Ginny Moon hat einen Plan

Ginny Moon hat einen Plan

Ginny Moon ist vierzehn Jahre alt, liebt Michael Jackson -- und wenn sie nicht jeden Morgen neun Trauben frühstücken kann, droht der Tag in einer Misere zu versinken. Bei ihren dritten Pflegeeltern hat sie endlich ein Zuhause gefunden. Andere wären jetzt glücklich. Aber Ginny versteht die Welt nach ihrer eigenen Logik. Ob ihre leibliche Mutter nun gemeingefährlich ist oder nicht: Ginny muss sie finden. Dafür nimmt sie nicht nur Verfolgungsjagden mit der Polizei und die eigene Entführung in Kauf, sondern muss auch lernen, dass sich das Leben manchmal nicht in ungeraden Zahlen fassen lässt …

„Der herzzerreissende Roman liest sich wie ein Krimi, Seite um Seite ist man darauf gefasst, dass etwas Schreckliches passiert. Der Autor Benjamin Ludwig, der selber Adoptivvater einer autistischen Tochter ist, kennt die Probleme im Umgang mit solchen Teenagern. Es ist ihm gelungen, eine äussert mitreissende und authentisch wirkende Geschichte zu schaffen.“
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Ginny Moon hat einen Plan

Ginny Moon ist vierzehn Jahre alt, liebt Michael Jackson -- und wenn sie nicht jeden Morgen neun Trauben frühstücken kann, droht der Tag in einer Misere zu versinken. Bei ihren dritten Pflegeeltern hat sie endlich ein Zuhause gefunden. Andere wären jetzt glücklich. Aber Ginny versteht die Welt nach ihrer eigenen Logik. Ob ihre leibliche Mutter nun gemeingefährlich ist oder nicht: Ginny muss sie finden. Dafür nimmt sie nicht nur Verfolgungsjagden mit der Polizei und die eigene Entführung in Kauf, sondern muss auch lernen, dass sich das Leben manchmal nicht in ungeraden Zahlen fassen lässt …

„Der herzzerreissende Roman liest sich wie ein Krimi, Seite um Seite ist man darauf gefasst, dass etwas Schreckliches passiert. Der Autor Benjamin Ludwig, der selber Adoptivvater einer autistischen Tochter ist, kennt die Probleme im Umgang mit solchen Teenagern. Es ist ihm gelungen, eine äussert mitreissende und authentisch wirkende Geschichte zu schaffen.“
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Erscheinungstag: Mo, 11.09.2017
Erscheinungstag: Mo, 11.09.2017
Bandnummer: 100082
Bandnummer: 100082
Seitenanzahl: 380
Seitenanzahl: 380
ISBN: 9783959670999
ISBN: 9783959676557
E-Book Format: ePub

Dieses E-book kann auf allen ePub- und DRM-fähigen Geräten gelesen werden, z.B.
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Benjamin Ludwig unterrichtet Englisch und Creative Writing und lebt mit seiner Familie in New Hampshire. Er und seine Frau sind selbst Adoptiveltern eines autistischen Teenagers. Ginny Moon hat einen Plan ist sein erster Roman. Inspiriert haben ihn (…)

Kundenbewertungen

„Ich will etwas sagen, aber Gloria ist so laut, dass kein Raum mehr für meine Stimme bleibt“. - 24.10.2017 19:19:22 - Ginnykatze der schnurrende Krimi-und Bücherblog

Ginny Moon ist anders. Mit ihren vierzehn Jahren scheint sie ein heranwachsender Teenager zu sein, aber der Schein trügt, denn Ginny ist ein ganz besonderer Mensch.

In ihrem Leben hat sie schon viel durchlitten. Von ihrer Mutter vernachlässigt und geschlagen kümmert sie sich rührend um ihre Babypuppe, weil mit ihr kann sie die Welt vergessen, sie beschützen und sie liebhaben. Nachdem die Polizei sie aus der Wohnung befreit hat, kommt sie zu Pflegeeltern, aber Ginny kann sich nicht eingewöhnen, sie braucht Regeln, die ihr den Alltag erleichtern. Sie versucht auszureißen, aber sie wird immer wieder aufgegriffen und kommt dann zu den nächsten Pflegeeltern.

Als sie zu Maura und Brian Moon kommt, scheint endlich ein Zuhause für Ginny gefunden zu sein. Sie bekommt regelmäßig Essen und Trinken, geht zur Schule und bekommt eine Therapie. Es gibt sehr viel aufzuarbeiten. Aber immer wieder erzählt Ginny von ihrer Babypuppe und dass sie für sie sorgen muss. Bei Gloria, ihrer leiblichen Mutter, ist sie nicht sicher. Doch keiner misst dem wirklich viel Bedeutung zu. Dann wird Maura schwanger und alles ändert sich. Ginny bekommt neue Regeln auferlegt. Wenn das Baby da ist, darf sie sich ihm nicht nähern und sie es nicht anfassen.

Nun reift in Ginny ein Plan, sie muss ihre leibliche Mutter finden und ihre Babypuppe retten. Alle ihre Pläne versucht sie zu verwirklichen, aber immer kommt irgendetwas dazwischen. Und dann taucht plötzlich Gloria vor ihrer Schule auf.

Die Ereignisse überschlagen sich. Ginny, die einen geregelten Alltag braucht, verkriecht sich immer mehr in sich selbst und tut Dinge, die sie eigentlich gar nicht darf. Sie bricht alle Regeln und läuft erneut fort.

Fazit:

Der Autor Benjamin Ludwig schreibt hier einen Roman über ein autistisches Mädchen namens Ginny Moon. Sofort bin ich bei ihm.

Die Charaktere beschreibt der Autor mit sehr viel Feingefühl. Ich mochte Ginny von Anfang an sehr. Ihre Besonderheit ist sehr gut herausgearbeitet und verdeutlicht dem Leser, wie Ginny denkt und ihre genauen Regeln braucht, egal ob beim Frühstück mit 9 Weintrauben, so auch der ganze Tagesablauf, der gut strukturiert sein muss. Maura fand ich überfordert mit der ganzen Situation und auch das kam sehr gut rüber. Alle Protagonisten fand ich gut dargestellt und passten in die Geschichte.

Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen. Was mich hier störte war das dauernde Schreiben von Herzensmenschen für ihre Eltern. Sicher sind Autisten anders, aber irgendwie war mir das ein wenig zu übertrieben dargestellt.

Ein interessantes Buch was dem Leser einen Einblick vom Leben eines heranwachsenden besonderen Teenagers gibt. Ich kann nur sagen, dass ich schon einige Bücher über Autismus gelesen habe und dies hier sehr gut die ganz andere Denkweise rüber ringt. Manche Sätze und Umstände in diesem Buch haben mir schon die Tränen in die Augen getrieben, so wie dieser hier: „Ich kann doch nicht als niemand in einem großen Nichts leben.“ Sie beschreiben so genau die Hilflosigkeit und das verquere Verständnis für die eigene Person.

Ich vergebe hier gerne 4 Sterne und eine Leseempfehlung.



„Ich will etwas sagen, aber Gloria ist so laut, dass kein Raum mehr für meine Stimme bleibt“. - 24.10.2017 19:15:01 - Ginnykatze . der schnurrende Krimi- und Bücherblog

Mit seinem Buch "Ginny Moon hat einen Plan" erzählt der Autor Benjamin Ludwig die Geschichte eines autistischen Teenagers.
Ein Buch was zu Tränen rührt und aufzeigt, wie anders die Welt der besonderen Menschen doch ist.

Ginny Moon - ein Buch, das einen nicht kalt lässt... - 24.10.2017 09:26:56 - Read Books and fall in Love

Ginny Moon wird mit neun Jahren von der Polizei geholt und von ihrer drogenabhängigen Mutter getrennt. Doch die ersten beiden Familien passen ihr nicht und so läuft sie ihnen einfach davon. Als sie dann aber zu ihren Herzenseltern im blauen Haus ankommt fühlt sie sich eine ganze Zeit lang richtig wohl. Ginny ist autistisch und so fällt es ihr manchmal schwer zwischen den vielen Wörtern zu entscheiden was für sie wahr ist. Denn Ginny Moon nimmt alles wörtlich und so müssen (...)

Unterhaltsam-eindringlicher Ausflug in die Welt einer Autistin. Bereichernd! - 20.10.2017 12:15:44 - Kathrineverdeen

Ginnys Geschichte hat mich mitgenommen - und zwar im wörtlichen Sinne, auf eine Reise in eine vollständig andere Gedankenwelt. Das Buch ist vermutlich bis zu einem gewissen Grade das, was man Lesen außerhalb der Komfortzone nennt, weil man sich auf eine so andersartige Sichtweise einstellen muss. Gleichzeitig hat der Roman großen Unterhaltungswert, ist auf eine leise Weise spannend und humorvoll.
www.kathrineverdeen.blogspot.de

Eine Geschichte aus dem Leben der autistischen Ginny - 12.10.2017 08:28:38 - Isabell

Das Cover des Buches suggeriert mir eine Fröhlichkeit und Leichtigkeit, aber dies ist die Geschichte nicht .In seinem Buch beschreibt der Autor das Leben der fast 14jährigen Ginny in ihrer Adoptivfamilie und zwar aus der Sicht und der Gedankenwelt des Mädchens. Ginny ist ein besonderes Mädchen, da sie Autistin ist und ihrer Mutter im Alter von 9 Jahren aufgrund von Misshandliung, Alkohol, etc. weggenommen worden ist. Zurücklassen musste sie ihre Babypuppe, um die sie sich immer noch sorgt und die sie zu sich holen möchte. Sie unternimmt alles, um an ihr Ziel zu kommen und zwar auf ihre eigene höchst eigenwillige Art und Weise. Während die Situation der Familie für Ginny vor einem Jahr wohl noch in Ordnung war, bekommt der Leser nun mit, das sich was ändert. Ginny erzählt, das ihre "Herzensmutter" , so müssen die Kinder in ihren neuen Familien ihre Eltern bezeichnen (womit ich als Leser meine Schwierigkeiten hatte) ein Baby bekommt und aus der Sicht von Ginny erleben wir nun den Alltag.
Ich musste mich an die Erzählweise zunächst einmal gewöhnen, denn Ginny erzählt, aber tut dies völlig emotionslos. Sie kann sich nicht in andere Menschen hineinversetzen, was typisch für Autisten ist.
Trotzdem hat es große Gefühle in mir hochkommen lassen für Ginny, aber auch für die Personen, die mit ihr Umgang haben. Ich empfand die Verzweiflung und auch auch die Wut. Die Geschichte ist jedoch nicht nur eine Familiengeschichte, denn indem Ginny ihre Mutter sucht, um sicherzustellen, dass es ihrem Baby gut geht, löst sie eine Lawine an Ereignissen aus. Teilweise stockte mir der Atem, so gespannt war ich, was als nächstes passieren würde.
Ich habe Ginny in mein Herz geschlossen und habe einen kleinen Einblick erhalten, wie das Leben mit einem autistischen Menschen sein kann.
Ein absolut bewegendes Buch und ein Plädoyer für das Leben mit "besonderen" Menschen! Fünf Sterne!

Mein Jahreshighlight - 08.10.2017 09:14:29 - Bea S.

Ginny Moons Geschichte ist für mich ein Jahreshighlight

Ginny Moon hat einen Plan

Inhaltsangabe / Klappentext:

Ginny Moon ist vierzehn Jahre alt, liebt Michael Jackson -- und wenn sie nicht jeden Morgen neun Trauben frühstücken kann, droht der Tag in einer Misere zu versinken. Bei ihren dritten Pflegeeltern hat sie endlich ein Zuhause gefunden. Andere wären jetzt glücklich. Aber Ginny versteht die Welt nach ihrer eigenen Logik. Ob ihre leibliche Mutter nun gemeingefährlich ist oder nicht: Ginny muss sie finden. Dafür nimmt sie nicht nur Verfolgungsjagden mit der Polizei und die eigene Entführung in Kauf, sondern muss auch lernen, dass sich das Leben manchmal nicht in ungeraden Zahlen fassen lässt …

Meine Meinung:

Das bunte Cover und die vielversprechende Inhaltsangabe haben mich neugierig auf „Ginny Moon“ gemacht und ich war sehr gespannt auf die 14 jährige Ginny. Womit ich nicht gerechnet habe ist das Ginny autistisch ist und in ihrer eigenen Welt lebt. Meine Erwartungen an das Buch wurden übertroffen und ich muss sagen selten hat mich eine Geschichte so sehr mitgenommen und bewegt wie die von Ginny Moon.

Der Schreibstil war flüssig und sehr fesselnd. Die Geschichte wird aus Ginnys Sicht erzählt wodurch man sich ihr gleich viel näher fühlt. Ihre Sicht der Dinge ist anders, aber auch ihr Fühlen und Denken und somit fühlt man sich selbst in einer ganz anderen Welt.

Um den Alltag meistern zu können braucht Ginny Moon Regeln und die müssen strikt eingehalten werden damit sie durch den Tag kommt. Es fängt schon morgens beim Frühstück an und zieht sich so durch den Tag. Wenn alles ganz genau nach Plan läuft ist es für Ginny ein guter Tag, aber manchmal kommt es anders und dann ist der Tag für Ginny gelaufen.

Ginny hat keine leichte Kindheit - die ersten 9 Jahre wächst sie bei ihre Mutter auf, aber diese ist drogenabhängig und bandelt immer mit den falschen Männern an. Sie kann ihre Tochter nicht aufziehen und für Ginny kommt gerade noch rechtzeitig Hilfe. Als sie von ihrer Mutter weggeholt wird ist sie unterernährt und weist Spuren von Misshandlungen auf. Sie kommt in Pflegefamilien, aber auch dort läuft nicht alles nach Plan. Erst bei ihren vierten Pflegeeltern findet sie ihr Glück, Brian und Maura finden einen Zugang zu ihr, sie finden zueinander und letztendlich adoptieren die beiden Ginny. Brian und Maura werden ihre Herzenseltern und alles scheint sich zum Guten zu wenden. Aber dann überschlagen sich die Ereignisse, Maura wird schwanger und Ginny lässt der Gedanke an ihre Babypuppe nicht mehr los. Die Babypuppe spielte in Ginnys früherem Leben eine große Rolle und sie muss sie unbedingt wieder haben. Ginny Moon hat einen Plan, einen Plan der das Leben der ganzen Familie auf den Kopf stellt.Plötzlich ist nichts mehr wie es einmal war, alles und jeder verändert sich und man spürt wie das die Herzenseltern an ihre Grenzen kommen und teilweise überfordert sind. Die Familie triftet immer mehr auseinander.........

Man spürt mit welchem Herzblut der Autor die Geschichte geschrieben hat, aber auch das ihm das Thema Autismus nicht fremd ist und das viel Hintergrundwissen, eigene Erfahrungen in dem Buch verarbeitet werden. Mich hat die Geschichte vom ersten Moment an in den Bann gezogen. Sie hat mich gefesselt und nicht mehr losgelassen, ich fühlte mit Ginny Moon, aber auch ihren Herzenseltern. Es hat mich sehr bewegt wie Ginny Moon krampfhaft an ihrem Plan festgehalten hat, ihre Sicht der Dinge kennenzulernen und auf der anderen Seite zu sehen wie die Einheit der ehemaligen Familie langsam zerbröckelt ist. Oftmals konnte ich mich nicht in die Herzenseltern rein versetzen, konnte nicht verstehen und nachvollziehen aber man spürte wie sehr sie an ihre Grenzen gekommen sind und das auch sie sehr an allem zu knabbern hatten, das sie teilweise aus Angst falsch handelten. Durch und durch ein sehr gefühlvolles, bewegendes Buch das von Anfang an berührt und bei dem ein authistisches Mädchen die Welt aus den Angeln hebt. Ihre Gedankengänge mitzuerleben, ihre Sicht der Dinge zu sehen – unglaublich berührend. Benjamin Ludwig bzw. Ginny Moon bringt einem das Thema Autismus näher und zeigt einem die Welt wie Authisten sie sehen. Eine Welt die man durch Ginny Moon aus einem ganz anderen Blickwinkel sieht und bei der man auch den Adoptiveltern Anerkennung zollen muss. Nicht immer konnte ich ihr Handeln nachvollziehen, aber im Nachhinein muss ich sagen das ich auch nicht gewusst hätte wie ich mich in der ein oder anderen Situation verhalten hätte.

Für mich war dieses Buch ein Jahreshighligt, eines der Bücher das mich komplett in den Bann gezogen hat, das meine Erwartungen übertroffen hat und das mich noch nachhaltig bewegt und berührt.

Mitreißender, berührender Roman über ein autistisches Mädchen - 05.10.2017 21:16:20 - Lia48

INHALT:
In diesem Buch begleiten wir Ginny, ein 14-jähriges, autistisches Mädchen durch ihren turbulenten Alltag.
Nachdem ihrer leiblichen Mutter das Sorgerecht entzogen wurde, lebt Ginny nun bei Pflegeeltern im "Blauen Haus". Dort scheint sie endlich ein Zuhause gefunden zu haben.
Wären da nicht ihre Sorgen um ihre "Babypuppe", die das Zusammenleben im Haus nicht gerade einfach gestalten. Doch Ginny muss sie unbedingt finden und muss deshalb ihre nicht ganz ungefährliche, leibliche Mutter, aufsuchen. Selbst wenn sie dabei von der Polizei verfolgt wird oder ihre eigene Entführung riskiert...

MEINUNG:
Als Autistin hat Ginny ihre ganz eigenen Denk- und Verhaltensweisen, die durch die Ich-Perspektive gut zum Ausdruck gebracht werden. Nach ein paar Seiten gewöhnt man sich immer mehr an Ginnys Gedankengänge und ihre Struktur, die sie im Leben benötigt. Der Leser erhält einen Einblick in ihren Alltag und bekommt auch die Schwierigkeiten aufgezeigt, denen sicherlich viele Autisten und deren Mitmenschen ausgesetzt sind, was ich persönlich sehr interessant fand und was gut in die Geschichte mit eingebunden war.
Die ganze Geschichte um Ginny, wird vom Autor (der übrigens selbst ein autistisches Kind adoptiert hat), sehr berührend und spannend geschildert, den Schreibstil habe ich als fließend und passend für Ginnys Sichtweise empfunden.
Ginny, die zwar nach außen weniger Gefühle zeigen kann, hat innerlich so ein großes Herz, so dass man sie als Leser eigentlich nur mögen kann.
Ich habe das Buch bis zum Ende hin sehr gerne gelesen!

FAZIT:
Ein gelungener, berührender und mitreißender Roman mit Themen wie Autismus und Familie, eingebettet in eine wunderbare Geschichte.

Einblick in die Welt einer Autistin- Sehr lesenswert! - 04.10.2017 11:14:03 - Diana182

Das Cover ist mit bunten Punkten verziert und zeigt mittig den Titel des Buches. Dieses fällt mit seiner Farbenpracht zwar direkt ins Auge, aber so ganz kann man sich nicht vorstellen, um was es hier gehen soll.
Ein erster Blick auf den Buchrücken gibt einen kleinen Einblick, verrät aber dennoch nicht wirklich viel. Aber ich war neugierig und wollte etwas mehr erfahren…
Angangs hatte ich so meine Probleme: Wir sehen die Welt durch Ginny Augen und alles wirkt ein wenig anders - Strukturiert, geplant aber letztendlich ohne große Gefühlsregungen. Dies ist die Welt von Ginny Moon, einem 14- Jährigen autistischem Mädchen.
Auch wenn man sich erst einmal in diese Welt einfinden muss, wächst das Mädchen dem Leser schnell ans Herz. Alles wird detailliert geschildert und gibt einen kleinen Einblick in die Welt eines Autisten, die mir bisher leider nicht so ganz bekannt war.
Auch fand ich es interessant, wie die Regungen und Reaktionen der Mitmenschen festgehalten wurden. Auch in ihre Situation und Lage kann man sich sehr gut versetzten und verstehen, warum sie handeln und wie sie eben reagieren.
Der Autor hat einen sehr fliesenden und mitreißenden Schreibstil, welcher den Leser schon nach wenigen Seiten packt und mit durch Ginnys Leben führt. Sie verfolgt einen Plan, der akribisch ausgearbeitet werden muss. Und das ist schon eine Leistung, ohne dass jemand etwas davon erfährt. Als ich erkannte, was genau sich hinter diesem Plan verbirgt, war ich tief betroffen und gerührt. Ginny ist eine bezaubernde Persönlichkeit, mit einem großen Herzen- auch wenn es ihr schwer fällt, genau das zu zeigen.
Auch das Ende ist sehr bewegend und schließt die Geschichte für mich rundum zufriedenstellen ab. Man kann auch hier alle Blickwinkel und Gedankengänge verfolgen und versteht umso besser, was in den einzelnen Mitwirkenden vor sich geht.
Mein Fazit:
Ein bemerkenswertes Buch, was sich mit dem Thema Autismus auseinander setzt. Auch wenn Ginny keine Gefühle zeigen kann, besitzt sie dennoch ein großes Herz und wird von großen Sorgen angetrieben.
Ich musste das Buch, welches Phasenweise sehr spannend geschildert ist, fast am Stück weglesen und hätte noch weitere Stunden mit Ginny verbringen können.
Ein sehr zu empfehlender Debütroman, der sehr viel Gefühl mit sich bringt.

Die Welt aus Sicht der Ginny Moon - 03.10.2017 18:33:30 - cyrana

Ginny Moon ist 13, fast 14 Jahre alt. Seitdem sie 9 ist, wohnt sie nicht mehr bei ihrer biologischen Mutter Gloria, denn diese ist "unzuverlässig" und die Polizei hat Ginny dort weggeholt. Jetzt lebt sie bei ihren Herzenseltern Brian und Maura. Aber sie muss unbedingt wieder Kontakt zu Gloria aufnehmen oder in die Wohnung gelangen, denn dort ist ja noch ihre Babypuppe, die sie unbedingt braucht.
Die Geschichte ist aus der Sicht von Ginny geschrieben und so erhält der Leser einen Einblick in die Denkweise und die Nöte eines autistischen Mädchens, das einen strukturierter Tagesablauf (zum Frühstück genau 9 Weintrauben) und feste Regeln und Ordnung in ihrem Leben braucht. So darf man ihr auch nicht mehrere Fragen zugleich stellen, denn dann weiß Ginny doch nicht, welche sie beantworten soll.

Eine Geschichte, die für mehr Toleranz und Offenheit wirbt, die einen Blick auf eine andere Weltsicht öffnet.

Sehr berührend und emotional - 29.09.2017 10:22:37 - Christina

Ginny Moon ist autistisch und lebt in ihrer eigenen Welt , mit ihren Regeln die eingehalten werden müssen,..ansonsten gerät ihre Welt in Schieflage und das ist nicht gut.
Ginny ist erst 14 Jahre alt und hat in ihrem Leben schon viel schlimmes durchgemacht. Als Kind einer drogensüchtigen Mutter , die nicht fähig ist auf ein Kind aufzupassen , es vernachlässigt und misshandelt.
Unterernährt und mit blauen Flecken am Körper, wird sie eines Tages von der Polizei aus ihrem chaotischen Zuhause abgeholt und in eine Pflegefamilie gebracht. Doch sie flieht immer wieder und verhält sich unangepasst , so dass die jeweiligen Pflegeltern sie nicht mehr ertragen. So wird sie immer wieder abgeschoben und muss sich neu anpassen.

Erst bei ihren Herzenseltern , Maura und Brian, kommt sie etwas zu Ruhe .

Doch das ändert sich als Ihre Herzensmutter schwanger wird. Denn Ginny hat eine Mission zu erfüllen, sie muss zurück zu ihrer leiblichen Mutter Gloria und zu ihrer " Babypuppe". Diese fixe Idee setzt sich in Ginny's Kopf fest und lässt ihr keine Ruhe mehr.Sie taucht immer mehr ab in ihre Gedankenwelt und da sie schlau ist fällt ihr auch immer wieder eine Lösung ein.

Sie verfolgt ihren neuen Plan hartnäckig und bringt dadurch so einiges in Aufruhr. Auch ihre Herzenseltern kommen hart an die Grenzen und es scheint beinahe aussichtslos.

Dieses Buch besticht durch die einmalige Sichtweise eines autistischen Mädchens. Ihr Denken und Fühlen wird so anschaulich erzählt, dass man sich dieser besonderen Welt nicht mehr entziehen kann.

Sehr berührend und emotional.

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle - berührend und authentisch - 27.09.2017 09:31:07 - katikatharinenhof

Ginny Moon ist 14, Autistin und liebt Michael Jackson. alles in ihrem Leben verläuft genau nach Plan und gerät ins Wanken, wenn dieser Plan eben einmal nicht eingehalten werden kann. Ginnys Vorstellungen von ihrem Leben sehen eben anders aus, als  die Unterbringung bei immer neuen Pflegeeltern und den dadurch verbundenen neuen Eingewöhnungsphasen. Ginnys Logik sieht anders aus- ihre leibliche Mutter ist zwar nicht für die Mutterrolle geeignet, aber Ginny macht sich trotzdem auf den Weg und versucht sie zu finden. Diese Suche verläuft allerdings nicht ohne Eskapaden...


Benjamin Ludwig hat mit "Ginny Moon" einen Roman geschrieben, der durch seine Ehrlichkeit und seine Authentizität besticht. Schnell bekommt man als Leser Einblick in die komplizierte Gefühlswelt eines autistischen Tennies. Das Denken und Handeln  von Ginny ist von festen Mustern geprägt und diese dürfen in keinster Weise unterbrochen werden, um ihren Ängsten und den damit verbundenen Handlungen Raum zu geben. Denn Ginnys Handlungen sind für Außenstehende nicht wirklich nachvollziehbar und erschweren somit das "normale" Leben in einer Pflegefamilie.
Der Autor schafft es, mit seinem gefühlvollen Schreibstil eben genau diese Regungen erlebbar zu machen und somit ist ein Eintauchen in die Gefühlswelt von Ginny regelrecht vorprogrammiert. Mehr als einmal habe ich gegen die Tränen angekämpft, die sich beim Lesen der Geschichte immer wieder ihren Weg suchen. 
Auch überzeugt das enorme Fachwissen, welches hier gekonnt in die Geschichte eingeflochten wird und somit dafür sorgt, dass das Buch noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Eine Autistin, die über sich hinaus wächst - 25.09.2017 19:54:53 - Sonja Kindler

Meinung:
Dieses Buch hat mich tief berührt. Gefühlvoll erzählt der Autor die Handlung aus der Sicht der 13 bzw. 14jährigen Autistin Ginny Moon. Der Leser wird mit ihren Ängsten, ihrer Denkweise, ihrer Handlungsweise und ihrer Wirkung auf ihr Umfeld konfrontiert. Ginnys Leben ist durch klare Regeln strukturiert und ermöglicht ihr ein einigermaßen normales Leben. Jede Abweichung davon stürzt sie in Ängste und zieht oft Handlungen nach sich, die für einen Außenstehenden oft nicht sinnvoll erscheinen. Zudem erfährt der Leser, wie wichtig das Umfeld für einen Autisten ist und jede Handlung, jede Veränderung, jede Reaktion eines nahestehenden Menschen, egal ob Familienmitglied, Betreuer oder Psychologe, bedeutende Wendungen, zum Guten wie zum Schlechten, herbeiführen kann.
Mit viel Fachwissem und Einfühlungsvermögen erzählt der Autor die Erlebnisse von Ginny Moon. Mehr als einmal musste ich mit den Tränen kämpfen und hatte oft das Gefühl, nicht einen Roman sondern eine Biografie zu lesen. Das wurde noch verstärkt, durch die starke Authentizität und der Erzählform aus Ginnys Sicht.

Fazit:
Für mich eine sehr glaubwürdige, gefühlvolle und tiefgründige Handlung, die noch einige Zeit in mir nachklingen wird. Klare Leseempfehlung!

Wundervoller Debüt-Roman, der direkt unter die Haut geht! - 25.09.2017 13:01:12 - Lucciola

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und sehr lebendig. Durch die Erzählweise aus Sicht von Ginny bekommt man einen sehr guten Einblick in die Sicht- und Denkweise des Mädchens. Der Autismus von Ginny wird sehr authentisch dargestellt und man merkt, dass der Autor Ahnung von der Materie hat.Insgesamt ein durchweg überzeugender Roman, der direkt unter die Haut geht, zutiefst berührt und noch lange nachhallt. http://lucciola-test.blogspot.de/2017/09/books-benjamin-ludwig-ginny-moon-hat.html

In der Welt der Ginny Moon - 24.09.2017 07:16:44 - misery3103

Ginny Moon ist 14 und autistisch. Nachdem sie 5 Jahre zuvor ihrer leiblichen Mutter Gloria weggenommen wurde, die sie vernachlässigte, wurde Ginny von Maura und Brian adoptiert. Als Maura schwanger wird, löst das etwas in Ginny aus. Sie will unbedingt zurück zu Gloria und ihrer „Babypuppe“, die sie damals dort zurücklassen musste. Was steckt hinter diesem Verhalten?

Ginnys Krankheit und das damit einhergehende Verhalten wird von dem Autor sehr gut beschrieben. Als Leser versteht man sofort, wie aufreibend es ist, mit Ginnys Eigenheiten umzugehen. Obwohl man ahnt, dass Ginnys Kontaktaufnahme mit ihrer leiblichen Mutter Gloria nur im Chaos enden kann, möchte man, dass sie ihre „Babypuppe“ zurückbekommt. Und Ginny ist schlau und macht einige Versuche, um ihren Plan in die Tat umzusetzen.

Ein bisschen hat es mich genervt, dass Ginnys Adoptiveltern und auch die Sozialarbeiterin, mit der Ginny sich regelmäßig trifft, so lange gebrauch haben, um endlich zu kapieren, was Ginny so sehr zu Gloria treibt. Aber insgesamt hat mit Ginny mit ihrer Art verzaubert und überzeugt.

Ein tolles Buch über Familie, wie auch immer sie sich zusammensetzt, mit einer Protagonistin, die dem Leser ihre eigene Welt näherbringt.

Das Leben ist bunt - in diesem Roman taucht man in den Kopf einer 14-jährigen Autistin ein. - 23.09.2017 12:03:57 - Lena

Ginny Moon ist vierzehn Jahre alt, Autistin und wurde fünf Jahre zuvor ihrer leiblichen Mutter Gloria weggenommen, die drogensüchtig und gewalttätig war und ihre Tochter sträflich vernachlässigte. Ginny wohnt seitdem bei Pflegeeltern und hat bei ihren "Herzenseltern" Maura und Brian im "Blauen Haus" ein liebevolles Zuhause gefunden.

Dann wird ihre Adoptivmutter Maura selbst doch noch schwanger und mit der neuen "Herzensschwester" Wendy, der Ginny nicht zu nahe kommen darf, wird alles anders.
Ginny nimmt Kontakt zu ihrer leiblichen Mutter auf, da sie Angst um ihre "Babypuppe" hat, die sie in einem Koffer zurückgelassen hat und die die Polizei bei ihrer Rettung nicht finden konnte. Sie fühlt sich verantwortlich für sie und möchte unbedingt zu ihr, da sie sich sicher ist, dass sich ihre impulsive und unzuverlässige Mutter nicht um die "Babypuppe" kümmern kann.

Da sich Ginny in ihrer neuen Familie zunehmend überflüssig vorkommt, schmiedet sie einen Plan, wie sie zu ihrer "Babypuppe" und damit auch zu ihrer Mutter Gloria zurückkehren kann, ohne dass diese ins Gefängnis muss.

Der Autor Benjamin Ludwig ist selbst Adoptivvater einer autistischen Tochter und schreibt konsequent aus Sicht eines autistischen Mädchens, weshalb man sich selbst als Leser gut in ihre Situation, aber auch die Belastung für die Pflegeeltern hineinfühlen kann. Ginny hat Probleme sich zu artikulieren, Emotionen wahrzunehmen und zu verstehen. Sie hat Zwänge, die ihr Halt geben und unterliegt strengen Regeln, die das Zusammenleben erleichtern sollen.

Als Leser begreift man ähnlich wie ihre Psychologin Patrice, wie Ginny denkt und warum sie unbedingt zu ihrer Babypuppe muss. Ihre Adoptiveltern sind viel zu sehr mit ihrem Neugeborenen beschäftigt und können Ginnys Drang zu ihrer leiblichen Mutter zu gelangen, die sie geschlagen hat und fast verhungern ließ, nicht verstehen. Vor allem Maura hat zu wenig Vertrauen in Ginny, was aus Sicht des Lesers ungerechtfertigt erscheint.

Ginnys Odyssee ist bewegend, hat viele traurige, nachdenkliche, aber auch komische Momente. Autismus ist zwar eine Entwicklungsstörung, die das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen einschneidet, aber das Buch klärt darüber auf, dass eine Persönlichkeit hinter der Störung steht, eine Person, die gebraucht und geliebt werden will, auch wenn sie es wie Ginny selbst nicht zeigen kann.

"Ginny Moon hat einen Plan" ist ein berührender Roman, der auf die Krankheit Autismus aufmerksam macht und darüber hinaus ein Plädoyer des Autors ist, sich für Kinder in Pflegefamilien zu engagieren.
Gerade die ungewöhnliche Perspektive machen es zu einem unheimlich eingängigen, interessanten Roman.

Ginny Moon hat einen Plan - 19.09.2017 18:40:48 - Unsere zauberhaften Bücherwelten

Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen. Die Geschichte wird aus der Perspektive der autistischen Ginny Moon erzählt.
Sowohl die Handlung als auch die Charaktere wirken sehr lebendig und vor allem authentisch, auch wenn sie manchmal etwas übertrieben dargestellt sind. Aber es hat alles gepasst, das Gesamtbild stimmt.
Ich möchte gar nicht zuviel verraten. Lest die Geschichte um Ginny selbst, sie geht unheimlich ans Herz, macht manchmal wütend und ist schmerzhaft, aber auch fröhlich und

Ein komplett "unperfekter" Plan - 19.09.2017 06:29:42 - Melanie E.

"Ginny Moon hat einen Plan" besticht durch eine wunderbar gezeichnete Protagonistin. Ginny ist ein Pflegekind und dazu noch Autistin, was einen straffen und strukturierten Tagesablauf erforderlich macht. Mich hat sehr fasziniert, wie der Autor mit dieser Entwicklungsstörung umgegangen ist. Eine Störung, die mir in meinem beruflichen Umfeld immer wieder begegnet. Die Pflegeeltern sind oftmals überfordert und gerade als ein Baby unterwegs ist und dieses dann auch geboren verändert sich die Stimmung innerhalb des Haushaltes. Erstmals wird das Potential Ginnys während der Babypflege komplett unterschätzt, da niemand weiß, was Ginny alles leisten könnte. Ginny entwickelt einen regelrechten Wahn und je mehr Informationen ich während des Lesens bekam, umso erstaunter wurde ich.
"Ginny Moon hat einen Plan" steckt voll Überraschungen, die manchmal sehr schmerzen, denn die Vergangenheit Ginnys lässt sich nicht ausradieren, sondern wird immer wieder hier und da hervorbrechen. Uns Erwachsenen scheint oftmals nicht bewusst zu sein, inwieweit wir unsere Kinder prägen oder eben auch schädigen. In Ginnys Fall kommt dann noch Autismus hinzu, was die Sache vielleicht noch erschweren könnte eine psychologische Betreuung anzufordern. Ginny hat regelmäßige Therapiestunden und dennoch empfand ich diese kurzen Einblendungen hin und wieder unnötig. Für Ginny selbst hätte ich mir etwas anderes gewünscht, zumal die Pflegemutter sich nach Wendys Geburt komplett zurückzieht. Es scheint als hätte sie Angst vor Ginny, dabei weiß Ginny ganz genau, wie man ein Baby versorgt.


Mir ging "Ginny Moon hat einen Plan" sehr nah. Es handelt sich hierbei um einen wirren, mitunter chaotischen Roman, der Autismus ganz klar in den Vordergrund gerückt hat, ohne dabei zu überfordern. Die Story an sich ist sehr gelungen und die 380 Seiten sehr zügig gelesen. Die Schriftgröße war sehr angenehm und sorgte dafür, dass ich mich sehr gut auf die Story einlassen konnte. Ginny hat mir sehr gefallen, auch wenn sie natürlich in manchen Dingen wirklich übertrieben dargestellt wurde. Auf der anderen Seite wirkte es aber auch sehr authentisch. "Ginny Moon hat einen Plan" steckt voller Überraschungen, die dem Roman einiges an Wert vermitteln konnten. Ich möchte sehr gerne eine Leseempfehlung aussprechen über ein ganz besonderes Mädchen, welches erst zum Ende der Story wirklich wertgeschätzt werden kann.

In Ginny Moons Welt - 10.09.2017 15:17:21 - yellowdog

Ginny Moon hat einen Plan ist ein sehr intensiver Roman, weil er konsequent aus der Perspektive der 13jährigen Ginny geschildert ist. Und Ginny ist Autistin, daher ist ihr Blickwinkel anders als gewöhnlich.
Das Thema Autismus ist schon oft in Literatur und Film verarbeitet wurde, aber so habe ich das zum ersten mal gelesen, man spürt etwas von dem Leben und den Zwängen, den Autisten ausgesetzt sind.

Bei Ginny kommt hinzu, dass sie als neunjährige von der unzuverlässigen, drogensüchtigen Mutter Gloria getrennt wurde. Sie war isoliert und misshandelt worden und fast verhungert. Die Trennung ist ein zusätzlicher Schock. Ein wichtiges Detail gibt es noch, dass nicht vorab verraten werden soll.

Ginny lebt jetzt bei ihrem Herzensvater und ihrer Herzensmutter, wie sie die Pflegeeltern nennt.
Doch die Vergangenheit ist nicht vergessen und es entsteht ein erneuter Kontakt zur Mutter.

Der Autor Benjamin Ludwig lässt die Situation langsam, aber stetig eskalieren. Das ist sehr geschickt gemacht. Als Leser kann man sich kaum von der Handlung trennen.
Ginnys Nöte machen den Leser betroffen. Es gibt einige sehr berührende Momente in dem Roman.

Ihre Bewertung

1 schlecht, 5 sehr gut

Top-titel

Karin Slaughter

Die gute Tochter

"Lauf!", fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. "Lauf weg!" Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers.
Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein.

"Die gute Tochter" ist ein Meisterwerk psychologischer Spannung. Nie ist es Karin Slaughter besser gelungen, ihren Figuren bis tief in die Seele zu schauen und jede Einzelne mit Schuld und Leid gleichermaßen zu belegen.

"Die dunkle Vergangenheit ist stets gegenwärtig in diesem äußerst schaurigen Thriller. Mit Feingefühl und Geschick fesselt Karin Slaughter ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite."
Camilla Läckberg

"Eine großartige Autorin auf dem Zenit ihres Schaffens. Karin Slaughter zeigt auf nervenzerfetzende, atemberaubende und fesselnde Weise, was sie kann."
Peter James
 
"Karin Slaughter ist die gefeiertste Autorin von Spannungsunterhaltung. Aber Die gute Tochter ist ihr ambitioniertester, ihr emotionalster - ihr bester Roman. Zumindest bis heute."
James Patterson
 
"Es ist einfach das beste Buch, das man dieses Jahr lesen kann. Ehrlich, kraftvoll und wahnsinnig packend - und trotzdem mit einer Sanftheit und Empathie verfasst, die einem das Herz bricht."
Kathryn Stockett

„Die Brutalität wird durch ihre plastische Darstellung körperlich spürbar, das Leiden überträgt sich auf den Leser.“
(Hamburger Abendblatt)

„Aber es sind nicht nur die sichtbaren Vorgänge und Handlungen von guten oder schlechten Individuen, die die (…) Autorin penibel genau beschreibt. Es sind vor allem die inneren, die seelischen Abläufe, die überzeugen.“
(SHZ)

„Das alles schildert Slaughter mit unglaublicher Wucht und einem Einfühlungsvermögen, das jedem Psychotherapeuten zu wünschen wäre.“
(SVZ)

„Die aktuelle Geschichte um die Quinns ist eine Südstaaten-Saga der besonderen Art, von der ihr nicht weniger erfolgreiche Kollege James Patterson sagt, sie sei ‚ihr ambitioniertester, ihr emotionalster, ihr bester Roman. Zumindest bis heute‘.“
(Focus Online)

„Die Autorin hat hier ein ausgezeichnetes Buch vorgelegt, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.“
(Krimi-Couch.de)

„Es gibt Bücher, bei denen man das Atmen vergisst. Die Romane der amerikanischen Schriftstellerin gehören dazu. So auch dieser Pageturner. (…) Karin Slaughter versteht es meisterhaft, glaubwürdige Charaktere zu erschaffen und ihre Leser fortwährend zu überraschen.“
(Lebensart)

„Atmosphärisch dichter Thriller über die sozialen Gespinste einer Kleinstadt, psychologisch sehr stimmig, mit vielen Schichten und Überraschungen.“
(Bayrischer Rundfunk)

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