×

Ihre Vorbestellung zum Buch »Gefahr am Airport«

Wir benachrichtigen Sie, sobald »Gefahr am Airport« erhältlich ist. Hinterlegen Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse. Ihren Kauf können Sie mit Erhalt der E-Mail am Erscheinungstag des Buches abschließen.

Gefahr am Airport

Alarmstufe Rot am Londoner Airport. Ein Geiseldrama bringt den gesamten Flugverkehr zum Erliegen. Die Ex-Militärs Captain Matt Bates und Chaz Shoeman sind mittendrin - und die Einzigen, die eine Katastrophe verhindern könnten. Denn die Terroristen drohen, eine chemische Bombe zu zünden, die alles Leben in London auslöschen würde …
  • Erscheinungstag: 04.05.2017
  • Aus der Serie: James Patterson Bookshots
  • Bandnummer: 2
  • Seitenanzahl: 120
  • ISBN/Artikelnummer: 9783959677011
  • E-Book Format: ePub
  • E-Book sofort lieferbar

Leseprobe

1. KAPITEL

Bradford, England, Dienstagabend

„Allahu Akbar! Allahu Akbar!“, schrie Ilham Al-Yussuv. Er trug einen Kampfanzug und stolzierte vor einer Gruppe von 41 Männern auf und ab, die zurückschrie: „ALLAHU AKBAR! ALLAHU AKBAR!“

Al-Yussuv wandte sich nach rechts zu seiner Ehefrau Hubab Essa. Sie war fast so groß wie er, trug eine schwarze Abaya, ein Überkleid, wie für muslimische Frauen üblich, und ein schwarzes Kopftuch. Sie nickte mit ausdrucksloser Miene. Zu ihren Füßen kniete ein junger Mann mit verbundenen Augen. Schweiß rann seine Wangen hinunter und in seinen offenen Hemdkragen. Das Paar zog sich Masken über, bevor Al-Yussuv einem seiner Männer mit einem Kopfnicken zu verstehen gab, die Videoaufnahme zu starten.

Mit Blick in die Kamera begann Al-Yussuv: „Das ist James Dalton“, er deutete auf den zitternden Gefangenen. „Er ist Student der Nottingham University und wurde für schuldig befunden, die Heilige Schrift verhöhnt zu haben. Dafür soll er nun bestraft werden“, beendete er seine Ankündigung und gab seiner Frau ein Zeichen. Hubab Essa trat vor und zog eine Walther PPK aus einer Tasche ihres Umhangs. Sie setzte sie an Daltons Hinterkopf an und drückte ab. Der Gefangene stürzte zu Boden, und die Männermenge klatschte und schrie vor Begeisterung. Einige fuchtelten mit Waffen und Messern über ihren Köpfen herum. Der Mann mit der Videokamera hielt weiter auf die beiden maskierten Anführer.

Essa trat neben James Daltons toten Körper und spuckte darauf. Dann blickte sie auf und hob die Hände. „Ruhe. Ruhe, meine Brüder. Dies ist erst der Anfang“, sagte sie ebenso ruhig wie bedrohlich und sah sich dann in der versammelten Menge um. „Ich bin keine Frau. Ich bin eine Muslima. Ich bin Dschihadist. Ein heiliger Krieger. Ich bin der schlimmste Albtraum der Ungläubigen.“

2. KAPITEL

Zehn Tage hatten die Mitglieder der Terrorzelle in den Häusern der Glimmer Street 54 und 56 in Bradford verbracht. Zusammen stellten die beiden verlassenen Gebäude eine in jeder Hinsicht sichere Unterkunft dar. Es waren die letzten noch verbliebenen Gebäude auf einer gut drei Kilometer vom Stadtzentrum Bradfords entfernten Straße. In zwei Wochen sollten sie abgerissen werden. Die Häuser waren vom Versorgungsnetz genommen worden. Natürlich wurden sie noch auf irgendeiner Liste im Computer des Stadtrats geführt, doch ansonsten schenkte ihnen niemand mehr Beachtung. Niemand bis auf die 42 Männer und eine Frau, die seit zehn Tagen armseligste Bedingungen erduldeten und nur darauf warteten, endlich in Aktion zu treten. Es gab kein fließendes Wasser, der Strom kam von einem kleinen Generator im Hinterhof des jeweiligen Hauses, und es gab mehr Ratten als Menschen. Abgesehen von den Anführern der Zelle, Al-Yussuv und Essa, verfügten die Dschihadisten weder über sanitäre Anlagen noch über den kleinsten Rest an Privatsphäre. Wenn Mitglieder der Zelle die Straße verlassen mussten, verkleideten sie sich und benutzten öffentliche Verkehrsmittel. Sie waren nie in Gruppen unterwegs und kamen und gingen stets über verschiedene Routen.

Die Moral der Truppe war auf einem Tiefstand. Sie brauchten Unterhaltung. Das war einer der Gründe für das Spektakel mit dem gefangenen Studenten der Nottingham University am Dienstagabend. Der 18-jährige Sohn eines Bäckers aus London war in Bradford zu Besuch bei Freunden gewesen. Während seines kurzen Lebens hatte James Dalton kaum einmal ein Exemplar des Korans gesehen, geschweige denn verhöhnt.

Al-Yussuv und Essa hatten ein eigenes kleines Zimmer im Rückgebäude der Nummer 54 für sich. Ihre Männer waren über ein Dutzend andere Räume in den beiden baufälligen Häusern verteilt. Es war spät und still.

„Die Vorführung war ein Erfolg, mein Ehemann“, sagte Essa, als sie zu zweit auf der am Boden liegenden Matratze saßen. „Sie hatte nicht nur einen Nutzen. Saabiq hat den Film bereits hochgeladen, und er hat schon seinen Weg über ein halbes Dutzend Server und IP-Adressen gefunden. Nichts lässt sich zurückverfolgen. Morgen wird es überall groß in den Schlagzeilen stehen.“ Essa verzog den Mund: „Aber wir können so etwas nicht noch einmal tun, und ich fürchte, dass die Männer unruhig werden.“

„Nur keine Angst, Frau. Allah wacht über uns. Es wird nun nicht mehr lange dauern.“ Al-Yussuv küsste die Frau auf ihre freigelegte Stirn und ließ eine Hand über ihr schwarzes, kurz geschnittenes Haar fahren. „Ich mochte dein Haar, Liebste.“

Sie lächelte. „Ich wollte nicht das Risiko eingehen, darüber zu stolpern, wenn die Aktion beginnt, Ilham.“

Er küsste sie wieder, und diesmal trafen sich ihre Lippen, bis Al-Yussuvs Handy klingelte. Er löste sich von ihr, erhob sich, um das Telefon abzuheben, das er neben seine Kommandojacke gelegt hatte. Er hörte ein Klicken und dann eine Reihe von Pieptönen. Er zählte mit: vier. Er drückte auf den roten Knopf und gab dann auswendig eine Nummer ein. Die ganze Zeit über sagte er nichts.

Eine verzerrte Stimme am anderen Ende der Leitung nannte kurz und knapp seine Informationen durch: „Freitag, neun Uhr dreißig. T3.“ Al-Yussuv hörte ein weiteres Klicken, dann war die Leitung tot. Essa sah ihn erwartungsvoll an. „Freitagmorgen“, sagte er und merkte, wie seine Hand zitterte, als er das Telefon sinken ließ.

3. KAPITEL

Mittwoch, 7 Uhr 30, gut 100 Kilometer nördlich von London

Ilham Al-Yussuv spähte aus dem Fenster und auf die grünen, mit Schafen gesprenkelten Sommerwiesen. Er war allein in dem Zugabteil, wusste aber, dass fünf seiner Männer über die fünfzehn anderen Waggons des 5-Uhr-55-Expresszugs verteilt waren, der von Bradford zum Londoner Bahnhof Kings Cross fuhr.

Alles war bis ins kleinste Detail vorbereitet. Die Zelle war in sieben Untergruppen aufgeteilt worden. Alle Teams waren über völlig verschiedene Wege nach London aufgebrochen, oder in diesem Moment unterwegs: drei mit dem Auto auf unterschiedlichen Straßen Richtung Süden, eines mit dem Bus, zwei Gruppen mit dem Zug und das letzte Team schließlich in drei Lastwagen, mit denen sie die hinter Kisten versteckte Ausrüstung transportierten. Al-Yussuv sah an seinem Maßanzug herunter, an seinem penibel gebügelten Hemd und dem Windsor-Knoten seiner Krawatte. Als Dr. Omar Shalim, ein Orthopäde auf dem Rückweg von einer medizinischen Fachtagung am Norcroft Centre in Bradford, hatte er einen vergleichsweise ruhigen Posten: Er reiste in einem Abteil der Ersten Klasse mit Louis-Vuitton-Aktentasche. Sein weiteres Gepäck bestand aus einem großen Reisekoffer voller Waffen, Gasmasken, Sprengstoff und hochentwickelter Computerausrüstung.

Die erste Unannehmlichkeit zeigte sich, als der Zug die Geschwindigkeit drosselte. Ein Angstschauer durchfuhr Al-Yussuv, doch er verdrängte ihn. Züge verlangsamten oder beschleunigten ständig ein wenig, selbst Expresszüge. Doch dann verlangsamte er noch mehr, es gab einen Ruck und schließlich eine Notbremsung. Al-Yussuv wurde von seinem Platz in die schmale Lücke zwischen den Sitzreihen geschleudert. Laut fluchend landete er verrenkt auf dem gepolsterten Platz gegenüber.

Mit einem Kreischen kam der Zug zum Stehen; Metall knirschte auf Metall.

Al-Yussuv richtete sich auf, griff nach seiner Aktentasche, öffnete das Doppelschloss und entnahm seine Glock. Er hievte den Koffer von der Ablage und setzte ihn auf dem Boden ab. Dann drehte er sich um und sah seinen Freund Haadii Fahmy durch die Verbindungstür zwischen dem Erste- und Zweite-Klasse-Abteil kommen. Mit einem Zischen öffnete sich die Tür und Fahmy war durch, eine MP5K in der rechten Hand. Der Lauf zielte auf den Boden. Al-Yussuv trat zurück, als Fahmy bei ihm angelangt war.

Rufe, Befehle.

„Bei Allah! Das war’s“, flüsterte Fahmy mit angsterfüllter Stimme. „Wie haben sie es bloß rausgekriegt?“

Eine schnelle Feuersalve und die gläserne obere Hälfte der Verbindungstür zwischen den Waggons ging zu Bruch. Al-Yussuv erkannte eine schwarze Figur, dann einen Helm. Ein zweiter Feuerstoß vom anderen Ende des Abteils, gefolgt von unheilvoller Stille.

Und dann der Schock! Die beiden Terroristen hatten die Dose mit Tränengas, die durch die Tür zu ihrer Rechten geflogen kam, gerade erst bemerkt, als keine zwei Meter entfernt von der nördlichen Tür eine Blitzgranate explodierte. In dem Augenblick, als 170 Dezibel und blendend helles Licht das Abteil fluteten, kam Al-Yussuvs Training zum Tragen. Er warf sich zu Boden und überschlug sich dreimal in Richtung des nächsten Eingangs. Im Vorwärtstaumeln warf er einen Blick auf Fahmy, der vorwärts taumelte, auf dem Absatz kehrtmachte, während seine 9-mm-Maschinenpistole Hülsen streute. Fahmy knickte ein wie ein umgeworfener Strandstuhl, und seine Wirbelsäule wurde von der Patrone einer halbautomatischen Waffe durchlöchert.

Al-Yussuv, flach auf dem Bauch, schleuderte seine Waffe von sich weg und sah ihr dabei zu, wie sie auf dem polierten Boden entlangglitt. Er hob die Hände, als die bewaffnete und mit Gasmasken bestückte Einheit das Abteil stürmte.

4. KAPITEL

Ealing, Westlondon, Donnerstagabend

Natürlich war es die Schlagzeile in Fernsehen und Internet: Terroristenzelle gesprengt! Aber die Einzelheiten blieben unklar. Hubab Essa starrte auf ihren Laptop und versuchte, an jedwede Art von Information zu kommen. Eins ihrer Handys klingelte. Es war das mit den höchsten Sicherheitsvorkehrungen ausgestattete Nokia. Sie ging ran.

Die Computerstimme hatte sie zuvor noch nie gehört. Bisher hatten sie immer Ilham angerufen. Aber der war nicht da. Sie hatte keine Ahnung, wo er sein könnte. Ob er wohl mit seinen wohlverdienten Jungfrauen im Himmel ist? sinnierte sie, während die Stimme sprach.

„Das Päckchen kommt rechtzeitig. Alles planmäßig, du musst nur zu Hause sein wegen der Unterschrift.“ Sie begriff, was das hieß, und wollte eine Frage stellen. Gab es Neues von Ilham? Aber die Leitung war bereits tot. Sie blickte auf den leeren Bildschirm und konnte ihr Spiegelbild sehen, ein schwarzes Tuch, das ihr schmales Gesicht, ihre eiskalten Augen und den strengen Kiefer umrahmte. Sie konnte sich nicht daran erinnern, wann sie das letzte Mal gelacht hatte. „Also habe ich nun die Befehlsgewalt“, sagte sie in den leeren Raum hinein. „Und ich werde nicht scheitern.“ Ihre Wangenmuskeln spannten sich an: „Ich bin der schlimmste Albtraum der Ungläubigen.“

Sie kehrte zum Laptop zurück und hämmerte auf die Tastatur ein. Sie war tief ins Darknet eingetaucht, doch es gab nichts mehr in Erfahrung zu bringen. Die britischen Behörden hatten bereits alles an die Presse übermittelt, was sie preisgeben würden. Wenn Ilham überlebt hätte, säße er jetzt in Haft, und das Militär wäre die einzige Instanz, die etwas über ihren Mann wusste. Der Führungsstab in ar-Raqqa mochte ein paar bruchstückhafte Informationen haben, aber die Mitteilungen waren kurz gehalten und auf das Wesentliche beschränkt. So würde sie nichts weiter herausbekommen. Sie beendete ihre Suche und schloss den Laptopdeckel. Sie hatte einen Auftrag zu erledigen.

Es klopfte leise an die Tür.

„Ja.“

Ein junger Mann tauchte in der Öffnung auf. Es war ihr 17-jähriger Cousin Nadir Abdallah. Er war ein Kind mit schwachem, ungleichmäßigem Bartwuchs.

„Nadir“, sagte Essa. „Komm.“

Er verbeugte sich kurz vor seiner älteren Verwandten, trat ein und schloss die Tür hinter sich.

„Was ist los?“, fragte Essa. „Du siehst bekümmert aus.“

Der Junge konnte ihr nicht in die Augen sehen.

„Sieh mir ins Gesicht, Nadir. Was ist los?“

Nadir hob die Augen, und ohne dass er ein Wort sagen musste, verstand Essa, was ihn bedrückte. „Hast du Angst?“

Er nickte und senkte den Blick erneut.

„Schau mich an, Nadir. Es ist ganz menschlich, Angst zu haben. Wir alle haben Angst. Aber Allah verleiht uns Stärke. Du liebst doch Allah, Nadir, oder nicht?“

„Natürlich, Cousine. Natürlich tue ich das.“ Er blickte vollkommen fassungslos drein.

„Und die Ungläubigen?“

„Die Ungläubigen müssen sterben. Und morgen will ich dir zum Sieg folgen.“

„Gut.“

„Ich kann nicht schlafen, Cousine. Ich will Allah dienen und sterbe gerne für den Islam. Es ist bloß …“

„Hast du Angst vor dem Tod?“

Nadir entgegnete nichts und besah seine Handflächen. „Ich hasse mich selbst für meine Angst, aber ja, Cousine, die habe ich. Ich habe Angst zu sterben.“

„Aber du wirst in den Himmel kommen. Dein Name wird ewig leben. Du wirst ein Märtyrer werden und viele töten, bevor du stirbst. Das wird ein Augenblick sein, in dem du deine Mutter und unsere ganze Familie mit Stolz erfüllen wirst.“

Er zwang sich zu einem Lächeln. Hubab Essa stand auf. „Komm her, Nadir. Umarme deine Cousine.“

Er schlang seine Arme um den harten, muskulösen Körper seiner Cousine. Sie hielt seine Schultern. „So, Nadir. Ich habe eben die endgültige Bestätigung erhalten, dass die Mission wie geplant losgehen soll, außer …“

Nadir sah sie schwermütig an.

„Ich habe einen kleinen, aber sehr wichtigen Auftrag für dich heute Nacht.“

Sie setzten sich, und Essa fing an zu erklären; dann sah sie zu, wie sich die Tür hinter dem Jungen schloss. Als sie zufiel, holte sie ein zweites Handy hervor und drückte auf eine einzelne Taste. Sie hörte, wie es in einem Zimmer im oberen Stockwerk schrillte, bevor die sanfte Stimme von Zahoor Ashmina aus dem Lautsprecher kam, dem Kämpfer, der ihm am nächsten stand. „Du musst etwas für mich erledigen“, sagte sie.

5. KAPITEL

Nadir Abdallah stand vor dem Hintereingang des Reihenhauses. Ein kleiner, mit Müll übersäter Garten erstreckte sich bis zu einem Tor in einem Holzzaun. Nadir bewegte sich schnell, öffnete das Tor mit zitternden Fingern und stürmte in die dunkle Gasse, die hinter den verwahrlosten Häusern verlief. Er bog einmal links und einmal rechts ab, hielt sich immer im Schatten und war schließlich draußen auf der ruhigen Straße.

Mit einem kleinen Päckchen unter dem rechten Arm schwenkte er in die Straße ein. Die Anweisungen von Essa waren klar: Er sollte das Päckchen in einen Mülleimer vor dem Lebensmittelladen an der Hauptstraße werfen. Er bog in einen weiteren schmalen Weg ein und watete durch Pfützen. Schmutzwasser spritzte an seinen Hosenbeinen hoch, aber ihm war das völlig egal. Dann erreichte er eine weitere, größere Straße, die zur Western Avenue führte, 30 Meter vor ihm.

Völlig konzentriert auf diese einzige Sache trat Nadir vom Gehsteig auf den Asphalt, ohne seiner Umwelt auch nur die geringste Beachtung zu schenken. Er war sich sicher, dass es in diesem Teil des Auftrags ums Ganze ging. Essa hatte ihm die Bedeutung des Päckchens und dessen richtiger Positionierung genau eingeschärft.

Ein alter schwarzer Ford kam um die Ecke, mit ausgeschalteten Lichtern. Er beschleunigte auf der kurzen Straße. Nadir war so sehr in seiner eigenen Welt versunken, dass er das Auto erst hörte, als es keine fünf Meter von ihm entfernt war. Die Scheinwerfer flammten auf – Fernlicht, blendend hell. Nadir erstarrte, einem Hasen gleich. Dann kam eine Art Überlebensinstinkt in ihm auf und unter einem plötzlichen Adrenalinschub machte er einen Satz nach vorne. Doch es war zu spät, viel zu spät. Das Auto traf ihn mit exakt 65 Stundenkilometern.

Nadir wurde hoch geschleudert, flog auf die Motorhaube und glitt die Windschutzscheibe entlang wie ein Skispringer im Schnellrücklauf. Er drehte sich etwa einen Meter über dem Auto in der Luft und kam mit einem lauten, dumpfen Knall mitten auf der Straße auf.

Autor