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Highway der Lust

Die Reise auf dem Highway - Für Molly bedeutet sie Freiheit. Die Freiheit, so zu sein wie sie ist. Die Freiheit, ihre eigenen Entscheidungen treffen zu können. Und die Freiheit, endlich sexuell voll auf ihre Kosten zu kommen … Sie nimmt sich vor: Von jetzt an gibt es keine Zurückhaltung und keine Regeln mehr - nur die Lust zählt. Und als der verwegene Jake mit seinem großen, röhrenden Chevrolet Impala um die Ecke biegt, weiß sie sofort: Er ist der Mann, mit dem sie all ihre erotischen Fantasien hemmungslos ausleben kann!


  • Erscheinungstag: 10.06.2014
  • Seitenanzahl: 80
  • ISBN/Artikelnummer: 9783955763930
  • E-Book Format: ePub
  • E-Book sofort lieferbar

Leseprobe

Megan Hart

Highway der Lust

Übersetzung aus dem Amerikanischen von Ira Severin

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MIRA® TASCHENBUCH

MIRA® TASCHENBÜCHER

erscheinen in der Harlequin Enterprises GmbH,

Valentinskamp 24, 20354 Hamburg

Geschäftsführer: Thomas Beckmann

Copyright dieser Ausgabe © 2013 by MIRA Taschenbuch

in der Harlequin Enterprises GmbH

Titel der nordamerikanischen Originalausgabe:

The Road Taken

Copyright © 2008 by Megan Hart

erschienen bei: Harlequin Enterprises, Toronto

Published by arrangement with

HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l

Konzeption/Reihengestaltung: fredebold&partner gmbh, Köln

Covergestaltung: pecher und soiron, Köln

Redaktion: Maya Gause

Titelabbildung: Harlequin Enterprises, S.A., Schweiz

Autorenfoto: © by Harlequin Enterprises S.A., Schweiz

ISBN epub 978-3-95576-393-0

www.mira-taschenbuch.de

eBook-Herstellung und Auslieferung:

readbox publishing, Dortmund

www.readbox.net

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1. KAPITEL

Als Erstes fiel Molly das Auto auf.

In der Parklücke neben ihrer praktischen, beigefarbenen, viertürigen Mittelklasse-Limousine stand ein mitternachtsblauer Chevrolet Impala. Ihr Auto war alt, doch dieser Wagen war ein Oldtimer. Er war riesig. Beim Anblick der sanft geschwungenen Linien kribbelte es ihr in den Fingerspitzen, daran entlang zu streichen. Der Kofferraum des Wagens war so groß, dass sich eine ganze Gruppe lüsterner Teenager darin hätte verstecken können, um sich im Autokino einen verbotenen Film anzusehen. Und die Motorhaube schien Meilen lang zu sein. Sie hätte nicht sagen können, was für ein Motor sich darunter verbarg. Aber sie nahm an, dass es mindestens ein 350 V8 war – stark genug, das Baby auf Höchstgeschwindigkeit zu bringen, bevor ihr schäbiges kleines Töff-Töff auch nur im zweiten Gang fuhr.

Als sie näher trat, bemerkte sie ein paar Rostflecke auf der Stoßstange. Und ein Blick durch die Scheiben zeigte ihr, dass auch der Innenraum nicht makellos war. Dennoch war dieses Auto ein Edelstein, neben dem ihres wie ein wertloser Glasklumpen wirkte.

Sie tröstete sich mit dem Gedanken, dass ein solcher Wagen Unmengen Benzin schluckte. Wahrscheinlich besaß er auch nicht die heutzutage üblichen Annehmlichkeiten wie elektrische Fensterheber und eine gute Stereoanlage. Was ein schwacher Trost war, weil sie wusste, dass dieser Motor wie ein brüllender Löwe klang. Ihrer hörte sich dagegen an, als würde jemand eine Spielkarte zwischen die Speichen eines Fahrrads halten.

Andererseits – ihr Wagen mochte keine Schönheit sein, er war jedoch abgezahlt und brachte sie an ihr Ziel. Nur darauf kam es an.

Ihren bewundernden Blick immer noch auf den Impala gerichtet, stieg sie in ihr Auto und schob den Schlüssel ins Zündschloss.

Es musste Einbildung sein, dass der Schlüsselbund ihr leichter vorkam. Ein einziger fehlender Schlüssel konnte keinen Unterschied machen. Nicht mit der Kaninchenpfote am Schlüsselring, der Miniatur-Taschenlampe und jeder Menge Werbeanhängern, die sie über die Jahre gesammelt hatte.

Und doch war es so.

Ihr Wagen sprang sofort an, was sie ein wenig überraschte. Doch sie bemühte sich, seine Unzulänglichkeit im Vergleich mit dem Impala zu ignorieren. Genau in diesem Moment tauchte direkt vor ihr etwas auf, das ebenso beeindruckend war wie der Impala.

„Oh, hallo“, murmelte sie, ohne es zu wollen.

Der Mann kam quer über den Parkplatz auf sie zu. Er bewegte sich, als würde der Boden unter seinen ramponierten braunen Lederstiefeln ihm gehören. Mit seinen langen, in verwaschenen Jeans steckenden Beinen schlenderten ohne zu Zögern auf sie zu. Seine Jacke passte zu seinen Stiefeln. Sie war abgetragen, zerschlissen und höllisch sexy. Der Rest von ihm war auch nicht zu verachten, stellte sie fest. Sie beobachtete, wie er mit einer Hand Abfall in den Mülleimer warf, während er mit der anderen einen Kaffeebecher zum Mund führte. Sein Gesicht war schmal, und die klaren Linien von Nase, Wangen und Kiefer passten so perfekt zusammen wie die Teile eines Puzzles. Der leichte Bartschatten auf seinem Kinn war etwas dunkler als sein strohblondes Haar, das kurz geschnitten war und vorne senkrecht nach oben stand.

Raue Stoppeln auf meiner Haut, dachte sie und spürte einen Schauer, der nichts mit der Kühle des Herbsttages zu tun hatte.

Als er die Lippen schürzte, um aus seinem Becher zu trinken, wirkte sein Mund streng, fast unnachgiebig. Doch dann ging er direkt an ihrem Wagen vorbei und drehte leicht den Kopf. Da sah sie, dass seine Lippen einfach nur fest waren. Er hatte einen Mund, der dazu geschaffen war, stundenlang zu küssen – falls eine Frau sich lange genug beherrschen konnte, bevor sie ihn aufforderte, seine Lippen an anderer Stelle einzusetzen.

Und er besaß grüne Augen, wie sie feststellte, als er direkt durch ihre Windschutzscheibe starrte. Seinen Kopf hatte er ihr jetzt ganz zugewandt, wohl um sie im Blick zu haben, als er nun stehen blieb.

Molly schluckte heftig. Sie fühlte sich ertappt. Ihr Gesicht brannte, obwohl sie nicht ernsthaft verlegen war. Er lächelte, und seine Augen funkelten. Dann setzte er sich wieder in Bewegung und schlenderte an ihrem Auto vorbei. Dabei schob er die Hand in die Jackentasche, um seine Schlüssel herauszuholen.

Er schloss den Impala auf und glitt hinters Steuer. Anschließend schlug er die Tür mit einem Knarren und Quietschen zu, das sie selbst in ihrem Kokon aus Glas und Metall hören konnte.

Sie hatte recht gehabt. Als er den Motor startete, grollte, röhrte und brüllte der Impala tatsächlich.

Aufmerksam schaute sie ihm dabei zu, wie er aus der Parklücke fuhr. Dabei drehte er sich um und legte einen Arm auf die Rückenlehne der Vordersitze, um aus dem Heckfenster zu sehen.

Es wäre besser gewesen, wenn sie nicht bemerkt hätte, wie er sie anschaute, bevor er losfuhr. Sie hätte nicht in ihren Rückspiegel sehen sollen, um vielleicht noch einen letzten Blick von ihm zu erhaschen. Sie hätte das Lächeln, welches er ihr schenkte, nicht bemerken dürfen. Und auch nicht das Zwinkern.

Doch ihr entging nichts von alledem.

2. KAPITEL

Seit zwanzig Meilen war die Straße vor und hinter Molly vollkommen leer. Sie hatte schon fast die Grenze von Pennsylvania erreicht. Durch das Seitenfenster bot sich ihr ein atemberaubender Blick. Der Himmel war strahlend blau und klar. Sie hatte das Gefühl, sie müsste nur den Arm durchs Fenster strecken, um sich eine Handvoll davon zu nehmen. Jedes Mal, wenn die Straße eine Kurve machte, erwartete sie, dahinter auf andere Autos zu treffen. Doch bis jetzt war nichts dergleichen geschehen.

Aus dem Radio kam nicht viel mehr als atmosphärisches Rauschen. Doch ihr iPod hatte einen hübschen kleinen Transmitter, mit dessen Hilfe sie die gespeicherten Stücke durch die Stereolautsprecher hören konnte. Sie hatte also eine Menge Musik zur Verfügung.

Wenn ihr nur irgendetwas eingefallen wäre, das sie hören wollte.

Sie hatte nicht daran gedacht, sich eine Datei mit passenden Songs zusammenzustellen, bevor sie all ihr Hab und Gut zusammengepackt und Cincinnati verlassen hatte. Missing You von John Waite würde nicht funktionieren. Ebenso wenig You’ re Beautiful von James Blunt. Molly überlegte verzweifelt, was sie hören konnte, ohne in Tränen auszubrechen oder den iPod aus dem Fenster zu werfen. Sie war so in Gedanken versunken, dass ihr der andere Wagen auf der Straße nicht auffiel – bis sie plötzlich im Rückspiegel das in der Sonne funkelnde Chrom bemerkte.

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