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Mein dicker fetter Zombie-Goldfisch, Band 07

hier erhältlich:

Eine Übernachtungsparty im Museum! Anfangs sind Tom und sein bester Freund Mesut ziemlich begeistert, doch dann erzählt ihnen der Nachtwächter eine unheimliche Legende. Kann es wirklich sein, das auf dem alten ägyptischen Grab, das erst seit Kurzem im Museum ist, ein Fluch liegt? Als Tom und Mesut der Sache auf den Grund gehen wollen, geraten sie in eine gemeine Falle. Jetzt kann nur noch Frankie, Toms Zombie-Goldfisch, die Jungs retten!
  • Erscheinungstag: 05.02.2015
  • Seitenanzahl: 160
  • Altersempfehlung: 8
  • Format: Hardcover
  • ISBN/Artikelnummer: 9783505136344

Leseprobe

 

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Für Mom und Dad.

Die besten Eltern der Welt.

Kapitel 1

 

Die Legende beginnt

 

„So …“, sagte der Museumsführer. Er hielt sich die Taschenlampe unters Kinn, sodass ihr Licht sein Gesicht in ein unheimliches Leuchten tauchte - und etwas zu genau erkennen ließ, was er in der Nase hatte. „Wer möchte etwas über den Fluch der Königskatze hören?“

Jede Kinderhand im Raum schoss in die Höhe, auch die von Mesut und mir. Diese Pyjamaparty im Geschichtsmuseum war viel cooler, als ich gedacht hatte.

„Die Legende besagt“, begann der Führer, „dass sich zwei Grabräuber in die ägyptische Wüste aufmachten, um das Grab der Königskatze zu finden. Sie wollten den Schatz der mumifizierten Katze klauen! Niemand weiß, was genau passiert ist, aber ein paar Tage später wurden die Räuber gefunden. Sie irrten durch die Wüste und waren über und über mit Blatthornkäfern bedeckt, die an ihrem Rücken hingen!“

„Igitt!“ Ich schüttelte mich. Ich hasse Käfer.

„Die Räuber hatten die Fähigkeit zu sprechen verloren - darum konnten sie niemandem erzählen, was ihnen widerfahren war.“ Er machte eine Pause und blickte in unsere Gesichter. „Sie waren die ersten Opfer vom Fluch der Königskatze. Und so blieb das Grab unentdeckt und unversehrt … bis Anfang dieses Jahres, als Bauarbeiter es ausgruben, während sie das Fundament für ein neues Moonbucks Cafe´ legten.“

„Das Museum hat es geschafft, das komp­lette Grab hierherzutransportieren“, flüsterte Mesut. „Es ist immer noch versiegelt. Die Museumsleute müssen es noch freilegen und richtig viele Tests und so ’n Zeug machen!“

„Der Legende nach wird jeder, der das Grab betreten will und nicht reinen Herzens‘ ist, das gleiche Schicksal wie die ägyptischen Grabräuber erleiden“, fuhr der Führer fort.

„Die Räuber konnten wirklich gar keinen Ton mehr von sich geben?“, platzte ich heraus.

„Die Räuber waren nicht stumm“, gab der Führer zurück. „Aber das einzige Geräusch, das sie noch von sich gaben, war: Miaaaaauuuuu!“ Der Führer machte ein lautes Maunzgeräusch, das sich plötzlich in ein „Aaaaahhhh!“ ver­wandelte. Seine Stimme wurde zu einem Quietschen. Er sprang auf, und die Taschenlampe fiel klappernd zu Boden. „Irgendetwas Nasses hat mich gerade gebissen!“

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Mesut und ich warfen uns einen Blick zu, der sagte: „Frankie?“

Frankie, mein Zombie-Goldfisch, mag einfach keine Katzen. Besonders ein spezielles fieses kleines Kätzchen, das meinem Bruder Mark, dem fiesen Wissenschaftler, gehört. Wahrscheinlich war Frankie zu der Erkenntnis gekommen: Wenn eine Katze maunzt, dann beiß sofort zu, Fragen kann man auch hinterher noch stellen. Ich spähte hinunter in den Wasserbecher, in dem Frankie herumgeschwommen war, während wir uns gruselige Museums-Geschichten anhörten. Jep, er war definitiv weg. Das war aus genau drei Gründen ziemlich schlecht:

Erstens: Obwohl er ein Zombie ist, ist Frankie natürlich auch ein Goldfisch. Er kann also nicht ewig ohne Wasser auf dem Boden herumhüpfen.

Zweitens: Weil er ein Zombie-Goldfisch ist, kann Frankie jeden zombifizieren, der ihm in die Augen guckt. Und wir hatten keine Lust auf einen Haufen zombifizierter Kinder in Schlafanzügen, die „kleines Flitzer-Fischi“ vor sich hin murmelten.

Drittens: Als der Museumsführer quiekte, sprangen alle Kinder aus ihren Schlafsäcken und bekamen Panik. Es trampelten also ziemlich viele Füße über den Boden, auf dem Frankie gerade herumhüpfte.

„Ich kann Frankie sehen!“, rief Mesut. „Bei der Fußleiste auf zwölf Uhr.“

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Ich guckte ihn verständnislos an. Mesut seufzte. „Zwölf Uhr bedeutet: geradeaus.“ Er zeigte auf den orangen Blitz namens Frankie, der auf uns zu hüpfte. „Ich schneid ihm den Weg ab, du nimmst den Becher und schnappst ihn dir!“

Wir stürzten uns ins Getümmel aus schreienden Kindern und Schlafsäcken, duckten uns unter wirbelnden Armen und stampfenden Füßen hinweg. Frankie robbte unter dem Kopf von einem besonders zappeligen Kind her, stieß sich von einem Spiderman-Kissenbezug ab und landete mit einem großen Platsch im Becher!

„Konntest du nicht einfach da drinbleiben und zuhören, Frankie?“, flüsterte ich.

„Meine Mutter würde jetzt sagen, dass deine Toleranzgrenze für Langeweile sehr niedrig ist“, fügte Mesut hinzu, der zu uns herübergekrabbelt kam. „Los, wir müssen ein besseres Versteck für dich finden, sonst werden wir aus dem Museum geworfen - und dich spülen sie das Klo runter.“

„Das Klo“, sagte ich. „Das ist es!“

„Wenn du mal im Zweifel bist, versteck dich im Klo, bis alles ausgestanden ist!“, sagten wir gleichzeitig.

Kapitel 2

 

Nachts im Museum

 

Vielleicht denkst du jetzt, dass es ein komischer Plan ist, sich im Klo zu verstecken. Aber du würdest staunen, wie oft Mesut und mich das schon gerettet hat.

 

1. Als meine Großtante Celia (mit den spitzen, kitzelnden Haaren am Kinn) zu Besuch kam, versteckten wir uns im Klo und konnten so ihren Küssen entgehen.

2. Als Miss Murdock in Sport nach Freiwilligen für eine Volkstanzvorführung suchte, versteckten Mesut und ich uns so lange im Klo, dass Miss Murdock dachte, wir hätten Blasenprobleme. Wir mussten dann das ganze Halbjahr nicht tanzen.

3. Als Mark und Ahmet (unsere großen Brüder, der fiese Wissenschaftler und das fiese Computergenie) ein Spiel erfanden, das „Vollpfosten-Bowling“ heißt, versteckten wir uns fast den ganzen Tag auf dem Klo in Mesuts Haus - bis Sami, Mesuts kleine Schwester, dringend musste und aus Ver­sehen unser Versteck auffliegen ließ.

 

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„Lass uns in den Tarnmodus gehen“, flüsterte ich. Mesut nickte. Wir steuerten beide in unterschiedliche Richtungen davon und schlichen, krochen und robbten uns aus dem Aktionsraum durch die Eingangshalle zu den Klos.

„Wir müssen Frankie irgendwo reintun, wo er sicher ist und man ihn nicht sehen kann“, sagte Mesut, sobald wir es durch die Toilettentür geschafft hatten. „Was haben wir dabei?“

Wir leerten die Inhalte unserer Hosen­taschen auf den Boden. Ich hatte zwei Bleistifte, ein langes Stück Schnur aus dem Innenfutter meines Jackenärmels, an dem ich schon seit Monaten herumzupfte und das sich heute Morgen gelöst hatte, ein gefaltetes, mit einer Büroklammer zusammengestecktes Infoblatt über das alte Ägypten und meinen magnetischen Glückshufeisen-Schlüsselanhänger.

Mesut hatte ein Trinkpäckchen Kiwisaft, das noch vom Mittagessen im Museum übrig war, ein Blatt mit ägyptischen Aufklebern, das sie uns zur Begrüßung gegeben hatten, eine laminierte Karte von seiner Mutter mit einer alphabetischen Liste all seiner Allergien und der Nummer, die man im Notfall anrufen musste, und seine superwasserdichte, tauchfähige Camping-Taschenlampe.

„Die Taschenlampe!“, beschloss ich. „Die ist perfekt.“

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Mesut holte die Batterien und die Glühbirne und das ganze andere Zeug heraus. Dann füllte er sie mit Wasser aus dem Hahn.

„Was hältst du davon, Frankie?“ Ich hielt seinen Becher hoch.

Frankie sprang direkt in die mit Wasser gefüllte Taschenlampe, und Mesut schraubte den klaren Plastikdeckel wieder drauf. Dann stopften wir unsere Sachen zurück in die Taschen.

„Draußen scheint alles ruhig zu sein“, sagte Mesut, nachdem er an der Toilettentür gelauscht hatte. „Jetzt, wo Frankie in Sicherheit ist, sollten wir wohl zurückgehen.“

Wir öffneten die Tür einen Spalt und spähten nach draußen. Der Schatten des riesigen Diplodokus aus der Eingangshalle fiel in den Flur. Lichtreflexe blitzten auf den Schwertern der Ritter, die am Eingang zur Mittelalter-Ausstellung standen, und das Flackern des künstlichen Feuers in der Höhle des Höhlenmenschen schien zu sagen: „Warum zurück zur Gruppe gehen und Arbeitsblätter ausfüllen … wenn du etwas erforschen könntest?“

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