Der Stoff, aus dem Träume sind
La deutsche Vita im August
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Geschichten und ErzählerInnen von hier.
August

Der Stoff, aus dem Träume sind

Efeugrün, verwoben mit einem hauchzarten himmelblauen Faden – als Claire das Jackett in einem Londoner Vintage-Laden entdeckt, weiß sie sofort, dass es von der kleinen schottischen Hebrideninsel Barra stammt. Fast ein ganzes Leben ist es her, dass sie dort aufgewachsen ist. Ein Leben für die Mode, voller großer Pläne, Hoffnungen und Fehler. Und plötzlich lassen Claire die Erinnerungen nicht mehr los. Vielleicht ist jetzt endlich die Zeit gekommen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und verschüttete Träume zu bergen. 

„Ein sehr emotionaler und spannender Roman mit Rückblenden, die ins Nachkriegs-England und in die Modewelt entführen.“
Mainhattan Kurier 

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Der Stoff, aus dem Träume sind

Efeugrün, verwoben mit einem hauchzarten himmelblauen Faden – als Claire das Jackett in einem Londoner Vintage-Laden entdeckt, weiß sie sofort, dass es von der kleinen schottischen Hebrideninsel Barra stammt. Fast ein ganzes Leben ist es her, dass sie dort aufgewachsen ist. Ein Leben für die Mode, voller großer Pläne, Hoffnungen und Fehler. Und plötzlich lassen Claire die Erinnerungen nicht mehr los. Vielleicht ist jetzt endlich die Zeit gekommen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und verschüttete Träume zu bergen. 

„Ein sehr emotionaler und spannender Roman mit Rückblenden, die ins Nachkriegs-England und in die Modewelt entführen.“
Mainhattan Kurier 

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Erscheinungstag: Mi, 01.08.2018
Erscheinungstag: Mi, 01.08.2018
Bandnummer: 26125
Bandnummer: 26125
Seitenanzahl: 320
Seitenanzahl: 320
ISBN: 9783956498008
ISBN: 9783955767952
E-Book Format: ePub oder .mobi

Dieses E-Book kann auf allen ePub- und .mobi -fähigen Geräten gelesen werden, z.B.
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Jana Stieler machte einen Magisterabschluss in Literaturwissenschaft und Öffentlichem Recht. Anfangs fiel es ihr schwer, ihre Berufung zu finden – das Schreiben war letztendlich der Schlüssel dazu, wie sie in ihrem Volontariat bei einer (…)

Kundenbewertungen

Zwei Frauen - das Leben, Schicksal und die Freundschaft - 21.09.2018 12:34:49 - "Book Lounge" Lesegenuss

"Der Stoff, aus dem Träume sind" erzählt die Geschichte von Claire und Vivian, die sich über ein Herren Tweed-Jackett näher kommen. Zwei Frauen, zwei verschiedene Generationen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Eine wunderbare Lektüre, die für ein paar schöne und unterhaltsame Lesestunden sorgt. Die vollständige Rezension auf meinem Blog
https://lesegenuss.blogspot.com/2018/09/rezension-der-stoff-aus-dem-traume-sind.html

Der Stoff, aus dem Träume sind - 08.09.2018 13:43:04 - Lujoma

Bei diesem Buch fällt es mir schwer meine Eindrücke zu schildern. Der Inhalt ist interessant, für die Protagonisten konnte ich mich nicht erwärmen. Doch der Reihe nach:

Die Story:
Zwei unterschiedliche Frauen: Claire, von Schottland stammend und im Nachkriegslondon aufgewachsen, ist eine bekannte, aber auch zynische Modeschöpferin. Zufällig trifft sie in einem Vintageladen auf Vivien, die alleinerziehend mit zwei Jobs versucht ihr Leben zu leben… Nach einem Unfall vor dem Laden, besucht Vivien Claire im Krankenhaus… immer wieder… und die alte Frau teilt plötzlich ihre Erinnerungen mit Vivien und fordert sie heraus ihr Leben mutiger zu leben.

Die Personen:
Claire‘s Erinnerungen sind interessant. Stück für Stück erfährt der Leser Episoden aus ihrer Kindheit auf der Insel Barra, die Liebe zum Großvater, der ihr seine Liebe zu Stoffen mitgibt, die er webt… „efeugrün, verwoben mit einem hauchzarten himmelblauen Faden“… die schwere Zeit im London mit einer ängstlichen Mutter, einen gewaltbereiten Vater und ihrem Bruder, den sie schützen will… Das alles lässt sie gern hinter sich auf dem Weg nach oben… Auf mich wirkt Claire egozentrisch, manipulierend, Beziehungen meidend und doch einsam….
Vivien verdient als alleinerziehende Mutter von Ethan (fast 5) eigentlich Respekt, wäre nicht ihre zögende, immer das Schlimmste befürchtende Art. Ihr nicht abgeschlossenes Psychologiestudium lässt sie alles und jeden analysieren. Sie tut alles für ihren Sohn, wirkt aber als hätte sie Angst sich selbst etwas zu gönnen. Veränderungen mag sie auch gar nicht.

Neben den Hauptpersonen gibt es dann noch Ethan, Vivien‘s Sohn… ein fröhliches und aufgewecktes Kind. Aidan ist Viviens neuer Chef, mit dem sie sich recht gut versteht. Peter ist ein Autor, der Claire‘s Biographie schreiben will und deshalb mit Claire und Vivien einige Tage auf der Insel Barra verbringt.

Der Schreibstil:
Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen. Es spielt 2017 und in den Erinnerungen von Claire. Die Kapitel sind mit Jahreszahlen überschrieben, so dass man immer weiß, wer erzählt und wann es spielt.

Fazit:
Das Buch hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt, Stoffe aus denen Träume entstehen, kamen kaum vor (zumal Vivien sich absolut nicht für Mode oder Stoffe interessierte). Die Hauptprotagonisten blieben mir fremd, waren teilweise sehr unsympathisch. Die Grundidee des Buches gefiel mir, aber man hätte mehr daraus machen können. Schade, dafür gibt es von mir nur 3 Sterne.

Liebenswerte Story... - 01.09.2018 20:17:48 - Susanne Knüpfer

Erzählt wird die Geschichte von Claire, einer reservierten, etwas schroffen Modedesignerin, die auf einer schottischen Insel, namens Barra aufgewachsen ist und Vivian, einer alleinerziehenden Mutter, die ihr Leben für ihren Sohn lebt, kaum an sich denkt und dabei verpasst, welche schönen Seiten ihr das Leben außerdem noch bieten kann. Bis sie eines Tages aufeinander treffen...

Das Cover des Buches ist für einen Liebesroman passend gestaltet. Es nimmt Bezug auf die Geschichte und verspricht eine Story in der es um das Nähen und die Natur geht. Ich habe beim Lesen festgestellt, dass die Geschichte vorrangig aber um etwas viel Tieferes geht, was man beim Blick auf das Cover gar nicht vermuten würde.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Die Kapitel sind recht kurz, was ich bevorzuge. Den Schrifttype fand ich etwas klein. Besonders gut hat mir der stetige Wechsel der verschiedenen Zeitebenen gefallen. Man konnte die Charaktere dadurch noch viel besser kennen und verstehen lernen. Angesprochen hat mich auch die Entwicklung der Protagonisten in der Geschichte. Wirklich sehr schön herausgearbeitet.

Ich fand das Buch sehr emotional. Es hat mich bewegt, traurig gemacht, ab und an aufgrund der Thematik der häuslichen Gewalt erschrocken. Andere Stellen haben mich schmunzeln lassen und glücklich gestimmt.

Das Ende war für mein Empfinden zu offen. Einerseits schön eine Ahnung zu haben, wie es weitergehen könnte...aber ich bin ehrlich gesagt mehr der Typ Mensch, der abgeschlossene Buchenden bevorzugt.

Insgesamt eine schöne Geschichte.

Ein schönes und berührendes Buch - 31.08.2018 23:15:25 - Brina88

Die beiden Hauptpersonen in dieser Geschichte sind Vivian und Claire. Claire entdeckt eines Tages ein Jakett in einem Londoner Vintage-Laden. In diesem Laden arbeitet Vivian. Das Jakett stammt von Barra, einer schottischen Hebridenhalbinsel. Claire ist in Barra aufgewachsen. Sie wird von einem Auto angefahren, als sie den Vintage-Laden verlässt. Vivian besucht Claire des Öfteren im Krankenhaus und die beiden unterschiedlichen Frauen freunden sich an. Claire lässt ihre Vergangenheit nicht mehr los und sie merkt, dass es Zeit wird sich dieser zu stellen.
Mir persönlich hat das Buch gut gefallen. Besonders die Lebensgeschichte von Claire hat mich tief berührt. Die ärmlichen Verhältnisse, in denen Claire aufgewachsen ist und vor allen Dingen die Gewalt ihrer Vaters gegenüber Claires Bruder. Einfach furchtbar und traurig, sowas sollte kein Kind erleben müssen.
Ich fand es sehr schön, dass Claires Vergangenheit nach und nach erzählt wurde und nicht alles auf einmal.
Der Schreibstil der Autorin war sehr schön und er hat mir gut gefallen. Sie beschreibt die Orte und Sachen genau, sodass man sich alles vorstellen kann,
Zwischendurch hat sich das Buch für meinen Geschmack ab und zu etwas sehr gezogen, was jedoch der Geschichte keinen Abbruch tat.
Das Cover ist sehr schön und es passt sehr gut zur Geschichte.
Alles in allem hat mir die Geschichte gut gefallen und es lohnt sich auf jeden Fall, sich das Buch zu kaufen.

Zwei Frauen - 30.08.2018 16:03:56 - misery3103

Vivien arbeitet im Vintage-Modeladen einer Freundin, in dem die ältere Claire auf der Suche nach den passenden Knöpfen für ein Kleid ist. Beim Verlassen wird sie von einem Auto angefahren. Vivien, die sich verantwortlich fühlt, besucht die ältere Frau im Krankenhaus und erfährt deren Lebensgeschichte. Gleichzeitig muss Vivien ihr eigenes Leben als alleinerziehende Mutter mit zwei Jobs auf die Reihe bekommen. Können die so unterschiedlichen Frauen sich gegenseitig helfen?

Die Geschichte des Buches sprach mich sofort an. Claires Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugendzeit im Nachkriegs-England waren sehr interessant zu verfolgen. Auch Viviens Leben bietet so manchen Stoff zum Nachdenken. Beide Frauen erschienen mir zuerst wenig sympathisch. Claire, die alternde Modedesignerin, hatte für niemanden ein gutes Wort übrig, weshalb es mich zunächst wunderte, dass Vivien überhaupt Zeit mit ihr verbringen wollte. Aber auch Viviens Art machte es mir schwer, sie wirklich zu mögen. Nach und nach änderte sich dieses Bild von beiden Frauen aber, weil sie sich gegenseitig ein bisschen netter machten.

Claires Lebensgeschichte hat mich sehr berührt, auch ihre Erzählungen über das schwere Leben im Nachkriegs-London und ihre desolate Familie zogen mich in den Bann. Fast schon störend fand ich daneben die Schilderungen von Viviens Leben, auch wenn diese durch ihre Arbeit als Telefonseelsorgerin viele interessante Geschichten bot. Doch insgesamt konnte die junge Frau mich nicht wirklich für sich einnehmen.

Ein Buch über zwei sehr unterschiedliche Frauen, deren Lebensweg mich zum Teil sehr bewegte. Nicht zu 100 % überzeugend, aber schön zu lesen und stellenweise sehr interessant.

Zwei Perspektiven, zwei Welten - 26.08.2018 17:25:59 - Sioux

Als ich den Klappentext dieses Buches gelesen habe, vermutete ich bereits, dass diese Geschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart spielt. Was ich nicht vermutet habe, war, dass wir hier nicht nur eine, sondern gleich zwei wundervolle Frauen kennen lernen.

Klapptentext:

Efeugrün, verwoben mit einem hauchzarten himmelblauen Faden – als Claire das Jackett in einem Londoner Vintage-Laden entdeckt, weiß sie sofort, dass es von der kleinen schottischen Hebrideninsel Barra stammt. Fast ein ganzes Leben ist es her, dass sie dort aufgewachsen ist. Ein Leben für die Mode, voller großer Pläne, Hoffnungen und Fehler. Und plötzlich lassen Claire die Erinnerungen nicht mehr los. Vielleicht ist jetzt endlich die Zeit gekommen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und verschüttete Träume zu bergen.

Cover:

Wieder ein Buch, dessen Cover nur so halb erahnen lässt, worum es geht und das es versteht seine Geschichte zu verstecken.

Schreibstil:

Der war flüssig und gut zu lesen. Die Beschreibungen der schottischen Insel und des Londons der Nachkriegszeit fand ich sehr schön. Die Stimmung war sofort da, es kam sehr realitätsnah rüber und die Übergänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart waren für mich flüssig und logisch.

Charaktere:

Zunächst einmal zu Claire: Diese war mir am Anfang total unsympathisch, wie ich zugeben muss. Ihre Handlungen und ihre Art schienen geradezu gefühlskalt und ich hatte wirklich Angst um die arme Vivian. Nach und nach lernt man Claire jedoch immer besser kennen und verstehen. Das ihre Vergangenheit sie zu der Person gemacht hat, die sie jetzt ist, fand ich für mich sehr logisch. Da war es dann auch nicht verwunderlich, dass sie sich nicht komplett ändern kann. Siebzig Jahre Leben können nicht in ein paar Wochen aufgearbeitet werden.

Vivian war für mich das perfekte Gegenstück zu Claire. Vivian, die gerne alles überanalysiert und deswegen viel zögert und Claire, die schon so viel durchlebt hat und in ihrer Meinung stur und direkt ist. Beide haben während der Geschichte viel voneinander gelernt. Im Vergleich zu anderen Büchern fand ich diese Entwicklung zwar relativ klein, dennoch war sie da und passte, so wie sie war, sehr gut zur Geschichte.

Vivian war für mich ein Charakter, der eine Claire gebraucht hat. Ohne sie, wäre Vivian wohl einzig Mutter geblieben. Durch die alte Dame hat sie von einem ganz anderen, gegensätzlichen Leben erfahren und konnte nach und nach ihre Weisheiten auf sich selbst anwenden.

Zur Geschichte allgemein:

Die Geschichte wird aus drei Perspektiven geschildert. Durch Vivians Perspektive werden wir in der Gegenwart gehalten und Claires Geschichte wird durch sie an die Realität und den Alltag gekoppelt. Claire erzählt in zwei Perspektiven. Einmal den ihrer Vergangenheit und den ihrer Gegenwart. Letzterer ergänzt eigentlich nur und stellt eine Verbindung zu Vivian her, ersterer macht den größten Teil der Geschichte aus. Eigentlich wird man als Leser nämlich durch die Gegenwartsperspektiven in Bezug auf Claire vor jede Menge Tatsachen gestellt. So entsteht Spannung, die durch die wirklich schön erzählten Vergangenheitspassagen nach und nach beleuchtet werden. Schön ist, dass man immer die direkte Reaktion von Claire in der Gegenwart erlebt. So merkt man als Leser, dass die Vergangenheit für sie noch längst nicht vergangen ist. Insgesamt belaufen sich die Rückblicke auf die Jahre zwischen 1946 und 1981. Die Verknüpfungen zwischen den Punkten in der Claires Geschichte und der Gegenwart sind wirklich gut gelungen. Es tauchen immer wieder unvorhergesehene Dinge auf.

Alles in allem zieht es sich vielleicht manchmal ein bisschen, weil man gerade im ersten Teil des Buches nicht weiß, worauf die Geschichte hinausläuft. Das liegt vielleicht auch daran, dass man durch den Klappentext irrtümliche Erwartungen entstanden. Zumindest bei mir. Denn es geht hier nicht um eine Frau, die zurück in ihren Heimatort fährt und dort ihre Vergangenheit nochmals durchlebt. Stattdessen würde ich sagen, dass man die Geschichte durch Vivian erlebt und diese ihre eigenen Probleme mit in die Geschichte bringt.

Fazit:

Das Buch hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Es ist interessant, die Rückblicke wirklich wunderbar erzählt und Claire eine besondere Frau, die es zu entdecken gilt. Vivian muss da vielleicht ein bisschen zurückstecken, aber auch sie bringt Tiefe und Gefühl in die Geschichte. Ich kann das Buch durchaus empfehlen, auch wenn man es nicht in einem Rutsch durchlesen kann.



Liebe Grüße

Überraschend gut - 19.08.2018 22:02:07 - Sarah

"Der Stoff, aus dem Träume sind" hat mich wirklich überrascht. Erwartet hatte ich eine leichte Lektüre, bekommen habe ich die bewegende Geschichte einer jungen Frau, die in der Nachkriegszeit aufgewachsen ist.

Erzählt wird die Geschichte aus zwei bzw. drei Perspektiven. Die Protagonistinnen sind Vivian eine junge alleinerziehende Mutter, die in London wohnt und Claire, eine schon ältere Dame, die Vivian zufällig trifft. Durch einen schicksalhaften Zufall verknüpfen sich ihre Leben. Claire erzählt Vivan viel aus ihrem Leben und ihrer Vergangenheit. Eine wirklich fesselnde, schockierende und interessante Lebensgeschichte, dass sie beinahe wahr sein könnte.
Der Schreibstil von Jana Stieler ist flüssig und angenehm zu lesen und sie versteht sich darauf die Gegenwart geschickt mit der Vergangenheit zu verknüpfen. Das Ende hat mir nicht ganz so gut gefallen, aber das ist ja schließlich Geschmackssache.

Insgesamt hat mich dieser Roman überzeugt und ich war sehr positiv überrascht.

Ein Stück Stoff - 17.08.2018 13:53:43 - Bibliomarie

Zwei Frauen, fast zwei Generationen voneinander getrennt, tragen diesen Roman.
Claire verlebt ihre frühe Jugend in Armut auf der Insel Barra. Der Großvater ist Weber und bringt seiner Enkelin die Farben und Garne des unvergleichlichen Tweedstoffs näher. Er ist ihr Stütze im lieblosen Elternhaus. Der Vater ist ein gewalttätiger Trinker, die Mutter hilfloses Opferlamm. Aber ein tragisches Opfer ist der kleine Bruder Logan, der schon als Baby von den Misshandlungen bleibende Schäden davonträgt. Nach dem Tod des Großvaters siedelt die Familie ins Londoner East End um und zur Armut kommt jetzt noch die von Elend geprägte Umgebung.


Vivian lebt als alleinerziehende Mutter in London. Ein abgebrochenes Psychologiestudium, wenig Zukunftsaussichten und eine diffuse Lebens-und Zukunftsangst prägen sie. Sie hat wenig Selbstvertrauen und möchte am liebsten unsichtbar sein. Obwohl sie bei anderen Menschen sehr gut Handlungsweisen einschätzen kann und aufgrund ihres Studium sie auch gleich analysieren kann, versagt bei ihr selbst diese Einschätzung. Nur in der Liebe zu ihrem kleinen Sohn Ethan geht sie völlig auf.


Claires und Vivians Wege kreuzen sich und aus anfänglicher Abneigung erwächst langsam Vertrauen und Verständnis.
Der Roman ist warmherzig geschrieben, die beiden Frauenschicksale sind gut geschildert. Erstaunlich fand ich, wie die – deutsche – Autorin so kenntnisreich das London der Nachkriegszeit schildert und wie farbig die Schauplätze, sowohl in der Gegenwart, wie auch in der Vergangenheit, erzählt werden. Vivian und Claire müssen beide ihre Komfortzone verlassen und sich dem Leben stellen, auch wenn die Herausforderung an sie beide sehr unterschiedlich sind. Die Veränderung der Persönlichkeiten habe ich sehr gern begleitet. Wie aus der exzentrischen Claire und der zurückhaltenden, unsicheren Vivian die ersten Anfänge von Freundschaft entstehen, gefiel mir.


Das Stilmittel der wechselnden Perspektiven und der Rückblicke in die Vergangenheit der beiden Frauen machen den Roman lebendig und interessant.

Frauenfreundschaft zwischen jung und alt, schüchtern und resolut - 12.08.2018 21:22:21 - Minangel

Inhalt: Efeugrün, verwoben mit einem hauchzarten himmelblauen Faden – als Claire das Jackett in einem Londoner Vintage-Laden entdeckt, weiß sie sofort, dass es von der kleinen schottischen Hebrideninsel Barra stammt. Fast ein ganzes Leben ist es her, dass sie dort aufgewachsen ist. Ein Leben für die Mode, voller großer Pläne, Hoffnungen und Fehler. Und plötzlich lassen Claire die Erinnerungen nicht mehr los. Vielleicht ist jetzt endlich die Zeit gekommen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und verschüttete Träume zu bergen.

Meine Meinung: Die exzentrische alte Modedesignerin Claire trifft auf die introvertierte alleinerziehende Vivian und bunt gewebt wie ein Sommerschal erzählen sie sich nach und nach prägende Stationen ihres Lebens. Je mehr Claire von sich Preis gibt, desto klarer wird, dass sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit begeben muss, um Frieden schließen zu können. Dadurch wird auch Vivian animiert, ihre Situation zu überdenken und dass sie für sich und ihren Sohn mehr verlangen darf vom Leben.
Mir hat die Person Claire gefallen, ich habe versucht, ihre Handlungen zu verstehen und trotz ihrer eigenen Art trägt sie Herz am rechten Fleck, meist unter teuren Stoffen versteckt. Bei Vivian tat ich mir schwerer. Diese permanenten Hirnwixxxereien und das ständige Leben im Kopf machten mir die Lektüre schwer und ihre Gefühle und Emotionen blieben daher für mich nicht sehr greifbar und einige ihrer Handlungen passten zu dem penetranten Abwegen im Kopf nicht dazu.
Positiv fand ich die wechselnden Erzählebenen, welche mit Vornamen und Jahreszahl gekennzeichnet wurden.
Kurzfristig war mir nicht ganz klar, wohin die Reise gehen soll, wohin uns die Autorin führen will, doch die Neugierde hielt mich bei der Stange, die verwirrenden Fäden begannen sich zu entwirren, um damit ein neues Band zu knüpfen...

Fazit: Wenn man sich seinen Ängsten und der Vergangenheit stellt, dann hat das Glück eine Chance. So in etwa würde ich das Buch bewerben und dafür gibt‘s 4 Sterne.

Zwei eigensinnige Frauen treffen aufeinander - 08.08.2018 20:56:24 - alupus

Zwei eigensinnige Frauen treffen aufeinander

ein sehr berührender und gefühlvoller Roman

Inhaltsangabe:
Efeugrün, verwoben mit einem hauchzarten himmelblauen Faden – als Claire das Jackett in einem Londoner Vintage-Laden entdeckt, weiß sie sofort, dass es von der kleinen schottischen Hebrideninsel Barra stammt. Fast ein ganzes Leben ist es her, dass sie dort aufgewachsen ist. Ein Leben für die Mode, voller großer Pläne, Hoffnungen und Fehler. Und plötzlich lassen Claire die Erinnerungen nicht mehr los. Vielleicht ist jetzt endlich die Zeit gekommen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und verschüttete Träume zu bergen.
Meine Meinung:
Vivian, eine alleinerziehende Mutter, versucht sich und den 5jährigen Ethan mit 2 Jobs über die Runden zu bringen. Tagsüber arbeitet sie in einem Vintageladen und abends sitzt sie am Sorgentelefon. Vivian ist eine Frau, die Angst vor Neuerungen hat und sich doch selbst sehr klein macht. In diesen Vintageladen kommt eines Tages Claire Holloway, eine sehr bekannte Designerin. Claire ist eine sehr zynische Frau geworden und sträubt sich nach Möglichkeit mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen. Ihr fällt sofort das Jackett auf, das von der Hebrideninsel Barra kommt. Durch eine kleine Nachlässigkeit kommt es zu einem Unfall und bei Vivian entsteht sofort das Helfersyndrom.
Das Buch hat mehrere Erzählebenen, da ist einmal die Geschichte von Vivian und auf der anderen Seite die Geschichte von Claire und auch von ihrer Vergangenheit nach dem Krieg auf Barra und in London. Gerade diese Geschichten nach dem Krieg in London sind so bildhaft geschrieben, dass ich mir vorstellte, alles miterlebt zu haben. In dem Buch ist die Rede davon, dass es den Siegern schlecht gehe (Lebensmittelmarken usw.), während die Besiegten schon das Wirtschaftswunder erleben.
Jana Stieler hat einen ganz bezaubernden und gefühlvollen Roman geschrieben, der mich von der ersten Seite an gefesselt und sehr berührt hat. Die Protagonisten waren sehr authentisch dargestellt, besonders habe ich mich mit Vivian identifizieren können. Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig. Ein rundum sehr gelungener Roman.
Einige Zitate aus dem Buch:
„Ein Faden im Tweed, das ist es, was wir sind, wir Menschen.“ S. 50 „Die Kindheit ist das Königreich, in dem niemand dir stirbt, zumindest niemand von Bedeutung.“ S. 95 „Es ist komisch, dass Entscheidungen, die im Bruchteil einer Sekunde getroffen werden, das Leben eines anderen Menschen für immer in eine Straße ohne Wiederkehr treiben können.“ S. 222 „Wir wählen oft denjenigen, der verkörpert, was wir in uns selbst gerne finden würden.“ S. 405 „Jeder braucht Menschen, die zu einem gehören. Manche sind einfach da, und andere kann man vielleicht wählen.“ S. 413


Herzerwärmend und Gefühlvoll - 06.08.2018 15:30:45 - Mesa

Vivian hält sich und ihren Sohn Ethan mit zwei Halbtagsjobs über Wasser. Vormittags arbeitet sie in einem Secondhandladen und am Abend versucht sie die Menschen am Sorgentelefon aufzumuntern. In jenem Secondhandladen lernt sie Claire Holloway kennen. Anfangs sträubt sich die alte Dame etwas mit Vivian zu tun zu haben, doch nach einem Unfall erzählt sie ihr ihre Lebensgeschichte. Vivian erkennt sich in den Erzählungen wider, denn auch sie hat unerfüllte Träume...


Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen, zum Einen in der Gegenwart von Vivian und Claire und zum Anderen in der Vergangenheit von Claire. Besonders die Nachkriegszeiten in London wurden wirklich bildhaft erzählt. Man fühlte sich in die Zeit zurückversetzt und konnte sowohl das Leid, als auch die Hoffnung der Protagonisten spüren. Überhaupt wurden hier zwei unterschiedliche Charaktere geschaffen, die am Ende doch eines gemeinsam hatten - die Angst vorm Leben! Auch wenn Claire's Geschichte sehr bewegend und traurig ist, wurde trotzdem nicht mit lustigen und gefühlvollen Momenten gespart. Ebenso die Nebencharaktere wachsen einem sehr ans Herz und man fühlt mit ihnen mit. Das Buch ist flüssig zu lesen und auch die Beschreibungen der Orte und historischen Geschichte ist sehr lebhaft dargestellt und gut recherchiert.

Der Stoff aus dem Träume sind, ist eine unterhaltsame herzerwärmende Geschichte über zwei unterschiedliche Frauen, die ihr Glück erst finden, wenn sie sich ihren Ängsten und Gefühlen stellen.

Ihre Bewertung

1 schlecht, 5 sehr gut

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Karin Slaughter

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Nach »Die gute Tochter« begeistert Spiegel-Bestseller-Autorin Karin Slaughter mit ihrem neuen Thriller »Ein Teil von ihr«. Provokanter und raffinierter als alles, was sie zuvor geschrieben hat.

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Wieder und wieder sieht Andrea Oliver das Gesicht ihrer Mutter Laura vor sich: gelöst, gutmütig, beherrscht – während sie einem Menschen das Leben nimmt. Nur knapp konnten sie beide einer grauenvollen Schießerei entkommen. Andrea will Antworten, doch stattdessen zwingt ihre Mutter sie in eine riskante Flucht. Weil sie verfolgt wird. Weil sie ein dunkles Geheimnis hat. Andrea folgt dem Befehl ihrer Mutter. Doch je weiter sich ihr die wahre Identität dieser Frau enthüllt, desto mehr entpuppt sich ihr Leben als eine Lüge. Wer ist ihre Mutter wirklich?

»Dieser Thriller wird Sie um den Schlaf bringen. Für Slaughter-Fans ist „Ein Teil von ihr“ ein absolutes Lese-Muss.«
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»Wie immer hat Slaughter … keine Scheu, Verbrechen in all ihrer Brutalität und Grausamkeit zu schildern. […] Daneben aber beweist sie ebenso viel Gespür für die Zerrissenheit, für Sehnsüchte und Ängste, für starke Gefühle und damit verbundene innerliche Eruption, kurz: für die Komplexität ihrer Charaktere.«
dpa

»Karin Slaughters „Ein Teil von ihr“ liest sich als moderne Geschichte über komplizierte Vereinigte Staaten von Amerika, in der charakteristische Merkmale des American Way of Life ebenso aufscheinen wie der Mythos vom Grenzland.«
krimi-couch.de

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vol.at

 »Eine spannende Lektüre bis zum Schluss.«
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 »Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite.«
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 »Karin Slaughter gilt völlig zu Recht als eine der besten Krimi-Autoren der USA. Ihre Geschichten fesseln von Anfang bis Ende.«
IN

 »Karin Slaughter zählt zu den talentiertesten und stärksten Spannungsautoren der Welt.«
Yrsa Sigurðardóttir

»Jeder neue Thriller von Karin Slaughter ist ein Anlass zum Feiern!«
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»Karin Slaughter bietet weit mehr als unterhaltsamen Thrill.«
SPIEGEL ONLINE über »Pretty Girls«

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