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Burlesque und wilde Pläne

Verkleidet als Lola Mariposa, die Burlesque-Tänzerin mit dem Schmetterlingstattoo, tritt Kaylee auf die Bühne. Doch heute ist alles anders als sonst: Ihre Jugendliebe Aidan ist hier, im Club! Kaylee kann der Versuchung nicht widerstehen, dem heißen Millionär endlich näherzukommen, und verführt ihn nach allen Regeln der Kunst. Er wird schon nicht erkennen, wer sich hinter der blonden Lola verbirgt … Inmitten der Hitze der Leidenschaft ahnt Kaylee nicht, dass Aidan sie längst durchschaut hat - und skrupellos seine eigenen Pläne verfolgt!
  • Erscheinungstag: 21.08.2020
  • Aus der Serie: Club
  • Bandnummer: 42
  • Seitenanzahl: 208
  • ISBN/Artikelnummer: 9783745752298
  • E-Book Format: ePub
  • E-Book sofort lieferbar

Leseprobe

1. KAPITEL

„Ladies and Gentlemen, einen großen Applaus für die einmalige Lola Mariposa!“

Dieser Moment, der Sekundenbruchteil vor ihrem Auftritt, war der totale Kick. Nervosität, Angst und Erwartung kämpften um die Oberhand und raubten ihr den Atem. Der Vorhang ging auf. Sie stand im Scheinwerferlicht, konnte die Blicke des Publikums spüren und erbebte innerlich.

Jetzt setzte die Musik ein. Die Hightech-Lautsprecher ließen den alten Song ein klein wenig blechern und kratzig klingen, und von einem Augenblick auf den anderen verwandelte sich Kaylee Whitfield in ihr mutigeres, koketteres und sinnlicheres Alter Ego.

Die blonde Perücke, die blauen Kontaktlinsen und das Bühnen-Make-up halfen ihr natürlich dabei. Aber wenn sie auf der Bühne war, passierte etwas Magisches. Sie war anonym und frei.

Mit dem Rücken zum Publikum setzte sie sich an den Schminktisch aus der Requisite und tat so, als würde sie ihre Haare bürsten und Rouge auftragen. Dann stimmte die unvergleichliche Ella Fitzgerald die erste Strophe von „Bei mir bist du schön“ an.

Kaylee warf einen neckischen Blick über die Schulter und achtete darauf, über die Köpfe der Leute hinwegzusehen, als sie den Zeigefinger zwischen die rubinroten Lippen steckte. Mit den Zähnen streifte sie gekonnt den schwarzen Abendhandschuh aus Satin ab, bevor sie ihn über dem Kopf kreisen ließ und zur Seite warf.

Auf der Bühne vermied sie immer jeglichen Blickkontakt. Denn sie trat nicht für die Zuschauer auf. Nein, dieser Moment im Scheinwerferlicht galt nur ihr.

Sie ließ den seidenen Morgenmantel über die Schulter rutschen, bevor sie den Stoff wieder nach oben zog. Jemand stieß einen Pfiff aus, und Kaylees Grinsen wurde noch lasziver.

Mit ihren Bühnenauftritten begehrte sie gegen ihre Mutter auf – eine Rebellion, die sie unterdrückt hatte, seit sie alt genug gewesen war, um zu begreifen, was es tatsächlich bedeutete, wenn ihre Mutter sie kurz angebunden zurechtwies: „Du machst dich zum Narren.“

Das bedeutete, dass Kaylee ihre Mutter, ihre Familie und den sehr angesehenen Namen Whitfield blamierte – und später zu Hause eine drakonische Strafe zu erwarten hatte.

Also hatte sie früh gelernt, sich so zu verhalten, wie es von ihr erwartet wurde, um keine Szene zu verursachen. Sie war eine Meisterin darin, ihre Bedürfnisse und Wünsche hinter einer undurchdringbaren Fassade aus Korrektheit und guten Manieren zu verbergen.

Doch einmal in der Woche war ihr Auftritt als Burlesque-Tänzerin wie ein Befreiungsschlag. Sie liebte die Kostüme und den Pomp, die augenzwinkernde Selbstdarstellung. Und am meisten liebte sie das Gefühl, alles im Griff zu haben. Die Kunst des Scharfmachens – die Leute an den Rand der Ekstase zu bringen, bevor man sich zurückzog, nur um sie erneut heißzumachen – verlieh ihr Macht. Und sie genoss es, wenn sie nach ihrem Auftritt Leute zurückließ, die mehr wollten.

Den anderen Satinhandschuh streifte sie auf dieselbe Weise ab. Dann gab sie vor, ein letztes Mal im Spiegel des Schminktischs ihr Make-up zu überprüfen, und stand auf. Wie vorgesehen ließ sie ein Ende des Gürtels ihres Morgenmantels um den Finger kreisen und ging so aufreizend wie möglich an den vorderen Bühnenrand.

Völlig unvorhergesehen war jedoch, dass sie in zwei grüne Augen blickte, als sie wie immer kokett den Blick übers Publikum schweifen ließ. Mitten in der Bewegung hielt sie inne.

Von der Bühne aus konnte sie die Augenfarbe natürlich nicht genau erkennen. Aber trotz der Entfernung und des dämmrigen Lichts im Club wusste sie, dass die Augen jadegrün, am Rand der Iris dunkler getönt und anders als alle Augen waren, die sie jemals zuvor gesehen hatte … oder seither.

Sie wusste, dass er die Augen zusammenkniff, wenn er sich konzentrierte, und dass seine Augen funkelten, wenn er sich amüsierte. Und dass er andere Leute mit Blicken durchbohrte, wenn er wütend war.

Aidan.

Es war ewig her, dass sie ihn das letzte Mal gesehen hatte. Vor fünf Jahren hatten er und ihr Bruder kurzerhand den Kontakt abgebrochen. Dennoch würde sie Aidan Beckett überall wiedererkennen.

Das Verlangen, das sich wie ein Lauffeuer in ihrem Unterleib ausbreitete, erinnerte sie an die Sommer, in denen ihre Hormone verrücktgespielt hatten und sie vorgegeben hatte, am Swimmingpool die Nase in irgendein Buch zu stecken.

Tatsächlich hatte sie verstohlen Aidans sonnengeküsste Brust bewundert und die Wassertropfen beobachtet, die ihm über den muskulösen Rücken gelaufen waren, während er und ihr Bruder Max vor der allgegenwärtigen Frauenmenge auf den Putz gehauen hatten – Mädchen in Bikinis, die austauschbar gewesen waren und sich in der Nähe in Positur geworfen hatten.

Hätte er wie alle anderen im Club auf einem Stuhl gesessen, um sich die Show anzusehen, wäre er ihr vermutlich gar nicht aufgefallen. Aber er lehnte an einer Holzsäule am Rand des Sitzbereichs und hielt ein Glas Bier in der Hand. Er sah größer, kräftiger und noch attraktiver aus als damals, als er während der Collegeferien zu Besuch gekommen war. Männlicher. Als wenn er genau wüsste, was er wollte.

In seiner Jeans, dem schwarzen T-Shirt und der schwarzen Motorradjacke war er so umwerfend, dass sie den Blick nicht von ihm wenden konnte. Sie seufzte tief, vollführte einen Hüftschwung und erinnerte sich daran, dass sie inzwischen nicht nur zehn Jahre älter, sondern auch verdammt gut verkleidet war. Und selbst wenn es nicht so wäre, würde er die sexy und sinnliche Lola Mariposa niemals mit dem unbeholfenen Teenager Kaylee Whitfield in Verbindung bringen.

In diesem Moment befeuchtete Aidan sich die Lippen mit der Zunge. Genau wie er es vor all den Jahren getan hatte, bevor er sich zu Natasha Campbell hinuntergebeugt und sie geküsst hatte. Ohne zu bemerken, dass sich die pubertierende Kaylee hinter den von ihrer Mutter in Ehren gehaltenen Rosenbüschen versteckt hatte, um ihnen eifersüchtig nachzuspionieren.

Einfach so fegten die Lust und ihre Ehrenrettung die Angst aus dem Weg, entdeckt zu werden. Denn wenn er die Frau auf der Bühne auch nur eine Sekunde lang als Max’ schüchterne kleine Schwester erkannt hätte, würde er sie auf keinen Fall mit so viel unverhohlenem Heißhunger anstarren.

Und Kaylee hatte vor, alles zu tun, was in ihrer Macht stand, damit er genauso hungrig blieb.

Ohne viel Trara streifte sie den Morgenmantel ab, setzte ihr Programm zu den Takten der Musik fort und sonnte sich in Aidans ungeteilter Aufmerksamkeit, die sie wie einen Stromstoß auf der Haut spürte.

Sie bekam eine Gänsehaut, als sie virtuos seinen Blick kontrollierte – die nackte Schulter rollte, mit den Fingern über den herzförmigen Ausschnitt des schwarzen Korsetts aus Satin und Spitze fuhr und eine Hüfte vorschob, bevor sie über den Bund des zum Korsett passenden Slips strich.

Kaylee schenkte ihm ein neckisches Lächeln. Dann beugte sie sich vor und fuhr mit den Händen vom Strumpfgürtel, an dem die schwarzen Nahtstrümpfe befestigt waren, über das Bein, das sie in Aidans Richtung gestreckt hatte, bis zu den Füßen. In dieser Position hielt sie kurz inne, um den schwarzen Riemen des T-Steg-High-Heels zu lösen, bevor sie auch den anderen Schuh auszog.

Auf Strümpfen setzte sie den Auftritt fort. Dabei bewegte sie sich im Takt der Musik und wiegte aufreizend die Hüften. Er sollte es nicht wagen, sie nicht zu begehren. Selbst den Teil ihres Auftritts, den sie am meisten liebte, widmete sie Aidan.

Für ihre Burlesque-Show nutzte sie alles, was sie in den Ballettstunden gelernt hatte, zu denen ihre Mutter sie gezwungen hatte. Und so wurde ihr elegantes Développé zur perfekten Gelegenheit, die Häkchen des Strumpfgürtels zu öffnen.

Dann stellte sie die Fußspitzen auf den Stuhl und zog den schwarzen Nahtstrumpf aus. Sie drehte sich um, sank formvollendet auf den Stuhl, streckte das andere Bein aus, um den zweiten Nahtstrumpf abzustreifen, und warf Aidan verführerische Blicke zu.

Ihr ganzes Programm – von der Musik bis hin zu den Victory Rolls der blonden Perücke – war ein altmodischer erotischer Tanz. Aber die Empfindungen, die seine Blicke in ihr auslösten, waren alles andere als altmodisch. Sie liebte es, sich auf der Bühne zu präsentieren. Doch niemals zuvor hatte ein Auftritt sie so auf Touren gebracht.

Kaylee drehte den Zuschauern den Rücken zu, damit sie beobachten konnten, wie sie die Schnürbänder des Korsetts löste. Mit jeder Faser ihres Körpers war sie total auf Aidan eingestimmt.

Als sie sich dem Publikum wieder zuwandte und anfing, die Häkchen am Verschluss des Bustiers zu öffnen, drehte sie sich unbewusst in seine Richtung. Mit Adleraugen sah er ihr dabei zu, wie sie Häkchen für Häkchen öffnete. Dann hielt sie das steife Kleidungsstück vor ihrem Körper fest und zögerte die große Enthüllung hinaus.

Ihre Brustwarzen wurden so hart, dass es fast wehtat, als sie sich vorstellte, wie anders dieser Abend enden könnte, wenn ihre Darbietung nicht in einem Club voller Leute stattfinden würde, sondern eine Privatshow für Aidan wäre.

Hitze schoss durch ihren Unterleib. Sofort malte Kaylee sich aus, wie Aidan und sie ihre Körper aneinanderpressten, und biss die Zähne zusammen, um gegen die erotische Fantasie anzukämpfen.

Das Korsett fiel zu Boden, und sie trug nichts als die mit Pailletten verzierten Pasties und den mit Rüschen besetzten Slip. Doch noch nie während all ihrer Auftritte hatte sie sich so herrlich nackt oder begehrt gefühlt.

Als sie ausdrucksvoll die Schultern schüttelte und beim letzten Ton der Musik die finale Pose ihrer Darbietung einnahm, gab es nur noch sie und Aidan – und seinen Blick, der schieres Verlangen ausdrückte.

Sie atmete schneller als gewöhnlich. Nicht weil der Auftritt anstrengend gewesen war, sondern weil es sie ungeheuer erregt hatte, sich für den schönen Jungen auszuziehen, den sie damals von ganzem Herzen gewollt hatte. Und für den sexy Mann, den sie jetzt mit ihrem ganzen Körper begehrte.

Er reckte das Kinn und hob anerkennend die Bierflasche. Der intime Moment in einem Club voller Leute raubte ihr den Atem. Dann schloss sich der Vorhang und versperrte ihr die Sicht auf ihn.

2. KAPITEL

Herrje!

Aidan Beckett trank einen großen Schluck Bier. Er wusste nicht, wie das passiert war, zum Teufel, aber er hatte einen halben Ständer wegen der langbeinigen Blondine mit dem Tattoo – einem winzigen Schmetterling – auf den Rippen, die ihn gerade in einem Raum voller Leute heißgemacht hatte.

Nie zuvor hatte er sich eine Burlesque-Show angesehen. Es war ganz anders als in einem normalen Stripclub. Die Frauen wirkten nicht abgestumpft und führten keine auswendig gelernten Bewegungen aus. Sie strahlten, hatten Spaß auf der Bühne, waren unverfroren und verspielt, was dem Zuschauer das Gefühl vermittelte, eine Art Insiderwitz mit der Darstellerin zu teilen. Auch wenn man nicht wirklich ergründen konnte, worin der Witz bestand.

Aidan hatte die Bar abgesucht, den Privatdetektiv verflucht, der ihn für nichts und wieder nichts hergeschickt hatte, und die Tanzeinlage einer Rothaarigen in glitzernden Dessous verfolgt, die zu „Diamonds Are A Girls Best Friend“ performt hatte.

Dann hatte das Publikum Beifall geklatscht, und er hatte auf seine Armbanduhr gesehen, als der Conferencier die nächste Burlesque-Tänzerin angekündigt hatte. Einen Moment später war sie erschienen.

Lola Mariposa.

Sie hatte etwas Elektrisierendes an sich, das weit über die endlos langen Beine hinausging. Die Art, wie sie tanzte. Zur Hölle, die Art, wie sie ihn angesehen hatte. Er hätte schwören können, dass ihr das Publikum vollkommen egal war, bevor sich ihre Blicke getroffen hatten. Als wenn sie ein Geheimnis hätte, das sie mit niemandem teilen würde.

Wie die anderen Darstellerinnen vor ihr mochte sie getanzt und frivol fast alle Kleider ausgezogen haben. Aber anders als die Tänzerinnen vor ihr strahlte sie eine gewisse Unnahbarkeit aus. Ein „Das hättest du wohl gern“, was ihm gefiel.

Herausforderungen hatte er schon immer geliebt.

Ein Prickeln hatte in der Luft gelegen, als sie sich in die Augen gesehen hatten.

Anziehung.

Begehren.

Sie hatte ihn mit voller Absicht umgarnt und jede Sekunde dieser Verführung genossen. Etwas, das so verdammt sexy war, hatte er noch nie gesehen.

Dieser Nervenkitzel, den sie ihm beschert hatte, hatte ihn überrascht. In letzter Zeit war er in keiner guten Stimmung gewesen. In einer zu schlechten Stimmung, um sich die Mühe zu machen, jemanden zu verführen.

Also hatte er sich damit begnügt, sich im Fitnessstudio und im Boxring körperlich zu verausgaben und es sich bei Bedarf selbst zu besorgen. Aber zum ersten Mal seit langer Zeit schien seine Hand nur ein armseliger Ersatz für einen hemmungslosen Fick zu sein.

Die Burlesque-Tänzerin hatte ihm klargemacht, wie sehr ihm Sex fehlte – das gegenseitige Geben und Nehmen, die körperliche Hitze, die Befriedigung. Sie hatte ihren Körper und gleichzeitig seine Libido enthüllt.

Er stellte das Glas Bier auf das Tablett einer Kellnerin, die vorbeiging. Wenn heute irgendein anderer Abend wäre, würde er Lola vielleicht ausfindig machen und diesem elektrisierenden Knistern zwischen ihnen auf den Grund gehen.

Aber heute Abend hatte er etwas zu erledigen. Er war in den Club gekommen, um nach jemandem Ausschau zu halten. Aber in dem Moment, als er mit dem Motorrad auf den Parkplatz gefahren war, hatte er gewusst, dass die Information nichts wert war.

Die kleine Kaylee Jayne Whitfield, der Augapfel ihrer wachsamen Mutter, würde keinen Fuß in einen Burlesque-Club am Rand der Innenstadt von L. A. setzen. Aber er hatte den besten Privatdetektiv engagiert, und der Mann hatte behauptet, dass er im letzten Monat an jedem Freitagabend ihr Auto auf dem Parkplatz vor dem Club gesehen hatte.

Doch als Aidan heute Abend eingetroffen war, hatte er keinen silberfarbenen Audi entdecken können. Aus Neugier auf die Burlesque-Show am Freitagabend war er trotzdem in den Club gegangen, hatte Kaylees Namen fallen lassen und mit einem Fünfzigdollarschein gewedelt. Aber der Barkeeper hatte noch nie etwas von ihr gehört. Eine kurze Befragung der Stammkundschaft war ebenfalls ergebnislos geblieben.

Er musste dringend mit seinem Privatdetektiv reden.

Aidan nahm sein Handy aus der Lederjacke, ging zur Seitentür des Clubs und ignorierte die in bereits abgeblätterter roter Farbe verfasste Aufschrift „Notausgang“. Zielstrebig trat er nach draußen auf den Parkplatz und klemmte einen seiner Motorradhandschuhe zwischen die Tür und den Türpfosten. Nach dem Telefongespräch würde er zurückgehen und sich ein letztes Mal im Club umsehen, bevor er es für heute genug sein ließ.

„Was gibt’s, Aidan?“

„Das frage ich Sie. Sind Sie sicher, dass Sie das Auto hier gesehen haben? Denn das ist kein Ort, an dem sich eine Whitfield normalerweise aufhält.“

Er erinnerte sich an die Kaylee im Teenageralter. An ihre dunklen, glänzenden Haare, die zu einem Knoten frisiert gewesen waren. Ihre Mutter hatte sie unentwegt zu Ballettstunden oder zum Geigenunterricht gezerrt. Dieser Club war definitiv nicht ihr Stil. Für die Matriarchin Sylvia war er zu zwielichtig – und nicht zwielichtig genug für den Patriarchen Charles.

Es hatte einmal eine Zeit gegeben, in der er Max hätte überreden können, den exklusiven Countryclub links liegen zu lassen und stattdessen einen Abend lang ausschweifenden Spaß in einem Etablissement wie diesem zu haben. Aber das schien eine Ewigkeit her zu sein. Aidan schüttelte die unangenehme Erinnerung ab und konzentrierte sich auf das Telefongespräch mit dem Privatdetektiv.

„Ich habe Ihnen gesagt, dass ich kein Prophet bin. Aber ja, es war ihr Auto. Sie ist jeden Freitagabend pünktlich dort aufgetaucht.“

Aidan fuhr sich durch die zerzausten Haare und strich sie aus der Stirn. „Ich drehe noch eine Runde. Aber wenn ich sie hier nicht finden kann, brauchen wir einen Plan B.“

„Sie geht immer zur gleichen Zeit ins Fitnessstudio. Aber ich tendiere zum Coffeeshop. Ihr Stammcafé wird ab Montag renoviert, und da sie ein Koffeinjunkie ist, wird sie sich garantiert einen neuen Coffeeshop suchen. Ich spiele die Varianten durch, die dafür am ehesten infrage kommen.“

Verdammt. Das wurde alles zu kompliziert. Genau deshalb hatte er auf Plan A gesetzt. Ihr „zufällig“ heute Abend über den Weg zu laufen, sich darauf zu berufen, dass sie alte Freunde waren, und zu hoffen, dass der anhaltende Kleinkrieg zwischen ihm und ihrem Bruder sie nicht davon abhalten würde, seine Einladung zum morgigen Abendessen anzunehmen.

Bei dieser Gelegenheit sollte es kein Problem sein, die Schadsoftware auf ihrem Handy zu installieren und eine Kopie der App herunterzuladen. Seinen Quellen zufolge war er einer der fünf Leute, denen Max zugetraut hatte, SecurePay, den Prototyp der App für die digitale Kryptowährung, zu testen, die Whitfield Industries einen Unternehmensbereich der Zukunft erschließen würde.

Tatsächlich war Plan A gewesen, die verdammte SecurePay-App legal zu kaufen, damit seine Leute sie auseinandernehmen und die Ziffernfolge des Codes aufspüren konnten, die er brauchte, um zu beweisen, dass Max die Ausschließlichkeitsklausel im Arbeitsvertrag mit John Beckett verletzt hatte.

Leider war die Markteinführung von Whitfields Vorzeigetechnologie aufgrund eines Sicherheitslecks in letzter Minute abgesagt worden. Aidan musste also improvisieren, wenn er die Rechte am Nachlass seines Vaters zugesprochen bekommen wollte. „Melden Sie sich, wenn Sie diesen neuen Coffeeshop aufgespürt haben.“

„Wird gemacht.“

Aidan beendete das Gespräch, warf einen Blick hinüber zu seinem Motorrad und fuhr sich durchs Haar. Herrgott noch mal, er hasste diesen ganzen Mist mit den verdeckten Spielchen. Wenn man ein Problem mit jemandem hatte, sagte man es demjenigen am besten direkt in sein verfluchtes Gesicht.

Plötzlich meldete sich sein Gewissen zu Wort. So wie du es jetzt tust?

Er runzelte die Stirn. Hatte er denn eine Wahl? Schließlich war der Augenblick günstig.

Charles Whitfield war wegen Erpressung eines wichtigen Mitglieds des SecurePay-Teams – einer Emma Soundso – angeklagt worden, und Aidan war verdammt sicher, dass das nicht zum ersten Mal passiert war.

Denn vor fünf Jahren hatte sein Dad an seinem Todestag auf all seine Rechte an dem Code, dem Inbegriff seines Lebenswerks, verzichtet. Das war so untypisch für seinen Vater, dass Nötigung die einzige Erklärung dafür war, die einen Sinn ergab.

Auf keinen Fall würde er zulassen, dass Max an der Spitze des Unternehmens stand und Milliarden durch eine Technologie verdiente, die ausschließlich John Becketts Genialität zu verdanken war.

Außerdem ist es eine Art ausgleichende Gerechtigkeit, die einzige Whitfield zu benutzen, die Max etwas bedeutet, um ihn zu besiegen, dachte Aidan düster. Das schüchterne, wissbegierige Mädchen, das ihn total verliebt angesehen hatte, und heute die fokussierte, ernsthafte Frau, die als PR-Beraterin ihres Bruders tätig war.

Ja, Kaylee war die vernichtendste Option. Durch sie konnte er Whitfield Industries auf die schnellste und brutalste Art ruinieren. So wie Whitfield Industries seinen Vater ruiniert hatte. Außerdem war Aidan nicht in Stimmung, noch länger zu warten.

„Verdammt.“

Kaylee zog die mit flüssiger Foundation verschmierte Hand aus der Tasche. Auf ihren Jeans und dem weißen T-Shirt waren beigefarbene Flecke. So viel zu einer raschen Flucht! Sie hatte gehofft, sich so schnell wie möglich umziehen und unbemerkt aus dem Club verschwinden zu können. Aidan aus der Entfernung zu täuschen war eine Sache. Doch sie wollte das Schicksal nicht herausfordern, indem sie ihm erneut begegnete.

Mit dem Ellbogen schaltete sie das Licht in dem winzigen Badezimmer hinter der Bühne ein und lachte über sich. Als wenn Aidan nach ihr suchen würde! Anders als sie hatte er während des überwiegenden Teils ihrer gemeinsamen Jugend nicht einmal wahrgenommen, dass sie dem anderen Geschlecht angehörte. Sie drehte den Wasserhahn auf und wusch sich die Foundation von den Händen.

Dabei dachte sie an das erste Mal, als sie ihn gesehen hatte. Sein Anblick hatte ihr den Atem geraubt und ihre lang gehegte Meinung über den Haufen geworfen, dass Jungen hässlich waren. Er war ein Goldjunge mit zerzausten Haaren und einer Lederjacke.

Damals war er fünfzehn und sie elf Jahre alt gewesen. Sie hatte gedacht, dass er der coolste Typ war, den sie jemals getroffen hatte. So ganz anders als Max’ übrige Freunde. Irgendwie hatte er rauer und gefährlicher gewirkt als die Idioten aus dem Countryclub, mit denen sie aufgewachsen war.

Aber das Beste an Aidan war, dass er sie nie ignoriert hatte. Wenn Max damit beschäftigt gewesen war, etwas für ihre Eltern zu erledigen, hatte Aidan manchmal mit ihr geredet. Er hatte ihr Abenteuergeschichten erzählt – von Rennen, die er gewonnen hatte, Prügeleien, die er begonnen hatte, und von den Reisen, die er unternehmen wollte.

In der Pubertät war sie dann regelrecht in ihn verknallt gewesen, und im Alter von vierzehn Jahren hatte sie ungeduldig die Tage gezählt, bis Max und Aidan in den Collegeferien nach Hause kamen.

Zu diesem Zeitpunkt war aus dem vielversprechenden Jungen mit dem unverwechselbar wiegenden Gang ein umwerfender, muskulöser Mann geworden, der nicht länger großtun musste. Sie war fasziniert gewesen.

In diesen Jahren hatte Max sich ihr gegenüber wie ein kühler, distanzierter Fremder verhalten. Aber Aidan hatte sich immer noch die Zeit genommen, um sie zu begrüßen, ihr eine Geschichte zu erzählen und ein bisschen mit ihr zu flirten.

Zumindest hatte sie geglaubt, dass er mit ihr flirtete. Bis zu diesem unglückseligen Abend, an dem sie vom Lernen in der Bibliothek nach Hause gekommen war und bemerkt hatte, dass Max ein paar Leute zu ihnen nach Hause eingeladen hatte.

Als sie verstohlen beobachtet hatte, wie Aidan und ihre Nachbarin Natasha sich in den Armen gelegen und so geküsst hatten, wie Kaylee es bis dahin nur in Filmen gesehen hatte, war ihr klar geworden, was ein Flirt wirklich bedeutete.

Beim Anblick der leidenschaftlichen Szene war sie schweren Herzens geflüchtet. Als sie gehört hatte, dass Aidan die hübsche Blondine noch am selben Abend verführt hatte, war ihr Liebeskummer noch größer geworden. Zumindest hatte Natasha ihr diese Geschichte später in diesem Sommer erzählt.

Ihrer Heldenverehrung für den besten Freund ihres Bruders war dadurch ein gehöriger Dämpfer versetzt worden. Um Aidan für die Jugendsünde zu bestrafen, nicht auf sie gewartet zu haben, hatte sie ihn unter Aufbietung all ihrer Möglichkeiten mit höflicher Geringschätzung behandelt.

Das Problem war allerdings gewesen, dass er es nicht einmal bemerkt hatte. Zu diesem Zeitpunkt war ihr zum ersten Mal bewusst geworden, dass ihre Schwärmerei für ihn einseitig war. Und das hatte ihr das verknallte kleine Herz gebrochen.

Als sie sechzehn Jahre alt gewesen war, waren Aidan und sie dann nicht mehr als höfliche Bekannte gewesen. Sie hatten Small Talk gemacht und lediglich darüber geredet, wie es in der Schule lief oder was sie beide für den Sommer geplant hatten. Aber er war für sie der attraktivste Mann geblieben, den sie jemals zu Gesicht bekommen hatte.

Doch heute Abend hatte Aidan sie angesehen wie Natasha vor all den Jahren. Voller Lust und Leidenschaft. Und es hatte sich unglaublich gut angefühlt, etwas anderes als freundschaftliche oder brüderliche Gefühle in ihm auszulösen. Selbst wenn er keine Ahnung gehabt hatte, dass sie es war, die diese Hitze in ihm entfachte. Sie wusste es und würde lange Zeit in diesem Rausch schwelgen.

Mit ein paar Papiertüchern trocknete sie ihre Hände und kehrte in den Umkleidebereich zurück. Eine der anderen Frauen lieh ihr einen einfachen schwarzen Jerseyrock, den sie überstreifte, bevor sie das Korsett wieder anzog.

Sie würde sich aus der Seitentür schleichen und draußen warten, bis ihr Uber eintraf, um sie nach Hause zu fahren. Ausgerechnet heute war sie nicht selbst gefahren, weil die anderen Tänzerinnen ihr erzählt hatten, dass irgendein fieser Typ am letzten Freitag ihren Audi unter die Lupe genommen hatte. Also hatte sie entschieden, sich diese Woche eine Mitfahrgelegenheit zu suchen. Als Frau konnte man nicht vorsichtig genug sein.

Als sie an den Billardtischen vorbeilief, war sie froh, dass die meisten Gäste ihre Aufmerksamkeit weiterhin dem Bühnenauftritt von Ginger Merlot zuwandten.

Kaylee war fast vor der Seitentür angelangt und auf dem Weg in die Freiheit, als sie nicht widerstehen konnte, noch einen Blick zurück auf den Mann zu werfen, der diesen Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hatte.

Die Säule würde ihn wahrscheinlich weitgehend verdecken. Dennoch versuchte sie, den Ärmel seiner Lederjacke auszumachen. In diesem Moment öffnete sich die Metalltür rechts von ihr, und sie prallte frontal gegen einen großen, muskulösen Typen, der eine Bikerjacke trug und sie mit seinen starken warmen Händen festhielt.

Mit einer Art Urinstinkt erkannte sie seinen Duft. Ihr Puls schnellte in die Höhe. Sie konnte nicht wegsehen.

Keiner von ihnen sagte ein Wort.

Es dauerte einen Moment, bis sie realisierte, dass er sie immer noch festhielt und sie sich zurückziehen sollte. Aber als sie den Mann ansah, der in vielen ihrer Mädchenfantasien die Hauptrolle gespielt hatte, konnte sie sich nicht dazu durchringen.

Denn der Hormonrausch, die Lust und der Kick, ihm so nah zu sein und ihn dazu zu veranlassen, sie anzublicken, als wenn er den gleichen Sog des Verlangens spüren würde wie sie, waren schwindelerregend. Ein feuchter Traum schien wahr zu werden.

Plötzlich wollte sie unbedingt, dass dieser Traum in Erfüllung ging. Die Versuchung war so verlockend wie der betörende Gesang der Sirenen. Und was würde es schon schaden?

Aidan hatte sie offensichtlich nicht erkannt, und es bestand kein Grund, warum er es tun sollte. Die blonde Perücke war großartig, und sie trug die Kontaktlinsen. Warum sollten sie nicht beide bekommen, was sie wollten?

Und er wollte sie. Sie konnte es spüren, als er, eine Sekunde bevor er sie losließ, die Hand anspannte. Sie konnte es an dem Feuer in seinen Augen sehen und am Zucken seines Kiefermuskels.

Und sie wollte ihn. Definitiv. Schon immer. Doch ihre Lust auf ihn hatte absolut nichts Mädchenhaftes mehr an sich. Es war das Verlangen nach nicht jugendfreiem und völlig hemmungslosem Sex.

Noch immer stand Kaylee von ihrem Live-Auftritt, dem öffentlichen Flirt, unter Strom. Also warum sollte sie heute Abend nicht Aidan anstelle des abnehmbaren Duschkopfs zum Orgasmus bringen?

Sie leckte sich die Lippen, und er sah auf ihren Mund.

Der geile, gefährliche Schimmer in seinen Augen ließ sie prompt feucht werden. Sie wollte keinen Anstand, keine Verpflichtung oder Freundlichkeit von ihm.

Nein, was sie wollte, war alles verzehrende Leidenschaft.

Und sie wollte, dass er sie genauso begehrte wie sie ihn.

Die Luft zwischen ihnen knisterte. Kaylee konnte das lustvolle Pochen im ganzen Körper spüren. Zwar sah sie nicht, dass er nach ihrer Hand griff, spürte aber plötzlich den Hautkontakt. Seine Hand war warm und rau und löste ein wohliges Ziehen in ihrem Unterleib aus.

Bevor sie sich versah, drehte er sich um und zog sie mit sich. Sie musste rennen, um bei seinem Tempo Schritt halten zu können. Schnell sah er sich um, bevor er durch eine Tür mit der Aufschrift „Nur für Mitarbeiter“ ging.

In diesem Moment wäre sie ihm überallhin gefolgt.

3. KAPITEL

In dem dunklen Lagerraum roch es ein wenig nach Chemikalien. Nach einem Moment entdeckte Aidan den Lichtschalter, und eine nackte Glühbirne erhellte den kleinen Raum, in dem vier mit Reinigungsmitteln und anderen Produkten gefüllte Regale standen.

Doch Kaylee hatte keine Zeit mehr, um sich genauer umzusehen, denn er packte ihre Hüften und schob sie mit dem Rücken an die Wand. Dann endlich küsste er sie. Er presste seine Lippen auf ihren Mund und forderte ihre Zunge zu einem erotischen Duell, das sie gleichermaßen schockierte und erfreute.

Er schmeckte ein bisschen nach Bier und vor allem nach Sex, und Kaylee konnte ein zufriedenes, vergnügtes Stöhnen nicht unterdrücken. Endlich wurde ihre lang gehegte Fantasie wahr: Aidan Beckett küsste sie.

Nimm das, Natasha Campbell!

Sie zerzauste ihm das Haar, fuhr mit den Fingernägeln über seine Kopfhaut und mit den Fingerspitzen über seinen Nacken, bevor sie ihm die Lederjacke von den Schultern streifte. Er ließ ihre Hüften gerade so lange los, dass die Jacke auf den Boden fallen konnte.

Dann packte er sie erneut, drehte sich mit ihr herum und drängte sie dazu, rückwärts zu gehen, bis sie an ein Regal stieß. Er starrte sie an. Sein begehrlicher Blick ließ sie erschauern.

Ungeduldig hob er ihr Gesicht an, um sie erneut zu küssen. Und auch wenn er sie mit seinem virtuosen Zungenspiel völlig verrückt machte, erkannte sie instinktiv die Gefahr, als er mit den Fingern über ihren Haaransatz strich.

Sie musste ihn ablenken, damit er die Finger von der Perücke ließ. Schnell legte sie ihre Hände auf seine und fuhr über ihren Hals und das Schlüsselbein bis hinunter zum Korsett.

Aidan beendete den Kuss. Aber ihre Sorge, er hätte entdeckt, dass die blonden Locken nicht ihre eigenen Haare waren, legte sich, als er sie einen Moment später mit Blicken verschlang und beinahe ehrfürchtig über den Ansatz ihrer vollen Brüste strich.

Fasziniert betrachtete Kaylee seine konzentrierte Miene, als er überraschend geschickt die winzigen Häkchen des Bustierverschlusses öffnete. Es gab nur ihn und sie – beide atemlos vor Verlangen – und eine wortlose Übereinkunft.

Ihr Korsett fiel neben seine Lederjacke auf den Boden. Sofort nahm er eine ihrer Brüste in die Hand und fuhr mit dem Daumen über den glitzernden schwarzen Pasty, der ihren nach Aufmerksamkeit heischenden Nippel bedeckte. Um vor Lust nicht sehnsüchtig zu wimmern, biss sie sich auf die Lippe.

Aidan war wirklich ein Prachtexemplar von einem Mann, und die Zeit hatte es gut mit ihm gemeint. In den letzten zehn Jahren waren seine goldenen Haare dunkler, die Gesichtszüge markanter und die Schultern breiter geworden. Er war muskulös und absolut maskulin, was bewies, dass sie sich als Teenager getäuscht hatte, als sie geglaubt hatte, noch perfekter könnte er auf keinen Fall werden.

Und für diesen Moment gehörte er ihr. Sie konnte ihn küssen und berühren und wollte sich nichts von alldem entgehen lassen.

Langsam schob sie ihm das T-Shirt hoch bis zur Brust. Er wusste sofort, was sie wollte, und streifte sich das Shirt über den Kopf. Unwillkürlich musste sie seufzen. Seine muskulöse Brust mit den feinen Härchen war vollkommen.

Der Waschbrettbauch hätte es verdient, auf dem Titelbild eines Fitnessmagazins verewigt zu werden, und obendrein sorgte eine achtzehn Zentimeter lange Narbe auf den Rippen für den einen Makel, der ihn noch sexyer und verwegener aussehen ließ. Sie konnte sie nicht erinnern, jemals einen Mann so sehr gewollt zu haben.

Sie beugte sich vor und küsste die definierten Bauchmuskeln, als er ihr den Slip die Oberschenkel hinunterstreifte. Gemeinsam sanken sie auf den Boden, und sie fuhr mit der Zunge seinen Oberkörper wieder hinauf bis zum Schlüsselbein.

Er fluchte. Seine Stimme klang rau. Sofort bekam sie eine Gänsehaut.

Kaylee öffnete den Knopf und den Reißverschluss seiner Jeans und genoss es, ihn dabei zu berühren.

Irgendwann zog er von irgendwoher ein Kondom hervor. Sie schob ihren Rock hoch, während er seinen Slip auszog. Meine Güte, war er schön! Lang und dick. Gebannt beobachtete sie, wie er seinen Schwanz mit der Hand umschloss und sie zweimal auf und ab bewegte, bevor er sich mit der anderen Hand das Kondom überstreifte.

Sie war so angetörnt und völlig verrückt nach ihm. Einen Moment lang rührten sie sich nicht. Dann fielen sie übereinander her. Er hob sie hoch. Die Kante des kalten Metallregals presste sich in ihren nackten Po, während sie sich am Regalbord über ihr festhielt.

Der Kitzel, ihn nicht berühren zu können, obwohl sie es wollte, erregte sie noch mehr. Er küsste ihren Hals, drang tief in sie ein und bewegte sich heftig in ihr. Sie war so feucht und geil, dass seine Stöße sie noch stärker auf Touren brachte.

Blind vor Lust stieß er einen Laut aus, der verdächtig nach einem Knurren klang, und biss leicht in ihren Hals, bevor er mit der Zunge über die empfindsame Haut strich.

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