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Mein dicker fetter Zombie-Goldfisch, Band 02

Seit Toms beherzter Rettungsaktion ist Frankie ein dicker fetter Zombie-Goldfisch ... und noch immer voller Rachepläne. Auch vom Aquarium-Arrest lässt er sich nicht aufhalten, im Wasserbeutel lässt es sich schließlich prima bis zur Schule hüpfen. Dort startet Toms fieser Bruder gerade eine große Zombie-Verschwörung!


  • Erscheinungstag: 12.09.2013
  • Seitenanzahl: 124
  • Altersempfehlung: 8
  • Format: E-Book (ePub)
  • ISBN/Artikelnummer: 9783505133046

Leseprobe

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Frankie – Ein wahrhaft teuflischer Fisch

Aus dem Englischen

von Diana Steinbrede

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Kapitel 1

Das fiese Computergenie

ZombieGoldfisch

Hört sich deine Stimme auch unterschiedlich an, je nachdem, was du machst? Hast du eine Rennstimme“ oder eine Springstimme“ oder eine Krumm-wie-eine-Banane-weil-du-versucht-hast-dich-in-eine-viel-zu-kleine-Kiste-zu-quetschen-Stimme“?

Na ja, ich hörte Mesut auf jeden Fall heute Morgen von draußen rufen, und er hatte definitiv eine Kopfüberstimme“.

Ich bin ein Vollpfosten, und du bist ein Genie“, nuschelte er.

Ich schaute aus dem Küchenfenster, während ich Frankies Plastiktüte mit Wasser füllte, und sah Mesut kopfüber am Klettergerüst baumeln.

Lauter, Vollpfosten!“, befahl Ahmet, der auf Mesuts Füßen saß und ihn vom Gerüst hängen ließ. Und bitte deutlicher.“

Ich bin ein Vollpfosten, und du bist ein Genie!“, rief Mesut, diesmal ohne Nuscheln.

Los, Frankie, Alarmstufe Rot! Mesut steckt in Schwierigkeiten!“, sagte ich und hob Frankie aus dem Waschbecken in die Tüte. Wir rannten in den Garten.

Gut“, befand Ahmet und ließ Mesuts Füße los. Mesut rutschte durch die Kletterstäbe und krachte auf den Rasen.

Ah, sieh an, dein kleiner Vollpfosten-Freund kommt dir zu Hilfe.“ Ahmet sprang vom Klettergerüst. Und er hat seinen Hausfisch mitgebracht. Wie traurig ist das denn? Ein kleines hässliches Vollpfostenkind mit einem kleinen hässlichen Vollpfostenhaustier.“ Er bedachte Frankie mit einem gruseligen fiesen Grinsen.

Frankie stieß wütend mit dem Kopf gegen die Tütenwand, um rauszukommen. Und anstelle des Goldfischblicks trat ein helles grünes Leuchten in seine Augen. Er war voll im Zombie-Angriffsmodus.

Ihr armen Vollpfosten“, murmelte Ahmet grinsend vor sich hin, als er über die Straße davonging.

Ich lief zu Mesut rüber. Alles in Ordnung?“

Mesut rieb sich den Kopf. Ja.“

Frankie wuselte in seiner Tüte herum und starrte wütend hinter Ahmet her.

Wow, das macht er normalerweise nur, wenn er Mark sieht“, sagte ich. Er ist immer noch sauer wegen dieser Mark-versucht-ihn-mit-giftigem-Schleim-umzubringen-und-die-Toilette-runterzuspülen‘-Geschichte. Aber ich glaube, Ahmet ist gerade auch auf seiner persönlichen Todesliste gelandet.“

Mesut bückte sich und sagte zu Frankie: Siehst du, ich bin okay. Nichts gebrochen.“ Dann wandte er sich an mich. Wenigstens bin ich jetzt etwas größer. Wenn Ahmet mich fallen lässt, falle ich nicht mehr so tief.“

Stimmt.“ Ich nickte.

Es war ungefähr sechs Monate her, seitdem Mesuts Bruder Ahmet ihn zuletzt vom Klettergerüst hatte fallen lassen. Er war auf irgendeinem Internat für Hochbegabte“.

Mama sagte immer, das sei ein Geschenk Gottes, also musste es eine ziemlich tolle Schule sein.

Ahmet war immer schon ein Genie gewesen, aber gestern mutierte er tatsächlich zu einem fiesen Computergenie und wurde von der Hochbegabtenschule geworfen. Er hackte sich in das superverschlüsselte, unhackbare Computersystem der Schule und änderte die Noten aller Kinder zu 6, nur seine eigenen zu 0,0009.

Ich weiß, was du jetzt denkst: Ein durchgeknalltes fieses Computergenie, Tür an Tür mit einem durchgeknallten fiesen Wissenschaftler wie mein großer Bruder Mark - wie unwahrscheinlich ist das denn?

Mesut hat es gestern Nachmittag ausgerechnet: Die Chancen stehen sieben Millionen, dreihundertvierundvierzigtausendundsechshundertdreiundzwanzig zu Eins. Also etwa genauso hoch wie die Wahrscheinlichkeit, fünfmal hintereinander sechs Richtige im Lotto zu haben und den Gewinn von einer Horde Fahrrad fahrender Schimpansen übermittelt zu bekommen. Zumindest sagt Mesut das. Er hat das im Internet recherchiert.

Auf jeden Fall hat Mesuts Bruder Ahmet ein richtiges IQ-Zertifikat als Beweis, dass er ein echtes Genie ist. Als er es bekommen hat, hat er es uns ständig unter die Nase gehalten. Und um sicherzustellen, dass wir es auch wirklich sehen, hat er unsere Gesichter draufgedrückt, während wir auf dem Boden lagen und er auf uns draufsaß. Er brauchte allerdings kein Zertifikat, um uns zu beweisen, dass er total fies ist. Das wussten wir schon.

Ich griff nach meinem Rucksack, packte Frankie vorsichtig hinein und stellte seine Plastiktüte in das Unterteil einer Tupperdose.

Nimmst du Frankie mit in die Schule?“, fragte Mesut.

Ich kann ihn nicht zu Hause lassen, jetzt, wo er sich so über Ahmet aufgeregt hat. Nachher bricht er noch aus und zombifiziert jemanden. Und was, wenn Mama ihn so sieht? Oder wenn Mark früher nach Hause kommt?“

Das letzte Mal, als sie zusammen allein waren, hatte Mark nämlich versucht, Frankie tiefzukühlen. Zum Glück fand ich ihn ziemlich schnell, als ich den Eisspender an der Kühlschranktür benutzte und einen Zombie-Fisch-Eiswürfel bekam.

Also, ich glaube nicht unbedingt, dass Frankie das Tiefkühlfach so viel ausgemacht hat. Er fand es nur nicht so toll, direkt neben den Fischstäbchen zu liegen.

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Glaub mir, Mesut“, beharrte ich, als wir die Straße zur Schule hinunterliefen. Frankie ist heute bei uns sicherer.“ 51617.jpg

Kapitel 2

Das Monster aus der grünen Lagune

ZombieGoldfisch

Mesut und ich kamen an der Schule an, kurz bevor die Frühstückstheke dichtmachte. In diesem Moment erkannte ich zum ersten Mal den Unterschied zwischen Schulfrühstück und einem dicken fetten Zombie-Goldfisch: Das eine ist ein ekeliger grüner Klumpen, der in giftigem Schleim herumschwimmt, das andere ist ein Fisch.

Ich starrte auf meinen Teller, während ich mich durch die Schlange in der Mensa kämpfte, und mein grüner Klumpen wackelte bei jeder Bewegung.

Die Küchenangestellte tippte mit dem Fingernagel gegen das Küchenangestellten-Schutzglas. Noch mehr Eier?“, fragte sie. Ich schüttelte den Kopf und drängelte mich weiter durch die Reihe.

Es ist ein Ei!“, verriet ich Mesut, als wir die Müslitheke erreichten.

Ahhh“, sagte er.

Mesut nahm das Gleiche wie immer. Er aß jeden Tag das gleiche Frühstück, seit er es im ersten Schuljahr entdeckt hatte: Schokopops auf Toast. Sollte es jemals einen Schokopops-Engpass geben, wird Mesuts Frühstückswelt zusammenbrechen.

Sollen wir für Frankie auch was zu Essen besorgen?“, fragte er.

Seitdem wir Frankie haben, versuchen wir herauszufinden, was Zombie-Goldfische so essen. Zuerst hatten wir Angst, dass er Gehirne isst. Ich meine, das sagen sie doch immer in Comics und Filmen, oder? Aber das Problem ist:

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