Grausames Erbe

Grausames Erbe

Seit 18 Jahren lebt Petty wie eine Gefangene in ihrem Zuhause. Ihre Tage werden durch eintönige Arbeit auf dem einsamen Schrottplatz und knallhartes Überlebenstraining bestimmt – alles nur zu ihrem Wohl, wie ihr Vater betont. Als er plötzlich stirbt, scheint sie nun endlich frei. Doch sein eiserner Griff besteht auch über den Tod hinaus. Getrieben von einem unglaublichen Verdacht, macht sich Petty auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und befindet sich mit einem mal auf der Flucht vor der Polizei. Wie gut, dass ihr Vater sie auch für solche Situationen ausgebildet hat …

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Grausames Erbe

Seit 18 Jahren lebt Petty wie eine Gefangene in ihrem Zuhause. Ihre Tage werden durch eintönige Arbeit auf dem einsamen Schrottplatz und knallhartes Überlebenstraining bestimmt – alles nur zu ihrem Wohl, wie ihr Vater betont. Als er plötzlich stirbt, scheint sie nun endlich frei. Doch sein eiserner Griff besteht auch über den Tod hinaus. Getrieben von einem unglaublichen Verdacht, macht sich Petty auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und befindet sich mit einem mal auf der Flucht vor der Polizei. Wie gut, dass ihr Vater sie auch für solche Situationen ausgebildet hat …
Erscheinungstag: Mo, 06.02.2017
Bandnummer: 100048
Seitenanzahl: 352
ISBN: 9783959670586
ISBN: 9783959676137
E-Book Format: ePub

Dieses E-book kann auf allen ePub- und DRM-fähigen Geräten gelesen werden, z.B.
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LS Hawker wuchs in einem Vorort von Denver auf, wo sie eine Besorgnis erregende Faszination für True-Crime-Bücher entwickelte und Geschichten über menschenartige Früchte und jugendliche Straftäter schrieb. Ihren ersten Roman verfasste sie mit (…)

Kundenbewertungen

Psychologisch gut aufgebaut, spannend und erfrischend anders - 19.04.2017 12:30:51 - Nisnis Bücherliebe

Grausamens Erbe ist ein psychologisch intelligent aufgebauter Thriller, spannend und erfrischend anders. Er erzählt die Geschichte von Petty, die 18 Jahre lang in ihrem Zuhause wie eine Gefangene lebte. Als ihr Vater stirbt und die langersehnte Freiheit zum Greifen nah ist, offenbart man ihr das grausames Vermächtnis des Vaters, das dramatische Folgen nach sich zieht.

http://www.nisnis-buecherliebe.de/2017/04/thriller-grausames-erbe-von-ls-hawks.html

Tolles Buch, sehr zu empfehlen - 23.02.2017 20:54:46 - Twin_Tina

Das Cover des Buches, wirkt ja sehr Geheimnisvoll und auch die Inhaltsangabe hat mich sehr angesprochen. Wer den Inhalt des Buches kennt, weiß auch, dass das Cover total gut zum Buch passt.

Das Buch war für mich, von Anfang an spannend und je weiter man gelesen hat, desto spannender wurde es. An vielen Stellen, gab es auch überraschende Wendungen, was auch sehr gut zur Spannung beigetragen hat. Es passiert auch ziemlich viel, sodass ich auch öfter irgendwelche Vermutungen hatte, aber nicht alle, waren richtig.

Die beiden Hauptprotagonisten haben zwar beide ihre Eigenheiten, aber mir waren eigentlich beide zumindest meist ziemlich sympathisch. Petty ist zwar teilweise auch sehr naiv, aber nachdem, was sie alles erlebt hat, ist das eigentlich auch kein Wunder.

Der Schreibstil war flüssig und ließ sich gut lesen.

Ein Thriller, der begeistern kann! - 21.02.2017 15:56:08 - Janosch79

Mit "Grausames Erbe" ist LS Hawker ein starker Thriller gelungen!

Inhalt: Seit 18 Jahren lebt Petty wie eine Gefangene in ihrem Zuhause. Ihre Tage werden durch eintönige Arbeit auf dem einsamen Schrottplatz und knallhartes Überlebenstraining bestimmt Als er plötzlich stirbt, scheint sie nun endlich frei. Doch sein eiserner Griff besteht auch über den Tod hinaus. Getrieben von einem unglaublichen Verdacht, macht sich Petty auf die Suche nach ihrer Vergangenheit.

Die Geschichte beginnt zunächst äußerst mysteriös, denn Petty wird 18 Jahre lang von ihrem Vater als Gefangene gehalten.
Der Thriller liest sich äußerst flüssig und kann den Leser mehr als fesseln. Aus zwei verschiedenen Erzählperspektiven wird die Geschichte beschrieben. Es entstehen dadurch aber keinerlei Verständnisschwierigkeiten. Zwischendurch entwickeln sich an ein paar Stellen ein paar Längen, da die familiären Zusammenhänge doch sehr detailiert dargestellt werden.
Die zahlreichen Wendungen läuten aber ein mehr als packendes Finale ein, dass diesem Thriller mehr als würdig ist.

Mich konnte "Grausames Erbe" mehr als begeistern und ist jedem Thriller-Liebhaber mehr als empfohlen!

Spannende Reise in die Vergangenheit - 16.02.2017 02:52:09 - IG

Das Buch lässt sich , nach dem Anfang , wenn man spitz hat, wer wann die Geschichte erzählt und dieses im späteren Verlauf schneller erahnen kann, sehr gut und schnell lesen,.. Die Perspektiven der Erzählung sind aus 2 Sichten, der verstörten Petty , die in ihre Vergangenheit reist und antworten sucht, und dem smarten Dekker,... Dieser rutscht in die Geschichte rein und hilft Petty bei dem zusammen setzten ihrer Puzzleteile der Vergangenheit,.. Nachdem Pettys Vater stirbt, haut sie ab und begegnet Dekker, mit ihm macht sie sich gemeinsam auf den Weg , ihre Vergangenheit zu erkunden und erfährt und erlebt allerhand,.. Für mich ist es eine spannende Story, es macht Spaß die 2 zu begleiten und die Rätsel um Petty und ihre Familie zu lösen, aber es ist für mich leider kein Thriller,.. Eher ein Roman mit Krimifaktor,... Unterhalten hat mich das Buch aber und spannend war es auch,,....

Grausames Erbe - empfehlenswert - 14.02.2017 22:47:21 - nellsche

Das Leben der einundzwanzigjährigen Petty wird seit 18 Jahren von ihrem Vater bestimmt. Sie lebt wie eine Gefangene in ihrem Zuhause und wird von ihrem Vater tagtäglich durch ein knallhartes Überlebenstraining getrieben, das nur zu ihrem Wohl sein soll. Auch ihr eintöniger Job auf dem Schrottplatz bietet keine große Abwechslung. Als ihr Vater dann überraschend stirbt, wird sie mit der realen Welt konfrontiert. Doch auch über seinen Tod hinaus hat ihr Vater Petty fest im Griff. Als sie sich aus diesem Griff befreien will, stößt sie auf Hinweise zu ihrer Vergangenheit, die sie nie sehen sollte. Sie will die Wahrheit herauszufinden, dabei muss sie plötzlich auch vor der Polizei flüchten - doch für solche Situationen hat ihr Vater sie ausgebildet.

Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen, denn es hat mich von Anfang an neugierig gemacht und gefesselt. Ich musste einfach immer weiterlesen.

Petty ist eine ganz besondere junge Frau. Sie wird in dem Buch als Sarah Connor aus Terminator betitelt, was ich total passend fand. Ich habe sie regelrecht als extrem durchtrainierte und intuitiv handelnde Kämpferin vor Augen gehabt. Als sie mit dem wahren Leben außerhalb ihres Zuhauses konfrontiert wurde, tat sie mir ein wenig leid, denn ihr Vater hat sie von all diesen Dingen fern gehalten. Die Hinweise auf ihre Vergangenheit lassen sie recherchieren, wobei ein ungeheuerlicher Verdacht aufkeimt, dem sie nachgehen muss. Dabei hat sie Unterstützung von dem jungen Dekker, der sie anfangs nicht ganz freiwillig begleitet. Doch die Sympathie zwischen den beiden war direkt spürbar. Die Beschreibungen, wie die beiden die Wahrheit suchten und dabei auch vor der Polizei flüchteten, gefielen mir sehr gut. Dieser Teil war ein wenig wie ein Roadtrip und interessant und spannend zu lesen.

Die ganzen Zusammenhänge zur Vergangenheit von Petty und ihrem Vater war für mich nicht durchschaubar. Anfangs dachte ich, ich hätte es durchblickt, aber dann gab es wieder eine Wendung. Erst zum Ende war dann das ganze Ausmaß der Geschehnisse klar und ich bekam einen neuen Blick auf Pettys Vater und seine Beweggründe, seine Tochter so zu erziehen, wie er es getan hat.

Die Spannung wurde am Anfang gut aufgebaut, sank in der Mitte etwas ab, um am Ende dann nochmal richtig nach oben zu gehen.

Ich fand das Buch unterhaltsam und spannend und habe es sehr gerne gelesen. Ich vergebe daher fünf Sterne.

Ein bunter Genre-Mix mit interessantem Road Trip - 13.02.2017 13:30:26 - BookHook

Zum Inhalt:
Die 21jährige Petty Moshen hat bislang ein absolut isoliertes Leben geführt. Seit sie ein kleines Mädchen war, hat ihr Vater Charlie sie hart trainiert und ihr eine allgegenwärtige Paranoia sowie ein tiefsitzendes Misstrauen allen anderen Menschen gegenüber eingeimpft.
Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters wittert Petty die Chance, endlich aus diesem einsamen und gefühlskalten Leben auszubrechen und endlich ein „normaler“ Mensch zu werden. Doch selbst aus dem Grab scheint Charlie ihr noch immer seinen Willen aufzwingen zu wollen.

Meine Meinung:

„Beobachten. Orientieren. Entscheiden. Handeln. Die vier Hauptregeln.“ (eBook - S. 31)

Eines vorweg: „Grausames Erbe“ (OT: „The Drowning Game“) der US-amerikanischen Autorin LS Hawker wird offiziell unter dem Genre „Thriller“ vermarktet. Für meinen Geschmack ist die Zuordnung dieses Buches zu einem Genre sehr schwierig, da es Einflüsse aus vielen Bereichen hat. Ich würde es als Mix aus Young Adult Literatur, Road Trip, Familiendrama und auch Thriller beschreiben, aber ein waschechter Thriller ist dieses Buch nicht!

Der Start in die Geschichte gelingt leicht, auch aufgrund der sehr übersichtlichen Anzahl der Charaktere. Die Autorin hält sich dabei nicht mir viel „Vorgeplänkel“ auf sondern beginnt mit dem einschneidendsten Erlebnis in Petty Moshens Leben: Dem Tod ihres Vaters Charlie. Von einem Tag auf den andern gerät ihre gesamte kleine Welt, wie sie sie bisher kannte, vollkommen aus den Fugen und Petty ist mit dieser Situation heillos überfordert. Man kann als Leser schon fast gar nicht anders, als dieses taffe Mädchen zu mögen, dass bislang so viel Druck, Grenzen und unmenschliche Behandlung durch ihren Vater zu erdulden hatte. Bereits von Anfang an wünschte ich Petty, diese Chance nutzen zu können, und aus ihrem Leben auszubrechen. Doch natürlich tauchen nach dem Tod von Charlie gleich die nächsten zwei Männer auf, die Petty mehr als Besitz denn als Menschen ansehen: Der widerliche Randy King, ein wahres US-Hinterwäldlerisches Voll-Klischee, sowie der schmierige Winkeladvokat Keith Dooley, den Charlie mit seiner Testamentsvollstreckung beauftragt hatte. Glücklicherweise trifft Petty aber noch auf den „Looser“ Dekker, der irgendwie vom Pech verfolgt zu sein scheint. Für Abwechslung dabei sorgt der stetige Wechsel der Erzählperspektiven zwischen Petty und Dekker.

Aus dieser Situation heraus entspinnt sich eine Story, die durchaus actionreich ist und stellenweise immer wieder ein hohes Tempo aufweist. Über weite Strecken erinnerte mich die Handlung an einen Road Movie, denn Petty und Dekker müssen auf ihrer Flucht immer wieder spontan umplanen und stranden mal hier, mal dort und treffen dabei auf die verschiedensten Menschen mit den unterschiedlichsten Absichten. Dies zu Lesen hat Spaß gemacht und war gleichzeitig sehr interessant, insbesondere durch das Wechselspiel zwischen der weltfremden und auf alle anderen Menschen sehr sonderbar wirkenden Petty und dem oft unbeholfenen, aber doch stets liebenswerten Dekker, der in seinem Leben endlich mal etwas richtig machen möchte. Stellenweise hat die Autorin für meinen Geschmack allerdings ein bisschen zu dick aufgetragen (z.B. mit einem Tornado), aber unterhaltsam und spannend zu lesen waren diese Szenen allemal.

Im letzten ca. Viertel der Story schimmern dann tatsächlich die Thriller-Gene durch. Zwar habe ich eine zentrale Wendung zum Ende hin schon vorher kommen sehen, aber dennoch war das Finale wahrhaft fesselnd und actionreich. So konnte ich das Buch am Schluss kaum noch aus der Hand legen. Letztendlich bescherte die Autorin ihren beiden Protagonisten ein Finale, das sehr gut zur Story passt und mich mit einem zufriedenen Gefühl zurückgelassen hat.

FAZIT:
Young Adult, Road Trip, Familiendrama und zum Schluss auch ein guter Schuss Thriller – eine gelungene Mischung für spannende Lesestunden!

Ein Familiengeheimnis das sprachlos macht - 09.02.2017 22:44:44 - Ladybella 911

Was kann einen Vater, der sein Kind liebt, wohl dazu bewegen, dieses wie eine Gefangene zu halten? Welche Vorkommnisse in der Vergangenheit haben ihn so beeinflusst, dass er sogar noch über seinen Tod hinaus die völlige Kontrolle über ihr weiteres Leben behalten möchte?

Als Petty nach dem Tod ihres Vaters anlässlich der Testamentseröffnung erfährt, dass ihr nun doch nicht gestattet sein wird, frei und nach ihrem eigenen Ermessen zu leben, weiß sie nur eines, sie muss versuchen, etwas über ihre eigene Vergangenheit herauszufinden und so entschließt sie sich, ihren Heimatort zu verlassen und nach Spuren zu suchen.

Die Geschichte um die Anti-Heldin nimmt schnell an Fahrt auf und man ist erstaunt, wie schnell sie sich den Gegebenheiten der Gegenwart anpasst, obwohl sie keinerlei soziale Kontakte hatte. Sie kennt das sogenannte „normale“ Leben nur aus heimlich angeschauten Fernsehserien, ist aber durch ein regelmäßiges Kampfsporttraining dennoch bestens dafür gerüstet. Unterstützt wird sie dabei unfreiwillig von Dekker, eigentlich ein Looser, Schulabbrecher, Kleinkrimineller, der allerdings seit dem ersten Zusammentreffen von ihr regelrecht fasziniert ist. Zusätzliche Spannung schaffen auch die Erzählweise, es wird einmal aus der Sicht von Petty und dann wieder aus der Sicht von Dekker erzählt, und der angenehm flotte und flüssige Schreibstil.

Auch wenn es in der Mitte der Erzählung kurzzeitig etwas ruhiger wurde so hat dies den Lesefluss in keinster Weise gestört, im Gegenteil, auch der Leser braucht einmal eine Atempause bevor es dann in rasantem Tempo und spannenden unvorhersehbaren Wendungen weiter geht. Es ist sicherlich ein Thriller mit Drama, das sich da vor unseren Augen abspielt, und der nach einem furiosen Finale in ein versöhnliches Ende mündet.

Dieses Buch und seine Geschichte sind so ganz anders als die üblichen Thriller, aber dennoch nicht weniger spannend. Hier ist nichts überfrachtet und überspitzt gezeichnet, gerade durch seine Nähe zur Realität wirkt das Ganze glaubhaft und überzeugend. Und Petty ist durch ihre Persönlichkeit eine Protagonistin, die man ins Herz schließen kann.

Meine Meinung: Unbedingt lesen

Pettys Kampf für ein selbstbestimmtes Leben - 09.02.2017 07:46:18 - Walli

Ein "grausames Erbe" bekommt die junge Petty von ihrem verstorbenen Vater posthum aufgebürdet. Nicht nur ihr bisheriges Leben hat er bestimmt, penibel kontrolliert und überwacht, auch nach seinem Tod will er sicher gehen, dass ihr Weg genauso weiterverläuft, wie er es sich vorstellt. Und Petty scheint kaum eine andere Wahl zu haben: Ohne andere Kontakte aufgewachsen kennt sie normales Sozialverhalten eigentlich nur aus dem (heimlich) geschauten Fernsehen. Freunde und Verwandte gibt es nicht. Das einzige, was Petty hat, ist ihre durch den Vater erhaltene Kampfausbildung: Ob schießen, Nahkampf oder Messerwerfen - hier macht ihr niemand so schnell etwas vor. Aber kann ihr das dabei helfen, selbst über ihr Leben und Handeln zu bestimmen?

Mehr Drama als Thriller nimmt diese Geschichte einige unerwartete Wendungen. Pettys Entwicklung wird dabei recht nachvollziehbar gezeigt. Einige der männlichen Figuren kommen dagegen nicht ganz so gut weg und bleiben ziemlich eindimensional in ihrem Verhalten. Das tut dem Lesesog aber keinen Abbruch - mit Petty hat LS Hawker eine faszinierende Hauptfigur geschaffen, die kleine Schwächen der Geschichte auffängt.

Realistischer Thriller mit unglaublicher Story - 07.02.2017 09:40:31 - Frank

Eine junge Frau, die 18 Jahre ihres Lebens von ihrem Vater eingesperrt und gedrillt wurde? Eine Frau, die ein knallhartes Überlebenstraining absolviert hat, um sich gegen die Gefahren der Welt zu stemmen? Das klingt ein bisschen nach einer Superheldin, wie in dem Actionfilm "Wer ist Hanna"?

Aber schon die ersten Seiten zeigen, dass dem überhaupt nicht so ist. Da aber auch der Klappentext dies suggeriert, habe ich immer darauf gewartet, wann die knallharte Frau zum Vorschein kommt, die sich mit aberwitzigen Kampftechniken gegen die stärksten Feinde zur Wehr setzen kann.


### Näher am Realismus ###

Aber die Geschichte bleibt deutlich näher am Realismus, als ich ursprünglich gedacht hatte. Das fand ich tendenziell recht gut und wurde angenehm überrascht, als sich die Protagonistin eben nicht mal eben gegen einen 100-Kilo-Mann stemmen kann.

Dabei beginnt die Geschichte recht undurchsichtig und lässt nicht viel von am angesprochenen Realismus vermuten. Ein Vater, der seine Tochter über einen Zeitraum von 18 Jahren zu Hause einsperrt? Wer macht denn sowas? Und vor allem Warum?


### Wechselnde Spannung ###

Nachdem der Leser recht flott in die Geschichte geworfen wurde, nimmt diese deutlich an Fahrt auf. Dazu trägt bei, dass sie aus zwei Sichtweisen erzählt wird. Das Geschehen wird jeweils als Ich-Erzahlung aus Sicht der Nicht-Superheldin Petty und aus Sicht des Versagers Dekker erzählt. Der Wechsel zwischen den Perspektiven gelingt erstaunlicherweise immer ohne Probleme.

Nach einem flotten Start verliert die Geschichte aber nach und nach an Fahrt und versinkt schlussendlich in einem Familienzusammenführungs-Drama, in dem Puzzleteil für Puzzleteil von Petty gefunden und zusammengefügt wird. Diesen Teil hätte für mein Dafürhalten ruhig etwas gestrafft werden können, zumal sich hin und wieder der Eindruck einschleicht, das so manches zu konstruiert ist und zu viele Zufälle auf einmal auftreten.

Zusätzlich werden die Charaktere nicht in der Art entwickelt, wie die Ego-Perspektive es zugelassen hätte. So mancher Gedanken der Protagonisten bleibt im Verborgenen, andere werden zu oft wiederholt. Allerdings ist dies Jammern auf hohem Niveau.


### Fulminantes Finale ###

Nach dem etwas flauen Mittelteil nimmt die Geschichte wieder an Fahrt auf. Nicht nur, dass viele Wendungen der Geschichte ihre Spannung wiedergeben, auch der Erzählstil wird flotter. Aber auch in diesem flotten Finale bleibt der Autor "auf dem Boden des Realismus", in dem er zwar beschreibt, wie Menschen in Notsituationen ihre allerletzten Kraftreserven mobilisieren können, aber im Gegenzug einige Blessuren davon tragen.

Glücklicherweise werden die meisten und wesentlichsten Fragen des Plots zum Ende hin aufgelöst. Die Geschichte nimmt nach dem rasanten Finale ein gemäßigtes und versöhnliches Ende, das sehr gut zum Gesamtplot passt.


### Fazit ###

Mit diesem Buch erwartet den Leser kein Superhelden-Action-Abenteuer, sondern ein Thriller, der erstaunlich nah an der Realität bleibt. Über weite Strecken ist das Buch rasant geschrieben und zeigt lediglich im Mittelteil eine kleine Länge. Der wendungsreiche Plot entschädigt dafür aber umso mehr, so dass ich das Buch nur allen Freunden des gepflegten Thrillers nur empfehlen kann.

Diese Rezension findet sich auch auf buecher.fl-e.de

Ihre Bewertung

1 schlecht, 5 sehr gut

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