Geschürte Angst

Eine verdammt gute Story, mehr will Rose Blakey gar nicht. Doch es scheint, als müsste die junge Journalistin auf ewig in Colmstocks Polizistenkneipe jobben. Da tauchen Porzellanpuppen in der Stadt auf, die kleine Doppelgängerinnen der Mädchen sein könnten, vor deren Häusern sie gefunden werden. Wer ist der mysteriöse Puppenmacher? Rose wittert ihre Chance. Aber je mehr Aufmerksamkeit man ihren Artikeln schenkt, desto größer der Druck für Rose, neue Geschichten zu liefern. Ihre Artikel schüren eine Atmosphäre der Angst, die Colmstock für Fremde gefährlich macht. Ist Rose bereit, für ihre Karriere über Leichen zu gehen? 

»Ein kluger und fesselnder Psychothriller mit einer originellen Protagonistin. Ich konnte ihn nicht aus der Hand legen!«
Graeme Simsion, Autor von »Das Rosie-Projekt«

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Geschürte Angst

Eine verdammt gute Story, mehr will Rose Blakey gar nicht. Doch es scheint, als müsste die junge Journalistin auf ewig in Colmstocks Polizistenkneipe jobben. Da tauchen Porzellanpuppen in der Stadt auf, die kleine Doppelgängerinnen der Mädchen sein könnten, vor deren Häusern sie gefunden werden. Wer ist der mysteriöse Puppenmacher? Rose wittert ihre Chance. Aber je mehr Aufmerksamkeit man ihren Artikeln schenkt, desto größer der Druck für Rose, neue Geschichten zu liefern. Ihre Artikel schüren eine Atmosphäre der Angst, die Colmstock für Fremde gefährlich macht. Ist Rose bereit, für ihre Karriere über Leichen zu gehen? 

»Ein kluger und fesselnder Psychothriller mit einer originellen Protagonistin. Ich konnte ihn nicht aus der Hand legen!«
Graeme Simsion, Autor von »Das Rosie-Projekt«

Erscheinungstag: Mo, 03.09.2018
Bandnummer: 100157
Seitenanzahl: 336
ISBN: 9783959677691
E-Book Format: ePub oder .mobi

Dieses E-Book kann auf allen ePub- und .mobi -fähigen Geräten gelesen werden, z.B.
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Anna Snoekstra, Jahrgang 1988, wuchs in Canberra auf und zog mit 18 Jahren nach Melbourne, wo sie Film und Creative Writing studierte. Sie hat mehrere Kurzfilme und Musikvideos gedreht, bevor sie sich ganz aufs Schreiben konzentrierte. Ihre (…)

Kundenbewertungen

Tolles Thema, aber leider scheitert es an der Umsetzung - 20.09.2018 22:01:16 - frenzelchen90

Meine Meinung: Der Ansatz für einen Thriller ist gegeben, aber leider ist der Schreibstil der Autorin einfach zu verworren. Es werden immer wieder neue Handlungen eröffnet, die selten aufgeklärt werden oder wirklich sinnvoll sind. Da den Überblick zu behalten gestaltete sich für mich eher schwierig. Zum Schluss blieben dann auch einfach zu viele Fragen offen. Des Weiteren kommt erst am Ende des Buches wirklich Spannung auf. Davor plätschert das Geschehen nur vor sich hin. Zwar werden die Charaktere und die Umgebung sehr detaillgetreu und authentisch beschrieben, aber das steht für mich in einem Thriller nicht im Vordergrund.

Mein Fazit: Leider hat mich das Buch ein wenig enttäuscht. Die Idee war gut, aber an der Umsetzung hat es eindeutig gehapert.

falsche Meinung... - 17.09.2018 10:46:49 - secretworldofbooks

Die junge Rose träumt davon, endlich aus der runtergekommenen Kleinstadt Calmstock rauszukommen. Sie bewirbt sich bei den umliegenden Zeitungen als Reporterin. Als dann die Porzellanpuppen auftauchen, nimmt sie dies als ihre Chance. Ihr Artikel bringt eine große Resonanz hervor und nicht jeder Einwohner ist mehr gut auf sie zu sprechen. Die Polizeiarbeit läuft auch eher schleppend als erfolgreich.

Am Anfang plätschert die Handlung so vor sich hin. Calmstock wird als runtergekommene Kleinstadt beschrieben. Rose träumt von ihrer Karriere als Reporterin und die Polizisten ertränken die Trostlosigkeit im Glas. Bis Rose ihre Artikel verfasst. Diese bringen endlich Bewegung in die Stadt. Mit Beginn der Ermittlung steigert sich die Spannung der Handlung. Das Ende war richtig gut.

Sehr gut - 13.09.2018 15:19:47 - Ivonne

Inhaltsangabe zu "Geschürte Angst"

Eine verdammt gute Story, mehr will Rose Blakey gar nicht. Doch es scheint, als müsste die junge Journalistin auf ewig in Colmstocks Polizistenkneipe jobben. Da tauchen Porzellanpuppen in der Stadt auf, die kleine Doppelgängerinnen der Mädchen sein könnten, vor deren Häusern sie gefunden worden sind. Wer ist der mysteriöse Puppenmacher? 

Rose wittert ihre Chance. Aber je mehr Aufmerksamkeit man ihren Artikeln schenkt, desto größer wird die Sensationsgier der Menschen und der Druck auf Rose, neue Geschichten zu liefern. Ihre Artikel schüren eine Atmosphäre der Angst, die Colmstock für Fremde gefährlich macht. Ist Rose bereit, für ihre Karriere über Leichen zu gehen?


Meine Meinung...das Buch liest sich super ....es ist eine spannende geschichte die uns auch mal wider zeigt das nicht immer so alle isst wie es ist....jeder trägt ein Geheimnis...die Autorin hatbein tollen schreibstil und mit der Geschichte bringt sie Story und Hintergründe auf den Punkt...lliest selbst bevor ich zu viel verrate☺

Ein sehr gutes Buch - 10.09.2018 07:57:05 - BuecherGott

Meine Meinung...das Buch liest sich super ....es ist eine spannende geschichte die uns auch mal wider zeigt das nicht immer so alle isst wie es ist....jeder trägt ein Geheimnis...die Autorin hatbein tollen schreibstil und mit der Geschichte bringt sie Story und Hintergründe auf den Punkt...lliest selbst bevor ich zu viel verrate☺

Leider nur phasenweise fesselnd und spannungsgeladen, dennoch eine ungewöhnliche Geschichte die überrascht, auch wenn nicht alles überzeugt. - 03.09.2018 22:35:39 - Betsy

"Ihre Finger flogen über die Tasten, und sie versuchte, die seltsame Wahrheit dessen, was passiert war, in etwas Bedrohliches zu verwandeln. Sie versuchte eine Story daraus zu machen."

In der trostlosen Kleinstadt Colmstock passiert kaum etwas aufregendes. Doch dann geht scheinbar ein Brandstifter um, der sein erstes Opfer fordert und es tauchen Porzellanpuppen vor der Haustür einiger Einwohner auf, die deren Töchtern ähnlich sehen. Harmlos oder markiert jemand die Mädchen? Rose Blakely, die in der Polizistenkneippe der Stadt, dem Eamon's, arbeitet, versucht alles um aus Colmstock rauszukommen und träumt von einer Karriere als Journalistin. Als ihre kleine Schwester eine dieser Puppen erhält und die Polizei das Ganze nicht ernst zu nehmen scheint, wittert sie ihre große Chance auf eine gute Story und tatsächlich wird sie mit der Veröffentlichung ihres Artikels belohnt. Damit ist sie ihrem Traum einen Schritt weiter, sorgt aber auch für zunehmende Unruhe in Colmstock und erhitzt die Gemüter. Obwohl sich Rose in ihrem Erfolg sonnt, kommt bald das bittere Erwachen und sie braucht eine neue reißerische Story, doch wie weit ist sie dafür bereit zu gehen und was für Folgen könnte das für sie und andere haben? Und was hat es mit dem Fremden auf sich, der sich seit einiger Zeit in der Stadt aufhält und im Eamon's ein Zimmer belegt?

Der Autorin gelingt es sehr gut die Trostlosigkeit und Eintönigkeit der Kleinstadt Colmstock und seinen Einwohnern darzustellen, wo es wenig echte Perspektiven gibt. Das Ganze ist dann auch recht deprimierend, wenn man nach und nach erfährt wie das Leben dort aussieht und kann daher den Ehrgeiz von Rose diesem Ort den Rücken zu kehren nur zu gut verstehen, während sich andere längst mit dieser Art Leben abgefunden haben oder versuchen das Beste daraus zu machen und kleinere Träume haben. Alles in allem gelingt hier eine starke Figurenzeichnung und auch wenn man jetzt nicht unbedingt vor Sympathie mit ihnen brennt, da jeder nach und nach auch unsympathische Züge zeigt, ist es möglich sie alle bis zu einem gewissen Grad zu verstehen und sich in ihre jeweilige Situation hineinzufühlen. Dabei kommen so einige Geheimnisse ans Licht, man erfährt mehr von ihren Sehnsüchten, bekommt Einblicke in die familiären Verhältnisse als auch in die Beziehungen zueinander. Teilweise ist es wirklich schockierend was hier passiert und wie schnell alles eine Eigendynamik entwickeln kann, sodass es ab einem gewissen Punkt kein Zurück mehr gibt und jeder auf seine Art darauf reagiert.

Eines der Mankos hier ist allerdings, dass es immer nur phasenweise wirklich spannend wird und man dazwischen in der Handlung wenig weiterkommt, da immer neue Aspekte dazukommen und man bei all den Dingen gar nicht mehr sagen kann, was nun im Endeffekt tatsächlich wichtig und von Bedeutung für die Geschichte ist. Auch der anfängliche Ausgangspunkt mit der Brandstiftung und den Porzellanpuppen wird teilweise dadurch regelrecht an den Rand gedrängt und wirkt fast so als hätte man auf diesen Handlungsstrang vergessen. Dies passiert auch bei anderen Dingen, die vorkommen und dann lange Zeit keinerlei Rolle mehr zu spielen scheinen.

Vieles wirkt leider etwas unausgegoren und zahlreiche Kleinigkeiten sind alles andere als stimmig, je länger man darüber nachdenkt. Dabei ist die Geschichte wirklich ungewöhnlich und hat einiges zu bieten. So ist sie alles andere als vorhersehbar und kann einen durchaus mitreißen, weil man wissen will wo es hinführen wird, aber man muss auch ehrlich sagen, dass es einfach ein zu viel an Themen und Figuren ist und es daher wohl auch nicht gelingt einen echten Spannungsaufbau hinzubekommen, sondern es immer wieder ein auf und ab damit ist. Das Ende kann zwar durchaus noch einiges wiedergutmachen, aber überzeugt ebenfalls nicht gänzlich, weil es so wirkt als müsste jetzt noch schnell alles irgendwie zum Abschluss gebracht werden, dabei aber zusätzlich noch so einige Fragen aufgeworfen werden und unbeantwortet bleiben. Bei so manchen Dingen fehlt einfach der passende Feinschliff, um den Leser zu 100% zu überzeugen und eine rundum stimmige Handlung zu bieten, aber zugleich gibt es auch unglaublich starke und intensive Momente, für dich sich das dranbleiben an der Geschichte lohnt, besonders wenn man miterlebt wie Rose aus dem Wenigen das sie hat eine spannende Story macht und wie dies das Leben in Colmstock verändert. Dabei zeigt sich auf anschauliche Art und Weise wie machtvoll das Instrument Medien sein kann.

Fazit: Ein Thriller, der leider großteils doch die Spannung vermissen lässt und weder durchgehend fesselnd noch wirklich kurzweilig ist, weil sich die Handlung in viel zu vielen Nebensächlichkeiten verliert und immer mehr hineinspielt, was im Endeffekt einfach zu viel des Guten ist. Dabei ist die Darstellung der großteils resignierten Einwohner des Städtchens Colmstock und die Atmosphäre an diesem recht trostlosen Ort sehr gelungen eingefangen. Egal ob sympathisch oder nicht, man kann alle Figuren bis zu einem gewissen Grad verstehen und es ist erstaunlich welche Seiten man von ihnen bis zum Ende noch zu sehen bekommt und wie sich die persönliche Einstellung zu so mancher Figur verändert. Obwohl vielleicht nicht so spektakulär wie erwartet und die Handlung nicht in allen Dingen absolut stimmig erscheint, kann man der Geschichte nicht den Vorwurf machen keine Überraschungen zu bieten, denn bis zuletzt ist unsicher wie die Handlung enden wird.

anders, abgründig mit einigen Schwächen - 02.09.2018 17:30:54 - mesu

Nichts ist wie es scheint, in einer Stadt voller Abgründe

Der Titel "Geschürte Angst" ist treffsicher ausgewählt. Denn den Leser erwartet genau dies in dieser düsteren, teilweise verkommenen Kleinstadt. Die nach außen nett und freundlich wirkenden Menschen, haben alle einen dunklen Fleck in ihrer Vergangenheit, der in dieser Geschichte aufgedeckt wird.

Es beginnt mit einem Brand und seltsamen Puppen, die einigen Bewohnern vor die Haustür gestellt werden. Sie ähneln den Mädchen, die in diesen Häusern wohnen.
Die junge ehrgeizige Rose und "Möchtegern" Schriftstellerin versucht auf sehr subtile und eigenartige Weise dieses Rätsel zu lösen.
Sie ist anfangs recht sympatisch und scheint naiv und unschuldig, doch im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich in einer unangenehmen Weise, wie auch fast alle anderen Protagonisten.....

Die Geschichte liest sich spannend, manchmal holprig weil sie hin und her springt, aber hält auch einige Überraschungen bereit. Ob dieser Stil von der Autorin gewollt ist - sei dahingestellt.
Das Buch lässt mich etwas zwiespältig zurück, aber die Charaktere und ihre teils abgründigen Eigenschaften, Machenschaften usw. sind auf alle Fälle sehr eindrucksvoll dargestellt.

Ein etwas anderes Buch, aber durchaus lesenswert.

Sehr spannendes Buch, gute Geschichte. Manche Fragen bleiben offen, im Großen und Ganzen aber sehr lesenswert. - 02.09.2018 16:58:54 - Mienchen77

Der Roman „Geschürte Angst“ von Anna Snoekstra gewährt uns tiefe Einblicke in die Abgründe der Menschen in dem Ort Colmstock. Rose Blackey, eine junge Frau, wünscht sich nichts sehnlicher, als Journalistin zu werden und dem trübsinnigen Ort den Rücken zu kehren. Dafür ist ihr jedes Mittel recht.

Rose wohnt zusammen mit ihren jüngeren Halbgeschwistern, den Zwillingen Scott und Sophie und dem Nesthäkchen Laura, bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater. Sie arbeitet bei Eamon's, einer Polizistenkneipe. Verzweifelt versucht sie, ein Volontariat in der Stadt zu bekommen, erhält aber eine Absage nach der anderen. Als auch noch ihr Stiefvater und ihre Mutter von ihr verlangen, dass sie auszieht, ist Rose verzweifelt. Ihre beste Freundin Mia scheint die einzige zu sein, die zu ihr hält.

Als mehrere Kinder im Ort geheimnisvolle Puppen erhalten, die den Kindern zum Verwechseln ähnlich sehen, nutzt Rose ihre Chance. Sie verfasst einen reißerischen Artikel und schickt diesen an ein Revolverblatt. Zu ihrer Freude wird der Artikel angenommen und veröffentlicht. Ganz schnell wird klar, dass sie sich damit im Ort keine Freunde macht. Was zunächst ganz harmlos schien, erhält durch den Artikel von Rose auf einmal eine andere Bedeutung. Die Menschen in Colmstock haben plötzlich Angst um ihre Kinder, der Polizei wird vorgeworfen, dass sie Informationen zurückhält.

Im Laufe der Ermittlungen wegen der Puppen kommen zwangsläufig Informationen über Bewohner von Colmstock ans Licht, die diese lieber nicht preisgegeben hätten. Rose muss erkennen, dass auch in ihrer eigenen Familie dunkle Geheimnisse lauern. Trotzdem scheinen die Ermittlungen nicht weiterzukommen, Rose fürchtet um ihren Erfolg. Da greift sie zu Mitteln, die sie sehr bald bitterlich bereuen wird, auch wenn sie zunächst scheinbar zum Erfolg führen.

Viele Menschen im Umfeld von Rose zeigen im Laufe der Geschichte ihren wahren Charakter. Bei manchen zeigt sich überraschend eine gute Seite, andere enttäuschen.

Die Geschichte ist sehr spannend erzählt. Vor allem am Schluss konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr weglegen. Die Autorin schafft es , die schlechte wirtschaftliche Lage in Colmstock und die trostlose Situation der Bürger dort gut darzustellen und Spannung aufzubauen. Leider war die Handlung teilweise aber sehr verworren, auch unglaubwürdig. Zu viele verschiedene Erzählstränge, ich hatte manchmal Mühe, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Ich habe das Buch trotzdem sehr gern gelesen und kann es auch weiterempfehlen.

Über weite Strecken leider sehr zäh und wirr, aber mit fulminantem Ende. Snoekstra hat eindeutig Potenzial, muss es nur noch richtig nutzen. - 29.08.2018 06:41:05 - Elisabeth Bulitta

In Colmstock, einer heruntergekommenen und von Arbeits- und Hoffnungslosigkeit geprägten Stadt, macht sich die Angst breit. Nicht nur, dass es immer wieder von Brandstiftungen heimgesucht wird, die auch schon ein Todesopfer gefordert haben, nun finden Anwohner auch noch Porzellanpuppen vor ihrer Haustür, die ihren jüngsten Töchtern bis aufs Haar gleichen. Während die Polizei im Dunkeln tappt, wittert die angehende Journalistin Rose ihre große Chance: Mit einer Zeitungsartikelreihe zu diesen jüngsten Ereignissen hofft sie, dieser Tristesse zu entkommen. Doch sie ahnt noch nicht, was für eine Lawine sie mit ihren Berichten lostritt.
Der Prolog, in dem der Brand eines Gebäudes geschildert wird, wirft schon einige Fragen auf: Wer ist für den Brand verantwortlich? Wer ist umgekommen? In dem sich anschließenden Einstieg in den eigentlichen Handlungsstrang, in dem Handlungsort und Hauptcharaktere eingeführt werden, gelingt es Snoekstra aber leider nicht, den im Prolog aufgebauten Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Zwar beschreibt sie sehr eindrücklich die Trostlosigkeit des ehemaligen Arbeiterstädtchens Colmstock und die Hoffnungslosigkeit seiner Bewohner, sodass der Leser sogleich in deren Atmosphäre hineingezogen wird, aber von Spannung ist über lange Strecken nichts zu spüren. Selbst die erste Begegnung mit den ominösen Porzellanpüppchen wird eher im Nebenbei erwähnt. Dieses ist ein Phänomen, dem man in diesem Roman immer wieder begegnet: Dramatische Ereignisse werden erwähnt und auch gut beschrieben, verpuffen aber nach kurzer Zeit wieder oder werden von nebensächlichen Erzählsträngen überdeckt. Teilweise springt die Verfasserin zudem sehr schnell von Begebenheit zu Begebenheit und von Perspektive zu Perspektive, was es schwierig macht, eine Stringenz im Handlungsverlauf zu erkennen. Erst auf den letzten 100 Seiten gelingt es ihr, an Rasanz und Spannung zuzulegen, die schließlich in eine fulminanten Finale enden, wenngleich auch von fehlender Logik begleitet. Meiner Meinung nach reicht das nicht, um die Defizite der ersten Romanhälfte wettzumachen.
Die Charaktere in dieser Erzählung sind vielschichtig gestaltet, wobei man aus Rose am Ende nicht wirklich schlau wird, ob sie aus den Ereignissen wirklich etwas gelernt hat oder nicht. Aber letztlich wird es für sie das Wichtigste sein, dass sie ihre Träume nun verwirklichen kann. Einzig Sergeant Frank präsentiert sich von Anfang bis Ende als egoistischer und narzisstischer Charakter, der seine verdiente „Strafe“ bekommt.
Der Titel des Buches, und das gefällt mir, wird schon recht früh ersichtlich: Zu Beginn des zweiten Romanteils spürt der Leser, wie sich Dank Roses Artikel nach und nach eine Atmosphäre von Sensationsgier und Angst in der Bevölkerung ausbreitet. Diese Entwicklung zieht sich auch durch den gesamten Thriller hindurch.
Neben dem eigentlichen Mysterium, der Frage, wer der Verantwortliche für den Porzellanpuppenfall ist, wird in diesem Roman beispielhaft und glaubwürdig dargestellt, wie es der Presse bzw. den Medien möglich ist, die Stimmung in der Bevölkerung zu manipulieren, indem die anfänglich nicht ernst genommenen Vorfälle allmählich zu dramatischen und brutalen Reaktionen führen. Auch welche Rolle die Presse eigentlich in unserer heutigen Gesellschaft spielt, wird kritisch hinterfragt: von Wahrheitsfindung – so es denn eine objektive Wahrheit gibt – weit und breit keine Spur. Weiter wird anhand von Roses Beispiel demonstriert, wie weit ein Mensch zu gehen vermag, um seinem dürftigen Dasein zu entfliehen und Karriere zu machen.
Snoekstra bedient sich einer einfachen, leicht zu lesenden Sprache, die dem Leser keinerlei Schwierigkeiten bereitet, den Roman flüssig zu lesen. Leider fehlt es aber auf der anderen Seite an sprachlichen Glanzlichtern, die den anspruchsvolleren Leser befriedigen könnten.
Das Cover des Buches spiegelt den Inhalt des Buches und vor allem die Trostlosigkeit des Handlungsortes wider: Eine einsame Straße für im mit Wolken durchwobenen Abendrot ins Nirgendwo.
Insgesamt ist „Geschürte Angst“ ein Buch, das die Bezeichnung „Thriller“ meiner Meinung nach nicht verdient, da es einfach keinen durchgehenden Spannungsbogen enthält. Mir persönlich fehlte beim Lesen einfach der „Flow“. Es ist schade, dass es Snoekstra – trotz vieler guter und lesenswerter Passagen – nicht geschafft hat, einen Thriller zu verfassen, der sich durchweg flüssig und spannend lesen lässt. Dass sie das Potenzial dazu hat, hat sie an vielen Stellen bewiesen. Es war nett, dieses Buch zu lesen, auch zwischen den Zeilen gesellschaftskritische Impulse zu erhalten, doch von einem wirklich guten Thriller erwarte ich dann doch mehr.

Über weite Strecken leider sehr zäh und wirr, aber mit fulminantem Ende. Snoekstra hat eindeutig Potenzial, muss es nur noch richtig nutzen. - 28.08.2018 18:24:22 - Elisabeth Bulitta

Bei Anna Snoekstras „Geschürte Angst“ handelt es sich um einen Thriller, der im September 2018 bei HarperCollins als E-Book erscheint.
In Colmstock, einer heruntergekommenen und von Arbeits- und Hoffnungslosigkeit geprägten Stadt, macht sich die Angst breit. Nicht nur, dass es immer wieder von Brandstiftungen heimgesucht wird, die auch schon ein Todesopfer gefordert haben, nun finden Anwohner auch noch Porzellanpuppen vor ihrer Haustür, die ihren jüngsten Töchtern bis aufs Haar gleichen. Während die Polizei im Dunkeln tappt, wittert die angehende Journalistin Rose ihre große Chance: Mit einer Zeitungsartikelreihe zu diesen jüngsten Ereignissen hofft sie, dieser Tristesse zu entkommen. Doch sie ahnt noch nicht, was für eine Lawine sie mit ihren Berichten lostritt.
Der Prolog, in dem der Brand eines Gebäudes geschildert wird, wirft schon einige Fragen auf: Wer ist für den Brand verantwortlich? Wer ist umgekommen? In dem sich anschließenden Einstieg in den eigentlichen Handlungsstrang, in dem Handlungsort und Hauptcharaktere eingeführt werden, gelingt es Snoekstra aber leider nicht, den im Prolog aufgebauten Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Zwar beschreibt sie sehr eindrücklich die Trostlosigkeit des ehemaligen Arbeiterstädtchens Colmstock und die Hoffnungslosigkeit seiner Bewohner, sodass der Leser sogleich in deren Atmosphäre hineingezogen wird, aber von Spannung ist über lange Strecken nichts zu spüren. Selbst die erste Begegnung mit den ominösen Porzellanpüppchen wird eher im Nebenbei erwähnt. Dieses ist ein Phänomen, dem man in diesem Roman immer wieder begegnet: Dramatische Ereignisse werden erwähnt und auch gut beschrieben, verpuffen aber nach kurzer Zeit wieder oder werden von nebensächlichen Erzählsträngen überdeckt. Teilweise springt die Verfasserin zudem sehr schnell von Begebenheit zu Begebenheit und von Perspektive zu Perspektive, was es schwierig macht, eine Stringenz im Handlungsverlauf zu erkennen. Erst auf den letzten 100 Seiten gelingt es ihr, an Rasanz und Spannung zuzulegen, die schließlich in eine fulminanten Finale enden, wenngleich auch von fehlender Logik begleitet. Meiner Meinung nach reicht das nicht, um die Defizite der ersten Romanhälfte wettzumachen.
Die Charaktere in dieser Erzählung sind vielschichtig gestaltet, wobei man aus Rose am Ende nicht wirklich schlau wird, ob sie aus den Ereignissen wirklich etwas gelernt hat oder nicht. Aber letztlich wird es für sie das Wichtigste sein, dass sie ihre Träume nun verwirklichen kann. Einzig Sergeant Frank präsentiert sich von Anfang bis Ende als egoistischer und narzisstischer Charakter, der seine verdiente „Strafe“ bekommt.
Der Titel des Buches, und das gefällt mir, wird schon recht früh ersichtlich: Zu Beginn des zweiten Romanteils spürt der Leser, wie sich Dank Roses Artikel nach und nach eine Atmosphäre von Sensationsgier und Angst in der Bevölkerung ausbreitet. Diese Entwicklung zieht sich auch durch den gesamten Thriller hindurch.
Neben dem eigentlichen Mysterium, der Frage, wer der Verantwortliche für den Porzellanpuppenfall ist, wird in diesem Roman beispielhaft und glaubwürdig dargestellt, wie es der Presse bzw. den Medien möglich ist, die Stimmung in der Bevölkerung zu manipulieren, indem die anfänglich nicht ernst genommenen Vorfälle allmählich zu dramatischen und brutalen Reaktionen führen. Auch welche Rolle die Presse eigentlich in unserer heutigen Gesellschaft spielt, wird kritisch hinterfragt: von Wahrheitsfindung – so es denn eine objektive Wahrheit gibt – weit und breit keine Spur. Weiter wird anhand von Roses Beispiel demonstriert, wie weit ein Mensch zu gehen vermag, um seinem dürftigen Dasein zu entfliehen und Karriere zu machen.
Snoekstra bedient sich einer einfachen, leicht zu lesenden Sprache, die dem Leser keinerlei Schwierigkeiten bereitet, den Roman flüssig zu lesen. Leider fehlt es aber auf der anderen Seite an sprachlichen Glanzlichtern, die den anspruchsvolleren Leser befriedigen könnten.
Das Cover des Buches spiegelt den Inhalt des Buches und vor allem die Trostlosigkeit des Handlungsortes wider: Eine einsame Straße für im mit Wolken durchwobenen Abendrot ins Nirgendwo.
Insgesamt ist „Geschürte Angst“ ein Buch, das die Bezeichnung „Thriller“ meiner Meinung nach nicht verdient, da es einfach keinen durchgehenden Spannungsbogen enthält. Mir persönlich fehlte beim Lesen einfach der „Flow“. Es ist schade, dass es Snoekstra – trotz vieler guter und lesenswerter Passagen – nicht geschafft hat, einen Thriller zu verfassen, der sich durchweg flüssig und spannend lesen lässt. Dass sie das Potenzial dazu hat, hat sie an vielen Stellen bewiesen. Es war nett, dieses Buch zu lesen, auch zwischen den Zeilen gesellschaftskritische Impulse zu erhalten, doch von einem wirklich guten Thriller erwarte ich dann doch mehr.

Ihre Bewertung

1 schlecht, 5 sehr gut

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