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Der Winter der Wunder

Als Buch hier erhältlich:

Katherine liebt den Winter - vor allem den Zauber der dunklen Jahreszeit. Diese Liebe gibt sie an ihre Nichten weiter. Doch deren Mutter hält sich an die Erziehungsmethoden des renommierten Psychologen Wynn Jeffries. Er vertritt die Meinung, dass man Kinder mit Märchen wie dem vom Weihnachtsmann verschonen sollte. Als Katherine dann eines Tages Wynn tatsächlich persönlich gegenübersteht, kann sie ihm endlich einmal sagen, was sie von ihm denkt. Damit, dass er eigentlich ganz nett ist und dabei auch noch ziemlich gut aussieht, hat Katherine allerdings nicht gerechnet …

»Unglaublich berührend.«
Closer

»Debbie Macomber weiß ganz genau, wie man eine gute Liebesgeschichte schreibt.« Leserstimme auf Goodreads


  • Erscheinungstag: 05.11.2018
  • Aus der Serie: Blossom Street Serie
  • Bandnummer: 3.5
  • Seitenanzahl: 272
  • ISBN/Artikelnummer: 9783955768782
  • E-Book Format: ePub
  • E-Book sofort lieferbar

Leseprobe

Prolog

Zelda O’Connor Davidson

76 Orchard Avenue

Seattle, Washington

Weihnachten 2006

Liebe Familie, liebe Freunde,

frohe Weihnachten wünsche ich euch allen!

Vorweg eine Warnung: Dieser Weihnachtsbrief wird nicht so gewitzt ausfallen wie der vom letzten Jahr, den meine Schwester Katherine (euch möglicherweise besser bekannt als K. O.) in meinem Namen geschrieben hat. Dieses Jahr hat sie ironischerweise keine Zeit dafür – ironischerweise deshalb, weil sie sich ausgerechnet wegen jenes Briefes, der sagenhaft gut angekommen ist, etwas nebenher verdienen kann. Sie schreibt jetzt Weihnachtsbriefe für andere Leute!

(Natürlich hat sie mir angeboten, auch den diesjährigen für mich zu schreiben, aber ich weiß, dass sie mit ihren Aufträgen für medizinische Transskripte und Arztberichte, ihrer Suche nach einem festen Job und den Weihnachtsbriefen für andere schon mehr als genug zu tun hat und sich die Zeit dafür aus den Rippen schneiden müsste.)

Also dann … Unsere Zwillinge Zoe und Zara sind kürzlich fünf Jahre alt geworden. Sie freuen sich schon darauf, ab September nächsten Jahres in die Vorschule gehen zu dürfen. Kaum zu glauben, dass unsere kleinen Mädchen schon fast alt genug sind, um eingeschult zu werden! Aber noch halten sie sich selbst (und uns!) ordentlich auf Trab. Genauso wie unsere Sammlung an Haustieren, vor allem die Hunde, zwei Yorkies namens Zero und Zorro.

Ich bin mit den Kindern immer noch zu Hause, und Zach arbeitet immer noch als Software-Programmierer. Die große Neuigkeit dieses Jahres, von der ich euch berichten möchte, hängt mit einem wunderbaren Buch zusammen, das ich kürzlich gelesen habe. Es hat das Leben meiner Familie völlig verändert. Es heißt Das freie Kind, und geschrieben hat es Dr. Wynn Jeffries. Meine Schwester macht sich darüber lustig, aber Dr. Jeffries ist davon überzeugt, dass Kinder sich ihre eigenen Grenzen setzen und wir darauf vertrauen können. Er schreibt außerdem, dass wir als Eltern ihnen keine Märchen erzählen sollten; dazu gehören auch solche Fantasiegestalten wie der Weihnachtsmann. Kinder sind dazu in der Lage, die Realität zu akzeptieren, sagt er, und ich gebe ihm recht! (Siehe Seite 146 von Das freie Kind.)

Also wird das diesjährige Weihnachtsfest für uns alle zu einer ganz neuen Erfahrung, in der anstelle von Fantastereien die Familie im Mittelpunkt steht.

Zach und die Mädchen wünschen euch allen genau wie ich wunderschöne Weihnachten. Und denkt daran: Ein freies Kind ist ein glückliches Kind (siehe Seite 16).

Alles Liebe und tausend Küsse senden euch

Zoe, Zara, Zach und Zelda

(dazu ein freundliches Schwanzwedeln von Zero und Zorro)

1. Kapitel

Er war es! Katherine O’Connor, genannt K. O., war sich dessen fast sicher. Sie kniff die Augen zusammen, um letzte Gewissheit zu erlangen. Ja, er sah genauso aus wie der Mann auf dem Schutzumschlag jenes lächerlichen Buches, das ihre Schwester zur Heiligen Schrift der Kindererziehung erhoben hatte. Natürlich sahen die meisten Leute nicht wirklich so aus wie auf ihren Pressefotos. Und sie hatte nicht gewusst, dass der arrogante Dr. Wynn Jeffries in Seattle lebte. Erst recht konnte sie sich nicht vorstellen, was er ausgerechnet in der Blossom Street trieb.

Sie war ihm zwar noch nie begegnet. Aber sie misstraute ihm zutiefst und fand ihn äußerst unsympathisch. Das lag unter anderem daran, dass ihr seinetwegen Hausverbot im örtlichen Buchladen erteilt worden war. Es hatte da eine kleine Meinungsverschiedenheit mit der Geschäftsführerin über Wynns Buch gegeben. Anscheinend war die Buchhändlerin mit ihm persönlich befreundet, denn sie war sofort für ihn in die Bresche gesprungen und hatte Katherine des Ladens verwiesen. Sie war sogar so weit gegangen, ihr nahezulegen, sie möge ihre Bücher künftig woanders kaufen – in Katherines Augen eine völlig überzogene Reaktion.

»K. O.«, murmelte Bill Mulcahy und riss sie damit aus ihren Gedanken. Sie saßen einander an einem Tisch im French Café gegenüber, das wie üblich am frühen Vormittag gerammelt voll war. Die Leute hatten zwei Schlangen gebildet: eine für Kaffee, eine für Backwaren. »Hast du das alles mitbekommen?«, fragte er.

»Natürlich«, erwiderte K. O. und richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihn. »Entschuldige. Ich dachte, ich hätte jemanden gesehen, den ich kenne.« Meine Güte, was war sie nicht alles zu tun bereit, um ihre Urlaubskasse ein wenig zu füllen. Ein witziger Weihnachtsbrief für ihre Schwester – und was war daraus geworden? Urplötzlich war K. O. die gefragteste Frau im Büro ihres Schwagers. Alle wollten, dass sie Weihnachtsbriefe für sie schrieb. Und nicht nur das. Es hatte sie regelrecht schockiert, wie viel Geld sie dafür hinblätterten. Bill Mulcahy war diese Woche schon der Dritte, mit dem sie sich traf, und offenbar würde sein Brief auch der schwierigste werden. Selbst die berühmten Komiker Jay Leno und David Letterman hätten Probleme gehabt, irgendetwas Amüsantes im Leben dieses Mannes zu finden.

»Ich weiß nicht, was du schreiben wirst«, fuhr Bill fort. »Es war ein ausgesprochen schlechtes Jahr für mich. Wie bereits gesagt, mein Sohn sitzt im Jugendgefängnis, meine Tochter lebt mit ihrem Nichtsnutz von Freund zusammen und hat uns zu Thanksgiving eröffnet, dass sie schwanger ist. Natürlich kommt eine Heirat nicht infrage.«

»Das ist tatsächlich eine kleine Herausforderung«, stimmte K. O. ihm zu. Ihre Augen weiteten sich, als ihr Blick erneut auf den Mann fiel, der in einer der langen Schlangen anstand. Er war es – definitiv! Der gar nicht so gute Doktor war in ihren Augen ein Verrückter. Er war Kinderpsychologe und hatte ein Buch mit dem Titel Das freie Kind geschrieben, das derzeit der letzte Schrei in Sachen Erziehungsratgeber war.

Der Fairness halber sei gesagt, dass K. O. alleinstehend und kinderlos war. Ihre einzige Erfahrung mit Kindererziehung verdankte sie ihren Nichten, den eineiigen Zwillingen Zoe und Zara, die sie vergötterte. Jedenfalls bis vor Kurzem. Quasi über Nacht hatten sich die Fünfjährigen in Miniaturmonster verwandelt, und das nur, weil Katherines Schwester sich an die Regeln hielt, die Dr. Jeffries in seinem Buch aufgestellt hatte.

»Meine Frau«, fuhr Bill fort, »steht kurz vor einem Nervenzusammenbruch.«

Die arme Frau tat K. O. leid – ihr Mann ebenso.

»Wir schreiben schon seit Jahren Weihnachtsbriefe, und auch wenn unser Leben nicht immer so vollkommen war, wie wir … nun ja, haben durchblicken lassen …« Den Rest des Satzes sparte er sich.

»Du hast ihnen eine Musterfamilie vorgemacht.«

»Ja.« Bill räusperte sich und rang sich zu einem schwachen Lächeln durch. »Patti, meine Frau, zog es vor, den anderen ein, sagen wir, geschöntes Bild der Realität zu präsentieren.« Er stieß heftig den Atem aus. »Wir haben nie Familienfotos beigelegt, und wenn du meinen Sohn kennen würdest, wüsstest du auch, warum. Jeder, der Mason auch nur anschaut, würde sofort erkennen, dass dieses Kind nicht gerade der Nationalen Ehrenverbindung angehört.« Erneut atmete er hörbar aus und schüttelte betrübt den Kopf. »Mason hat eine ganze Reihe Piercings – in den Augenbrauen, der Nase, den Lippen, der Zunge, den Brustwarzen …«

K. O. unterbrach ihn hastig, bevor er noch tiefer liegende Körperregionen nennen konnte. »Verstehe.«

»Vermutlich nicht, aber dafür kannst du dich glücklich schätzen. Ach ja, außerdem hat er seine Haare grün gefärbt.«

»Grün?«

»Und in Stacheln gelegt. Außerdem tut er … merkwürdige Dinge mit Farbe.« Bill senkte die Stimme.

K. O. war sich sicher, ihn missverstanden zu haben. »Wie bitte?«

»Mason nennt es nicht Farbe. Es ist eine Art Kosmetik, die er sich ins Gesicht schmiert. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass mein Sohn eines Tages das Make-up meiner Frau missbraucht.«

»Ich kann mir vorstellen, dass das ein wenig befremdlich wirkt«, murmelte K. O.

»Ich vergesse immer, was die schwarzen Flecken unter seinen Augen und auf den Wangen tatsächlich bedeuten«, fuhr Bill fort. »Aber ich muss immer an Camouflage denken, als gehöre er einem Teenager-Kommando an.«

Oh ja, dieser Brief stellte wahrlich eine Herausforderung dar. »Hast du schon mal daran gedacht, den Weihnachtsbrief dieses Jahr einfach ausfallen zu lassen?«, fragte K. O. voller Hoffnung.

»Ja, das täte ich gern, aber wie ich schon sagte: Pattis emotionale Gesundheit ist ziemlich angegriffen. Sie behauptet, die Leute fragten schon nach dem alljährlichen Brief. Sie hat Angst, dass jeder herausfindet, was für jämmerliche Eltern wir sind, wenn wir ihn nicht wie jedes Jahr verschicken.« Seine Schultern sanken herab. »Mit anderen Worten: Wir haben bei unseren Kindern versagt.«

»Nein, das denke ich nicht«, versuchte K. O. ihn zu trösten. »Die meisten Teenager machen eine rebellische Phase durch.«

»Du auch?«

»Ja, natürlich.«

»Hattest du Piercings?«

»Ähm, ja, ich habe mir Ohrlöcher stechen lassen …«

»Das ist nicht dasselbe«, meinte er mit einem prüfenden Blick auf ihre Ohrringe, die durch ihre glatten blonden, lose zurückgebundenen Haare gut zu sehen waren. »Außerdem trägst du nur je einen im Ohr, nicht acht oder zehn wie mein Sohn.« Offenbar war er zufrieden, seine Aussage untermauert zu haben. »Dann schreibst du also unseren Weihnachtsbrief und übertünchst die Probleme, die wir dieses Jahr hatten?«

K. O. war in den letzten Minuten immer unsicherer geworden, ob sie das konnte. »Ich weiß nicht, ob ich die Richtige dafür bin«, meinte sie zögernd. Wie sollte sie einem so katastrophal verlaufenen Jahr einen positiven Anstrich verleihen? Außerdem sollte dieser Nebenjob eigentlich Spaß machen und nicht in echte Arbeit ausarten. Angefangen hatte es mit einem Gefallen, den sie ihrer Schwester getan hatte, und plötzlich startete sie eine Karriere damit. Irgendwann würde sie die Notbremse ziehen müssen – vielleicht sogar früher, als sie erwartet hatte.

Ihr Kunde rutschte unbehaglich auf seinem Sitz herum. »Ich zahle dir das Doppelte von dem, was du normalerweise verlangst.«

K. O. setzte sich aufrecht hin. Das Doppelte! Hatte er wirklich gesagt, er wolle das Doppelte zahlen? »Würde es in vier Tagen reichen?«, fragte sie. Na und, dann war sie eben käuflich. Sie zog ihren Terminkalender heraus, überprüfte ihre Pläne, und sie legten fest, wann sie sich wieder treffen wollten.

»Ich gebe dir jetzt die eine Hälfte und die andere Hälfte, wenn du fertig bist.«

Das war nur fair. Da sie nicht zu übertriebenem Stolz neigte, hielt sie ihm ihre Hand hin, während er drei Fünfzig-Dollar-Noten abzählte. Ihre Finger schlossen sich um die Scheine.

»Dann sehen wir uns also am Freitag«, meinte Bill, griff nach seiner Aktentasche und verließ das French Café, einen Becher Latte macchiato zum Mitnehmen in der Hand.

Ein Blick aus dem mit Weihnachtsgirlanden geschmückten Fenster zeigte ihr, dass es wieder angefangen hatte zu schneien. Das war der kälteste Dezember seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Seattles normalerweise milde Wintertemperaturen lagen jetzt seit zehn Tagen ununterbrochen unter null. So viel zur Klimaerwärmung. In Seattle merkte man davon verdammt wenig.

K. O. schaute hinüber zur Schlange am Kaffeeausschank. Wynn Jeffries hatte es bis ganz nach vorn geschafft und nahm gerade einen Pappbecher entgegen. Nachdem er Sahne und Zucker hineingegeben hatte – von beidem reichlich, wie ihr auffiel –, wandte er sich zum Gehen. Sie wollte nicht dabei ertappt werden, wie sie ihn beobachtete, also ließ sie sich noch ein paar Minuten Zeit, um ihre Sachen zusammenzupacken, bevor sie nach ihm das Café verließ.

Selbst wenn sie ihn ansprach und sich ihm vorstellte, wusste sie nicht, was sie ihm sagen wollte. In erster Linie wollte sie ihm klarmachen, dass seine sogenannte Bewegung für das freie Kind – keine Grenzen für Kinder – der helle Wahnsinn war. Wie konnte er guten Gewissens Eltern auf diese lächerliche Weise in die Irre leiten? Okay, sie hatte in dem Buchladen an jenem Tag vielleicht ein bisschen übertrieben, aber sie hatte keine andere Möglichkeit gesehen. Die Buchhändlerin hatte einer nichts ahnenden Mutter vorgeschwärmt, wie hilfreich Dr. Jeffries’ Buch doch sei, und K. O. hatte es als ihre Pflicht empfunden, die arme Frau darüber zu informieren, was passieren konnte, wenn sie sich wirklich an Dr. Jeffries’ Ratschläge hielt. Die Buchhändlerin hatte vehement widersprochen, und dann war die Situation außer Kontrolle geraten.

Da sie in Jeffries nicht den Verdacht wecken wollte, ihn zu stalken – auch wenn sie das zugegebenermaßen tatsächlich tat –, hielt sie sorgfältig Abstand. Wenn er seine Praxis in Seattle hatte, dann vielleicht sogar in diesem Viertel. Nach der Umgestaltung der Blossom Street vor ein paar Jahren waren einige Gebäude in Bürohäuser umgewandelt worden. Wenn sie diskret herausfinden konnte, wo er praktizierte, konnte sie ihn vielleicht irgendwann aufsuchen und mit ihm reden. Sein Buch hatte sie zwar nicht gänzlich gelesen, aber immerhin durchgeblättert, und sie wusste, dass er als Kinderpsychologe praktizierte. Sie wollte seine Ansichten und Grundsätze mit ihm diskutieren und ihm von der erschreckenden Veränderung im Verhalten ihrer Nichten erzählen, die eingetreten war, seitdem Zelda seinen Ratschlägen folgte.

Um nicht von ihm entdeckt zu werden, huschte sie unauffällig über die Straße zum Wollgeschäft, drückte sich in den Eingang und betrachtete interessiert einen großen Weihnachtsstrumpf, der im Schaufenster hing. In der Scheibe spiegelte sich das Geschehen hinter ihr, und sie sah, dass Dr. Jeffries flotten Schrittes den gegenüberliegenden Bürgersteig entlangging.

Sowie keine Gefahr mehr bestand, huschte sie vom Wollgeschäft hinüber zu Susannah’s Garden, dem Blumenladen gleich nebenan, und wäre fast über einen großen eingetopften Weihnachtsstern gefallen, weil sie nur Augen für Dr. Jeffries hatte. Eins hat er bereits bewiesen, ging es ihr durch den Kopf. Die äußere Erscheinung kann trügen. Er wirkte so … so normal. Wer hätte auch nur ahnen können, dass hinter der distinguierten, eleganten und – ja, auch das – gut aussehenden Fassade ein solcher Teufel steckte. Vielleicht war Teufel etwas übertrieben, dennoch schätzte sie Wynn Jeffries’ Ansichten als nichts weniger als diabolisch ein, soweit man das anhand von Zoe und Zara beurteilen konnte.

Ausgeschlossen!

K. O. blieb wie angewurzelt stehen und beobachtete, wie Wynn Jeffries ausgerechnet vor dem Haus, in dem ihre eigene Wohnung lag, stehen blieb, den Zugangscode eingab und das Gebäude betrat.

Ohne nach rechts oder links zu schauen, überquerte K. O. erneut die Straße. Jemand hupte, und Bremsen quietschten, aber das nahm sie kaum wahr. Sie war wie vor den Kopf geschlagen.

Sprachlos.

Hier musste ein Irrtum vorliegen. Vielleicht machte er einen Hausbesuch. Nein, das konnte nicht sein. Welcher Arzt machte heutzutage noch Hausbesuche? Welcher Psychologe machte überhaupt jemals Hausbesuche? Außerdem wirkte er nicht gerade wie jemand, der besonders mitfühlend war. K. O. biss sich auf die Lippen und fragte sich, wann sie eigentlich so zynisch geworden war. Vermutlich etwa zur selben Zeit, in der ihre Schwester Dr. Jeffries’ Buch gelesen hatte, entschied sie.

Die Tür war schon wieder ins Schloss gefallen, als Katherine sie erreichte. Sie gab ihren Code ein und betrat die Eingangshalle gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie sich die Aufzugtüren schlossen. Also blieb sie stehen und sah zu, wie die digitale Anzeige über der Tür hochzählte.

»Katherine?«

K. O. wirbelte herum. Hinter ihr stand LaVonne Young, ihre Nachbarin und Freundin. LaVonne war die Einzige, die sie jemals Katherine nannte. »Was tust du da, meine Liebe?«

Anklagend deutete K. O. an dem elegant geschmückten Weihnachtsbaum in der Halle vorbei auf den Fahrstuhl.

LaVonne lehnte am Rahmen ihrer Wohnungstür, ihren großen Kater, den sie vorhersehbarerweise Tom genannt hatte, unter dem Arm. Sie trug ein langes, weit geschnittenes Kleid, das typisch für ihre Garderobe war, und hatte die langen grauen Haare zu einem Knoten nach hinten gesteckt. Als K. O. ihr das erste Mal begegnet war, hatte LaVonne sie an Auntie Mame aus dem Film »Die tolle Tante« erinnert. Das war heute noch genauso. »Stimmt was mit dem Fahrstuhl nicht?«, fragte LaVonne.

»Nein, ich habe nur gerade einen Mann gesehen …« K. O. schaute wieder zur Anzeige und sah, dass der Fahrstuhl bis ganz nach oben zur Penthouse-Suite gefahren war. Das hätte sie nicht ernstlich überraschen dürfen. So gut, wie sich sein Buch verkaufte, konnte er sich das Penthouse locker leisten.

LaVonnes Blick folgte ihrem. »Das muss Dr. Jeffries gewesen sein.«

»Du kennst ihn?« K. O. gab sich keine Mühe, ihr Interesse zu verbergen. Je mehr sie erfuhr, desto bessere Chancen hatte sie, ihn in ein Gespräch zu verwickeln.

»Natürlich kenne ich Dr. Jeffries«, erwiderte die pensionierte Buchhalterin. »Ich kenne jeden im Haus.«

»Wie lange wohnt er denn schon hier?« Sie lebte seit der ersten Woche, in der es für bewohnbar erklärt worden war, in diesem Gebäude. Also hätte sie ihm eigentlich schon früher mal über den Weg laufen müssen.

»Ich glaube, er ist eingezogen, kurz nachdem das Haus renoviert worden war. Richtig, ihr zwei seid praktisch am selben Tag eingezogen.«

Interessant. Natürlich bestand ein himmelweiter Unterschied zwischen einer Penthouse-Suite und der kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung im Erdgeschoss, die ihr gehörte. Beziehungsweise die der Bank gehörte und für die sie regelmäßig zahlte. Mit dem Erbe, das ihre Großeltern mütterlicherseits ihr hinterlassen hatten, hatte K. O. eine Anzahlung auf die kleinste und preiswerteste Wohnung geleistet, die angeboten worden war. Damals hatte sie sich nichts anderes leisten können – und heute auch nicht. Sie schätzte sich glücklich, die Wohnung überhaupt bekommen zu haben.

»Sein Name steht am Briefkasten«, sagte LaVonne und deutete quer durch die Eingangshalle auf die Briefkästen.

»Meine Schwester würde jetzt sagen, dass ich jemand mit Blick fürs Detail bin.« Ihr entging immer nur das Offensichtliche …

»Er ist eine Berühmtheit, weißt du«, flüsterte LaVonne ihr verschwörerisch zu. »Vor allem seit sein Buch veröffentlicht wurde.«

»Hast du es gelesen?«

»Nun, das habe ich nicht, meine Liebe, aber da ich nie Kinder hatte, interessiere ich mich auch nicht sonderlich für Kindererziehung. Allerdings habe ich ein Interview mit Dr. Jeffries im Radio gehört, und er hat mich überzeugt. Sein Buch bricht alle Rekorde und steht anscheinend auf sämtlichen Bestsellerlisten. Also muss an dem, was er sagt, wohl etwas dran sein. Der Mann im Radio nannte ihn sogar den neuen Dr. Spock. Du weißt schon, Benjamin Spock, der Kinderarzt und Psychiater, der 1946 das Buch Säuglings- und Kinderpflege veröffentlicht hat.«

»Du machst doch hoffentlich Witze!« Jeffries’ irreleitendes Evangelium verbreitete sich ja in Windeseile.

LaVonne starrte sie an. »Falls es dich interessiert: Er ist nicht verheiratet.«

»Das überrascht mich nicht«, grummelte K. O. Vermutlich konnte nur ein Mann ohne Frau und Kinder auf solche irrwitzigen Ideen kommen. Er hatte keine eigene Familie, an der er seine Theorien erproben konnte, und drängte sie nichts ahnenden Eltern wie ihrer Schwester Zelda und ihrem Schwager Zach auf. Das Verhalten der beiden Mädchen hatte sich dramatisch verschlechtert, aber Zelda behauptete steif und fest, das sei normal in der Anpassungsphase. Sie würden »ihr Gleichgewicht finden«, zitierte sie das Buch. Zach hingegen machte so oft Überstunden, dass ihm nichts auffiel. Das schlechte Benehmen der Zwillinge hätte noch extremer sein müssen, damit er etwas bemerkte.

»Möchtest du, dass ich dich ihm vorstelle?«, fragte LaVonne.

»Nein«, lautete die prompte Antwort. Auf gar keinen Fall! Nun ja, vielleicht, irgendwann, aber nicht jetzt. Und nicht aus den Gründen, die LaVonne vermutete.

»Hast du Zeit, auf einen Tee hereinzukommen?«, fragte LaVonne. »Ich würde dir gern von dem neuen Kurs erzählen, den ich besucht habe. Faszinierender Stoff, einfach faszinierend.« Seitdem sie pensioniert war, wusste LaVonne nichts Rechtes mit sich anzufangen und hatte sich deshalb für diverse Workshops und Abendkurse angemeldet. »Ich habe gelernt, meine übersinnlichen Kräfte zu entfesseln.«

»Du hast übersinnliche Kräfte?«

»Ja, aber das weiß ich erst, seitdem ich diesen Kurs besucht habe. Ich habe so viel gelernt«, erklärte sie voller Staunen. »So viel. All die Jahre haben meine angeborenen Fähigkeiten brachgelegen, ungenutzt und unerfüllt. Es bedurfte dieses Kurses, um sie zu befreien und mir zu zeigen, was ich längst hätte wissen müssen: Ich kann in die Zukunft schauen.« Das gab sie in ahnungsvollem Flüsterton von sich.

»Das hast du nach nur einer Kursstunde gelernt?«

»Madame Ozma behauptet, ich sei mit der Gabe gesegnet, in die Zukunft schauen zu können, und sie hat mich davor gewarnt, meine Talente länger zu vergeuden.«

Das klang tatsächlich faszinierend. Nun ja … jedenfalls bizarr. K. O. hätte sich liebend gern angehört, was LaVonne über den Kurs zu berichten hatte, aber sie musste sich dringend an die Arbeit machen. Zusätzlich zu den Weihnachtsbriefen – die sie nur im November und Dezember schrieb – war sie ausgebildete Sekretärin für medizinischen Schriftverkehr. Letzteres hatte es ihr ermöglicht, den Collegeabschluss in Public Relations zu machen, und brachte genug ein, um die Rechnungen zu bezahlen. Jetzt suchte sie nach einem entsprechenden Job, was nicht ganz einfach war – trotz ihres Abschlusses. Außerdem war sie wählerisch. Sie wollte einen Job mit einem Gehalt, von dem sie ihre Ausgaben bestreiten konnte. Im Laufe der Jahre hatte sie sich an den einen oder anderen Luxus gewöhnt, als da wären regelmäßige Mahlzeiten und Toiletten mit Wasserspülung.

Aktuell flatterte ihr Lebenslauf überall in der Stadt herum, und jeden Augenblick konnte das perfekte Jobangebot kommen. In der Zwischenzeit gaben die Weihnachtsbriefe ihr ausreichend Gelegenheit zu üben, wie man wenig versprechende Situationen in ein positives Licht rückte – wie zum Beispiel im Fall des armen Bill Mulcahy.

»Ich würde gern eine Tasse Tee mit dir trinken, aber leider muss ich noch arbeiten.«

»Vielleicht morgen?«, fragte LaVonne.

»Das wäre toll.«

»Ich werde meine übersinnlichen Kräfte bemühen und einen Blick in deine Zukunft werfen, wenn du möchtest.« Sie klang vollkommen ernst, als sie das sagte.

»Klar«, gab K. O. lässig zurück. Vielleicht konnte LaVonne ihr ja sagen, wann sie einen Job finden würde.

Deren Augen begannen zu strahlen. »Ich werde die Notizen aus dem Kurs noch einmal durchgehen, und dann sage ich dir, was ich für dich sehe

»Danke.« K. O. beugte sich vor und kraulte Tom die Ohren. Der große Kater schnurrte vergnügt.

Federnden Schrittes ging LaVonne in ihre Wohnung zurück und schlug die Tür mit einem Knall hinter sich zu, der den daran aufgehängten Weihnachtskranz mit den goldenen Monden und silbernen Sternen heftig erschütterte. K. O. wandte sich ihrer eigenen ungeschmückten Tür zu, die auf der anderen Seite der Eingangshalle lag. Sosehr sie auch den Helden ihrer Schwester verabscheute, sie konnte es dennoch kaum erwarten, Zelda zu erzählen, was es Neues gab.

2. Kapitel

Trotzdem setzte sie sich zunächst für zwei Stunden an die Arbeit, bevor sie ihre Schwester anrief. Zelda war die Mutter der beiden eineiigen Zwillinge Zoe und Zara. Anfang des Jahres hatten Zelda und Zach jedem der Mädchen einen Hund gekauft, zwei Yorkshire Terrier, die von den beiden Mädchen prompt Zero und Zorro getauft wurden. K. O. nannte das Heim ihrer Schwester deshalb Land of Z. Sogar jetzt noch war sie sich nicht sicher, wie Zelda die Mädchen auseinanderhielt. Geschweige denn die Hunde. Selbst ihr Bellen klang völlig gleich: Yap. Yap und Yap, dazwischen zur Abwechslung gelegentlich ein Yip, als langweilte sie manchmal der Klang ihrer eigenen Kläfferei.

Zelda hob beim dritten Klingelton ab. Sie klang erschöpft und außer Atem. »Ja«, meldete sie sich kurz angebunden.

»Störe ich gerade?«, fragte K. O.

»Oh, hallo.« Der Mangel an Begeisterung war spürbar. Zusätzlich zu allem anderen waren Dr. Jeffries’ Theorien zu einer Belastung für die Beziehung zwischen K. O. und ihrer jüngeren Schwester geworden.

»Auch dir frohe Weihnachten«, sagte K. O. fröhlich. »Kannst du reden?«

»Klar.«

»Die Mädchen halten Mittagsschlaf?«

»Nein«, murmelte Zelda. »Sie haben entschieden, dass sie keinen Mittagsschlaf mehr brauchen. Dr. Jeffries schreibt auf Seite 125 seines Buches, dass Kindern erlaubt sein müsse, dann und nur dann zu schlafen, wenn sie selbst zu der Entscheidung gelangt sind, müde zu sein. Sie zu geregeltem Mittagsschlaf und abendlichen Schlafenszeiten zu zwingen steht im Gegensatz zu ihrer biologischen Natur.«

»Verstehe.« K. O. widerstand dem Drang zu widersprechen. »Wo wir gerade von Dr. Jeffries sprechen …«

»Ich weiß, dass du nichts von seiner Philosophie hältst, aber Zach und ich haben nun mal entschieden, unsere Töchter auf diese Weise zu erziehen. Wenn du selbst eine Familie hast, kannst du entscheiden, wie du am besten mit deinen Kindern umgehst.«

»Das ist wahr, aber …«

»Entschuldige«, rief Zelda dazwischen, und es klang, als hätte sie den Hörer fallen lassen.

Im Hintergrund konnte K. O. hören, wie sie die Mädchen und die Hunde anschrie. Das Kläffen der Hunde unterstrich den Lärm. Gut fünf Minuten vergingen, bis Zelda den Hörer wieder aufnahm.

»Was ist passiert?«, fragte K. O. ehrlich besorgt.

»Ach, nichts.«

»Wie ich gerade sagen wollte: Ich habe Dr. Jeffries gesehen.«

»Im Fernsehen?«, fragte Zelda, nur mäßig interessiert.

»Nein, persönlich.«

»Wo?« Schlagartig war ihr Zeldas Aufmerksamkeit sicher.

»In der Blossom Street. Du wirst es nicht glauben, aber er wohnt tatsächlich im selben Gebäude wie ich.«

»Dr. Jeffries? Red keinen Unsinn!«

Jetzt war Zelda definitiv interessiert. »Warte mal – ich habe gehört, dass er kurz vor der Veröffentlichung seines Buches nach Seattle gezogen ist.« Sie holte tief Luft. »Wow! Und du hast ihn wirklich gesehen?«

»Mm-hmm.«

»Du liebes bisschen, hast du mit ihm gesprochen? Sieht er in natura so gut aus wie auf dem Foto?«

Angesichts ihrer Abneigung gegen den Mann musste K. O. einen Moment über die Frage nachdenken. »Er sieht ganz passabel aus.« Das war untertrieben, aber Aussehen war schließlich nicht alles. Auf sie wirkte er steif und unzugänglich. Distanziert sogar.

»Hast du ihm gesagt, dass Zach und ich sein Buch gelesen haben und wie sehr es unser Leben verändert hat?«

»Nein, aber …«

»K. O., könntest du … Wäre es zu viel verlangt, ihn um ein Autogramm zu bitten? Könntest du es am fünfzehnten mitbringen?«

K. O. hatte sich bereit erklärt, am fünfzehnten Dezember die Nacht bei ihren Nichten zu verbringen, während Zelda und Zach die Weihnachtsfeier der Firma besuchten. Ihre Schwester und ihr Schwager hatten ein Hotelzimmer in der Stadt gebucht, nur für sie beide.

»Alle Mütter in der Vorschule wären bereit, für ein Autogramm von Dr. Jeffries zu sterben.«

»Ich habe ihn nicht kennengelernt«, protestierte K. O. Außerdem hegte sie nicht gerade den Wunsch, einen Fanclub für ihn ins Leben zu rufen.

»Aber du hast doch gerade gesagt, er wohnt im selben Haus wie du.«

»Ja.«

»Bist du sicher, dass er es ist?«

»Er sieht so aus. Außerdem hat LaVonne gesagt, dass er es ist.«

Zelda stieß einen aufgeregten kleinen Schrei aus. »Wenn LaVonne sagt, er ist es, dann muss er es sein. Wie konntest du im selben Gebäude wie Dr. Jeffries wohnen und nichts davon wissen?«, rief sie fast schon vorwurfsvoll, als hätte K. O. dieses kritische Wissen mit Absicht umschifft. »Das ist wirklich erstaunlich. Ich muss einfach ein Autogramm von ihm haben.«

»Ich werde … sehen, was ich tun kann«, versprach K. O. Das war nicht gut. Sie hatte gehofft, wieder einen gemeinsamen Nenner mit ihrer Schwester zu finden, aber doch nicht den Mittler zu spielen, damit Zelda ein Autogramm von ihrem Helden bekam. Und dann auch noch so einer! Katherines Ansichten zu allem, was Elternschaft anging, standen in krassem Gegensatz zu denen von Dr. Wynn Jeffries. Sie käme sich wie eine Heuchlerin vor, wenn sie ihn um ein Autogramm bäte.

»Noch eine Sache«, warf Zelda ein, als sie sich wieder ein wenig beruhigt hatte. »Ich weiß, dass wir in Sachen Kindererziehung nicht einer Meinung sind.«

»Das stimmt, aber mir ist klar, dass die beiden eure Töchter sind.« K. O. holte tief Luft. »Wie ihr sie erzieht, geht mich wirklich nichts an.«

»Genau«, stimmte Zelda ihr nachdrücklich zu. »Deshalb wollen Zach und ich dich wissen lassen, dass wir beschlossen haben, Weihnachten dieses Jahr herunterzuspielen.«

»Weihnachten herunterspielen?«, wiederholte K. O., unsicher, was das nun wieder bedeuten sollte.

»Wir stellen keinen Weihnachtsbaum auf.«

»Kein Weihnachtsbaum!« K. O. geriet ins Stammeln. Es wollte ihr nicht gelingen, ihre Missbilligung zu verbergen. Sie konnte sich nicht vorstellen, dieses Fest zu feiern, ohne einen Weihnachtsbaum zu schmücken. Ihre armen Nichten würden einer sehr wichtigen Tradition beraubt werden.

»Vielleicht erlaube ich ein kleines eingetopftes Bäumchen für den Tisch in der Küche.« Zelda schien selbst leichte Zweifel zu hegen. Das sollte sie auch, denn der Weihnachtsbaum hatte immer zu ihrer Familienfeier gehört. Es war schon schwer genug, dass ihre Eltern nach Arizona gezogen waren. Dieses Jahr hatten sie gar beschlossen, über Weihnachten und Neujahr eine Kreuzfahrt im Südpazifik zu machen. Einerseits freute K. O. sich ja, dass ihre Eltern ihr Rentnerdasein genossen, aber sie fehlten ihr dennoch sehr.

»Ist das wieder eine von Dr. Jeffries’ Ideen?« K. O. hatte genug von seinem Buch gelesen – und mehr als genug von seinen Theorien gehört –, um zu vermuten, dass dem so war. Trotzdem konnte sie es kaum fassen, dass er so weit gehen würde. Das Weihnachtsfest ächten? Der Mann war eine Bedrohung!

»Dr. Jeffries glaubt, dass Kinder bleibenden psychologischen Schaden erleiden, wenn man sie glauben macht, es gäbe den Weihnachtsmann.«

»Den Weihnachtsmann dürfen sie also auch nicht haben?« Das war eine grausame und ungewöhnliche Bestrafung. »Als Nächstes erzählst du mir, dass du auch die Zahnfee ersatzlos zu streichen gedenkst.«

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