Hell-Go-Land

Hell-Go-Land

Ein roter Fels im sturmgepeitschten Meer. Darauf Deutschlands abgeschiedenster Polizeiposten. Hier ist ihre neue Dienststelle. Hier war ihr Zuhause. Bis der Albtraum über Anna Krüger hereinbrach. Kaum jemand weiß von ihrer Rückkehr nach Helgoland. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine grausame Überraschung, die Anna klarmacht, dass es keine Flucht vor der Vergangenheit gibt. Nicht für sie. Nicht an diesem Ort.

"Megaspannend!"
Andrea "Kossi" Kossmann

 "Hell-Go-Land vereint die archetypische Konfrontation zwischen Mensch und Natur mit einem überzeugenden Personeninventar und einem klassischen whodunit-Plot, der den Leser lange rätseln lässt. Das Ganze unter Umständen, die nicht anders als mit dem Wort klaustrophobisch zu beschreiben sind... Dieses Buch hätte ich doch recht gerne geschrieben. "
Stephan M. Rother

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Hell-Go-Land

Ein roter Fels im sturmgepeitschten Meer. Darauf Deutschlands abgeschiedenster Polizeiposten. Hier ist ihre neue Dienststelle. Hier war ihr Zuhause. Bis der Albtraum über Anna Krüger hereinbrach. Kaum jemand weiß von ihrer Rückkehr nach Helgoland. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine grausame Überraschung, die Anna klarmacht, dass es keine Flucht vor der Vergangenheit gibt. Nicht für sie. Nicht an diesem Ort.

"Megaspannend!"
Andrea "Kossi" Kossmann

 "Hell-Go-Land vereint die archetypische Konfrontation zwischen Mensch und Natur mit einem überzeugenden Personeninventar und einem klassischen whodunit-Plot, der den Leser lange rätseln lässt. Das Ganze unter Umständen, die nicht anders als mit dem Wort klaustrophobisch zu beschreiben sind... Dieses Buch hätte ich doch recht gerne geschrieben. "
Stephan M. Rother

Erscheinungstag: Mo, 22.08.2016
Erscheinungstag: Mo, 22.08.2016
Erscheinungstag: Mo, 13.11.2017
Bandnummer: 100032
Bandnummer: 100032
Bandnummer: 100099
Seitenanzahl: 400
Seitenanzahl: 400
Seitenanzahl: 448
ISBN: 9783959670463
ISBN: 9783959676038
ISBN: 9783959671392
E-Book Format: ePub

Dieses E-book kann auf allen ePub- und DRM-fähigen Geräten gelesen werden, z.B.
tolino, Sony Reader, iPhone, Samsung – nicht auf amazon/kindle-Geräten.

More Information

 
Kindesentzug, Körperverletzung, schwere Brandstiftung … Wer seit seiner Kindheit solche Erfahrungen gemacht hat, betrachtet die menschlichen Abgründe mit anderen Augen: Das Verbrechen ist keine andere Welt, es ist Teil des Normalen. Tim Erzberg (…)

Kundenbewertungen

Schnell zu lesen, aber teilweise unglaubwürdig und fehlerhaft... - 27.11.2016 21:26:08 - Krimifan

Wie alt sollen denn die Herren bei der Vergewaltigung gewesen sein? Anfang 20? Woher kannten sie die junge Schülerin Anna? Was machten Sie an der Schule? Der Anwalt Bernd wird als 29jährig beschrieben, die Vergewaltigung ist 8 Jahre her...
Ein riesiger Fehler ist auch die Verwechslung des Autors seiner Charaktere: Seite 217-219: Bernd ist Anwalt, Lars hatte einen Unfall. In der Schlussszene (Seite 379) ist Lars der Anwalt und Bernd hatte einen Unfall!?! Ärgerlich bis unnötig, hat hier auch der Lektor gepennt?

Fazit: wenn man sehr viel Langeweile hat, ist das Buch ein netter Zeitvertreib, mehr leider nicht!

Spannende Lesestunden - 22.11.2016 19:51:57 - Sallys Books

Der Klappentext und das einmalige Cover haben mich direkt angesprochen. Ich finde Thriller die auf Inseln spielen wirklich sehr Spannend, denn man kann von dort aus ja meist nicht schnell weg, das ganze gibt dann meist noch so einen extra Kick an Nervenkitzel.
Die Protagonistin in diesem Buch ist eine Polizistin. Eigentlich sollte man meinen, als solche steht sie mitten im Leben, doch dem ist nicht so. Sie ist ein sehr labiler Mensch, der von seiner Vergangenheit immer wieder eingeholt wird. Deswegen habe ich auch nicht ganz verstanden, warum sie an den Ort des Grauens freiwillig zurück gekehrt ist. Trotzdem war sie mir sympathisch und ich konnte sie auch irgendwo verstehen.
Leider schein ich anscheinend in Sachen Thriller schon sehr geübt zu sein, denn ich hatte bereits vor den ersten 50 Seiten gewusst wer der Täter ist. Das fand ich doch etwas schade, hat der Story aber nicht an Spannung eingebüßt.
Im Buch gibt es 2 Handlungsstränge denen wir folgen. Zu einem den unserer Protagonistin und dann gibt es auch noch Katharina, die als Putzfrau bei einem Arzt arbeitet. Auch sie mochte ich sehr gerne, da sie eine fröhliche Ausstrahlung besitzt und ein freundlicher Mensch ist.
Zum Ende hin wurde es dann nochmal einen ticken Spannender, was mir sehr gut gefallen hat. Allgemein der Schreibstil des Autors war super. Die Dialoge waren klar und nicht zu langweilig, der Plot an sich super ausgedacht und die Charaktere schön Ausgearbeitet.

Der Autor:
Kindesentzug, Körperverletzung, schwere Brandstiftung … Wer seit seiner Kindheit solche Erfahrungen gemacht hat, betrachtet die menschlichen Abgründe mit anderen Augen: Das Verbrechen ist keine andere Welt, es ist Teil des Normalen.
Tim Erzberg entschloss sich nach dem Jurastudium, Literaturagent zu werden. Er vertrat unter anderem den berühmtesten deutschen Strafverteidiger Rolf Bossi, und Zvi Aharoni, den Mann, der Adolf Eichmann aus Argentinien entführte, sowie mehrere ehemalige Geheimagenten.
Seine dunklen Erfahrungen verarbeitet Tim Erzberg in Geschichten, in denen es nicht einfach nur Gut und Böse gibt.

Mein Fazit:
Ein Spannender Thriller, der endlich mal wieder in Deutschland spielt. Ich hatte tolle Lesestunden mit diesem Buch.

Spannungsgeladen und voller Nervenkitzel - 03.10.2016 10:14:32 - Lines Bücherwelt

Auf dieses Buch war ich wahnsinnig gespannt, der Klappentext klang ziemlich überzeugend und auch das Cover versprach Spannung.

Voller Begeisterung begann ich zu lesen.
Das Buch beginnt mit einer Art Prolog dieser lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Er macht unglaublich neugierig und ist gleichzeitig erschreckend.

Was mir ziemlich schnell aufgefallen ist war die Atmosphäre des Buches, sie ist ein wenig Melancholisch und auch leicht depressiv. Hinzu kommt das einmalige Seeting der Insel diese beiden Grundlagen waren einfach perfekt für eine Story voller Nervenkitzel.

Anna ist schwer traumatisiert, auf Helgoland erlebte sie schlimmes, dennoch kehrt sie nun, nach längerer Abwesenheit, wieder zurück auf die Insel. Dort übernimmt sie die Stellvertretende Leitung der Polizeistation.
Jemand scheint sie schon erwartet zu haben denn gleich an ihrem ersten Arbeitstag wartet auf ihren Schreibtisch ein kleines Willkommensgeschenk.
Doch das war nur der Anfang....

Der Schreibstil des Autoren ist sehr locker und flüssig zu lesen.
Er schreibt detailliert und zog mich so ein den Bann der Story.
Der Spannungsbogen baut sich gleich zu beginn auf, er bleibt auch fast die komplette Story über aufrecht, der Autor schafft es sogar noch eine Schippe drauf zu packen.

Die Charaktere wirkten auf mich authentisch gezeichnet, gleichzeitig wirkte aber auch jeder für sich ziemlich geheimnisvoll, jeder scheint irgendetwas zu verbergen.
Das war aber auch das gute daran, denn so wusste ich zu keiner Zeit wer denn nun der Täter war.
Ja, sicherlich hatte ich mehrere "Verdächtige" doch der Autor schaffte es durch geschickte Wendungen mein Verdacht wieder zu zerschlagen.

Nach etwa der Hälfte des Buches nahm die Spannung kurzzeitig ab.
Ich hatte schon Angst das es das nun gewesen war, doch dann haut der Autor noch mal richtig drauf.
Der Finale Showdown war grandios und auch erschreckend.
Die anschließende Aufklärung passte aber wieder richtig gut zur Story und ist somit ein tolles Ende. Es war stimmig, spannungsgeladen und voller Nervenkitzel.

Ich für meinen Teil bin wirklich begeistert!
Daher kann ich euch diesen Thriller nur ans Herz legen.
Klare und uneingeschränkte Empfehlung!

Fazit:
Mit "Hell - Go - Land" ist dem Autoren ein spannungsgeladener und nervenaufreibender Roman gelungen der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte.
Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl!

Wenn aus Liebe Hass wird...überzeugt Euch selbst! - 26.09.2016 15:44:09 - Christine S.

(Inhalt übernommen):
Ein kaltblütiger Mörder, eine unerfahrene Polizistin, eine Insel voller Opfer. Ein roter Fels im sturmgepeitschten Meer. Darauf Deutschlands abgeschiedenster Polizeiposten. Hier ist ihre neue Dienststelle. Hier war ihr Zuhause. Bis der Albtraum über Anna Krüger hereinbrach. Kaum jemand weiß von ihrer Rückkehr nach Helgoland. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine grausame Überraschung, die Anna klarmacht, dass es keine Flucht vor der Vergangenheit gibt. Nicht für sie. Nicht an diesem Ort.

Über den (genialen) Autor:
Tim Erzberg entschloss sich nach dem Jurastudium, Literaturagent zu werden. Er vertrat unter anderem den berühmtesten deutschen Starfverteidiger Rolf Bossi, und Zvi Aharoni, den Mann, der Adolf Eichmann als Argentinien entführte, sowie mehrere ehemalige Geheimagenten. Seine dunklen Erfahrungen verarbeitet Tim Erzberg in Geschichten, in denen es nicht einfach nur Gut und Böse gibt.

Schreibstil/Fazit:
Hallo Tim - was lange währt...bedanke mich beim Verlag, Harper Collins für Eure Zusage, an dieser besonderen atmosphärischdüsteren Leserunde - wirklich, als Krimi & Thrillerfan freute mich das total & ich verschlang Dein für mich Erstlingswerk binnen sehr kurzer Zeit - da in einem angenehmen, gar flüssigen Schreibstil verfasst mit 399 Seiten & einer wirklich sehr gut lesbaren Schrift, das im Tages- bzw. Wochenraffer (Tag 1 - 29.1. - Tag 15 - 12.2.) ablief.
Das aberwitzige Cover hatte es ja mächtig in, gar an sich!

Anna, die neue junge Dienststellenleiterin, kehrt auf ihre Nordseeinsel zurück (an die sie nicht nur Positives zurückerinnert, daher eher mit gemischten Gefühlen wieder vor Ort seiend) & wird kurz nach Dienstantritt alsbald selbst zum Opfer, gar Gejagde - per besonderer Kuriersendungen (mit menschlichem Inhalt) und vielen lästigen Migräneattacken! Ein gefährliches Katz- & Mausspiel beginnt...

Raffiniert & einfallsreich...extrem spannend - ebenso abwechslungsreich - aus verschiedenen Sichtweisen heraus - dargestellt: Welch' genialer Schachzug!
Erwähnen möchte ich noch die vielen schönen Eindrücke & Beschreibungen in & um Helgoland (auch Deät Lun genannt), das gleicht einem Reiseführer par excellence - kann mir die Insel als noch nie Dortgewesene nun jetzt gleich viel authentischer, gar leibhaftiger vorstellen.

Tim Erzberg trumpfte mit viel Verwirrspiel, falschen Fährten, unzähligen Verdächtigen, was von Anfang an gefiel & gar fesselte - weiter so...ich hab diesen ganz speziell, persönlichen Fall um die Polizistin Anna (Krüger) wirklich sehr gerne gelesen und auch genossen...besondere Ängste mit extremen Gänsehautfeeling stellten sich ein, da sehr persönlich gehalten - das Setting könnte ich mir auch nur allzugut als Filmvorlage vorstellen - Hut ab vor diesem besonderen Recherche-, und auch Schreibtalent - mach' nur weiter so, denn...ab sofort habe ich Dich - natürlich - unter "weiterer Beobachtung"...
Danke für die vielen atemberaubenden Lesestunden!
Definitiv eins meiner Thriller-Highlights in 2016...
Boy, u rock :)

Die Macht der Liebe - 23.09.2016 00:26:16 - Maddinliest

Ein spannender und düsterer Thriller, der auf der Insel Helgoland spielt.

Anna Krüger kehrt als Polizistin wieder in ihrer Heimat Helgoland zurück. Sie wagt diesen Schritt, obwohl sie eine düstere Vergangenheit mit dieser Insel verbindet. Kurz nachdem sie ihren Dienst angetreten hat, erhält sie anonyme Nachrichten und eine makabre Post mit einem abgeschnittenen Daumen. Durch ein Unwetter von der Außenwelt abgeschnitten beginnt das dreiköpfige Polizei-Team die Suche nach einer vermissten Person, von der der Daumen stammen könnte. Am nächsten Tag erhält Anna das nächste Präsent, ein Glas Götterspeise, welches sich als Blut erweist. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...

In seinem Thriller "Hell-Go-Land" erzeugt Tim Erzberg eine sehr bedrückende und düstere Atmosphäre. Dies gelingt ihm mit einer sehr bildreichen und lebendigen Sprache, die mich auch an die Geschichte gefesselt hat. Die Hauptprotagonistin Anna Krüger ist eine Person mit einer traumatischen Vergangenheit und besitzt daher einen nicht ganz einfachen und auf Anhieb sympathischen Charakter. Aber die Person mit einigen Ecken und Kanten gibt der Geschichte ihre Brisanz. Das Buch basiert auf den Begebenheiten in der Vergangenheit, die dem Leser nur sehr langsam und spärlich offenbart werden. Dies lädt natürlich zum Spekulieren ein und sorgt für einen zusätzlichen Spannungsfaktor. Bis zum temporeichen und fulminanten Finale waren mir die wirklichen Zusammenhänge nicht klar und ich wurde auch zum Ende hin noch überrascht. Das Buch vermittelt auch einen sehr guten Eindruck von der deutschen Insel und seiner besonderen Art.

Insgesamt hat mir "Hell-Go-Land" einige spannende Stunden bereitet, so dass ich den Thriller sehr gerne weiterempfehle und mit vier von fünf Sternen bewerte.

Da wäre viel mehr drin gewesen! - 18.09.2016 15:19:50 - Janosch79

Der Schauplatz Helgoland versprach eine spannende Lektüre, doch leider kam es anders.

Inhalt: Ein roter Fels im sturmgepeitschten Meer. Darauf Deutschlands abgeschiedenster Polizeiposten. Hier ist ihre neue Dienststelle. Hier war ihr Zuhause. Bis der Albtraum über Anna Krüger hereinbrach. Kaum jemand weiß von ihrer Rückkehr nach Helgoland. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine grausame Überraschung, die Anna klarmacht, dass es keine Flucht vor der Vergangenheit gibt. Nicht für sie. Nicht an diesem Ort.

Nach Beendigung des Thrillers "HELL-GO-LAND" habe ich einige Fragezeichen im Kopf. Zunächst habe ich mir die klaren Vorzüge dieses Thrillers ins Gedächtnis gerufen. Die wunderbare bildhafte Sprache, die die Atmosphäre auf der Insel Helgoland hervorragend einfängt. Man sieht dieses düstere Szenario fast plastisch vor seinen Augen und kann sich die Ängste der Inselbewohner mehr als vorstellen. Eine schriftstellerisch hervorragende Arbeit.

Doch der Thriller wird aus verschiedenen Erzähl-Perspektiven geschildert. Hier kommt genau die Problematik: Die dargestellten Figuren werden für mich zu blass gezeichnet. Gerade diese düstere Insel-Atmosphäre bietet genügend Stoff, um Anna, Dr. Strecker, Katarina und die Polizisten besser ins Bild zu setzen. Hier wird eindeutig Potential verschenkt. Ich konnte mich mit den Figuren nicht richtig identifizieren.

Am auffälligsten ist es bei Anna. Mit ihr stand ich die gesamte Zeit auf Kriegsfuß. Sie kommt für mich unglaubwürdig rüber. Nicht nur in ihrem Berufsalltag, sondern auch in ihrem sonstigen Handeln.
Auch die Ermittlungen sind für mich überhaupt nicht schlüssig. Hier tappt die Polizei viel zu sehr im Dunkeln.

Das Ende hingegen ist wirklich gelungen. Hier wird noch einmal echtes ICE-Tempo aufgenommen und kann den Leser absolut versöhnen.

Insgesamt handelt es sich bei "HELL-GO-LAND" um einen soliden Thriller, der eine bessere Figurenzeichnung verdient hätte, da die atmosphärische Darstellung von Helgoland gelungen war.

Hell-Go-Land - 16.09.2016 12:49:51 - Kleine Bücherinsel

Eine große Werbekampagne machte mich auf das Buch aufmerksam. Ein Thriller der auf Helgoland spielt, ein neuer Autor und der wirklich sehr gut klingende Plot überzeugten mich und so musste ich das Buch unbedingt lesen.

Für die junge Polizistin Anna ist Helgoland mehr als der Antritt einer neuen Stelle. Helgoland ist ihre alte Heimat, wo das Grauen sie einholte, von dem sie sich nie ganz erholt hat. Denn vor der Vergangenheit kann man nicht fliehen. Und das bekommt Anna schon bei ihrer Ankunft zu spüren. Als sie ihre Stelle antritt erwartet sie eine grausame Überraschung.

Als Anna auf Helgoland ankommt, steht der große Sturm schon vor der Tür. Es wird ein Orkan vorher gesagt, eine Ausgangssperre scheint unumgänglich zu sein. Viel Regen und die Dunkelheit der Jahreszeit lassen die Insel grau wirken. Die Atmosphäre ist drückend und wirklich sehr, sehr gut beschrieben. Auch die Insel Helgoland wurde echt gut beschrieben. Man ist eigentlich zu Gast auf dieser wunderschönen Insel, man kann sich alles gut vorstellen. Hier lag definitiv die Stärke aus dem Buch. Atmosphäre und Handlungsorte so nah zu beschreiben, dass man das Gefühl hat, man würde dabei sein.

Doch dann ist da die Protagonistin Anna Krüger, mit der ich überhaupt nicht zurechtkam. Sie ist teilweise naiv, ihr Trauma ist allgegenwärtig und vernebelt ihr den Blick, was auch kein Wunder ist, bei dem was ihr Widerfahren ist und sie hat ständig Migräneattacken, gegen die sie ankämpfen muss. Dafür, dass sie Migräne hat und es wurde sehr häufig in dem Buch erwähnt, hielt sie sich körperlich doch erstaunlich gut. Ich kenne das ein wenig anders. Aber egal. Naja, nicht ganz so egal, es nervte manchmal doch sehr.

Die Spannung ist teilweise zum Greifen nah gewesen und ließ mich an manchen Stellen auch mal nach Luft schnappen. Besonders die Szenen, die den Täter und sein Opfer zeigten. Hier hat Tim Erzberg ein gutes Händchen gezeigt, die Qualen zu beschreiben und das teuflische Verhalten des Täters.

Besonders gut hat mir gefallen, dass hier noch eine Putzfrau auf Ermittlungen ging und ich wäre fast auf die falschen Spuren hereingefallen, wenn sie nicht ganz so offensichtlich gewesen wären. Dieser Nebenstrang hat mir sehr gut gefallen.

Dadurch, dass die Helgoländer Polizei wirklich nur eine kleine Dorfpolizei ist, haben diese nicht die Mittel und die Erfahrungen, wie sie die Mordkommission auf dem Festland gehabt hätten. Und durch den Sturm waren sie nun gezwungen, die Ermittlungen alleine durchzuführen. Das war manchmal schon eher lustig, weil man ist es ja eher anders gewohnt.

Das Buch ist an manchen Stellen eher verwirrend. Da sind Annas nicht ganz nachvollziehbaren Handlungen oder die Zeitsprünge in die Vergangenheit, die auf einmal vorkommen. Besonders zum Ende hin wurde es ziemlich extrem verwirrend.

"Hell-Go-Land" von Tim Erzberg ist ein gutes Debüt, auch wenn es mich nicht ganz überzeugen konnte. Die Atmosphäre der Geschichte, die Handlungsorte und auch die Geschichte von Helgoland waren sehr gut umgesetzt, bzw. fügten sich super in das Geschehen ein, doch die nervige Hauptprotagonistin hat das Buch sehr nach unten gezogen.

Ermittlungen gegen die Zeit - 16.09.2016 07:38:08 - lesebiene27

Inhalt:

Einige Jahre nach ihrem persönlichen Albtraum kehrt Anna Krüger nun zurück nach Helgoland. Mittlerweile ist sie Polizistin und tritt die Stelle der stellvertretenden Polizeidienststellenleiterin auf der Insel mitten in der Nordsee an. Doch gleich an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine Postsendung mit einem grausigen Inhalt. Während draußen der Sturm tobt und somit eine Anreise für die Kriminalabteilung unmöglich macht, versucht Anna ihre eigenen Ängste zu überwinden und zusammen mit ihren Kollegen den Täter zu finden, bevor es zu spät ist.


Meine Meinung:

Der Orkan, der die Insel Helgoland fest im Griff hat, sowie die dadurch entstehende Atmosphäre werden in diesem Buch sehr gut beschrieben. Man fühlt sich in die Haut der Inselbewohner hineinversetzt und möchte selber gar nicht für die Tür gehen.

Ebenso gut und bedrückend geschildert sind die historischen Hintergründe, die es dem Leser ermöglichen sich die Geschichte bildhaft vorzustellen.

Die ca. 400 Seiten des Buches sind grob gesagt in die Tage eins bis elf untergliedert, an deren Ende jeweils eine kurze Szene mit dem Täter und seinem gefolterten Opfer steht. Diese ist so geschrieben, dass nur das Gesagte wiedergegeben wird, was die Fantasie des Lesers anregt, ihn aber auch ein wenig im Unklaren lässt. Die Erzählperspektive innerhalb der Kapitel wechselt zwischen der Sicht der Hauptprotagonistin Anna, der Putzfrau Katarina und dem Arzt Dr. Strecker. Ein markantes Stilmittel ist der Sprung zwischen diesen Perspektiven, aber auch der Sprung zwischen Gegenwart und der Vergangenheit von Anna. Diese Erinnerungsrückblenden sind gut gemacht, da sie immer mal wieder Hinweise auf das Vergangene geben, dem Leser aber auch nur das Nötigste verraten. Dadurch entsteht zwar das Gefühl einer Unruhe, welches jedoch gut zur Geschichte passt.

Über den Schreibstil lässt sich ansonsten nicht viel sagen, da er nicht auffällig ist. Das Buch lässt sich leicht lesen und obwohl der Spannungsbogen relativ flach bleibt, war ich als Leser sehr gefesselt.

Die Protagonistin Anna ist ein wenig anstrengend. Einerseits sind ihre Handlungen nicht immer nachvollziehbar und wirken dilettantisch, andererseits wird zu häufig darauf hingewiesen, wie sehr sie sich mit ihrer Migräne durch die Ermittlungen quält.

Auch die Putzfrau Katarina ist nicht sympathisch. Davon abgesehen, dass sie ihre Arbeitgeber ausspioniert, benimmt sie sich merkwürdig und unplausibel.

Paul dagegen ist ein Charakter, der sehr sympathisch rüberkommt. Er wirkt sehr menschlich und nett, obwohl man wenig über ihn erfährt. Dies wiederum ist in der vorgegebenen Situation auf der Insel nicht weiter verwunderlich, da jeder mit sich und dem Fall beschäftigt ist. Sein Verhalten ist dadurch authentisch und nachvollziehbar.

Ein wenig störend sind die Ermittlungen, die teilweise stümperhaft wirken. Dies wird sogar den Polizisten zwischenzeitlich klar, sodass sie versuchen ihre Vorgehensweise zu verändern, was den weiteren Verlauf interessanter macht.

Besonders gut gefallen hat mir das Ende. Nachdem das Buch besonders in der Mitte einige Längen hatte, ist das Ende spannend und aufregend. Es ist sinnvoll gestaltet und rundet die Geschichte angenehm ab.


Fazit:

Das Buch lässt sich sicherlich besonders dann gut lesen, wenn draußen Regen und herbstliche Stimmung herrscht. „Hell-Go-Land“ ist ein Thriller, bei dem das Potential des Autors und der Geschichte erkennbar ist. Leider weist das Debüt jedoch ein paar Schwächen auf. Daher möchte ich hiermit 3 von 5 Lesesterne vergeben.

Fesselnde Thriller !!! - 13.09.2016 11:08:05 - marpije

Anna Krüger, eine junge Polizistin kehrt nach Helgoland zurück wo sie aufgewachsen war, sie möchte dort arbeiten und Neuanfang machen , vor ein Paar Jahren sie hat etwas schreckliches auf der Insel erlebt, seit damals sie leidet unter starke Migräne . Anna Krüger will sich der Vergangenheit stellen und endlich ein Frieden schlissen, aber leider ist das nicht möglich, die Vergangenheit holt sie an, ein Psyhopat sorgt dafür, dass sie muss alles noch einmal erleben...

Die Geschichte ist wie eine Puzzle , am Anfang alles ist chaotisch und will nicht eine zu anderen passen , im laufe der Geschichte hat Tim Erzberg alle die lose Puzzle Teile immer mehr zusammen geführt, so das am Ende habe ich ganz genaues und klares Bild von die Geschehene , alle haben sich zusammengefügt.

Der Autor lässt uns schauen ganz genau auf die Ermittlungsarbeiten auf der einsamer Insel , die Methoden und das Vorgehen von die Polizisten dort sehen archaisch , aber die bauen die ganze schaurige, geheimnisvolle, und beklemmende Klima in diesem Buch- eine einsame Insel von Außenwelt abgeschnitten wegen tobenden Sturm, peitschende Wind mit fast Dauerregen und dann die klopfenden an die Haustüren die Ordnugsschützer - ich habe mich gefühlt wie in einem Sherlock Holmes Film.

Die Personen sind gut beschrieben . die Migräne Attacke von Anna sind sehr realistisch dargestellt , ihre Verzweiflung und der Kampf mit ständigen Kopfschmerzen machen sie manchmal unberechenbar , in normale Situation sie wäre krank geschrieben aber dort auf die Insel sie muss weiter ermitteln.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen mit ständig wachsenden Spannung , der Autor mit jeder Kapitel sorgt für immer größere Verwirrung. Die Wendungen bringen neue Überraschungen und machen das Buch sehr fesselnd. Die Klima ist düster und dunkel, die nach und nach ausgearbeitete Annas Vergangenheit macht das ganze geheimnisvoll , die Abgeschlossenheit in der stürmischen Zeit deckt das mit Trostlosigkeit und Hilflosigkeit.

Sehr fesselnde Thriller mit große Spannung und sehr düsteren Atmosphäre!!!

Genialer Plot, tolles Setting - eher mäßig umgesetzt. Ein Erstling mit Hoffnung auf Steigerung. - 07.09.2016 19:59:49 - Baerbel82

Rache und Gerechtigkeit

Sturm über Helgoland. Die Insel ist vom Festland abgeschnitten. Ein atmosphärisch dichtes, düsteres Szenario, dass Tim Erzberg alias Thomas Montasser sich für seinen Debütroman ausgedacht hat. Worum geht es?
Anna Krüger kehrt als Polizistin nach Helgoland zurück, um sich den Dämonen ihrer Vergangenheit zu stellen. Seit einem traumatischen Erlebnis in ihrer Jugend leidet sie unter starker Migräne.
Ein weiterer Handlungsstrang erzählt von Katarina Loos. Sie ist Haushälterin bei Dr. Strecker. Seine Frau hatte ihn verlassen. Katarina schnüffelt in bester Miss Marple-Manier hinter dem Doc her. Eines Tages macht sie im Keller des Hauses eine grausige Entdeckung.
Anna erhält ein Päckchen mit einem menschlichen Daumen und eine mysteriöse SMS. Als sie erneut Post bekommt, diesmal ein Glas mit Blut, wird klar, dass es sich um einen Psychopathen handeln muss. Irgendjemand spielt ein perfides Spiel mit Anna. Aber wer und warum?
Die Ermittlungen drehen sich im Kreis. Anna wird von der Vergangenheit eingeholt und die Spannung steigt.
Zwischendurch sind auch immer wieder Abschnitte in Kursivschrift eingestreut, in denen ein Mensch zu Tode gefoltert wird. Wer ist das Opfer, wer der Täter und wo liegt sein Motiv? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…
Der etwas andere Reiseführer von Helgoland. Der Sturm und die düstere Atmosphäre sind gut beschrieben. Dass das Opfer lange im Dunkeln blieb, hat mir gefallen. Die Suche nach dem Täter fand ich dagegen etwas langatmig - und vorhersehbar.
Mit Anna bin ich bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Eine Figur, die mit ihrer Vergangenheit hadert. Unprofessionell und unsympathisch. Ihr Handeln konnte ich oft nicht nachvollziehen und mich erst recht nicht damit identifizieren.

Fazit: Genialer Plot, tolles Setting - eher mäßig umgesetzt. Ein Erstling mit Hoffnung auf Steigerung.

Protagonistin hat mich nicht ganz überzeugt.... - 07.09.2016 14:39:10 - Igela

Anna Krüger ist Polizistin und kehrt nach langer Zeit auf die Insel Helgoland zurück. Sie hat den Job als stellvertretende Leiterin der Polizeidienststelle erst gerade angetreten, als sie schon Post bekommt. Jemand hat ihr ein Päckchen geschickt mit einer grausigen Überraschung! Später erneut ein Päckchen ...wieder mit grausigem Inhalt. Ein orkanartiger Sturm verunmöglicht genaue Untersuchungen und stellt die Dienststelle vor logistische Probleme.
Doch Anna kämpft nicht nur gegen die Zeit um den Boten der Päckchen möglichst schnell zu finden, sondern auch gegen die Dämone aus ihrer Vergangenheit.

Die Landschaftsbeschreibungen, die Atmosphäre auf Helgoland sind sehr gut und stimmig beschrieben. Man hat das Gefühl, den Wind, den aufkommenden Sturm "Olaf" regelecht zu fühlen. Die notierten Windstärken und Witterungsverhältnisse jeweils bei jedem Kapitelbeginn sind sicher für einige Leser eine gute Idee. Ehrlich gesagt habe ich sie jedoch nicht sonderlich beachtet.
In verschiedenen Erzählssträngen schaut man als Leser den Polizisten über die Schulter, ist hautnah dabei als der Täter sein Opfer quält und verfolgt die Handlung rund um einen Arzt und seine Putzfrau.
Ich schreibe gezielt von Polizisten und nicht von Ermittlern. Denn die Polizei auf Helgoland ist weder ausgebildet noch hat sie die Infrastruktur um professionelle Ermittlungen anzustellen. So kommt die ganze Ermittlungsarbeit dann auch etwas dilettantisch daher.....etwas ,das mich zu Beginn hat zweifeln lassen...bis ich gemerkt habe, dass dies wohl von Tim Herzberg so gewollt war.
Die grösste Baustelle in dieser Geschichte ist meiner Meinung nach Anna Krüger.Leider hat sie mich nicht überzeugen können. Sie hat ein Trauma in der Vergangenheit erlitten, das ich hier spoilern muss, verhält sie sich meiner Meinung nach nicht wie eine traumatisierte Frau. Gerade im zwischenmenschlichen Bereich sind ihre Handlungen nicht nachvollziehbar.

Anna leidet zudem unter starker Migräne...und dies wird immer wieder beschrieben. Etwas, das mich mit der Zeit doch ermüdet hat. Dazu kommt für mich ihre unprofessionellen Handlungen, die mich regelrecht genervt haben.
Der Schreibstil ist prägnant und flüssig zu lesen. Leider gibt es in den ansonsten gut geordneten Kapiteln, die chronologisch sind,immer wieder Zeit und Handlungssprünge, sowie abrupte Perspektivwechsel, die für mich etwas zu chaotisch waren.
Ein Thriller,der für mich zu wenig Gänsehautelemente hat um ein Thriller zu sein, mit einigen Schwächen.

Düstere, spannende Geschichte, gut recherchiert und bestens umgesetzt. Hat den Namen Thriller wirklich verdient. Für mich absolut empfehlenswert. - 06.09.2016 14:53:16 - Sonja Kindler

Sturmjagd einmal anders

Anna kehrt nach Helgoland zurück, als stellvertretende Dienststellenleiterin des Polizeipostens. Kaum angekommen, wird ihr ein abgetrennter, menschlicher Daumen per Post zugesandt. Doch dabei bleibt es nicht. Es geschehen immer mehr ungewöhnliche Dinge und schon bald ist klar, dass das etwas mit den Ereignissen zu tun hat, die Anna vor sieben Jahren dazu gebracht haben, die kleine Insel in der Nordsee zu verlassen. Nun müssen Anna und ihre Kollegen versuchen herauszubekommen, wer hinter dem Ganzen steckt. Dabei sind sie völlig auf sich allein gestellt, denn ein schwerer Orkan schneidet die Insel für mehrere Tage vom Festland ab. Und die Zeit läuft ihnen davon, denn sie befürchten, dass ein Mensch in Lebensgefahr schwebt.

Cover: Titel und Autor springen einem in Form eines sehr großen Schriftzuges geradezu an. Dabei wird die „Lange Anna“ von Helgoland als Hintergrundbild nur in den Buchstaben farblich erkennbar. Außerhalb der Buchstaben ist sie nur in Grautönen zu sehen und wirkt nahzu schemenhaft (man quasi einen Ort in zwei verschiedenen Lichtern sehen).

Der Titel „Hell go Land“ wurde aus der Geschichte Helgolands verwendet. In den 1940er Jahren wurde die Insel von den Amerikanern bombadiert und bekam diesen Namen. Für die Handlung ist dieser Name treffend gewählt, denn Anna, die Hauptprotagonisten, hat im Laufe der Handlung mehrfach das Gefühl, durch die Hölle zu gehen.
Tim Erzberg hat mit diesem Roman einen Thriller der besonderen Art geschafft. Er zeigt dem Leser eindrücklich, und durch sehr gute Kenntnis der örtlichen Begebenheiten, das Gänsehautfeeling nicht nur in großen Städten empfunden werden muss. Auch kleinere Schauplätze sind geeignet, nahezu unerträgliche Spannung zu erzeugen. Dabei verwendet er einen gut lesbaren Schreibstil, sodass die Seiten nur so dahin fliegen. Die Einteilung der Kapitel erfolgte in Tagen, was die beschriebene Situation sehr gut unterstreicht und zusätzliche Spannung erzeugt. Dem Leser werden im Laufe des Buches mehrere mögliche Täter präsentiert, doch man kommt nicht so ohne Weiteres auf die richtige Lösung. Das Ende ist überraschend, teilweise aber auch etwas klischeehaft. Hier wäre durchaus auch eine offene Variante möglich gewesen. Doch das ist reine Geschmacksache und schmälert den Lesegenuss in keinster Weise.

Fazit: Düstere, spannende Geschichte, gut recherchiert und bestens umgesetzt. Hat den Namen Thriller wirklich verdient. Für mich absolut empfehlenswert.

Super Setting, hohe Spannung und düstere Atmosphäre - 05.09.2016 17:56:29 - Christof Renken

HELL-GO-LAND fasziniert durch die stetig gehaltene düstere Stimmung, enttäuscht aber in Teilen in der Glaubwürdigkeit.


Zum Inhalt:

Anna Krüger tritt ihren Dienst als Polizistin auf der Nordseeinsel Helgoland an. Sie ist gebürtige Helgoländerin und in ihrer Jugend gab es einen Vorfall, der sie psychisch vollkommen aus der Bahn geworfen hat. Noch heute leidet Sie sehr darunter, was sich unter anderem durch eine starke Migränge bemerkbar macht. Ihre Rückkehr soll ihre Dämonen besiegen.
Bereits am ersten Tag in der Dienststelle erhält Anna ein Paket mit einem abgeschnittenen Daumen. Dies soll auch nicht die letzte Sendung gewesen sein. Zusammen mit Ihrem Vorgesetzen Paul und ihrem Kollegen Marten beginnt sie Ermittlungen. Die Nordsee ziegt sich von der übelsten Laune. Die Insel ist von der Außenwelt abgeschnitten und das Ermittlerteam ist auf sich allein gestellt.
Es stellt sich schnell heraus, dass das kleine Paket mit dem Vorfall in ihrer Jugend in Verbindung steht.


Mein Eindruck:

Die Kapitel sind in Tagen gegliedert, entsprechen also dem chronologischen Ablauf der Geschehnisse auf der Insel. In Rückblenden werden immer wieder kleine Puzzlestücke aus Annas Vergangeneheit eingestreut. Dies geschieht zu Beginn in meinen Augen etwas zögerlich, zum Ende hin aber sehr deutlich.
Dem Schreibstil entsprechend ist der Handlung gut zu folgen. Die düstere Stimmung der Insel, der wütende Orkan und die Hilfslosigkeit der auf sich allein gestellten Ermittler ist hervorragend gelungen. In kleinen, immer rasanter werdenden Schritten wird die Spannung permanent auf hohem Level gehalten. Der Leser möchte miträtseln und erfahren, wie die Geschichte seinen Fortschritt nimmt und welche Geheimnisse letztlich Anna damals aus der Bahn geworfen haben.
Nicht ganz zufrieden bin ich mit der Ausgestaltung der Charaktere. Auch wenn Menschen unter Druck unberechenbar reagieren mögen, soll dies nicht das teilweise etwas unprofessionelle Verhalten der Hauptperson entschuldigen. Nicht alle Handlungen und Vorgänge konnte ich wirklich nachvollziehen, was ich auf Grund des exzellenten Setting etwas schade finde. Die Handlung hätte auch mit "professionellerem" Verhalten sehr gut, vielleicht sogar noch besser funktionieren können. Insgesamt bleiben hier einige der wichtigeren Personen etwas blass.


Fazit:

HELL-GO-LAND ist ein typischer Thriller, der die Erwartungen durchaus erfüllt. Er lädt mit einer steten und düsteren Spannung auf das durch Orkan von der Außenwelt abgeschlossene Helgoland ein. Die düstere Atmosphäre ist hervorragend gelungen, einige Charaktere bleiben dafür etwas im Schatten. Insgesamt ein lesenswerter und spannender Thriller, der die Erwartungen durchaus erfüllt.

Ihre Bewertung

1 schlecht, 5 sehr gut

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Karin Slaughter

Die gute Tochter

"Lauf!", fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. "Lauf weg!" Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers.
Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein.

"Die gute Tochter" ist ein Meisterwerk psychologischer Spannung. Nie ist es Karin Slaughter besser gelungen, ihren Figuren bis tief in die Seele zu schauen und jede Einzelne mit Schuld und Leid gleichermaßen zu belegen.

"Die dunkle Vergangenheit ist stets gegenwärtig in diesem äußerst schaurigen Thriller. Mit Feingefühl und Geschick fesselt Karin Slaughter ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite."
Camilla Läckberg

"Eine großartige Autorin auf dem Zenit ihres Schaffens. Karin Slaughter zeigt auf nervenzerfetzende, atemberaubende und fesselnde Weise, was sie kann."
Peter James
 
"Karin Slaughter ist die gefeiertste Autorin von Spannungsunterhaltung. Aber Die gute Tochter ist ihr ambitioniertester, ihr emotionalster - ihr bester Roman. Zumindest bis heute."
James Patterson
 
"Es ist einfach das beste Buch, das man dieses Jahr lesen kann. Ehrlich, kraftvoll und wahnsinnig packend - und trotzdem mit einer Sanftheit und Empathie verfasst, die einem das Herz bricht."
Kathryn Stockett

„Die Brutalität wird durch ihre plastische Darstellung körperlich spürbar, das Leiden überträgt sich auf den Leser.“
(Hamburger Abendblatt)

„Aber es sind nicht nur die sichtbaren Vorgänge und Handlungen von guten oder schlechten Individuen, die die (…) Autorin penibel genau beschreibt. Es sind vor allem die inneren, die seelischen Abläufe, die überzeugen.“
(SHZ)

„Das alles schildert Slaughter mit unglaublicher Wucht und einem Einfühlungsvermögen, das jedem Psychotherapeuten zu wünschen wäre.“
(SVZ)

„Die aktuelle Geschichte um die Quinns ist eine Südstaaten-Saga der besonderen Art, von der ihr nicht weniger erfolgreiche Kollege James Patterson sagt, sie sei ‚ihr ambitioniertester, ihr emotionalster, ihr bester Roman. Zumindest bis heute‘.“
(Focus Online)

„Die Autorin hat hier ein ausgezeichnetes Buch vorgelegt, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.“
(Krimi-Couch.de)

„Es gibt Bücher, bei denen man das Atmen vergisst. Die Romane der amerikanischen Schriftstellerin gehören dazu. So auch dieser Pageturner. (…) Karin Slaughter versteht es meisterhaft, glaubwürdige Charaktere zu erschaffen und ihre Leser fortwährend zu überraschen.“
(Lebensart)

„Atmosphärisch dichter Thriller über die sozialen Gespinste einer Kleinstadt, psychologisch sehr stimmig, mit vielen Schichten und Überraschungen.“
(Bayrischer Rundfunk)

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