Dunkel Land

Dunkel Land

Gut Wuthenow, ein altehrwürdiges Anwesen im Havelland; hier soll sich Verena Hofer die nächsten drei Monate um den Neffen der Hausherrin kümmern. Überrascht stellt sie fest, dass ihr Schützling der geniale wie arrogante Dr. Carl von Wuthenow ist. Der Kriminalist wurde erst kürzlich angeschossen und leidet seitdem unter Störungen des Kurzzeitgedächtnisses. Carl lehnt den Plan seiner Tante strikt ab. Verena, die das Geld dringend braucht, geht einen Deal mit ihm ein: Er lässt sie ihren Job machen, sie hilft ihm bei der Ermittlungsarbeit. Und schon der erste Fall hat es in sich: Eine übel zugerichtete Leiche wird auf einem Berliner Bauplatz gefunden und die Spuren weisen in die rechte Szene …

Hier geht's zur Leseprobe

  • Beschreibung
  • Details
  • Autor/in
  • Bewertungen
  • Video

Dunkel Land

Gut Wuthenow, ein altehrwürdiges Anwesen im Havelland; hier soll sich Verena Hofer die nächsten drei Monate um den Neffen der Hausherrin kümmern. Überrascht stellt sie fest, dass ihr Schützling der geniale wie arrogante Dr. Carl von Wuthenow ist. Der Kriminalist wurde erst kürzlich angeschossen und leidet seitdem unter Störungen des Kurzzeitgedächtnisses. Carl lehnt den Plan seiner Tante strikt ab. Verena, die das Geld dringend braucht, geht einen Deal mit ihm ein: Er lässt sie ihren Job machen, sie hilft ihm bei der Ermittlungsarbeit. Und schon der erste Fall hat es in sich: Eine übel zugerichtete Leiche wird auf einem Berliner Bauplatz gefunden und die Spuren weisen in die rechte Szene …

Hier geht's zur Leseprobe

Erscheinungstag: Mo, 13.11.2017
Erscheinungstag: Mo, 13.11.2017
Bandnummer: 100098
Bandnummer: 100098
Seitenanzahl: 336
Seitenanzahl: 336
ISBN: 9783959671385
ISBN: 9783959677165
E-Book Format: ePub oder .mobi

Dieses E-Book kann auf allen ePub- und .mobi -fähigen Geräten gelesen werden, z.B.
tolino, Sony Reader, Kindle, iPhone, Samsung ...

More Information

 
Roxann Hill wurde in Brünn/Tschechien geboren. Während des Prager Frühlings flüchtete sie als kleines Mädchen mit ihren Eltern nach Deutschland, wo sie aufwuchs und auch heute noch lebt. Mittlerweile widmet sie sich ausschließlich dem (…)

Kundenbewertungen

Richtig gut gelungener Krimi - 20.04.2018 09:51:27 - Nina´s Bücher-Welt

Ein Kriminalroman der absolutes Suchtpotenzial hat und mir sehr gut gefallen hat.
Gerade weil Carl von Wuthenow Probleme mich seinem Gedächtnis hat, ergeben sich immer wieder ziemlich komische oder auch lustige Passagen, die man in einem Krimi wohl eher nicht erwartet. Das hat mir aber besonders gut gefallen.
Ich mochte die Figuren von Anfang an sehr gerne leiden, kam mit dem Schreibstil gut zurecht und die immer wieder aufkommende Spannung hat mich das Buch in kurzer Zeit verschlingen lassen

Absolutes Lesevergnügen! - 02.03.2018 17:33:45 - Alittlebookconversation

Roxann Hill hat mit "Dunkel Land" ein fantastisches Buch auf den Markt gebracht! Außergewöhnliche, sympathische und unterhaltsame Charaktere machen diesen Krimi zu etwas Besonderem. Vor Allem Carl und Verena begeistern schnell als Duo.
Die Ermittlungsarbeiten verlaufen wirklich interessant und fesselnd, sind ein angenehmes Verwirrspiel für den Leser. https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R1P34BXK3D51KL/ref=cm_cr_getr_d_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=3959671385

Toller Fall und ein besonderes Ermittlerteam - 27.02.2018 11:37:25 - Isabell

Verena Hofer hat, nach dem Tod der Schwester, ihre kleine Nichte bei sich aufgenommen und dafür die Trennung von ihrem Partner sowie den Verlust des Jobs an der Uni in Kauf genommen. Um ihr Konto wieder aufzufüllen, nimmt sie den Job als Kindermädchen an, der gut bezahlt wird sowie neben Unterkunft und Verpflegung auch die Kinderbetreuung von Amelie garantiert. Als sie an ihrem neuen Arbeitsort eintrifft, entpuppt sich das vermeintliche Dorf als Gut und das Kind als erwachsener Mann. Der Mann hat durch einen Unfall sein Kurzzeitgedächtnis verloren und was das bedeutet, das wird anschaulich dargestellt. Verena, die ihn in seinem Alltag begleitet, wird so unvermittelt zur Assistentin eines Kriminalisten.
Mir waren die Figuren des Krimis sofort sehr sympathisch und der Fall, in den Verena und Carl fast gleich zu Beginn der Handlung involviert wurden, entpuppte sich als sehr spannend, obwohl ich schneller als die Beiden einen Verdacht bezüglich des Täters hatte. Ich mochte die liebenswerte Beschreibung der Figuren sehr und ich fand die verbalen Schlagabtausche sehr unterhaltsam. Ich würde gerne noch mehr von Verena und Carl lesen.
Fünf Sterne für einen sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Krimi!

Dunkel Land - 04.02.2018 23:16:27 - Svanvithe

Roxann Hill lässt in ihrem Kriminalroman „Dunkel Land“ – bis auf den Einstieg – ihre Protagonistin Verena Hofer als Ich-Erzählerin zu Wort kommen. Deshalb ist das Geschehen vor allem von ihrem Eindrücken geprägt, wodurch es möglich wird, die Entwicklung zu verfolgen, die junge Frau in ihr völlig unbekannten, komplexen und teilweise unangenehmen und belastenden Situationen durchläuft.

Sehr interessantes Ermittlerduo - 02.02.2018 09:00:01 - lenisvea's Bücherblog

Sehr gut gefallen hat mir dieses außergewöhnliche Ermittlerpaar, auch wenn es vielleicht nicht so ganz realistisch ist. Auch die Kulisse, also dass die beiden auf einem alten Anwesen gewohnt haben, war sehr interessant.

Der Fall war zum Schluss aufgeklärt, aber das Verhalten der beiden Hauptprotagonisten hat ein offenes Ende dargestellt, so dass ich hoffe, dass dies der Auftakt einer Reihe war.

Alles in allem kann ich hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen,

Die dunkle Seite der Hauptstadt - 15.01.2018 16:20:50 - Readaholic

Verena Hofer ist pleite. Deshalb beschließt sie, von Nürnberg ins Havelland zu fahren, wo sie sich während des Sommers um den Neffen der Gutsbesitzerin von Wuthenow kümmern soll. Das vermeintliche Kind stellt sich als erwachsener Mann heraus, der bei einem Attentat verletzt wurde und deshalb sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat. Carl von Wuthenow ist von Beruf Profiler. Kaum ist Vera auf dem Gut angekommen, wird Carl von der Staatsanwaltschaft in Berlin als Experte angefordert und Vera muss ihn begleiten.
Bei dem neuen Fall handelt es sich um einen grausamen Mord an einem jungen Stricher. Obwohl Vera die ihnen gezeigten Tatortbilder zutiefst schockieren, findet sie sich bald gut in ihrer neuen Rolle als Carls „Beraterin“ zurecht, denn als solche stellt er sie bei Polizei und Staatsanwaltschaft vor. Nachdem weitere Leichen gefunden werden, arbeiten sie gemeinsam mit der Polizei unter Hochdruck daran, den Täter zu finden. Dabei dringen sie tief ein in die Berliner Unterwelt und stellen fest, dass vieles sich ganz anders verhält, als es zunächst scheint...
Der Roman ist sehr spannend geschrieben, allerdings nichts für Zartbesaitete. Die Personen sind sympathisch, meine anfängliche Angst, das Ganze könnte ins Kitschige abgleiten (als Vera Carls veilchenblaue Augen und seinem athletischen Körperbau beschreibt), hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Das offene Ende deutet möglicherweise auf eine Fortsetzung der Reihe um Verena Hofer und Carl von Wuthenow hin.

Toller deutscher Krimi! - 31.12.2017 12:18:53 - vronika22

Inhalt:
Verena Hofer hat die kleine Tochter ihrer tödlich verunglückten Schwester bei sich aufgenommen Daher benötigt sie dringend Geld und einen neuen Job. Sie nimmt das Angebot an, sich die nächsten drei Monate um den Neffen der Hausherrin von Gut Wuthenow zu kümmern. Überrascht stellt sie bei der Ankunft fest, dass der Neffe kein Kind ist, sondern der geniale Kriminalist Dr. Carl von Wuthenow . Er wurde kürzlich angeschossen und leidet seitdem unter Störungen des Kurzzeitgedächtnisses. Carl lehnt eigentlich eine Betreuung ab. Verena, die das Geld dringend braucht, geht einen Deal mit ihm ein: Er lässt sie ihren Job machen, sie hilft ihm bei der Ermittlungsarbeit. Und schon ihr erster Fall hat es in sich: Eine übel zugerichtete Leiche wird auf einem Berliner Bauplatz gefunden. Bald stellt sich heraus, dass es sich um einen Serienmörder zu handeln scheint. Alle Spuren führen ins Strichermilieu. Und schon ist Verena mitten drin in einem Kriminalfall...

Meine Meinung:
Dieser Krimi konnte mich restlos überzeugen. Es war mein erstes Buch aus der Feder von Roxann Hill, aber ganz bestimmt nicht mein letztes.
Der Schreibstil ist absolut gut zu lesen und richtig unterhaltsam. Die kurzen Kapitel haben mir sehr gut gefallen.
Es kommt schnell Spannung auf, die dann auch wirklich bis zum Ende des Krimis durchgehalten wird. Mehrfach denkt man auf der richtigen Spur zu sein, doch am Ende kommt nochmal eine dicke Überraschung, und alles ist anders als man dachte.

Es kommen zu keiner Zeit Längen auf und da in dem Buch etwas mehr als nur Krimi enthalten ist, ich würde fast sagen eine Mini-Romanze, liest sich das Buch ausgesprochen unterhaltsam.
Auch konnte ich mir sowohl das Gut Wutherow, als auch die Protagonisten sehr gut vorstellen und hatte regelrecht alles vor Augen.
Da die Morde im Strichermilieu spielen erhält der Krimi noch zusätzliche inhaltliche Tiefe durch diesen ernsten Hintergrund.

Aufgrund des Autorennamens Roxann Hill war ich der festen Überzeung, dass es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen handeln muss. Umso überraschter war ich als ich festgestellt habe, dass es sich um einen deutschen Krimi handelt. Auf jeden Fall ein Autorenname, den ich mir merken werde.

Da auch eine ganz kleine Romanze in den Krimi andeutungsweise mit eingebaut wurde, bin ich sehr gespannt ob es eine Fortsetzung um Carl und Verena geben wird. Denn das Ende lässt noch einiges offen...

Ein sehr guter deutscher Krimi - 18.12.2017 14:54:49 - adel69

Die Handlung:

Die Ich-Erzählerin Verena Hofer hat einen neuen Job. Sie hat Literaturwissenschaft studiert und Erfahrungen als Dozentin. Eigentlich meinte sie, für einen Jungen als Aufpasserin im Gut Wuthenow zu arbeiten. Doch Carl von Wuthenow, für den sie zuständig sein soll, ist 34 Jahre alt und arbeitet als Profiler, Kriminalist und Berater für die Polizei in Berlin. Ein Problem hat er allerdings: Durch einen Anschlag ist sein Gedächtnis so beeinträchtigt, dass er immer wieder Dinge und Ereignisse vergisst. Deswegen wurde ihm Verena zur Seite gestellt. Sie soll ihn beispielsweise zur Berliner Polizei fahren, wenn er dort einen Termin hat. Und sie soll ihn intellektuell fördern.

Verena ist zuerst nicht angetan von ihrer Tätigkeit. Andererseits ist aber ihre Nichte Amelie, um die sie sich nach dem Tod ihrer Schwester kümmert, auf Wuthenow gut versorgt, während sie für Carl arbeitet. Außerdem bekommt Verena mit Amelie eine eigene Wohnung auf dem Gut.
Der Fall, für den die Berliner Polizei Carls Rat und Meinung benötigt, ist nicht einfach. Die Leiche eines Migranten wurde gefunden, ein Mann wurde verhaftet, den die Polizei für den Täter hält. Carl ist jedoch anderer Meinung. Der Täter ist noch auf freiem Fuß.

Die Suche nach dem Täter führt Verena und Carl in die rechte Szene. Das Umfeld, in dem sie ermitteln müssen, ist also nicht einfach. Verena muss sich auf einiges gefasst machen. Weitere Leichen werden gefunden. Außerdem merkt Verena, dass Carl nicht immer ein angenehmer Zeitgenosse ist. Wenn er beispielsweise geschlafen hat und sich nach dem Aufwachen an beinahe nichts mehr erinnert, kann es zu extremen Situationen kommen. Genau eine solche Situation erlebt auch Verena.

Verena und Carl tappen als Ermittlerteam lange im Dunkeln. Nur langsam kommen sie vorwärts, nur langsam nähern sie sich der Lösung. Die Tatsache, dass die Ermordeten mit Metzgerknoten gefesselt wurden, könnte zum Täter führen….

Meine Meinung:

Der Krimi fängt sofort rasant und brutal an. Eine Person wird gequält und umgebracht.

Anschließend wird die Handlung ruhiger. Und so bleibt sie auch meistens. Man lernt Verena und Amelie kennen. Beide sind sehr sympathisch, Carl ist es auch.

Die Idee, eine Literaturwissenschaftlerin und einen Profiler als Ermittlerteam in einem Mordfall arbeiten zu lassen, fand ich neu und aufregend. Das war ein Grund für mich, das Buch zu lesen. Weiterhin hat mich die Handlung mitgerissen. Das Buch ist spannend geschrieben, es gibt viele Dialoge. Es geht nicht nur um den Mordfall, sondern auch um Verena, die sich immer wieder fragt, ob es richtig war, das Jobangebot auf Gut Wuthenow anzunehmen.

Neben den Ermittlungen kommen noch viele private Dinge vor – beispielsweise, wie Carl, Verena, Amelie und einige Leute, die auf dem Gut Wuthenow arbeiten, zu Abend essen. Diese privaten Einflechtungen haben mich aber nicht gestört, sie haben die Handlung rund um die brutalen Morde etwas auflockern können.

Außerdem zeigen mir solche Blicke in die Privatsphäre, dass die Hauptpersonen Menschen sind mit Gefühlen und Plänen und Gedanken.
Was mir weiterhin an dem Buch gefällt, ist, dass keine ordinäre Sprache verwendet wird. Es gibt kaum Schimpfwörter.
Die Kapitel sind kurz – und so kann man immer wieder Lesepausen einlegen.

Lange ist nicht klar, wer der Mörder sein könnte – oder ob es mehrere Mörder gibt. Der Leser ist immer genauso schlau oder ahnungslos wie die Ermittler. Es gibt auch falsche Fährten – das verstärkt die Spannung noch. So ist man alsAls Leser ist man lange Zeit am Rätseln. Man folgt den Gedanken von Carl, Verena und der Polizei in Berlin und man fragt sich lange, worauf die Lösung der Morde hinausläuft….

Mein Fazit:

Das Buch „Dunkel Land“ von Roxann Hill habe ich gerne gelesen. Die Handlung ist interessant, die Hauptpersonen sympathisch, das Buch ist flüssig geschrieben.

Mir gefällt auch, dass das Buch nur an wenigen Stellen brutal und heftig ist. Der Fokus wird eher auf die Ermittlungsarbeit gelegt.

Ich vergebe „Dunkel Land“ von Roxann Hill alle Sterne und empfehle das Buch weiter.

Spannender Fall mit sympathischen Figuren - 07.12.2017 22:58:50 - Aglayabooks

Mich hat vor allem das Setting gepackt, aber auch der Kriminalfall ist alles andere als langweilig. Ein schwer misshandelter junger Mann wird tot aufgefunden. Ein solches Verbrechen gab es schon vor einigen Jahren, doch der damalige Täter sitzt immer noch hinter Gittern. Hatte er einen Komplizen, der die Taten heute alleine fortführt? Die Geschichte ist spannend aufgebaut und enthält einige interessante Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte.

Spannender Fall mit sympathischen Figuren - 07.12.2017 22:56:19 - Aglaya

Die junge Verena Hofer zieht zusammen mit ihrer verwaisten Nichte auf das Gut Wuthenow, wo sie sich um den Neffen der Gutsherrin kümmern soll. Aber anstellte des erwarteten kleinen Jungen trifft Verena auf einen erwachsenen Mann, der nach einem Unfall sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat, aber trotzdem als Ermittler und Berater der Berliner Polizei arbeiten will…

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Verena erzählt. Eigentlich mag ich diese Sichtweise nicht besonders, hier hat es mich allerdings nicht gestört. Wahrscheinlich liegt es daran, dass mir Verena grundsätzlich sympathisch war, auch wenn ich trotz der gewählten Perspektive nicht sonderlich viel über sie erfuhr und sie doch etwas zu unbeschwert wirkte und alle Widrigkeiten, von Tatortfotos bis hin zur Autopsie, locker wegsteckte. Einige wenige Kapitel werden aus der Sicht anderer Figuren in der dritten Person geschildert, die sind allerdings selten und kurz genug, um nicht weiter aufzufallen. Die zweite Hauptrolle neben Verena spielt Carl, ihr Schützling, als dessen Begleiterin Verena angestellt wurde. Er erschien mir zwar auch eher blass, was vielleicht auch mit seiner "Behinderung" zusammenhängen könnte, aber trotzdem sympathisch.

Das Setting erinnerte mich entfernt etwas an die Sherlock-Holmes-in-der-Neuzeit-Fernsehserie "Elementary". Auch hier geht es um eine junge Frau, die nach einem traumatischen Erlebnis einen Jobwechsel braucht und dabei ungeplant als Begleiterin eines zivilen Ermittlers eingesetzt wird. Hier ist es allerdings kein drogensüchtiger Polizeiberater, sondern ein solcher, der nach einem Unfall sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat und sich nur an die Dinge erinnern kann, die am jeweiligen Tag passiert sind. Da er sich aber präzise Notizen macht und diese allmorgendlich auswendig lernt, nimmt diese Eigenschaft in der Geschichte nur einen anekdotischen Rang ein.

Mich hat vor allem das Setting gepackt, aber auch der Kriminalfall ist alles andere als langweilig. Ein schwer misshandelter junger Mann wird tot aufgefunden. Ein solches Verbrechen gab es schon vor einigen Jahren, doch der damalige Täter sitzt immer noch hinter Gittern. Hatte er einen Komplizen, der die Taten heute alleine fortführt? Die Geschichte ist spannend aufgebaut und enthält einige interessante Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Ich habe schlussendlich den Täter zwar vor den Ermittlern entdeckt, aber nur wenige Seiten früher, sodass ich hier nicht von Vorhersehbarkeit sprechen möchte. Ob das Buch einen Einzelband darstellt oder ob daraus eine Reihe entstehen wird, kann ich nicht beurteilen. Der Schluss der Geschichte lässt beides offen.

Der Schreibstil der Autorin Roxann Hill (bei dem Namen hatte ich eine Amerikanerin oder Britin erwartet und war ziemlich überrascht, dass die Geschichte in Berlin und Umgebung spielt, da ich den Klappentext schon Wochen zuvor gelesen und darum nicht mehr präsent hatte) lässt sich flüssig lesen. Zusammen mit der spannenden Geschichte hat er dazu geführt, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen hatte. Die Geschichte ist eher gemütlich gehalten, enthält aber einige etwas eklige Szenen. Daher könnte es mit der Zielgruppe schwierig werden: für abgebrühte Thrillerfans ist der Krimi sicher zu locker und "fröhlich" gehalten, für Anhänger von "Cosy Crime" wird er aber doch zu brutal sein. Ich mag beides, daher hat er mir gut gefallen.

Mein Fazit
Spannender Fall mit sympathischen Figuren und interessanten Setting. Ich wünsche mir eine Fortsetzung!

Perfekt unterhaltender Krimi - 06.12.2017 11:21:26 - Bibliomarie

Rezension vom 21.11.2017 (116)

Verena, eine Nürnberger Literaturdozentin, nimmt ein verlockendes Jobangebot an. Sie soll den Neffen einer reichen Industriellen bei der Reha nach einem Unfall unterstützen. Nach dem Tod ihrer Schwester ist sie Adoptivmutter der kleinen Waise und das üppige Gehalt und die Möglichkeit der Kinderbetreuung vor Ort, lassen sie alle Bedingungen des Vertrags akzeptieren. Sehr erstaunt ist sie dann aber, als sich der Neffe als 37 jähriger gutaussehender, arroganter Mann entpuppt, der sich seine Reha etwas anders vorstellt. Als ausgebildeter Profiler hat er nach einer Schussverletzung sein Kurzzeitgedächtnis verloren und sieht in Verena eher eine Assistentin seiner kriminalistischen Arbeit. Da sie den Job dringend braucht, lässt sie sich darauf ein und wird schneller als ihr lieb ist, in eine gefährliche Ermittlung verwickelt.....

Mir hat der Roman gut gefallen, ich habe ihn in einem Zug durchgelesen, konnte mich wirklich kaum losreißen. Es ist diese Mischung aus erzählendem Krimi und einem sehr ungleichen Ermittlerpaar, bei denen es recht bald funkt, die mich so gut unterhalten hat. Obwohl die Ermittlungen um einen Serienmörder im Strichermilieu angesiedelt sind, würde ich das Buch eher als spannende Unterhaltung verorten und nicht so sehr als harten Krimi, wie die Covergestaltung und der Titel vermuten ließen. Leser, die das erwarten, werden sicher etwas enttäuscht werden.

Sehr gut hat mir die Beschreibung des Havellands gefallen und als Leitmotiv wird die Ribbeck Ballade von Fontane gewählt, die Verena Carl von Wuthenow nahebringen kann, auch wenn er sie jeden Tag wieder von neuem auswendig lernen muss. Aus dieser Einschränkung durch die Schussverletzung ergeben sich auch im weiteren Verlauf der Handlung immer wieder spannende oder sogar komische Episoden. Aus der schöngeistigen Verena wird in kurzer Zeit eine zugreifende Ermittlerin, eine Entwicklung, die sie selbst erschreckt, denn diese Welt war ihr immer fremd. Hier vielleicht mein einziger kleiner Kritikpunkt: mir war das etwas zu schnell.

Trotz des überschaubaren Personenkreises bleibt die Spannung lang erhalten, auch wenn sich schon bald die Verdachtsmomente häufen und ich als geübte Krimileserin schon nach der Hälfte auf der richtigen Spur war. Besonders gern habe ich die Schlagabtäusche zwischen Verena und Carl gelesen, die Andeutung einer Liebesgeschichte schreit geradezu nach einer Fortsetzung und das offene Ende lässt mich auch darauf hoffen.

Ein zweiter Band wird jedenfalls ganz oben auf meiner Wunsch- und Leseliste landen.


Ein guter Krimi - 02.12.2017 00:33:12 - Himmelsblume

Meinung: Die Geschichte fand ich vom ersten Moment an ziemlich spannend. Man hat nach und nach so seine Vermutungen, doch diese werden von Seite zu Seite immer wieder umgeworfen und man weiß er viel später, wer wirklich der Mörder ist. Was ich aber ganz gut fand, war die Tatsache, dass man des Öfteren auf der falschen Spur war, sowie auch Verena und Carl. Das Buch bietet aber viel Platz für einen weiteren Teil mit den Zwein.

tolles Ermittlerduo mit Hoffnung auf Fortsetzung - 27.11.2017 19:05:44 - Frau Maren Doschke

klasse, nicht vorhersehbare Geschichte mit vielen Wendungen und einem tollen Ermittlerduo,, was Lust auf mehr macht und die Hoffnung auf eine Reihe steigert. Spannend, bewegend,mitfiebernd - hat sämtliche Emotionen geweckt.
https://www.amazon.de/gp/review/RYR7OL5ZQKCEC/ref=pdp_new_read_full_review_link?ie=UTF8
https://www.lovelybooks.de/autor/Roxann-Hill/Dunkel-Land-1441734189-w/rezension/1509482900/

Eine etwas andere Art der Ermittlung - 25.11.2017 17:28:53 - HexeLilli

Dies war der erste Krimi den ich von der Autorin gelesen habe. Schon das Cover, einsames Herrenhaus, darüber dunkle Wolken machte neugierig.

Verena Hofer kommt mit ihrer kleinen Nichte nach Gut Wuthenow im Havelland. Hier soll sie sich um den Neffen der Hausherrin kümmern. Statt eines Kindes erwartet sie ein erwachsender Mann, Dr. Carl von Wuthenow.
Nachdem er angeschossen wurde, leidet sein Kurzzeitgedächtnis. Trotzdem will er seinen Beruf Berater und Profiler bei der Berliner Kripo nicht aufgeben.
Er braucht die Hilfe von Verena. Es dauert nicht lange und eine übel zugerichtete Leiche wird auf einem Berliner Bauplatz gefunden.

Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen, schon durch die kurzen Kapitel.
Durch die etwas andere Art der Ermittlung sticht es von der Krimi Vielfalt heraus. Auch wie Carl und Verena sich zusammenraufen müssen. Laut Schluss
wird man sicher noch mehr von den beiden zu lesen bekommen.
Für mich ein guter, solider und unterhaltsamer Krimi. Man rätselt bis zum Ende.

Toller Krimi - 23.11.2017 08:51:57 - Nici's WORT & Totschlag BOOKS & MORE

Roxann Hill " Dunkelland"
HarperCollins
Meinung:

Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich fühlte mich bestens unterhalten. Von Beginn an liest es sich angenehm flüssig und animierte zum weiterlesen. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben und charakterisiert, man sieht sie förmlich vor seinem inneren Auge. Ab und zu war mir die Story ein wenig zu Schnulzig, aber nicht übertrieben, also wenig störend.
Dieser Krimi kommt mit wenig Blut aus, trotzdem ist er unglaublich fesselnd

Tolles Ermittlerduo - 23.11.2017 05:36:22 - Susi's Leseecke

Nachdem ich alle Reihen von Steinbach und Wagner von Roxann Hill gelesen habe,war es mir ein Bedürfnis auch das neue Buch von ihr zu lesen. ich wurde nicht enttäuscht ❤ Roxann Hill erschafft mit Dunkelland wieder ein Ermittlerduo von den man noch mehr lesen möchte

Ein ungewöhnliches Duo ermittelt - 18.11.2017 07:08:38 - Ladybella911

Als Verena Hofer aufgrund einer momentanen prekären wirtschaftlichen Situation den Job auf Gut Wuthenow annimmt ahnt sie nicht, dass sie innerhalb kürzester Zeit in die Ermittlungen zu einem ungewöhnlichen Mordfall verwickelt sein wird.
Die Literaturwissenschaftlerin hat ihren sicheren Job aufgegeben damit sie sich um ihre kleine Nichte Amelie, die Tochter ihrer erst kürzlich verstorbenen Schwester, kümmern kann.
Auf Gut Wuthenow im Havelland soll sie für einige Zeit den Neffen der Gutsherrin, den Kriminalisten Dr. Carl von Wuthenow betreuen, der kürzlich angeschossen wurde und dadurch sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat.
Soweit so gut, denn ab hier beginnt die Geschichte leider abzudriften und verkommt zu einer klischeehaften, unspektakulären Story, die sich mehr um das Liebesleben der beiden Protagonisten kümmert als um den eigentlichen Fall, und mich aus diesem Grund leider nicht überzeugen konnte.
Schmachtend wie ein Teenager himmelt die erwachsene Frau ihren Schützling an, den sie bei seinen Ermittlungen unterstützen soll.
Die Idee an sich ist gut, aber sie ist nicht gut genug umgesetzt und für einen erfahrenen Krimileser ist die Entwicklung der Geschichte zu schnell vorhersehbar.
Wie schade, denn hier wurde Potential verschenkt das es ermöglicht hätte dass sich die Story zu einem wirklich spannenden Kriminalfall entwickelt.
Das durchaus nicht unsympathische Ermittlerduo blieb für mich blass und konturlos, versinkt in Harmonie und so konnte sich keine richtige Spannung aufbauen.
Dennoch eine unterhaltsame, leicht zu lesende Feierabendlektüre, wenn man keine allzu hohen Erwartungen an den eigentlichen Fall hat.

Ganz herzlich bedanken möchte ich mich bei Harper Collins Germany und Net Gallery, die es mir ermöglicht haben, dieses Buch zu lesen und zu rezensieren.

Interessanter Reihenauftakt - 17.11.2017 22:01:04 - KimVi

Verena Hofer zieht mit ihrer Nichte Amelie vorübergehend ins Havelland. Auf Gut Wuthenow soll sie sich die nächsten drei Monate um den Neffen ihrer Auftraggeberin kümmern. Vor Ort erlebt Verena allerdings eine Überraschung. Denn Carl von Wuthenow entpuppt sich als erwachsener Mann. Er ist Kriminalist und wurde vor einiger Zeit angeschossen, sodass er unter einer Störung seines Kurzzeitgedächtnisses leidet. Da Carl von Wuthenow trotz seines Handicaps die Staatsanwaltschaft als Berater unterstützt, findet sich Verena unverhofft in der Rolle seiner Assistentin wieder. Verena hat keine Ahnung, worauf sie sich einlässt....

"Dunkel Land" ist der Auftaktband zu einer neuen Krimireihe des ungewöhnlichen Ermittlerteams Dr.Carl von Wuthenow und Verena Hofer. Der Einstieg in die Reihe, bzw. den Krimi, gelingt mühelos. Denn gleich am Anfang wird man Zeuge eines brutalen Mordes, sodass das Interesse sofort geweckt wird.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Dadurch fliegt man förmlich durch das Buch. Die recht kurzen Kapitel unterstützen den Sogeffekt, der sich beim Lesen aufbaut, außerdem. Man kann sich die beschriebenen Handlungsorte und Protagonisten lebhaft vorstellen und deshalb ganz in die Handlung eintauchen. Die Charaktere wirken sympathisch, sodass man gerne mit ihnen gemeinsam ermittelt. Der Fall ist durchgehend interessant und gibt einige Rätsel auf. Man ist hin- und hergerissen, was man glauben soll und wen man auf seiner Liste der Verdächtigen berücksichtigen soll. Erfahrene Krimileser, die aufmerksam der Handlung folgen, dürften allerdings recht früh eine Ahnung haben, wer hinter allem stecken könnte. Da es aber auch andere Spuren und Hinweise gibt, bleiben die Ermittlungen bis zum Schluss interessant.

Krimis und Thriller sind ja meine absoluten Favoriten. Beim Lesen von "Dunkel Land" habe ich mich sehr gut unterhalten, denn das ungewöhnliche Ermittlerteam, der flüssige Schreibstil und die Ungewissheit, ob sich mein früher Verdacht bestätigen wird, konnten mich begeistern. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt dieser Reihenauftakt deshalb vier von fünf möglichen Bewertungssternen.

Ein ungewöhnliches Ermittlerduo - 16.11.2017 20:47:32 - nati51

Verena Hofer, Literaturwissenschaftlerin an der Uni, hat ihren Job aufgegeben, da sie sich mehr um die fünfjährige Amelie, die Tochter ihrer plötzlich verstorbenen Schwester kümmern will. Um die Zeit bis zu einer Festanstellung an einer Privatschule zu überbrücken, nimmt sie für drei Monate eine Anstellung auf dem Gut Wuthenow an. Sie kann Amelie mitnehmen, die tagsüber in einem Kindergarten gut aufgehoben ist. Währenddessen soll sich Verena als eine Art Kindermädchen um einen reichen Jungen kümmern. Doch Carl von Wuthenow entpuppt sich als erwachsener Mann, der kürzlich angeschossen wurde und seitdem unter Störungen des Kurzzeitgedächtnisses leidet. Carl hat in den USA als Profiler gearbeitet und hilft nun den deutschen Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung schwieriger Fälle.

Ihr erster Fall führt Verena und Carl nach Berlin. Die Leiche eines jungen Mannes wurde gefunden, dessen Identität nicht feststellbar war. Es handelt sich wahrscheinlich um einen illegalen Flüchtling aus dem arabischen Raum. Ein Täter aus der rechten Szene wird schnell gefunden, doch der beteuert seine Unschuld. Carl glaubt auch, dass der Verdächtige unschuldig ist und tippt auf einen Wiederholungstäter. Die Polizei ist anderer Ansicht bis ein Leichenfund in einem Waldstück sie eines besseren belehrt.

Dies war mein erster Kriminalroman von Roxann Hill und sie hat mich durch ihren Schreibstil überzeugt, der mit einer kleinen Prise Humor gewürzt war. Die Spannung wird langsam aufgebaut und bleibt dann bis zum Ende konstant. Verena und Carl waren mir von Anfang an sympathisch und wirkten sehr authentisch. Man merkt Verena zu Beginn den inneren Widerstand an, Carl bei der Aufklärung eines Verbrechens zu helfen. Doch schnell findet sie sich in ihrer Rolle zu Recht und kann Carl gut unterstützen.

Mich hat dieser Kriminalroman mit dem ungewöhnlichen Ermittlerduo vom Anfang bis zum Ende gefesselt und ich hoffe, dass dieser Band der Start einer neuen Reihe ist.

Ein Kopf ohne Gedächtnis ist eine Festung ohne Besatzung - 14.11.2017 14:04:06 - claudi-1963

"Das Gedächtnis ist die Schatzkammer und der Bewacher von allen Dingen." (Marcus Tullius Cicero)
Verena Hofer muss nach einem tragischen Unfall bei dem ihre Schwester tödlich verunglückt, für ihre Nichte Amelie sorgen. Darum hat sie ihre Arbeit verloren und wird jetzt auf den Neffen von Frau von Wuthenow aufpassen. Das sich dieser jedoch als einen erwachsenen Mann herausstellt verwundert Verena dann doch ein wenig. Warum stellt man für einen Mann ein Kindermädchen bzw. Aufpasser ein? Dr. Carl von Wuthenow ein prägnanter Profiler, der eine jahrelange Ausbildung beim FBI genossen hat, wurde bei seinem letzten Einsatz verletzt. Der Schuss in den Kopf hat sein Kurzzeitgedächtnis gestört und ist seitdem eingeschränkt. Dass seine Tante nun für ihn, mit Verena einen Coach engagiert hat, passt ihm gar nicht. Den Carl will unbedingt wieder arbeiten, als Profiler und freier Polizeiberater. Darum wird er auch zu einem Mordfall in Berlin hinzugezogen, bei dem man einen jungen Stricher gefunden hat, der brutal gefoltert und mit drei Messerstichen getötet wurde. Außergewöhnlich sind die Handfesseln, die mit einem Metzgerknoten versehen sind und die ersten Spuren weisen auf die rechte Szene hin. Verena geht den Deal mit Carl ein, er macht mit ihr seinen Job und sie vermittelt ihm die Literatur.

Meine Meinung:
Ein sehr eigenwilliges und außergewöhnliches Ermittlerpaar, das die Autorin hier geschaffen hat. Eine ahnungslose Literaturexpertin, trifft auf einen couragierten, gutaussehenden, reichen Profiler mit Handicap. Auch wenn ich schon fast in der Mitte des Buches einen Verdacht hatte, was den Täter anbelangte, hat die Autorin es sehr geschickt bis zum Ende verschleiert. Sympathische Protagonisten und gute Ermittlungen, mit teilweise eigenartigen Methoden, die auch nicht immer gesetzestreu sind, haben mir als Leser gefallen. Zwar finde ich das ihr Verena Hofer manchmal etwas zu toughe und unrealistisch geraten ist, trotzdem hat sie mir imponiert. Auch die fünfjährige Amelie fand ich an manchen Stellen ein wenig zu erwachsen geraten. Der Schreibstil ist sehr gut, flüssig und das Cover besticht durch einen Blick auf das Gut. Das Einfließen des Fontanes Gedicht vom Herrn von Ribbeck vom Havelland, hat mir gut gefallen. Vom Spannungsbogen her ist der Krimi eher niedrig gehalten, besticht aber durch seine interessanten Ermittlungen. Schade nur fand ich das Ende des Buches, das mir sehr lieblos erscheint und auch durch das offene Ende den Leser verunsichert. Ich hoffe, dass es einen neuen Fall für die beiden geben wird und gebe diesem Buch 4 von 5 Sterne.

Ein wahrhaft dunkles Land - 14.11.2017 11:19:57 - misery3103

Die Dozentin Verena Hofer kommt mit ihrer Ziehtochter Amelie nach Gut Wuthenow. Hier soll sie sich um den Neffen der Hausherrin kümmern. Am Ziel angekommen stellt sich heraus, dass es sich nicht - wie von ihr angenommen - um ein Kind handelt, sondern den erwachsenen Dr. Carl von Wuthenow. Der Kriminalist wurde angeschossen und leidet seitdem unter dem Verlust seines Kurzzeitgedächtnisses … und er ist nicht erfreut über die Pläne seiner Tante, bis Verena einen Deal mit ihm eingeht. Er lässt sie ihren Job machen und im Gegenzug hilft sie ihm bei den Ermittlungen in einem neuen Fall.

Die ungewöhnliche Ermittlerkonstellation ließ mich zu diesem Krimi greifen. Die unerfahrene Verena Hofer, die dem eigenwilligen Kriminalisten zur Seite steht, und ein interessant klingender Fall machten das Buch für mich interessant. Und es beginnt auch direkt ungewöhnlich und unerwartet. Die Leiche eines übel gefolterten und ermordeten Mannes wird gefunden. Zunächst weist alles in die Richtung der rechten Szene, doch schon bald ist klar, dass andere Motive für den Mord und später auch für weitere Leichenfunde sprechen.

Es ist spannend, Verena und Carl bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Carl von Wuthenow, der nach dem Schlafen alles vergessen hat, was am Tag vorher passiert ist, hilft sich mit einem Erinnerungstagebuch und verlässt sich auf Verena. Der Fall ist spannend, auch wenn ihm letzten Drittel alles ein bisschen zäh und langatmig wird. Obwohl ich früh ahnte, wer hinter den Morden stecken könnte, wurde mein Verdacht erst spät bestätigt. Das Finale war mir dann auch etwas zu wenig spektakulär und der Schluss hat mir gar nicht gefallen. Natürlich war von Anfang an klar, dass das Buch als Start einer Serie gedacht ist, doch das hätte man meiner Meinung nach eleganter lösen können.

Insgesamt ein gut zu lesendes, spannendes Buch mit tollen Ermittlern und viel verdecktem Humor. Ich bin sehr gespannt auf einen folgenden zweiten Teil!

Fesselnder Einblick in soziale Abgründe! - 14.11.2017 09:53:16 - leseratte_lovelybooks

Ein ungewöhnliches Jobangebot für die Literaturdozentin Verena Hofer, die sich alleinerziehend um ihre verwaiste Nichte kümmert. Sie soll auf den Neffen ihrer Auftraggeberin aufpassen. Vor Ort entpuppt sich der Neffe aber als erwachsener Mann mit einem außergewöhnlichen Problem und einem noch außergewöhnlicheren Job: Dr. Carl von Wuthenow hat aufgrund einer Verletzung sein Kurzzeitgedächtnis verloren und leidet unter gelegentlichen Blackouts, war vor seinem Unfall aber ein anerkannter und geachteter Profiler, der u.a. die Berliner Staatsanwaltschaft als externer Berater bei Ermittlunen unterstützt.
Als er erneut von der Berliner Staatsanwaltschaft um Hilfe in einem mysteriösen Mordfall gebeten wird, lässt sich Verena darauf ein, ihn als persönliche Assistentin zu unterstützen.
Das ungewöhnliche Ermittler-Duo versucht gemeinsam den brutalen Mordfall aufzuklären und steht bald vor einem Abgrund aus Prostitution und Missbrauch.
Die Geschichte ist flüssig geschrieben und liest sich leicht und schnell. Die Entwickling des Kriminalfall selbst ist sehr spannend gestaltet, immer wieder stoßen Verena und Carl auf neue Spuren.
Gerade der Kontrast zwischen dem brutalen Mord in der Berliner Zuhälterszene und der ländlichen Idylle im Havellland auf Gut Wuthenow ist wie Schwarz-Weiß-Malerei. Zwischen den Charakteren, die authentisch und - was Carl anbelangt nach anfänglicher Arroganz - auch symphatisch beschrieben sind, fängt es natürlich auch an, leicht zu knistern.
Alles in allem ein spannender Auftakt zu einer Reihe um dieses ungewöhnliche Ermittlerduo. Ein wenig unrealistisch fand ich, wie mühelos Verena in ihre neue Aufgabe findet und selbst in der Pathologie ihre Frau steht, daher nur 4 Sterne!

Ihre Bewertung

1 schlecht, 5 sehr gut

Buchtrailer Dunkel Land

Top-titel

Karin Slaughter

Die gute Tochter

"Lauf!", fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. "Lauf weg!" Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers.
Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein.

"Die gute Tochter" ist ein Meisterwerk psychologischer Spannung. Nie ist es Karin Slaughter besser gelungen, ihren Figuren bis tief in die Seele zu schauen und jede Einzelne mit Schuld und Leid gleichermaßen zu belegen.

"Die dunkle Vergangenheit ist stets gegenwärtig in diesem äußerst schaurigen Thriller. Mit Feingefühl und Geschick fesselt Karin Slaughter ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite."
Camilla Läckberg

"Eine großartige Autorin auf dem Zenit ihres Schaffens. Karin Slaughter zeigt auf nervenzerfetzende, atemberaubende und fesselnde Weise, was sie kann."
Peter James
 
"Karin Slaughter ist die gefeiertste Autorin von Spannungsunterhaltung. Aber Die gute Tochter ist ihr ambitioniertester, ihr emotionalster - ihr bester Roman. Zumindest bis heute."
James Patterson
 
"Es ist einfach das beste Buch, das man dieses Jahr lesen kann. Ehrlich, kraftvoll und wahnsinnig packend - und trotzdem mit einer Sanftheit und Empathie verfasst, die einem das Herz bricht."
Kathryn Stockett

„Die Brutalität wird durch ihre plastische Darstellung körperlich spürbar, das Leiden überträgt sich auf den Leser.“
(Hamburger Abendblatt)

„Aber es sind nicht nur die sichtbaren Vorgänge und Handlungen von guten oder schlechten Individuen, die die (…) Autorin penibel genau beschreibt. Es sind vor allem die inneren, die seelischen Abläufe, die überzeugen.“
(SHZ)

„Das alles schildert Slaughter mit unglaublicher Wucht und einem Einfühlungsvermögen, das jedem Psychotherapeuten zu wünschen wäre.“
(SVZ)

„Die aktuelle Geschichte um die Quinns ist eine Südstaaten-Saga der besonderen Art, von der ihr nicht weniger erfolgreiche Kollege James Patterson sagt, sie sei ‚ihr ambitioniertester, ihr emotionalster, ihr bester Roman. Zumindest bis heute‘.“
(Focus Online)

„Die Autorin hat hier ein ausgezeichnetes Buch vorgelegt, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.“
(Krimi-Couch.de)

„Es gibt Bücher, bei denen man das Atmen vergisst. Die Romane der amerikanischen Schriftstellerin gehören dazu. So auch dieser Pageturner. (…) Karin Slaughter versteht es meisterhaft, glaubwürdige Charaktere zu erschaffen und ihre Leser fortwährend zu überraschen.“
(Lebensart)

„Atmosphärisch dichter Thriller über die sozialen Gespinste einer Kleinstadt, psychologisch sehr stimmig, mit vielen Schichten und Überraschungen.“
(Bayrischer Rundfunk)

Mehr erfahren »