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Die Eulen vom Blütenwald, Band 04

hier erhältlich:

Wie aufregend! Katie, Eva und Alex reisen wieder als Eulen in den magischen Blütenwald - dieses Mal in geheimer Mission: Es ist Bobbys Geburtstag, und die Waldbewohner planen eine Überraschungsparty für den Dachs. Als alles fertig ist, fehlt nur die Hauptperson - das Geburtstagskind! Ob Bobby rechtzeitig zu seiner Überraschungsparty zurück sein wird?
  • Erscheinungstag: 05.07.2018
  • Seitenanzahl: 128
  • Altersempfehlung: 6
  • Format: E-Book (ePub)
  • ISBN/Artikelnummer: 9783505141072

Leseprobe

Für Jessica Davies,

alles Liebe!

Vielen Dank an das großartige Team des Eulenschutzzentrums Fritton für die wertvolle Unterstützung – und an eure wunderbaren, inspirierenden Eulen.

Kapitel 1

Es regnet, es regnet

»Fertig!« Grinsend strich Eva den letzten Teig in die Cupcake-Form.

Katie hielt sich die langen blonden Haare zurück und schnupperte an dem Backblech voller ungebackener Cupcakes. »Oh, ich wünschte, wir könnten sie jetzt schon essen!«

Lächelnd schüttelte Alex den Kopf über ihre ungeduldige Freundin, und dabei sprangen ihre schwarzen Locken auf und ab. »Aber sie schmecken doch viel besser, wenn sie im Ofen waren!«

Evas grüne Augen funkelten wie Edelsteine. »Und dann können wir sie mit Zuckerguss überziehen – das mag ich am liebsten.«

»Hallo, ihr drei«, grüßte Evas Vater die Mädchen, als er pitschnass in die Küche kam. Das Wasser tropfte von seiner Kleidung und seinen Haaren. »Das Wetter ist heute fürchterlich.«

Eva gab ihrem Vater ein Handtuch, damit er sich abtrocknen konnte. »Papa, kannst du die Cupcakes für uns in den Ofen schieben?«

Ihr Vater nickte, wobei weitere Tröpfchen auf die Fliesen in der Küche spritzten. »Natürlich. Aber vergesst sie diesmal nicht!«

Eva wurde rot. Alex erinnerte sich: In der vorigen Woche hatte Eva Kekse gebacken und war hinüber zu Alex gegangen, während sie im Ofen waren. Alex lebte zwei Häuser weiter, Katie zwischen ihnen. Eva waren die Kekse erst wieder eingefallen, als ein Geruch nach Verbranntem durch die Gärten zu ihnen herübergeweht kam. Eva war sehr gut im Basteln und Backen, aber sie war auch sehr vergesslich!

Katie hielt ihre rosafarbene Ballerina-Uhr hoch und drückte an ein paar Knöpfen herum. »Ich stelle einen Wecker – dann denken wir garantiert dran!«

»Gute Idee, Katie.« Evas Vater schob das Backblech in den Ofen. »So, jetzt ziehe ich mal meine nasse Fahrradmontur aus.«

Als ihr Vater die Treppe hinaufpatschte, sah Eva aus dem Küchenfenster. Wie der Regen so herunterprasselte, sah es aus, als würden Kaulquappen ein Rennen veranstalten. »Was machen wir, bis die Cupcakes fertig sind?«

»Wenn es nur aufhören würde zu regnen«, sagte Alex leise. »Ich wollte heute eigentlich meine Narzissenzwiebeln einsetzen. Aber der Boden ist viel zu nass dafür!«

»Aber echt«, seufzte Katie. »Wir haben noch nicht mal im Baumstamm nachgesehen.«

Beunruhigt riss Alex die braunen Augen auf und packte Katie am Arm. »Und wenn die Feder wieder da ist? Sollten wir nicht mal nachschauen?«

Alex meinte die Feder mit den Zauberkräften, die manchmal für sie in dem hohlen Baumstamm am Ende von Katies Garten hinterlassen wurde. Sie brachte die drei jedes Mal an einen unglaublichen, schönen Ort – in den Blütenwald –, damit sie ihren Freunden, die dort lebten, helfen konnten.

Eva war schon in den Flur gelaufen. Als sie zurückkam, winkte sie mit einem riesigen Regenschirm. »Darunter bleiben wir alle trocken!« Als sie mit dem Schirm auf die Hintertür zeigte, kam sie versehentlich an einen Knopf, und der Schirm sprang auf. Katie und Alex machten einen Satz zurück.

»Vorsicht!«, warnte Katie sie lachend. Ihre blauen Augen strahlten.

»Bringt es nicht Pech, einen Schirm im Haus zu öffnen?«, fragte Alex, während sie ihre Stiefel anzog und Eva versuchte, den Schirm wieder zu schließen.

»Ach, keine Sorge«, sagte Katie, viel zu aufgeregt, um sich um so etwas Gedanken zu machen. »Beeilt euch!« Sie nahm Eva den Schirm ab, damit die sich auch die Schuhe anziehen konnte. Katie ging schon hinaus und wartete auf ihre beiden besten Freundinnen. Der Regen trommelte auf den großen, blauen Regenschirm wie ein Wassertropfenorchester.

Die drei Mädchen drängten sich darunter zusammen, als sie von Evas Haus hinüber zu Katies liefen. Sie stießen das Gartentörchen auf und rannten den Pfad entlang, vorbei an der Wäscheleine, dem Kaninchenstall und dem Gewächshaus bis ganz ans andere Ende des Gartens. Als sie den hohlen Baum erreichten, stellte Alex den Schirm vorsichtig zwischen den Wildblumen an dem liegenden Stamm ab und krabbelte hinein. Katie und Eva folgten ihr.

Alex brauchte ein paar Sekunden, bis sie sich an die Dämmerung gewöhnt hatte, aber dann quiekte sie auf: »Sie ist da – die Feder!« Mit der einen Hand griff sie nach der Feder, mit der anderen nach Katies Hand. Katie wiederum nahm Evas Hand, und alle drei kniffen fest die Augen zusammen. Alex’ Herz schlug so schnell wie die Flügel eines Schmetterlings, als sie daran dachte, was als Nächstes passieren würde.

Langsam fingen sie an, sich zu drehen, wie wenn eine Ballerina um die eigene Achse kreist, und dann wurden sie immer schneller und schneller. Sie fühlten sich wie auf einem superschnellen Karussell. Der Wind brauste ihnen um die Ohren. Keine von ihnen wagte es, die Augen zu öffnen. Sie wurden hin und her geschleudert, ihre Köpfe dröhnten, und ihre Zehen kribbelten. Katie strahlte noch mehr als sonst, so sehr freute sie sich auf den Blütenwald.

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