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Secrets: Das Gesicht einer Fremden

Wer bin ich? Diese Frage stellt sich Deborah jeden Tag, seit sie bei einem Unfall ihr Gedächtnis verlor. Ist sie wirklich die Frau des Mannes, der ihr tagsüber so fremd und nachts so vertraut ist? Oder hat der Horrorschriftsteller Nicholas Steele seine Ehefrau umgebracht - und Deborah liebt einen Mann, der Blut an den Händen hat?


  • Erscheinungstag: 01.04.2016
  • Seitenanzahl: 205
  • ISBN/Artikelnummer: 9783955766177
  • E-Book Format: ePub
  • E-Book sofort lieferbar

Leseprobe

Elise Title

Secrets – Das Gesicht einer Fremden

Roman

Image

MIRA® TASCHENBUCH

MIRA® TASCHENBÜCHER

erscheinen in der Harlequin Enterprises GmbH,

Valentinskamp 24, 20354 Hamburg

Geschäftsführer: Thomas Beckmann

Copyright © 2012 by MIRA Taschenbuch
in der HarperCollins Germany GmbH

Titel der nordamerikanischen Originalausgabe:

Who is Deborah

Copyright © 1993

erschienen bei: Silhouette Books, Toronto

Published by arrangement with

HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.

Konzeption/Reihengestaltung: fredebold&partner gmbh, Köln

Umschlaggestaltung: pecher und soiron, Köln

Titelabbildung: pecher & soiron, Köln

Autorenfoto: © by Harlequin Enterprise S.A., Schweiz

Satz: Buch-Werkstatt GmbH, Bad Aibling

ISBN eBook 978-3-95576-617-7

www.mira-taschenbuch.de

eBook-Herstellung und Auslieferung:
readbox publishing, Dortmund
www.readbox.net

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1. KAPITEL

Alles begann an dem Tag, als ich erfuhr, dass ich Deborah Steele war.

An jenem Morgen erwachte ich sehr zeitig, bei Tagesanbruch. Das war ungewöhnlich für mich, weil ich sonst immer bis mittags schlief. Zumindest war das in den letzten zwei Monaten so gewesen. Davor … nun, das war eine andere Geschichte.

Ich weiß noch, dass ich verängstigt war und mich nicht richtig zurechtfand. Draußen donnerte es, und ich stieß einen erstickten Schreckenslaut aus. Ich hasste Gewitter.

Blitze zuckten, und das Gefühl von Panik und Hilflosigkeit drohte mich zu überwältigen. Ich zog mir das Kissen über den Kopf, um nichts mehr hören und sehen zu müssen, und krümmte mich zusammen, als wehrte ich mich …

Ja, wogegen? Genau das war mein Problem. Wie Dr. Royce mir in den vergangenen beiden Monaten immer wieder erklärt hatte, weigerte ich mich, mich zu erinnern. Wahrscheinlich hatte er recht. Ich hatte Angst. Jeder hat ab und zu einmal Angst, doch diese Angst lebte in mir wie ein bösartiger Virus, gegen den es kein Heilmittel gab.

Tränen brannten mir in den Augen, und zu meiner Furcht gesellten sich Frustration und Verzweiflung. Inständig betete ich darum, dass dieses Gefühl vergehen und das Gewitter doch noch ausbleiben möge. Am meisten wünschte ich mir jedoch, dass mich endlich jemand finden würde, im wahrsten Sinn des Wortes, denn ich kam mir grenzenlos verloren vor.

Bis zum Vormittag war es mir gelungen, mich einigermaßen zusammenzunehmen. Der Himmel war grau und bewölkt, doch es regnete nicht. Vielleicht kam das Gewitter wirklich nicht. Vielleicht gelang es mir, den Tag zu überstehen, ohne die Nerven zu verlieren. Ein bescheidener Wunsch, ich hätte mehr, viel mehr verlangen können. Aber ich arbeitete hart an mir, damit ich mir nicht Dinge ersehnte, die ich ohnehin nicht bekommen würde. Umso heftiger warf mich deshalb das aus der Bahn, was sich später an jenem Tag noch ereignen sollte …

Ich hatte meine übliche Ecke im Saal für Beschäftigungstherapie bezogen und die Staffelei an dem großen nach Norden gehenden Fenster aufgestellt. Ich malte, wie immer am Nachmittag in der Zeit zwischen der Gruppentherapie und dem Abendessen. Es befanden sich noch andere Patienten im Raum; manche von ihnen plauderten miteinander, während sie töpferten oder Körbe flochten. Ich zog es vor, für mich zu bleiben. Ich hatte generell nicht viel Kontakt zu den anderen, doch diese beiden kostbaren Stunden sollten stets nur mir allein gehören. Zwei Stunden, in denen ich die Klinik, die zähen, immer wiederkehrenden Fragen, die nicht enden wollende Frustration, die Einsamkeit und das schreckliche Gefühl der Verlorenheit vergessen konnte.

Die Malerei war meine ganze Freude. Ich liebte den Geruch der Ölfarben, ja, sogar den des Terpentins. Wenn ich malte, und nur dann, konnte ich mich irgendwie mit mir selbst identifizieren. Während sich die anderen Stunden des Tages endlos hinzuziehen schienen, vergingen diese beiden jedes Mal wie im Flug. Ich wusste, dass sie wieder einmal zu Ende waren, als ich die vertraute Stimme hinter mir vernahm.

“Das ist sehr gut.”

Die wohlklingende, anerkennende Stimme gehörte John Harris, meinem Kunsttherapeuten. Der schlaksige junge Mann mit dem feuerroten Haarschopf stand jetzt rechts neben mir und betrachtete nachdenklich mein Bild. Ich kannte diesen Blick inzwischen nur zu gut. “Ja, aber darum geht es nicht, stimmt's?”

Er lächelte gutmütig. “Nicht ausschließlich.”

Ich antwortete nicht, sondern legte den Pinsel hin und begutachtete nun ebenfalls mein Gemälde – ein klarer blauer Himmel mit weißen Wolken über einer Gebirgslandschaft. Wie auf jedem meiner Bilder war auch auf diesem eine einzige menschliche Gestalt zu sehen; eine junge Frau mit wehendem blonden Haar. Diese hier stand auf dem Gipfel des Berges und sah nach Westen, der Wind blies ihr in den Rücken. Nein, sie sah nicht einfach nur in diese Richtung, sie suchte etwas. Das wusste ich genauso gut wie John, obwohl die Frau wie auf allen meinen Bildern kein Gesicht hatte.

“Erzählen Sie mir von ihr”, bat John mich freundlich. Die Klinikatmosphäre, die Fragen hatten mich wieder eingeholt.

“Ständig verlangen Sie das von mir. Warum?”

Ihm war mein gereizter Unterton nicht entgangen. “Es ist das Wetter, nicht wahr?”

“Wahrscheinlich”, gab ich unverbindlich zurück.

Er zeigte wieder auf die Frauengestalt. “Mag sie die Berge?”

“Ich weiß es nicht genau. Das heißt, sie selbst ist sich da wohl nicht so sicher.”

“Was würde Ihrer Meinung nach wohl geschehen”, fuhr er mit dieser verhaltenen Stimme fort, bei der mir immer ziemlich unbehaglich zumute wurde, “wenn Sie ihr Ihr Gesicht geben würden?”

Instinktiv hob ich die Hand und berührte meine Wange. “Aber … das ist doch gar nicht mein wahres Gesicht.”

Plötzlich sah ich wieder etwas vor mir, das aussah wie ein Strang roter Farbe aus einer der Farbtuben. Nur – es war keine Farbe. Es war Blut. Rubinrotes Blut. Mein Blut. Heiß, feucht, metallisch riechend. Mit dieser Vision kam der Schock zurück. Der erste Blick in den Krankenhausspiegel, ehe mich der Schönheitschirurg wieder zusammengeflickt hatte.

John warf mir einen mitfühlenden Blick zu. “Es ist sehr gut möglich, dass Sie gar nicht so viel anders aussehen als vorher.”

Hinter meinen Schläfen begann es heftig zu pochen. “Aber das kann ich nicht beurteilen, oder?”, fuhr ich ihn an. “Denn ich habe nicht die blasseste Ahnung, wie ich vorher ausgesehen habe.” Ein Damm schien in mir zu brechen. “Warum habe ich überhaupt ein Gesicht, wenn ich innerlich doch völlig gesichtslos bin? Und wenn das hier wirklich mein Gesicht ist, warum ist dann niemand erschienen, der mich identifizieren konnte? Über eine Woche lang habe ich mein Foto in der auflagenstärksten Zeitung New Yorks veröffentlichen lassen, doch niemand hat mich erkannt!”

“Katherine …”

Verzweiflung überwältigte mich. “Nicht einmal dieser Name ist echt, genauso wenig wie alles andere an mir!”

John wirkte bestürzt wegen meines Ausbruchs, und ich bekam ein schlechtes Gewissen. Schließlich war er nicht schuld an meiner Lage.

“Es tut mir leid. Es ist wohl wirklich das Wetter. Ich bin sehr früh aufgewacht und war schon den ganzen Tag etwas überdreht. Ich wünschte …”

“Was denn?”

“Die Polizei hätte mich in jener Regennacht einfach verletzt auf dem Bürgersteig liegen lassen.”

Ich konnte den Regen wieder hören, unnatürlich laut prasselnd. Das war meine einzige Erinnerung an die Nacht damals. Das und der Moment, als ich nach Stunden in der Notaufnahme des New York General Hospitals wieder zu mir gekommen war. Den jungen Polizisten, der mich besorgt beobachtet hatte, hätte ich zeichnen können, so deutlich sah ich ihn noch vor mir.

“Sie müssen sich kräftig gewehrt haben”, hatte er festgestellt.

Ich selbst hatte Schwierigkeiten gehabt zu sprechen, denn mein Kopf war fast völlig einbandagiert. Später teilte man mir mit, ich hätte eine Gehirnerschütterung, eine gebrochene Nase und einen gebrochenen Kiefer. In dem Moment jedoch machte ich mir weniger Gedanken wegen meines verwüsteten Gesichts. Panik ergriff mich. “Hat man mich …?”

Ehe ich das Wort “vergewaltigt” noch sagen konnte, schüttelte er den Kopf. Ich war grenzenlos erleichtert, aber nicht lange. Denn dann hatte er angefangen, mir Fragen zu stellen, und zu meinem Entsetzen war ich nicht in der Lage gewesen, sie zu beantworten. Ich wusste nicht nur nichts über den Überfall zu sagen, ich hatte sogar meinen Namen vergessen. Ich erinnerte mich an nichts mehr. Und so tappte die Polizei im Dunkeln, denn ich hatte keine Papiere bei mir gehabt, als man mich in der finsteren Seitenstraße in New York gefunden hatte.

Die Ärzte versuchten mir einzureden, dass mein Erinnerungsvermögen allmählich zurückkehren würde, sobald der Schock abklang, aber das war nicht geschehen. Ich unterzog mich einer plastischen Operation, danach wurde ich in die psychiatrische Abteilung der Klinik verlegt.

“Katherine …”

Johns Stimme riss mich aus meinen Grübeleien. Ich sah, dass Dr. Royce jetzt neben ihm stand. Ich war so in Gedanken gewesen, dass ich meinen Psychiater nicht hatte kommen hören. Er betrachtete gerade mein Bild.

“Berge”, murmelte er. “Sehr aufschlussreich.”

Bei dieser Bemerkung bekam ich auf einmal eine Gänsehaut. Das war seltsam, denn sonst hatte der Psychiater eine ganz andere Wirkung auf mich. Ich hatte eine gewisse Schwärmerei für den gut aussehenden, freundlichen Arzt mit der sanften Stimme entwickelt, und manchmal, wenn ich besonders deprimiert war, malte ich mir aus, dass er auch mir ein besonderes Gefühl entgegenbrachte. Häufig fragte ich mich sogar, ob diese Idee wirklich nur meiner Fantasie entsprang. So auch jetzt wieder. Vielleicht lag es an der Zärtlichkeit und Anteilnahme, die ich im Blick seiner warmen braunen Augen zu entdecken glaubte. Doch diesmal freute ich mich nicht darüber, sondern geriet eher in Alarmbereitschaft. Irgendetwas stimmte nicht.

“Was ist?”, flüsterte ich kaum hörbar.

“Wir unterhalten uns in meinem Büro darüber”, erwiderte er beschwichtigend.

Kaum waren wir allein, sah ich ihn ungeduldig an. “Bitte, sagen Sie mir, was los ist!”

Er nickte und zeigte auf den bequemen Sessel, in dem ich in den letzten zwei Monaten jeden zweiten Tag eine Stunde lang zu Therapiegesprächen gesessen hatte.

Ich lächelte unsicher. “Ich habe plötzlich ganz weiche Knie!”

Dr. Royce nahm nicht wie sonst an seinem Schreibtisch Platz, sondern zog einen anderen Sessel heran und setzte sich zu mir. Nun war ich fest davon überzeugt, dass sich etwas Folgenschweres zusammenbraute. Ich war zugleich nervös und aufgeregt. “Jemand ist gekommen, um Sie zu sehen.”

Ungewollt stiegen mir Tränen in die Augen. Ich glaubte erst, mich verhört zu haben, doch die ernste Miene des Arztes bestätigte mir, dass ich ihn richtig verstanden hatte. “Wer?”, brachte ich mühsam hervor.

Er antwortete nicht gleich, sondern gab mir Zeit, mich etwas zu sammeln. Auf dem Tisch neben ihm stand eine Kaffeemaschine; er schenkte mir eine Tasse ein und reichte sie mir. “Sein Name ist Greg Eastman”, sagte er nach einer Weile.

Während er den Namen nannte, beobachtete er mich aufmerksam. Doch wenn er sich eine Reaktion von mir erhofft hatte, so enttäuschte ich ihn. Der Name sagte mir nicht das Geringste. “Wer ist das? Woher kennt er mich?”

“Er ist Privatdetektiv.” Der Psychiater lächelte leicht. “Er hat Sie auf dem Zeitungsfoto wiedererkannt.”

Ich musste ebenfalls lächeln. “Er hat mich … wiedererkannt? Das heißt, ich habe mich also wirklich nicht so sehr verändert?”

“Jedenfalls nicht so stark, dass er Sie nicht erkannt hätte.”

Ich verstand nicht recht. “Wollen Sie damit sagen, dass er sich erst nicht sicher war? Dass er deshalb abgewartet hat, bis …?”

“Nein. Er war wohl verreist, als das Foto erschien, doch seine Sekretärin hat es routinemäßig ausgeschnitten und in seinen Ordner mit Bildern vermisster Personen gelegt. Sobald er Sie sah, wusste er, wer Sie waren.”

Ich wartete wie gebannt, dass er mir endlich verriet, wer ich war. Ich werde diesen Augenblick nie vergessen. Plötzlich fühlte ich mich innerlich zerrissen, ich wusste nicht, was schlimmer war – meine Identität zu erfahren oder sie weiterhin nicht zu kennen.

“Er sagt, Sie seien Deborah Steele.”

Ich sah ihn ratlos an und wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte. Es war ein höchst merkwürdiges Gefühl, ich war mit einem Mal wie benommen. “Deborah …”, wiederholte ich langsam, um auszuprobieren, wie mir dieser Name über die Lippen kam. Er klang genauso fremd wie Katherine. “Ist er sich sicher?”

“Natürlich möchte er Sie persönlich sehen, aber ich denke, er ist sich ziemlich sicher. Er kannte Sie, recht gut sogar, wie er meint. Er wusste, dass Sie … malen.”

Ich sah ihn fassungslos an.

“Und er hat ein Foto mitgebracht.”

“Von … ihr?” Ich schaffte es noch nicht, “von mir” zu sagen. Es war alles zu unwirklich. Vielleicht wachte ich jeden Moment auf und stellte fest, dass ich das Ganze nur geträumt hatte.

“Die Ähnlichkeit ist verblüffend.”

Ich spürte, dass er mir etwas verschwieg. “Und die Unterschiede? Sind die auch verblüffend?”

Zum ersten Mal sah ich, dass Dr. Royce rot wurde. “Natürlich gibt es da gewisse … Unterschiede. Die Nase, die Kieferkontur …” Er verstummte.

Ich ahnte, dass es da noch mehr Unterschiede gab, doch ich wusste nicht, ob ich schon so weit war, sie mir anhören zu können. “Sie sagten, dieser Greg Eastman kennt mich?”

Dr. Royce beugte sich nach vorn, und ich wappnete mich instinktiv für die nächste Enthüllung. “Er ist nicht nur Privatdetektiv, sondern auch ein enger Freund … Ihres Ehemanns.” Er atmete tief durch. “Nicholas Steele.”

Mein Ehemann? Mein Herzschlag beschleunigte sich, mir brach kalter Schweiß aus. Offenbar musste ich sehr elend aussehen, denn Dr. Royces Blick wurde mitfühlend. “Das alles ist sehr viel auf einmal, lassen Sie sich Zeit, das Ganze zu verdauen”, riet er mir fürsorglich.

“Mein Mann?”, wiederholte ich laut, doch die Worte klangen dadurch nicht realistischer. Ich starrte auf meine unberingte Hand. Hatte ich vor dem Überfall einen Ehering getragen? War er mir wie alles andere auch gestohlen worden? Aber … ich fühlte mich nicht verheiratet. Ich hielt dem Blick des Arztes ratlos stand. “Und er heißt Nicholas Steele?”

Er betrachtete mich prüfend. “Klingt das irgendwie vertraut?”

Ich wollte den Kopf schütteln, doch plötzlich hielt ich inne. “Ich … ich weiß nicht. Kann sein. Ich glaube, ich habe den Namen schon mal gehört.”

Konnte das ein erster Schritt sein? Doch wenn dem so war, hätte Dr. Royce eigentlich ein zufriedeneres Gesicht machen müssen. Stattdessen wurde seine Miene eher noch ernster. “Nicholas Steele ist Schriftsteller. Vielleicht haben Sie eins seiner Bücher hier in der Klinik gesehen oder eine Anzeige darüber in der Zeitung gelesen.” Er zögerte. “Andererseits ist es natürlich möglich, dass Sie …”

“Nein”, unterbrach ich ihn energisch. “Ich muss seinen Namen irgendwo gelesen haben. Er beschwört nicht die geringsten Erinnerungen in mir herauf.”

“Nun, eventuell ist das nur gut so.” Ich spürte sofort, dass ihm diese Worte ungewollt herausgerutscht waren. Er lächelte verlegen. “Ich meinte nur, er schreibt … Horrorromane.”

In meinem Kopf drehte sich alles. Wie konnte ich, die das Opfer einer so grässlichen Horrortat geworden war, dass ich darüber mein Gedächtnis verloren hatte, ausgerechnet mit dem Autor blutrünstiger Geschichten verheiratet sein? Das war ja geradezu abartig! “Sie glauben das doch nicht? Sie glauben nicht, dass ich die Frau eines … solchen Mannes bin, oder?”

Seine Miene wirkte beinahe väterlich. “Was heißt das? Nur weil er Horrorstorys schreibt, muss er nicht …”

“Ich kann mir nicht vorstellen, so etwas überhaupt zu lesen. Bestimmt habe ich das auch früher nicht getan!”

“Ehefrauen müssen nicht zwangsläufig zu der Arbeit ihres Mannes stehen.”

“Meinen Sie, ich bin Deborah?”

“Ich habe mich fast zwei Stunden mit Mr. Eastman unterhalten. Er nannte mir eine Menge Details, die absolut glaubwürdig klangen.” Er zögerte, und meine Anspannung wuchs erneut. “Er erzählte auch, dass Nicholas Steele in einer Kleinstadt drei Stunden nördlich von hier lebt, in Sinclair. Das liegt in den Catskill Mountains.”

Jetzt verstand ich auch seine Bemerkung von vorhin, als er sich mein Gemälde angesehen hatte. “Ich habe keine ganz konkrete Berglandschaft gemalt. Das … kann gar nicht sein.”

“Bewusst vielleicht nicht”, fuhr er beinahe im Plauderton fort. Mir war klar, dass er mich beruhigen wollte, aber selbst er musste wissen, dass ihm das nicht gelingen würde. Dennoch versuchte ich, mich auf seinen Bericht zu konzentrieren. “Mr. Eastman hat ein Wochenendhaus in Sinclair”, erklärte er, obwohl ich eigentlich lieber mehr von meinem angeblichen Ehemann erfahren wollte. “Er verbringt fast jedes Wochenende und den Sommer dort. Er kennt Steele seit über fünf Jahren. Sie spielen Tennis zusammen, und Steele hat ihn wohl auch ein paarmal dankend in seinen Büchern erwähnt, wegen irgendwelcher technischen Ratschläge. Die beiden scheinen sehr gute Freunde zu sein.”

“Und was ist mit mir?” Da, nun hatte ich es gesagt. “Ich.” Nicht “sie”. Es war ein merkwürdiges, aber nicht unangenehmes Gefühl.

“Laut Eastman war Nicholas Steele ein überzeugter, eingefleischter Junggeselle, bis er eines Tages wegen Recherchen zu einem Buch nach St. Martin reiste und dort dem 'Mädchen seiner Träume' begegnete. So drückte Eastman es wörtlich aus.”

Ich musste unwillkürlich lächeln, doch ich wurde abrupt wieder ernst. Die ganze Geschichte war zu abwegig.

“Drei Wochen später kehrte er mit einer Ehefrau nach Sinclair zurück.”

“Liebe auf den ersten Blick, eine Blitzhochzeit auf einer tropischen Insel – das alles klingt wie aus einem Liebesroman.”

“Das ist jetzt zwei Jahre her”, berichtete Dr. Royce ruhig weiter. “Und dann, vor zweieinhalb Monaten, verschwand Deborah Steele plötzlich.”

“Sie verschwand?”, echote ich und erschauerte.

Er wandte den Blick nicht von mir. “Sie wollte mit dem Zug nach Manhattan zu einem Einkaufsbummel fahren. Das war das Letzte, was man von ihr gehört hat. Eastman sagt, er habe einen Monat lang sowohl zusammen mit der Polizei als auch auf eigene Faust nach ihr gesucht. Schließlich kehrte er nach Sinclair zurück, weil er dachte, ihr könnte schon dort etwas zugestoßen sein, ehe sie überhaupt den Zug genommen hatte. Als er da jedoch ebenfalls nichts in Erfahrung bringen konnte, fuhr er wieder nach Manhattan, und …”

“Er sah mein Foto in seinem Ordner.”

Dr. Royce nickte.

Ich grübelte eine Weile verwirrt nach. “Und jetzt?”, fragte ich, weil ich überhaupt nicht wusste, was nun zu tun war.

“Mr. Eastman möchte Sie sehen und mit Ihnen sprechen. Ich sagte ihm, ich würde zuerst mit Ihnen reden, und schlug ihm vor, Ihnen ein oder zwei Tage Zeit zu lassen, um sich mit dem Gedanken anzufreunden. Sie brauchen nichts zu überstürzen. Ich weiß, das Ganze ist ein gewaltiger Schock für Sie und …”

“Ist er noch hier?”

Er zögerte. “Ja, aber …”

“Ich will ihn sehen.”

“Katherine …”

“Aber ich heiße nicht Katherine, nicht wahr?”

Er machte ein finsteres Gesicht. “Doch, vorerst noch. Sie können nicht innerhalb weniger Minuten in eine ganz neue Identität mit einem neuen Namen schlüpfen. Das braucht Zeit. Und es besteht trotz allem die Möglichkeit, dass er sich irrt.”

“Ein Grund mehr, mich sofort mit ihm zu treffen”, beharrte ich. Ich sah Dr. Royce an, dass er nicht erfreut war über meinen Wunsch. “Ich muss Gewissheit haben, das verstehen Sie doch sicher!”

“Schon, aber in erster Linie liegt mir Ihr Wohlbefinden am Herzen. Das geht zu schnell, zu …”

“Ich bin robuster, als ich aussehe.” Ich lachte und war selbst überrascht. “Das habe ich gerade eben erst herausgefunden!”

“Ich wusste es schon länger”, erwiderte er lächelnd. In diesem Lächeln entdeckte ich aufrichtiges Interesse an mir, und ich denke, daraus schöpfte ich einen Großteil meiner Kraft. Ich ahnte noch nicht, dass ich diese Kraft bald dringend nötig haben würde.

2. KAPITEL

Während ich in Dr. Royces Büro auf Greg Eastman wartete, versuchte ich, mich ein wenig zu sammeln. Ich hatte darauf bestanden, dass Dr. Royce mich allein ließ. Ich glaube, meine Bestimmtheit überraschte ihn. Ich selbst konnte diese plötzliche Anwandlung von Mut ja kaum verstehen.

Im Moment verweigerten meine Beine mir jedoch den Dienst, ich musste mich setzen. Ich atmete tief durch, aber es half nichts. Mein Herz klopfte zum Zerspringen, meine Handflächen waren feucht – kurz, ich war entsetzlich nervös.

Eigentlich hätte ich doch froh sein müssen. Endlich jemand, der meinetwegen kam, der mich kannte und der mir das allerschönste Geschenk machen würde: mein wahres Ich. Natürlich konnte alles auch ein schrecklicher Irrtum sein. Vielleicht sah mich dieser Privatdetektiv nur einmal an und erkannte sofort, dass ich gar nicht Deborah Steele war. Plötzlich hoffte ich inständig, dass das nicht geschehen möge, denn sonst würde ich wieder ein Niemand sein.

Es gelang mir nicht, meine Nervosität in Schach zu halten. Diese Begegnung mit Greg Eastman konnte der Schlüssel zu meiner Vergangenheit sein. Und zu meiner Zukunft. Ganz gleich, was ich auch erfahren mochte, es würde besser sein als diese grässliche Leere und Einsamkeit der letzten Monate. Das redete ich mir immer wieder ein.

Trotzdem fuhr ich wie elektrisiert hoch, als Eastman nach etwa zehn Minuten das Zimmer betrat. Er lächelte und bat mich sanft, wieder Platz zu nehmen. Mein Mut war plötzlich restlos verflogen. Ich warf dem Privatdetektiv nur einen flüchtigen Blick zu, der jedoch ausreichte, um mir die Gewissheit zu geben, dass er mir absolut unbekannt vorkam. Ich war grenzenlos enttäuscht.

Wenn ich an jene erste Begegnung mit Greg zurückdenke, dann erinnere ich mich am deutlichsten an sein Lächeln. Es war abwechselnd freundlich, charmant und gewinnend. Ich atmete ein wenig auf. Ich nehme an, ich hatte eher mit einem abgebrühten Meisterdetektiv wie aus einem Krimi gerechnet. Greg war das genaue Gegenteil. Er sah blendend aus, hatte kurzes blondes Haar, regelmäßige Gesichtszüge – und eben dieses betörende Lächeln.

“Das Ganze muss ein ziemlicher Schock für dich sein, Deborah”, sagte er unvermittelt und benutzte meinen Namen mit solcher Selbstverständlichkeit, dass ich zusammenzuckte.

“Bin ich … sie?” Mein Mund war wie ausgedörrt, meine Stimme klang wie ein heiseres Krächzen.

“Wenn nicht, dann haben die Ärzte jedenfalls ganze Arbeit geleistet.” Er schien seine Bemerkung sofort zu bereuen. “Verzeih mir, ich bin nur so unglaublich erleichtert, dich zu sehen. Dr. Royce hat mir alles erzählt, Deborah. Von dem Überfall, deinen Verletzungen, dem Gedächtnisverlust. Aber jetzt wird alles gut. Ich bin gekommen, um dich nach Hause zu bringen.”

Nach Hause. Ich hatte mir fest vorgenommen, nicht die Fassung zu verlieren, doch es war zu überwältigend. Nach Hause! Mein Tränenausbruch schien Greg zu erschrecken. Er wusste nicht, was er tun oder sagen sollte. Nach ein paar vergeblichen Versuchen, mich zu trösten, reichte er mir einfach nur ein Taschentuch und ließ mich weinen. “Es tut mir leid”, murmelte ich nach einer Weile verlegen.

“Nicht doch. Wahrscheinlich ist das das Beste für dich. Hat dich dein Psychiater überhaupt schon über Einzelheiten informiert?”, fragte Greg.

Ich wiederholte, was ich von Dr. Royce erfahren hatte, wobei auch ich Greg automatisch duzte. “Du kennst mich aus Sinclair. Du hast dort ein Wochenendhaus. Du bist mit Nicholas Steele befreundet. Du kennst ihn seit fünf Jahren, ihr seid Tennispartner. Nicholas war zwei Jahre verheiratet, dann verschwand seine Frau Deborah plötzlich vor zweieinhalb Monaten. Du hast mein Zeitungsfoto gesehen und mich als Deborah wiedererkannt.” Ich hätte genauso gut einen gedruckten Text ablesen können, nichts von dem, was ich sagte, hatte irgendeinen Bezug zur Wirklichkeit für mich. Mir war, als spräche ich von irgendwelchen Figuren aus einem Roman.

Greg beugte sich nach vorn. “Du musst gleich an deinem ersten Tag in der Stadt überfallen worden sein”, vermutete er. “Ich habe mir die Gegend angesehen, wo man dich gefunden hat. Bei Nacht ist es dort völlig verlassen, aber ein paar Modeschöpfer haben ihre Ateliers da. Du hattest schon immer Freude daran, dir neue, ausgefallene Designer auszusuchen. Du galtest stets als die bestgekleidete Frau von Sinclair!” Er zwinkerte mir zu, offenbar wollte er mich zum Schmunzeln bringen.

Doch ich war immer noch wie versteinert. Noch dazu wurde ich mir auf einmal schmerzlich meiner schäbigen Aufmachung bewusst. Das einfache Baumwollkleid war mir viel zu weit, meine gesamte Garderobe stammte eben aus dem kleinen Klinikladen und aus gut gemeinten Spenden einiger Krankenschwestern.

Greg beugte sich noch weiter zu mir, und sein prüfender Blick bereitete mir Unbehagen. Seine Gedanken waren jedoch gar nicht mehr bei meiner Kleidung. “Ich weiß, dass es schwer für dich ist, Deborah, aber für mich ist es auch nicht einfach. Erinnerst du dich denn wirklich an gar nichts mehr?”

Ich schüttelte langsam den Kopf. “Das alles kommt mir so unwirklich vor. Immer wieder denke ich, du musst dich irren.”

“Nein, das ist kein Irrtum”, behauptete er zuversichtlich. “Hier. Vielleicht hilft dir das.” Er zog ein Foto aus einem Umschlag und hielt es mir hin. Trotz aller Neugier brachte ich es nicht über mich, die Hand danach auszustrecken, und so legte er es mir schließlich auf den Schoß.

Es dauerte eine ganze Weile, ehe ich es mir ansehen konnte. Es zeigte eine blonde Frau im Bikini, die auf dem Bug einer Segelyacht posierte und aufreizend in die Kamera lächelte. Am auffallendsten waren die lebendigen Farben – das gesund glänzende goldblonde Haar, die gebräunte Haut, der schimmernde rote Lippenstift und die vor Lebenslust funkelnden blauen Augen.

War ich das? In früheren, glücklichen Zeiten? Tatsächlich war die Ähnlichkeit unbestreitbar. Das lag nicht nur an der Augen- und Haarfarbe, sondern auch am Schnitt der Augen, des Mundes. Sogar unsere Nasen waren gar nicht so verschieden. Nur die Kieferform war anders. Ihr Kinn schien ausgeprägter, es verlieh ihr ein etwas trotziges Aussehen, was aber wiederum zu dem verführerischen Funkeln ihrer Augen passte. Sie wirkte so unglaublich selbstbewusst, vielleicht etwas zu sehr von sich überzeugt. Das war wohl der größte Unterschied zwischen uns.

“Du musst nur etwas zunehmen, dich ein wenig in die Sonne legen, und …”

“Erzähl mir von ihr”, unterbrach ich ihn.

Er sah erstaunt aus, doch dann lächelte er. “Nun, sie ist sehr schön, lebhaft, immer zu Späßen aufgelegt …”

All das konnte ich auch dem Foto entnehmen, ich wollte jedoch etwas über die Seiten an ihr – an mir? – erfahren, die nicht sichtbar waren.

Greg musste mir meine Enttäuschung angesehen haben. “Du machtest immer einen sehr selbstsicheren Eindruck, aber das war nur Schein”, fuhr er sanft fort. “Wir waren sehr gut befreundet, Deborah. Du vertrautest dich mir an. Du erzähltest mir, wie wichtig die Malerei für dich sei, und du sprachst auch davon, wie einsam du dich als Kind gefühlt hattest.”

“Meine Familie …?”

Der Ausdruck seiner braunen Augen verriet mir, dass das ein trauriges Kapitel war. “Dein Vater ließ dich im Stich, als du noch sehr klein warst. Du warst stets traurig, weil du dich nicht mehr an sein Gesicht erinnern konntest. Das Einzige, was dir von ihm in Erinnerung geblieben war, war ein rotes Hemd, das er mit Vorliebe getragen hatte. Manchmal sagtest du ganz verbittert: 'Kannst du dir vorstellen, dass du keine Erinnerung mehr an deinen Vater hast außer einem lächerlichen alten Hemd?'“

Ich sog seine Worte förmlich in mich auf und hörte in mich hinein, ob sie irgendein Echo in mir auslösten. Ich konnte die Gefühle dieses unglücklichen Kindes nachvollziehen, aber ich vermochte sie nicht als einen Teil von mir zu sehen. “Und meine Mutter?”

Er seufzte. “Sie starb, als du neun warst. Du zogst zu einer unverheirateten Tante nach Omaha. Ich zog dich immer damit auf, dass kein vernünftiger Mensch in Omaha leben könnte.”

“Und ich? Was habe ich darauf geantwortet?”

“Du sagtest: 'Ich habe dort auch nicht gelebt, Greg, sondern allenfalls – existiert.'“

Ich saß ganz still da, während mir die Tränen wieder über die Wangen liefen. Genau dasselbe empfand ich auch hier in der Klinik. Zum ersten Mal verspürte ich eine echte Gemeinsamkeit mit Deborah.

“Ich bin sicher, sobald du wieder bei Nick in Raven's Cove bist, kommt auch die Erinnerung zurück”, murmelte Greg leise.

“In Raven's Cove? Rabenhorst – was für eine seltsame Bezeichnung!”

Greg schmunzelte. “Nach einer Erzählung von Edgar Allen Poe. Der richtige Name für die Behausung eines berühmten Verfassers von Spukgeschichten! Obwohl Nick diesen ganzen Unsinn gar nicht so ernst nimmt. Ich glaube, seine Cousine hat den Besitz so getauft.”

“Seine Cousine?”

“Zweiten Grades wohl. Lillian. Sie kümmert sich um den Haushalt, sehr ruhig und unscheinbar. Wegen der alten Lillian brauchst du dir keine Gedanken zu machen.”

“Ich mache mir über alles Gedanken!”, bekannte ich ehrlich. “Ich weiß nicht, ob ich so viel verkraften kann.”

Er wollte meine Hand nehmen, doch ich wich instinktiv zurück. Obwohl ich mich nicht an den Überfall erinnern konnte, war mir doch ein tief gehendes Unbehagen vor Berührungen geblieben. Ich entschuldigte mich bei Greg, aber er winkte ab. “Deborah, du gehörst nicht hierher. Hier wirst du nicht gesund werden. Und das möchtest du doch, nicht wahr?”

Natürlich, das konnte er sich doch denken. “Hast du schon mit … ihm gesprochen?”, fragte ich unsicher. Ich schaffte es noch nicht, seinen Namen auszusprechen. Nicholas? Nick? Liebling? Ich errötete.

“Ja.”

“Und … er erwartet mich?”

“Ja.”

“Warst du denn so sicher, dass ich mitkommen würde?”

“Genauso wie ich mir sicher war, dass du Deborah bist. Und inzwischen bin ich mir sicherer denn je. Ich wiederhole, Deborah Steele ist ziemlich einzigartig. Da du das nicht beurteilen kannst, glaub es einem, der dazu in der Lage ist.” Es war ein warmherziges Kompliment ohne jeden verführerischen Unterton. Ich fing an Vertrauen zu Greg zu fassen. “Es wird alles gut werden, Deborah, das verspreche ich dir.”

Ich musste plötzlich lächeln. “Ich gestehe, dein Optimismus ist ansteckend!”

Er lachte herzlich auf. “Na, wenn das kein Fortschritt ist! Dr. Royce wird begeistert sein.” Er rieb sich die Hände. “So, und nun rufe ich Nicholas an und sage ihm, dass wir unterwegs sind.” Ihm schien einzufallen, dass er womöglich etwas zu überstürzt vorgegangen war. “Das heißt natürlich, wenn du so weit bist.”

Nun, da mein Schicksal endgültig besiegelt war, sah ich keinen Grund mehr, noch länger in der Klinik zu bleiben, auch wenn ich seelisch vielleicht noch längst nicht bereit war. “Ich muss nur packen und Dr. Royce Bescheid sagen.”

“Gut”, freute Greg sich. “Dann können wir zum Abendessen in Raven's Cove sein.”

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