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Bille und Zottel Bd. 08 - Ein Filmstar mit vier Beinen

"Die Statisten des Films weichen entsetzt zurück. Zottel kommt hüpfend und auskeilend wie ein junger Ziegenbock auf die Szene gestürmt. Begeistert wirft sich das Pony in den Dreck und wälzt sich, dass Stars und Statisten von oben bis unten mit Schlamm bespritzt werden." Wieder einmal ist Billes Pony Zottel der Held des Tages. Immer aufs Neue sorgt es für Heiterkeit und Überraschungen.


  • Erscheinungstag: 09.01.2014
  • Seitenanzahl: 128
  • Altersempfehlung: 10
  • Format: E-Book (ePub)
  • ISBN/Artikelnummer: 9783505134494

Leseprobe

TINA CASPARI

Schriftzug.tif

Ein Filmstar

mit vier Beinen

Hochbetrieb in Groß-Willmsdorf

„Vorsicht, der beißt!“

Bille, die vom Fahrrad gesprungen und an die Koppel getreten war, sah sich erstaunt um. Sie hatte den jungen Mann im graublauen Arbeitsanzug gar nicht bemerkt, der da schräg hinter ihr stand und mit dem Ausdruck lässiger Überlegenheit an seiner Zigarette zog.

„Ach ja?“

Sie bemühte sich, ihr Lächeln vor dem Fremden zu verbergen, und sah auf Black Arrow, der ungeduldig mit dem Kopf schlug, weil er auf seinen Begrüßungsleckerbissen wartete.

„Sie verstehen wohl was von Pferden?“, fragte Bille mit naivem Augenaufschlag.

„Klar doch“, sagte der Jüngling. „Vor dem da muss man sich in Acht nehmen, ein Teufel ist das!“

„Hat er Ihnen was getan?“

„Mir doch nicht – ich kenne mich schließlich aus!“ Der junge Arbeiter warf die Zigarette vor sich auf den Boden. „Aber für Mädchen ist das nichts. Ehe du dich recht versiehst, hat er zugeschnappt, und die Hand ist weg!“

„Ach, wirklich?“ Bille konnte sich das Lachen nur mühsam verkneifen. „Und Sie meinen, ich kann ihn nicht mal streicheln?“

„Unmöglich! Der Bursche ist gefährlich!“

„Wohnen Sie hier?“

„Nur vorübergehend. Gehöre zu der Bauarbeiter-Kolonne, die auf dem Gut hier die Umbauten des Pferdestalls erledigt“, sagte der Jüngling hochnäsig. „Äußerst schwieriger Auftrag, das. Da braucht man allererste Fachkräfte.“

„Aha. Und das sind Sie.“

„Logisch.“

„Wenn Sie so viel von Pferden verstehen, dann sind Sie sicher auch ein sehr guter Reiter, nicht wahr?“

„Ja …“

„Das muss für Sie doch der ideale Arbeitsplatz sein – zwischen so vielen herrlichen Pferden!“

„Wieso?“

„Nun, Sie als Pferdekenner und Reiter.“

„Ja, ja, sicher“, murmelte der Mann, halb geschmeichelt, halb misstrauisch. „Bist du vom Gut hier?“

„O nein“, Bille ritt der Teufel, „ich bin hier nur Gast.“

„Dachte ich’s mir doch. Nur für die Ferien, wie?“ Der junge Arbeiter schien erleichtert zu sein. „Und da willst du dir mal so ein Pferd in natura ansehen. Kennst sie sicher nur aus Büchern, hab ich recht?“

„Auch aus Büchern“, antwortete Bille ausweichend. „Und Sie meinen, es ist gefährlich, dem da einen Apfel zu geben? Ich sollte mich lieber nicht trauen? Aber Sie trauen sich, ja?“

„Hab ich doch schon gesagt – das ist ein Teufel! Bei dem muss man aufpassen. Siehst du ja auch schon – so kohlrabenschwarz! Und wie wild der guckt, richtig böse!“

Kein Wunder, dachte Bille, er ist sauer auf mich, weil er genau weiß, dass ich einen Leckerbissen für ihn in der Tasche habe. Aber diesen Angeber hier muss ich noch ein bisschen schmoren lassen.

„Würden Sie’s für mich versuchen?“, fragte Bille und reichte dem jungen Mann einen Apfel. „Sie verstehen doch was von Pferden, Ihnen tut er sicher nichts.“

Der junge Arbeiter schaute ein bisschen unsicher, nahm aber dann doch zögernd den Apfel aus Billes Hand. Er holte tief Luft, ging breitbeinig auf Black Arrow zu und stellte sich in Imponierhaltung vor ihm auf. Vorsichtig näherte er den Apfel dem Koppelzaun. Black Arrow schnaubte, als wolle er sagen: Was soll der Blödsinn! Hast du noch nie einem Pferd etwas zu fressen gegeben? Dann schnappte er freudig nach dem Leckerbissen. Vor Schreck ließ der junge Mann den Apfel ins Gras fallen.

„Er mag den Geruch von Zigaretten an meinen Fingern nicht“, entschuldigte er sich schnell.

„Das wird’s sein, sicher!“ Bille unterdrückte mit Mühe einen Lachkrampf. „Wollen Sie’s noch mal versuchen?“

„Ein andermal. Muss jetzt wieder an meine Arbeit“, murmelte der Jüngling. „Übrigens – ich heiße Erwin. Falls du mich mal besuchen magst …“

„Okay, Erwin, wir treffen uns sicher noch.“

Bille sah ihm nach, bis er hinter den Parkbäumen verschwunden war.

„Entschuldige, mein Schatz!“, wandte sie sich lachend an den schönen Rappwallach, der ärgerlich mit dem linken Vorderhuf einen Grasballen bearbeitete. „Hier ist dein Apfel. Dem Erwin werden wir wohl heute noch eine kleine Extravorstellung geben. In einer Stunde komme ich und hol dich.“

Bille schwang sich auf ihr Fahrrad und fuhr zum Pferdestall hinüber. Stirnrunzelnd sah sie auf einen Stapel Baumaterial, der von ein paar Arbeitern in der Mitte des Hofes aufgeschichtet wurde und bereits eine beträchtliche Höhe erreicht hatte.

Sie mochte nicht daran erinnert werden, dass sich Groß-Willmsdorf bald so verändern würde. Das Gutshaus, das jetzt still und verträumt in der Frühlingssonne lag, würde dann von den Stimmen und dem Krach vieler fremder Kinder erfüllt, die schattigen Parkwege nicht mehr nur zum Reiten da sein – ein unerträglicher Gedanke!

„He! Da bist du ja endlich!“ Tom trat aus dem Pferdestall, er zog Lohengrin am Halfter hinter sich her, der offensichtlich mal wieder nicht in Stimmung war zu arbeiten. „Was ist los, Dicker, soll ich dich vielleicht tragen?“, schimpfte Tom.

„Daddy hätte das nicht tun sollen“, platzte Bille heraus.

„Was? Wovon redest du?“

„Das Gutshaus zum Reiter-Internat machen! Es wird schrecklich werden. Wenn ich schon das Zeug da sehe, wird mir schlecht. Monatelang wird der ganze Hof eine Baustelle sein.“

„Unsinn! Warte, bis alles fertig ist, dann wird es dir hier besser gefallen als vorher. Was kümmert dich das Gutshaus? Du hältst dich ja doch nur in den Ställen auf – oder in der Reitbahn, genau wie wir. Soll der riesige Kasten nur wegen ein paar lieber Erinnerungen ständig zu vier Fünfteln leer stehen und langsam vermodern?“

„Nein, nein, ich sehe ja ein, dass es so vernünftiger ist. Trotzdem bin ich traurig. Es ist wie ein Abschied. Ein Abschied von den Träumen meiner Kindheit vielleicht. Deshalb wird es mir so schwer.“ Bille lächelte entschuldigend. „Kannst du dir das nicht vorstellen? Ein kleines Mädchen, das in Pferde vernarrt ist und von seinem Dorf aus sehnsüchtig zu dem schönen, großen Gutshaus hinüberschaut, in dem der berühmte und bewunderte Springreiter Hans Tiedjen wohnt. Und zu den Ställen und Koppeln mit all den herrlichen Pferden …“

„Du spinnst“, sagte Tom trocken. „Was willst du denn? Heute hast du alles, wovon du damals geträumt hast. Der berühmte und berüchtigte Springreiter Tie…“

„Berüchtigt!“, unterbrach ihn Bille in gespielter Empörung. „Wie sprichst du denn von deinem Vater!“

„Also schön, nur berühmt. Eben dieser stolze Gutsbesitzer und Ritter deiner Träume hat dir das Reiten beigebracht und dich so quasi adoptiert. Jedenfalls kannst du dich in seinen Pferdeställen nach Herzenslust austoben und seine Pferde reiten, wann immer du willst. Übrigens, austoben – der Fohlenstall müsste noch gemacht werden!“

„Ich kümmere mich drum.“

„Wen reitest du heute?“

„Ich will mit Black Arrow anfangen. Ist die Außenbahn einigermaßen trocken?“

„Es geht. Die Pfützen sind weg, aber der Boden ist noch ein bisschen schwer.“

„Ich werd’s versuchen. Also, ich geh dann in den Fohlenstall.“

„Du, übrigens“, rief Tom Bille nach, „wir sollen nachher zu einer Besprechung zu Daddy ins Büro kommen.“

„Zu einer Besprechung? Das hört sich so offiziell an! Wann denn?“

„Um vier, wenn die Peershofer da sind.“

„Okay, und worum geht es?“

„Um ein paar Extra-Jobs für uns. Es dreht sich um die Bauerei hier.“

„Du lieber Himmel, sollen wir beim Bau helfen?“

„Nein, nein, das wohl doch nicht.“

Toms Kopf verschwand unter dem runden Bauch des Fuchswallachs. Bille hörte ihn leise über die Dreckkruste fluchen, die Lohengrin sich Tag für Tag von Neuem zulegte.

Im Stall herrschte Mittagsruhe. Ein großer Teil der Pferde tummelte sich auf den Koppeln in der Frühlingssonne, nur Nathan, Troilus und Troja warteten auf ihr tägliches Trainingspensum. In der Sattelkammer schwatzten Hubert und der alte Petersen über Erfahrungen ihres Pferdepfleger-Lebens, während sie Sättel und Zaumzeuge auf Hochglanz brachten. Pferdegeschichten gehen einem nie aus, dachte Bille, jeder Tag bringt neue – und ich möchte den Pferdenarren sehen, der einmal nichts über seine Lieblinge zu erzählen weiß!

„Guten Tag, die Herren“, rief sie übermütig zur Sattelkammer hinüber. „Wie ist das werte Befinden heute?“

„Man kann nie genug klagen“, grunzte Hubert. „Und du? Wie war die Mathe-Arbeit?“

„Na ja. Reden wir von was Erfreulicherem.“

„Wieso? Wenn du einen Einser geschrieben hast, gibst du uns einen aus und wir feiern kräftig; wenn du eine schlechte Note geschrieben hast, brauchst du keinen auszugeben und hast ’ne Menge Geld gespart. Wenn das nicht erfreulich ist!“ Hubert erschien grinsend in der Tür. „Was machst du denn da?“

„Na, was schon!? Ich hol mir Mistgabel und Schaufel für den Fohlenstall.“

„Brauchst du nicht zu machen, ich geh schon rüber“, sagte Hubert ritterlich. „Wie ich dich kenne, kannst du’s doch gar nicht erwarten, in den Sattel zu kommen, hab ich recht?“

„Du musst Hellseher sein“, meinte Bille lachend. „Danke! Dann hole ich mir jetzt Black Arrow rein.“

„Nimmst du nicht erst Troja dran?“

„Nein, heute brauche ich erst Black Arrow – ich hab meine Gründe. Wo arbeiten eigentlich diese Bauleute?“

„Drüben im Park. Da stellen sie gerade einen Baucontainer auf“, rief der alte Petersen. „Warum?“

„Ach, nur so“, murmelte Bille.

Als sie zu Black Arrow an die Koppel kam, schaute sie sich nach allen Seiten um. Von Erwin war nichts zu sehen. Das war gut. So würde die Überraschung perfekt sein. Bille streifte dem schönen Rappwallach das Halfter über.

„Komm, mein Junge, jetzt wird gearbeitet. Wir zwei geben gleich eine Sondervorstellung. Und vorher muss ich dich noch schön machen!“

Mit dem Schönmachen allerdings nahm Bille es heute nicht so genau wie sonst. Hubert hatte recht, sie konnte es kaum erwarten, in den Sattel zu kommen. Schnell einmal noch mit der Kardätsche über das blauschwarz schimmernde Fell, die Mähne ein wenig mit den Fingern zurechtgezupft, die Hufe ausgekratzt – fertig.

Als Bille Black Arrow den Sattel auflegte, sah sie Erwin mit einem der anderen Arbeiter über den Hof schlendern. Bille wich in den Schatten der Stallgasse zurück und beobachtete, wie die beiden Männer aus dem Stapel Baumaterial ein paar Latten heraussuchten und damit Richtung Park marschierten. Bille zog den Sattelgurt fest und saß auf.

Wenig später trabte sie in einem weiten Bogen außen um die Stallungen herum, um von hinten in den Park zu gelangen. Schon von Weitem sah sie den Baucontainer und ein paar Arbeiter, die daneben auf Kisten und Brettern saßen und Bier tranken. Der dort drüben musste Erwin sein. Bille kicherte. Erwin drehte ihr den Rücken zu, er schien den anderen gerade eine seiner Heldentaten zu erzählen, denn sie starrten ihn ungläubig an, während er mit weit ausholenden Gesten Gebirge in die Luft zu malen schien.

Bille galoppierte an. Sie ritt scharf an die Gruppe Männer heran und stoppte hinter dem nichts ahnenden Erwin. Die Männer lachten.

„Erwin, du kriegst Besuch“, sagte der älteste von ihnen grinsend.

Erwin fuhr herum und sah sich unversehens dicht vor dem heftig schnaubenden Black Arrow.

„Huch!“, kreischte er und stolperte rückwärts, wobei er Black Arrow in die Augen starrte wie ein Kaninchen der Schlange.

„Ich wollte Sie fragen, ob Sie nicht Lust zu einem kleinen Ritt haben?“, fragte Bille zuckersüß. „Gleich hinter dem Park ist die Reitbahn. Wir haben ein paar schöne Hindernisse aufgebaut …“

Erwin zuckte zusammen, erst jetzt bemerkte er, wer da im Sattel saß!

„Oh, hallo …“, sagte er matt und winkte leicht mit der Hand. Sein Gesicht drückte fassungsloses Staunen aus. „Du – äh – du hast mich ganz schön reingelegt, wie?“

„Na los, Erwin, die junge Dame hat dich eingeladen“, drängte einer seiner Kollegen.

„Der Erwin – der kann doch überhaupt nicht reiten“, brummte ein anderer. „Der hat doch noch nie auf einem Pferd gesessen.“

„Hab ich wohl!“, protestierte Erwin schwach.

„Ja, damals auf dem Jahrmarkt! Im Hippodrom! Da warst du ja auch total blau!“

Die anderen lachten schallend.

„Na schön.“ Bille bekam Mitleid mit dem jungen Mann, dessen Gesicht allmählich die Farbe eines Feuerwehrautos angenommen hatte. „Überlegen Sie sich’s noch mal. Wenn Sie Lust auf ein paar Runden Galopp bekommen – ich bin drüben in der Reitbahn.“

Sie trieb Black Arrow an und galoppierte davon. Hinter sich hörte sie die Arbeiter durch die Zähne pfeifen.

„Was soll das?“, rief Tom kopfschüttelnd, als sie an der Reitbahn ankam. „Trainierst du neuerdings für Galopprennen, kleine Schwester?“

„Warum nicht?“, antwortete sie übermütig. Über Erwins dummes Gesicht würde sie sich noch den ganzen Tag freuen.

„Ts, ts, ts!“ Tom betrachtete sie grinsend von oben bis unten. „Ich wusste gar nicht, dass du ab sofort mit dem Essen aufhören willst!“

„Wieso mit dem Essen aufhören?“

„Na, für einen Jockey hast du mindestens zehn Pfund zu viel. Da sehe ich schwarz für deine Vorliebe für Eisbecher und Kuchen …“

„Meinst du wirklich? Also – unter den Umständen – ich weiß nicht recht. Ich glaube, Springturniere sind mir doch lieber.“

Eine ganze Weile arbeiteten sie schweigend, jeder auf sein Pferd konzentriert. Tom hatte alle Mühe, den schwerfälligen Lohengrin in Bewegung zu halten, der offensichtlich nicht einsehen mochte, dass das tägliche Training nun einmal dazugehört, wenn man große Siege erringen will. Lohengrin tat grundsätzlich nur das, was sich um keinen Preis vermeiden ließ, und strengte sich nur an, wenn er Publikum hatte.

Black Arrow schien sich in den Kopf gesetzt zu haben, was Lohengrin an Temperament vermissen ließ, doppelt und dreifach zu bieten. Bille hatte alle Mühe, ihn zu beruhigen.

„Den sticht heute der Hafer“, stöhnte sie. „Das muss das Frühlingswetter machen!“

„Es ist seine Art, dir klarzumachen, dass er Lust auf einen schönen weiten Ausritt hat“, rief Tom. „Und wer kann ihm das schließlich übel nehmen! He! Da kommen die Peershofer!“

Auf einem Feldweg näherten sich vier Reiter. Daniel, der älteste der drei Peershofer Brüder, mit seinen achtzehn Jahren schon erwachsen, ritt auf seinem Schimmel Asterix den anderen voraus. Dahinter folgten seine Brüder Simon auf der Fuchsstute Pünktchen und Florian auf dem stämmigen kleinen Rappen Bongo. Bettina, die Cousine der Jungen, ritt als Schlusslicht. Ihre Haflingerstute Sternchen, deren stark gerundeter Bauch verriet, dass bald Nachwuchs zu erwarten war, ging in gemächlichem Schritt, als sei sie sich ihrer zukünftigen Mutterwürde bewusst.

„Da seid ihr ja schon!“ Bille ritt an das Gatter heran und sprang aus dem Sattel. „Herr Tiedjen will etwas mit uns besprechen, er erwartet uns im Büro. Gehen wir gleich rüber?“

„Bille kann es nämlich vor Spannung nicht mehr aushalten, wie ihr seht“, meinte Tom. „Grüß euch! Wie geht’s meinem Sternchen?“

„Danke, super! Sie hat einen solchen Appetit, dass ich manchmal befürchte, es sei gar kein Fohlen, das sie trägt, sondern einfach ein gewaltiger Fettbauch“, sagte Bettina lachend. „Erst wenn ich dann die Bewegungen des Kleinen spüre, bin ich wieder beruhigt.“

„Sie frisst eben für zwei, das braucht sie jetzt.“

Tom ritt dicht an Bettina heran und strich ihrer Stute zärtlich über die Mähne. Dabei schaute er Bettina so tief in die Augen, dass es ihr nicht schwerfallen konnte zu bemerken, dass eigentlich sie selbst gemeint war.

„Ja, ja, der Frühling“, grunzte Florian und schaute betont in die andere Richtung.

Herr Tiedjen erwartete sie vor dem Büro.

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