Mythos Nationalgericht. Die erfundenen Traditionen der italienischen Küche

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Warum Parmesan politisch ist – das Skandalbuch aus Italien

Weltweit gilt die italienische Küche als Inbegriff von Genuss und kulinarischer Perfektion. Und nichts ist in Italien so heilig wie die prodotti tipici, die regionalen Spezialitäten, die anerkannte Siegel wie DOC oder DOP tragen. Exportschlager wie Parmigiano Reggiano, Prosciutto di San Daniele oder Dolcetto d'Alba werden als nationales Kulturgut gehandelt.

Kaum ein anderes Buch erhitzte die italienischen Gemüter daher so sehr wie die Erkenntnisse des in Parma lehrenden Wirtschaftshistorikers Alberto Grandi: Die viel gehypte Authentizität italienischer Produkte sei vor allem auf geschickte Marketingstrategien der Lebensmitteindustrie in den Siebzigerjahren zurückzuführen, deren angeblich uralte Herkunft schlicht erfunden. Parmesan, wie er früher einmal war, bekommt man mittlerweile nur noch in Wisconsin.

Alberto Grandi brachte damit das nationale Selbstverständnis seines Landes ins Wanken, die Empörung reichte bis in die Regierungskreise und über die Landesgrenzen hinaus. Warum Nationalismus manchmal auch auf dem Teller beginnt. Mit Wissen und Humor zerlegt Grandi ihn genüsslich.

Verlag: HarperCollins
Veröffentlichung: 21.05.2024
ISBN: 9783365006252
Format: Hardcover
Seiten: 256
Laufzeit: Minuten
Sprache: Deutsch
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Pressestimmen

Alberto Grandis Buch «Mythos Nationalgericht» nimmt sich einige Klassiker der international berühmten und viel geliebten italienischen Küche vor – und demontiert dabei ihre Entstehungsgeschichte.

, SRF Kultur, 11.04.2025