in Worten zu vermitteln versucht. Die sanften Grüntöne und die Szene im Vordergrund passen perfekt, da es auch im Buch selbst sehr oft um das Thema Essenszubereitung und die gemeinsame Zeit bei dessen Verzehr geht.

"Mein Sommer mit Mémé" war für mich eher Liebe auf das "zweite Lesen". Zu Beginn des Buches wurde ich von den ausschweifenden Schilderungen, der großen Menge an Personen und der Aneinanderreihung etwas erschlagen. Es hat einige Seiten gebraucht, um mich in die Geschichte einzulesen, obwohl der Schreibstil von Elaine Briag eigentlich recht flüssig zu lesen ist. Die Geheimnisse, die jeder Einzelne der Familie mit sich herumträgt und die nach und nach ans Licht kommen, haben mich aber nach und nach immer mehr in ihren Bann gezogen.

Vor allem die Charaktere, die die Autorin geschaffen hat, konnten mich überzeugen. Mit ihren Ecken und Kanten kommt es natürlich immer wieder zu Konflikten und Streit, aber auch Versöhnung und der Umgang mit aktuellen Problemen und ihrer Vergangenheit werden innerhalb der Familie thematisiert.

Die Beschreibungen der Landschaft, die mich zu Beginn noch etwas überfordert haben, wurden mit der Zeit zu einem festen Bestandteil und haben mich von Frankreich und bei den momentan herrschenden Temperaturen vom Sommer träumen lassen. Die immer wieder erwähnten französischen Weine und die typischen Gerichte der Gegend haben mir mehr als einmal das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Das Ende war für meinen Geschmack ein wenig zu rund, aber trotzdem stimmig.

Fazit: Nach kleinen Startschwierigkeiten, habe ich es genossen Teil von Mémés und Paulas Familie sein zu dürfen und sie drei Wochen durch viele Hochs und Tiefs zu begleiten zu können. In dieser kalten Jahreszeit ein willkommener Abstecher in das sommerliche Burgund!

Charmanter Sommer im Burgund - 16.11.2016 12:49:31 - Ladybella 911

Wenn du dich an einem kühlen Herbstabend oder einem kalten Wintertag diesem Buch und seiner wunderbaren Sprache hingibst, entführt es dich in den Sommer,
einen Sommer mit Mémé.

Mémé wird achtzig und möchte die gesamte Familie anlässlich dieses besonderen Tages um sich haben, allerdings nicht ohne Hintergedanken, denn sie verlangt von allen, sich nicht nur ein paar Tage, sondern gleich ganze drei Wochen „ frei zu schaufeln.“ Sie möchte zusammen mit ihnen das kleine Château, wie sie das große Herrenhaus, den Stammsitz ihrer Familie nennt, renovieren. Das passt so gar nicht in die Pläne ihrer Enkelin Paula, die sich eigentlich in Paris mit ihrem Freund treffen möchte, um dort, nur zu zweit, ihre Verlobung zu feiern.
Aber wenn Mémé ruft, dann haben alle ihrem Ruf Folge zu leisten.

Mit ihrer wunderbaren fast dichterisch anmutenden Sprache vermittelt uns Elaine Braig das sogenannte Savoir Vivre, diese herrliche, lebendige Leichtigkeit des Seins französischer Sommertage im Burgund in einer Art und Weise, die uns mitleben und miterleben lässt. Sie lässt uns am Familientisch Platz nehmen, bei köstlichem Essen, süffigem Wein und weiht uns nach und nach in die Geheimnisse der Familie und eines Jeden ein. Dass dies zuweilen auch schmerzhafte Erkenntnisse mit sich bringt, nun, damit muss jeder für sich allein fertig werden. Und immer umweht vom zauberhaften Duft herrlicher Sonnen- und Sommertage, inmitten des blumengeschmückten Gartens.
Immerhin, nach all den Geheimnissen und deren Aufdeckung, vielen unvorhersehbaren Wendungen und Ereignissen, gibt es ein versöhnliches Ende, fast wie im Märchen.
Wer „La belle France“, den Charme und das besondere Flair heiterer Sommertage liebt, sich gerne in eine unvergleichlich schöne Landschaft entführen lässt und speisen möchte wie Gott in Frankreich, sollte sich durch diese Geschichte dazu inspirieren lassen.

Eine wunderbare Familiengeschichte in traumhafter Umgebung - 15.11.2016 14:35:54 - Pinoca

Wenn die Großmutter - im französischen liebevoll Mémé- ruft, hat die Familie zu kommen. So auch jetzt, wo Mémé die Familie um Unterstützung bittet, einem alten Chateau im Burgund neues Leben einzuhauchen. Paula, Mémés Enkelin mit einem Hang zu Antiquitäten und einer eigenen Antiquitätenhandlung hat aber ganz Anderes vor. Sie möchte ihre Verlobung in Paris feiern, nur Sie und ihr Verlobter. Jedes Mitglied der Familie reist mit eigenen Vorstellungen und Problemen im Gepäck an.


Dieses Buch ist ein wunderbarer Spaziergang durch das Burgund. Beim Lesen habe ich das Gefühl, das alte Chateau mit den Familienmitliedern zu entdecken, ebenso perplex vor einer Wand von Regeln zu stehen oder eine dieser traumhaften französischen Spezialitäten zuzubereiten.
Ich habe das Gefühl das Buch zu erleben und nicht nur zu lesen. Jeder einzelne Charakter ist wunderbar ausgearbeitet und wird so zum Leben erweckt.
Es macht Spaß nach und nach hinter die Geheimnisse eines Jeden zu kommen und Verständnis für das Handeln der Einzelnen zu entwickeln. Ebenso liebevoll ist der über alle wachende Strippenzieher dargestellt, so dass ich das Gefühl habe, das ist wirklich so passiert und die Autorin muss am selben Tisch gesessen haben, um es uns auf so wundervolle Weise in diesem Buch wiederzugeben.

Eine wunderbare Familiengeschichte im Burgund, für Jeden der Frankreich mag und/oder gern Familiengeheimnissen auf die Spur kommt.

C´est la vie - ein traumhafte Geschichte - 07.11.2016 06:12:41 - Sonjas Bücherecke

Die Autorin Èlaine Briag entführt uns in ihrem neuesten Roman – für mich ein absolutes Traumbuch – nach Frankreich in ein in die Jahre gekommenes Chateau im Burgund. Hier lernen wir Mémé und ihre wunderbare Familie kennen.

Die Geschichte: Mémé hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht. Sie will ihren 80. Geburtstag mit ihrer ganzen Familie in einem Chateau im Burgund feiern. Paula, ihre Enkelin, ist von der Idee der Großmutter überhaupt nicht begeistert, da sie genau für diese Zeit andere Pläne. Die junge Antiquitätenhändlerin wollte sich mit ihrem Verlobten Jakob in Paris treffen. Doch Mémé besteht auf ihre Anwesenheit. Sie will die ganze Familie um sich haben. Und dass dann in Burgund noch ein altes Familiengeheimnis, das Mémé umgibt, aufgedeckt wird, macht die Angelegenheit umso spannender.

Schade, dass meine Reise nach Frankreich so schnell zu Ende war. Wenn ich die Augen schließe, sitze ich noch immer in dem herrlichen Garten an der wunderbar gedeckten Tafel und genieße den Augenblick und die friedvolle Stille. Der Schreibstil der Autorin hat mit wieder total begeistert. Man erkennt ihre Liebe zu dem Land. In dieser Geschichte steckt so viel Gefühl und Emotionen. Man befindet sich sofort mitten in der Geschichte, sieht die ganze Familie vor sich und erlebt Mémé wie sie leibt und lebt. Ich genieße diesen Sommer in Frankreich, meinem absoluten Lieblingsland, bei guten Essen und erfrischendem Wein und lauter netten Menschen, von denen jeder mit seinen Problemen zu kämpfen hat. Aber dieser Sommer bewirkt so einiges, und dass glaube ich, war Mémés volle Absicht. Sie wollte sie Familie um sich haben und endlich ihren Traum leben.

Ich bin und war total begeistert. Ein absolutes Lesehighlight für traumhafte Lesestunden. Man fühlt sich rundherum wohl und würde am liebsten sofort zu Mémé reisen. Ein absolutes Traumbuch.
Auch das bezaubernde Cover versetzt einen sofort in Mémés Garten. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne (leider können es nicht mehr sein). Ich freue mich riesig auf das nächste Buch der Autorin.

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